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Argent
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Dakota
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Coricopat
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Kapitel 3: Das unberührte Paradies



Wetter:
Sommer. Später Nachmittag.
Sonne geht auf.
Keine Wolken am Himmel.
Starke Hitze.
Im Schatten kalt.
Schwül, kein Wind.
20 - 23 °C

Was bisher geschah....

Nachdem die Nachricht von der
Flucht aus der Stadt erst einmal
herum gegangen ist trafen sich
Katzen am Stadttor. Dort, in einer
dunklen Gasse fing Argent an
über das weitere Vorgehen zu
reden. Es ist Zeit, das Nest
der Menschen zu verlassen und
ein neues Leben im Wald
zu beginnen. Jedem steht es frei,
ob sie nun gehen oder nicht.
Der Clan der Samtpfoten besteht
aus wenigen Mitgliedern und
nur, weil eine Gruppe von Katzen
sich gebildet hat bedeutet das nicht
gleich, dass sie auch ein Clan ist.
Es wird sich zeigen, wer
nun eine Samtpfote sein will
und darf und wer nicht.



Hast du je den Wunsch verspürt
auszubrechen und ab zu hauen?
Nein? Bei den Samtpfoten bleibt dir
wohl nichts Anderes übrig!
Stell dir vor, du bist eine Katze.
Eine Hauskatze, wohl gemerkt.
In einer großen Stadt lebst du und
eines Tages verhalten sich deine
Menschen seltsam. Sie wollen dich
nicht mehr streicheln und halten
Abstand von dir. Angeblich
soll es eine Katzenseuche
geben und ehe du dich
versiehst, landest du auf der
Straße. Allein und ohne Ahnung,
was jetzt zu tun ist.
Was würdest du tun?
Nun, der Kater Argent hat
sich entschlossen einen
Clan mit seiner Geliebten Alpha
zu gründen. Willst du zu ihnen
gehören oder lieber allein um her
streifen?
Es ist deine Entscheidung.
Dein Leben.

Denn du, bist eine Katze.



Gesuchte im Moment
Spielgefährten gesucht.

Zitate des Monats
Jade: "Du bist bei mir und das ist für mich das Allerwichtigste."
Sunny: "Ja ja, das sagen sie alle. Und am Ende bin ich wieder diejenige, die nicht teilen wollte. Hier, nimm!"


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 Kapitel 2: Fremde Wege

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Spielleitung
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Sep 28, 2011 7:48 pm

Anubis




Anubis hatte sich während ihres Laufes zur Stadtgrenze von den Anderen ein wenig abgesondert. Er kam als einer der Letzten an und blieb in den hinteren Reihen sitzen. Ja, er hatte in gewisser Weise Freunde gefunden und er war eine Samtpfote – wie Alpha es ihm unterbreitet hatte. Doch bedeutete das zwangsläufig, dass er mitten in der Gruppe oder direkt bei Argent laufen musste? Wohl kaum! Außerdem wollte er fürs Erste die Kontakte abbrechen und nur der geheimnisvolle Fremde sein. Dieser Gedanke gefiel dem Kater ungemein! Zudem war man mehr ein Held, wenn man jemand Unbekannten rettet, als wenn man jemand all zu vertrauten vor dem sicheren Tod bewahrte. Oder etwa nicht? Das Beste wäre jedoch, wenn keine von beiden Situationen eintreten musste und alle nur rasch und unbeschadet rüber kamen.

Als Anubis erfuhr, dass er in er letzten Gruppe laufen würde runzelte er leicht die Stirn. Sollte nicht ein starker Kater die schwachen Kätzchen weisen? Sein Blick fiel auf Alpha, welche sich an Argent zum Abschied schmiedete. Nein, das war nicht nötig. Sie war da. Alpha war wie ein Strohbesen: Von nutzen, aber kratzig. Sie würde den Kätzchen schon zeigen, wie man über eine befahrene Straße zu gehen hatte. Sie war flink und Anubis hatte während es Laufes bemerkt, dass sie schnell war. Außerdem hatte sie den perfekten Charakter, um eine Menge aggressiv zu machen und zum weiter gehen zu bringen.
Die Menge teilte sich langsam. Jeder ging zu seiner Gruppe und so stand Anubis auf, um zu Argent zu traben. Caruso war bereits da und auch Francis hatte Platz genommen. Er unterhielt sich scheinbar mit dem Silbernen. Daher ließ Anubis sich neben Caruso nieder, doch er wagte es nicht ein Gespräch anzufangen. Für ihn war es Zeit zu schweigen. Zudem wirkte der Kater so kalt auf Andere. Er war noch schlimmer als Alpha! Diese sagte wenigstens, dass sie jemanden nicht leiden konnte, während Caruso nur gefühllos vor sich hinblickte und man scheinbar nie wusste, wie man bei ihm war. Anubis sollte das nur recht sein. Er hatte sich bereits mit Alpha vertraut gemacht und die würde notfalls eine Mutter spielen und ihn führen, auch, wenn das nicht gerade verlockend klang. Es war erst einmal Zeit, zu warten und auf der Wiese konnte er sich immer noch die Bekanntschaft mit den anderen Katzen machen.


[erst allein | war auf dem Weg weit hinten und ist es nun auch | hört zu und denkt über Alpha und deren Gruppe nach | geht zu Argent, Francis und Caruso und lässt sich neben Caruso nieder]
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Argent
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Sep 28, 2011 8:13 pm

Zufrieden sah Argent zu, wie sich langsam die Masse formatierte und sich einzelne Gruppen bildeten. Als er sah, dass Alpha auf ihm zukam zerfiel sofort die Fassade des Anführers und ein weicher Ausdruck trat in seine Augen. Ein leichtes Lächeln zupfte an seinen Lippen, während Alpha sich an seinen Hals rieb. Argent hatte gemerkt, wie distanziert sie war und er hatte es nicht gutgeheißen, doch ihr Duft benebelte ihn so, verdrehten seinen Kopf, dass er sich ihr einfach nur hingeben konnte. Es ging nicht anders. Sofort war alles vergessen und verziehen, ohne, dass sie nur ein Wort gesagt hatte.
Als Alpha ihren Dank aussprach entwickelte sich das leicht versteckte Lächeln zu einem vollen und Hitze stieg in Argent aus. Da war sie wieder! Da war seine kleine, niedliche, verletzliche und doch so starke und königliche Alpha! Wo hatte sie sich nur so lange versteckt?
Ihr letzter Satz ließ Tränen in Argent Augen aufsteigen. Sie liebte ihn. Noch immer. Sie liebte ihn und er liebte sie und sie sagte es mit einer so zarten und wunderschönen Stimme. Alles war vollkommen vergessen, ausgelöscht, weg, tot. Nur noch Argent und Alpha. Nur noch ihre Worte und ihr Herzschlag, der so laut um sie herum pochte, dass man glaubte, er würde ein Duett singen. Nur noch sie.
Argent leckte Alpha sanft über die Wange. Mehr schaffte er nicht. Zum einen, weil sie sich von ihm löste und zu Twilight ging, zum anderen weil, ihre Art, ihr Gang, ihre Stimme, ihr Duft ihm die Luft raubten und alle Worte der Welt aus seinem Kopf löschten. Er war ja so ein Tollpatsch! Und trotzdem liebte sie ihn!

Carusos Ankunft katapultierte schlagartig wieder aus seiner Alpha-Argent-Welt heraus. Es war so selten geworden, dass er sich dort verstecken konnte. So selten...
Argents Pflichten riefen und er musste sich nun darum kümmern. Caruso war in mancherlei Hinsicht eine davon, der er tat nichts. Argent wollte nicht mit ihm reden. Der unscheinbare Ritter hatte sich als kalter Dieb heraus gestellt. Er umwarb Alpha, als wäre sie eine Blume, schöner, als alles andere auf der Welt. Und wahrlich: Das war sie auch. Doch sie war Argents Blume. Ganz allein seine! Und niemand konnte sie ihm stehlen. Hoffte der Silberne wenigstens...
Francis Eintreffen wirbelte den Brei aus Gefühlen in Argent nochmals um, sodass ihn leicht übel wurde. Während Alpha Liebe, Zuneigung, Sorge und Verwirrung brachte, so schenkte Caruso ihm Zorn, Angst, Wut und Sympathie. Francis wiederum brachte Streitlust, Ermahnung, Wertschätzung und wiederum Wut. Hinzu kam diese Gruppe von Katzen, die er – Argent – leiten sollte. Und zwar möglichst sicher. Wie konnte eigentlich irgendein Lebewesen es schaffen, auf eine solche Herde aufzupassen, ohne durchzudrehen?

Etwas brachte Francis Anwesenheit ebenfalls. Nämlich Verwirrung. Wie konnte ein Kater nur so oft die Einstellung Argent gegenüber ändern? Wie konnte er nur so leicht von Abneigung zu Neutralität bis hin zu Sympathie wechseln? Argent selber fiel es schwer, Francis gegenüber höflich zu bleiben. Irgendwie hatte er sich in sein Feindesnetzt verstrickt und jedes Mal, wenn Argent versuchte, ihn daraus zu holen zappelte er noch mehr und hing noch fester darin. Er musste es Alpha zu liebe tun. Das wusste Argent. Noch immer war da die Frage, welche es zu stellen galt. Aber es fehlte ein passender Zeitpunkt. Argent hatte ja versucht, in Francis einen zweiten Anführer zu finden. Er hatte es wirklich versucht. Doch immer dann, wenn der Silberne meinte, er hätte eine freundliche Seite an Francis gefunden, so zeriss dieser seine Illusion und zeigte wieder diesen fiesen Tick. Und scheinbar ging dieses Spielchen von vorne los.

“Jetzt reden wir also übers Wetter, mh?“

raunte Argent leicht genervt als Antwort zurück.

“Weißt du, ich habe ja Ausschau gehalten wie ein Adler nach einer Seite an dir, die ich leiden kann. Aber jedes Mal, wenn ich meinte, ich hätte eine gefunden lachte mir da ein fieses Gesicht entgehen und rief: „Reingelegt!“. Ich weiß, dass Alpha dich gut leiden kann und ich weiß, dass du ein guter Berater wärst für mich, aber wie zum Teufel soll ich mit dir diskutieren können, wenn du jedes Mal zum Feind wechselst? Wie soll ich mich mit dir abgeben, wenn du jedes Mal deine Krallen zeigst? Wie? Und jetzt kommst du damit an?“

Verzweiflung hatte sich in Argents Stimme eingemischt, obwohl sie zu Anfang noch böse und kalt war. Nicht ganz so, wie er wollte, aber zumindest ein wenig. Und zum Ende hing klang er einfach nur verzweifelt. Seine Augen schrieen es Francis geradezu entgehen. Argent verfluchte sich schweigend wegen seiner Gefühle, nahm es aber hin.

“Wenn du nur einmal nett gewesen wärst, in Situationen, in denen man es sein sollte, dann hätte ich jetzt mit dir ein Gespräch geführt, welches dem Weiterkommen der Gruppe helfen würde. Doch es widerstrebt mir auch nur auf eine deiner Fragen einzugehen. Es widerstrebt mir, mich mit dir ungezwungen und frei zu unterhalten, weil du mir dazu einfach zu eisig bist. Und ich weiß, dass ich die Schuld die ganze Zeit bei dir suche. Das Problem ist nur: Ich finde sie dort auch.“

Irgendwie kam sich Argent lächerlich vor. Er unterhielt sich da mit seinem „Feind“ ohne auch nur Wut zu verspüren. Er versuchte da gerade ein Problem zu lösen, welches er vor einigen Stunden noch gar nicht lösen wollte. Was tat er da eigentlich? Argent sah rüber zu Alpha. Konnten nicht alle schon weg sein? Konnten nicht sie nun an der Reihe sein und konnte nicht damit ihr Gespräch beendet sein? Was war nur los?
Argents Blick ruhte noch immer auf Alpha und plötzlich wurde ihm klar, dass er verletzbar war. Die Bunte war nicht länger die starke an seiner Seite. Sie hatte ihren Blick kurz abgewendet und sah nun immer wieder rüber zu anderen Katzen, denen sie gefallen konnte. Sie hatte aufgehört Argent zu vergöttern und ihn somit verletzt. Und nun waren es die Gefühle, welche übersprudelten und raus wollten. Er suchte sich einen neuen Vertrauten und ausgerechnet Francis war derjenige, der dafür herhalten musste. Ausgerechnet er war es, mit dem Argent in einem verzweifelten und netten Ton redete. Ausgerechnet er!
“Oh, lieber Gott, warum hast du mir das angetan?“


[lässt sich berauschen von Alpha | denkt über Caruso nach | sieht Francis und fühlt sich schlecht wegen ihm | redet mit ihm | denkt und fühlt sich noch immer mies | bei Francis, Caruso und Anubis]
Tut mir leid, dass ich Anubis nicht erwähnt habe, aber mir schien das Ende so passend und ich konnte nicht anders *sich versteckt, damit niemand sie schlägt*

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~*~ Zweitchara = Alpha ~*~
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Francis
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Sep 29, 2011 8:25 am

Ein Gähnen breitete sich auf dem kleinen Maul der Katze aus und der Kopf schüttelte sich gelangweilt. Wie lange musste Francis den noch auf eine Antwort von Argent warten? Der Kater kratzte sich mit seiner Hinterpfote am Ohr. Waschen müsste er sich mal wieder, sonst würde er noch Gefahr laufen, Flohe zu bekommen und das wäre äußerst schädlich für sein glänzendes Fell. Das musste für Jade einwandfrei sein, wenn er Eindruck schinden wöllte.
Doch genug mit solchen Bedenken. Argent meldete sich zu Wort, doch anders als sonst, war Francis einfach nur sprachlos. Verwundert über die offene Art, wie der Silberne an ihm Kritik ausübte, ließen ihn die Augen weit aufreisen und Argent einfach nur anstarren. Das hätte er ihn nun wirklich nicht zugetraut. Eher hinterhältig hätte er Argent eingeschätzt. Einer, der hinter den Rücken anderer redete und ihnen nicht die Meinungen geigte. Doch nun wurden seine Fantasie und sein Bild über ihn komplett über den Haufen geworfen. Der Kater musste sich erst einmal fangen und die Worte zusammen suchen, die er Argent geben wollte. Er dachte darüber nach was der Silberne gesagt hatte und schaute dabei zum Himmel. Mein Gott, er dachte doch auch nicht anders. Immer wenn Francis meinte, in Argent einen Verbündeten zu sehen, raubte er ihm diese Fantasie indem er gegen seinen Willen entschied. Bestes Beispiel war da die Auseinandersetzung mit Jades Bruder. Francis hätte sich gewünscht das Argent zu ihm stand. Stattdessen stellte er Francis vor allem, besonders vor Jade, bloß. Er hatte sich in diesen Streit rein gehangen wie ein Teebeutel und dann, nach Francis Meinung, das falsche gesagt und getan. Offenbar lag bei beiden ein riesen großes Missverständnis vor. Doch wie sollte man dies lösen? Es war nicht gerade die perfekteste Situation und schon gar nicht der perfekte Ort dafür, eine Lösung zu finden. Doch wann sollten sie sich sonst aussprechen? Im Wald? Wo andere Gefahren die Konzentration der Katzen benötigt werden würde? Wohl eher kaum…

„Warum immer nur die Schuld bei einem suchen?“

Gut. Francis war auch nur ein Kater der seinen Stolz hatte. Er konnte diese „Anfeindungen“ nicht einfach auf sich sitzen lassen auch wenn er bereit dafür war eine Lösung zu finden. Es war doch nicht nur seine Schuld, dass sie sich nicht gut verstanden. Dazu gehörten immer noch zwei und der Silberne war garantiert kein Unschulds-Lämmchen. Genauso wenig wollte Francis wieder einen Streit anfangen, doch er durfte sich doch nicht alles gefallen lassen. Wenn er jetzt damit anfangen würde, wäre er in einem halben Jahr der Kater, auf dem man rumtrampeln würde, wenn man etwas zum kaputt machen brauchte. Jedoch musste er ruhig und sachlich bleiben. Es half keinen von beiden, wenn er jetzt Beleidigend oder ausschweifend werden würde.
Francis seufzte. Er wollte doch, aber Argent machte einen das wirklich nicht leicht.

„Genauso wie du, sehe ich in dir keinerlei guten Seiten. Garantiert hast du sie, doch nur wo? Wenn ich denke, dass du die richtige Wahl getroffen hast mit dem was du tust, kommt ein grimmig dreinschauender Kater und vermasselt mir die Tour. Gut ich gebe es zu, dich in ein paar Punkten angelogen zu haben, doch ein blinder Kater mit Hinkebein hätte meine Machenschaften erkannt und dem entsprechend gehandelt. Entweder Schnauze halten oder gleich zur Rede stellen. Doch du hast keines von beiden getan. Im Gegenteil. Du hast dich mir in den Weg gestellt. Tust so als wäre ich der schlimmste Kater auf Erden. Schaust mich mit einem herab lassenden Blick an, der auch den stolzesten Kater zum Umdenken bringt. Wie bitteschön sollte ich da deiner Meinung nach reagieren? Trauer schieben, den Schwanz zwischen die Beine zwängen und „Bitte nicht“ rufen? Nein das kannst du einfach nicht von mir verlangen. Ich bin ein stolzer Kater und kein kastriertes Etwas. Also habe ich so gehandelt wie es mir schon mein Vater bei seinen Rivalen gezeigt hat. Fixieren, Anpeilen, Angriff. Den Angriff ist die beste Verteidigung und ich lasse mir so etwas einfach nicht gefallen Argent. Ich will doch eine Lösung finden. Ich will nicht dass wir uns im Wald bekriegen, nur weil Missverständnisse zwischen uns stehen. Es wird schwer genug für uns alle dort werden, doch wie soll ich nett zu dir sein, wenn du es nicht zu mir bist?“

Unbewusst schütte der Kater sein Herz aus und öffnete seinem Rivalen die Brust zu seinem leben. Er gestand in diesem Moment alles. Die Lüge mit Loretta und seine verborgene Liebe zu Jade. All das war nun ein offenes Buch für den Silbernen, er musste es nur richtig lesen können.

„Kannst du dich noch dran erinnern, als du Kummer hattest wegen deiner Alpha? Da habe ich dir nicht die Kralle in die Brust gerammt. Ich habe sie dir rausgezogen. Die, die von Alpha war. Ich habe versucht deine Wunde sauber zu lecken und sogar so etwas wie Sympathie für dich empfunden. Doch wozu das alles? Im nächsten Moment war wieder alles vergessen und Francis das Scheusal war wieder da. So ist es doch! Und da fragst du dich allem ernstes warum ich so zu dir bin…“

Ein Freund in der Not ist wie ein Sechser im Lotto. Gern wünschte sich der Kater Hilfe und Unterstützung. Auch von Argent wenn das sein musste. Doch nur irgendjemand der ihn auch verstand. Der Kater ließ schwerfällig die Ohren hängen und schaute zu Jade. Ihr Lächeln war wenigstens ein bisschen Trost zu der Diskussion, die der Kater grad mit dem Silbernen führte. Er mochte sie sehr und wäre jetzt so gerne bei ihr. Er würde sich in ihr Fell kuscheln, egal ob andere daneben stehen würden…Egal ob es Argent sehen würde. Wenn er scharf nachdenken würde, jetzt wo Francis es gestanden hatte, würde er es wissen und ihn vielleicht auch verstehen. Doch der Kater machte sich keinerlei Hoffnungen. Zu oft hatten die zwei Kater aneinander vorbei geredet, da wäre es kein Wunder, wenn sie es jetzt wieder tun würden. Er wollte doch einfach nur Frieden und endlich seine Ruhe.


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Diana
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Sep 29, 2011 5:50 pm

Nun hatte es Jade übernommen, die junge zierliche Nicki aufzumuntern, was ihr sicherlich besser gelang, als der Schwarzen. Denn irgendwie hatte sie so etwas, sanftes, beruhigendes an sich, sodass man sich gleich viel wohler fühlte. So, und nicht anders, erging es wohl auch der Katze Namens Nicki. Denn nach einem dankbarem Lächeln zu Jade und Diana schien sie gleich selbstbewusster. Als Jade hinzufügte, dass ihr Bruder nur Angst wegen der vielen Katzen hier hätte, musste Diana unwillkürlich grinsen. Sie glaubte zwar nicht, dass Coricopat “Angst“ hatte, auch der Sarkasmus in seiner Antwort sprach dafür, aber doch fand es Diana verständlich, wenn ihm im Antbetracht der vielen fremden Katzen mehr als unwohl war. Ihr selbst erging es schließlich nicht besser. Aber die eigentliche Angst, war die, die Straße zu überqueren. Denn die Überquerung war ein einziges Fragezeichen. Niemand wusste, ob er es überleben würde. Sie alle hatten Angst.

Als Jade die Frage äußerte, ob sie sich nun in Position stellen wollen, nickte die Schwarze nur und wandte dann Nicki den Kopf zu, als diese fragte, wer die Führung übernehmen würde. Trotzdem sah sie aus dem Augenwinkel, wie Coricopat und Jade sich aneinanderschmiegten und verspürte einen schmerzhaften Stich, tief in ihr. Die Beiden erinnerten sie ungemein an sie und Acair, als Blade noch nicht begonnen hatte, ihm seine verfälschten Ideen und Ansichten einzutrichtern. Für einen Moment schloss sie die Augen, zwang sich aber wieder sie zu öffnen. Schließlich hatte Nicki eine Frage gestellt, und es lag wohl an ihr, sie zu beantworten.

„Tja, ich denke keiner von uns ist besonders erpicht darauf als erster der Gruppe diese Straße“, sie sprach das Wort voller Abscheu und Verachtung für die Menschen aus,“ zu gehen. Aber irgendwer wird das wohl tun müssen. Also werde ich als erste gehen, es sei denn, jemand anders möchte das unbedingt tun.“

Diese Worte sprach sie laut genug aus, dass auch Coricopat und Jade sie hören konnten, dann aber wandte sie sich noch einmal an Nicki, diesmal leiser.

„Darf… darf ich fragen, was mit deinem Ohr passiert ist?“

,fragte sie, vorsichtig, darauf bedacht, die zierliche Kätzin nicht zu verletzen.

[Bei Jade,Nicki und Coricopat;;Denkt;;Spricht]
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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Sep 30, 2011 8:53 pm

Zum Glück war ihr Neuankömmling nicht all zu sehr von Coricopat verschüchtert gewesen. Nicki setzte sich sogar aufrecht hin. Auf das Ohr hatte Jade sie nicht angesprochen. Für die junge Katze kam es nicht auf Äußerlichkeiten an. Nicki war nett, schien verschüchtert zu sein und was am Wichtigsten war. Sie waren momentan eine Gruppe. Sie mussten über diese gefährliche Straße und das zusammen. Da konnte man jegliche Streitereien oder ähnliches auf später verschieben. Wenn es soetwas denn geben sollte. Bei ihrem Bruder angekommen drückte sich dieser neben sie und meinte Jade sollte keine Angst haben. Er war bei ihr. Die grau melierte Kätzin rieb ihren Kopf an seinem und schloss die Augen. Nein, er war kein Scheusal. Gut, brummbärig war er, das konnte selbst Jade nicht leugnen. Er hatte einen ganz eigenen Charakter. Aber er war ihr Bruder. Und sie liebte ihn. Und zu hören, dass er auf sie aufpasste war wunderschön. So war es immer schon gewesen. Coricopat war eine halbe Stunde älter als Jade und somit ihr großer Bruder. Es stimmte, sie hatte wirklich große Angst. Und auch wenn sie es scheinbar gut verbergen konnte. Coricopat merkte es. Er würde es immer merken. Leise schnurrte Jade und genoss die paar Momente alleine mit ihrem Bruder.

"Ich hab dich lieb."

Flüsterte sie leise. Dann hörte auch sie die Frage von Nicki und Jade versucht sich zu sammeln. Setzte sich aufrecht hin und spitzte die Ohren. Stark sein, das war nun am Wichtigsten. Eigentlich würde es Coricopat vermutlich zustehen, der Anführer zu sein. Schließlich war er hier der Kater. Aber Jade würde lügen, würde sie nicht zugeben erleichtert zu sein, als sich Diana als erstes meldete. Schnell legte sie deswegen ihrem Bruder auch eine Pfote auf die Seine, damit er nicht auf die Idee kam zu widersprechen. Natürlich dachte Jade zuerst an ihren Bruder. Das durfte man ihr nicht schlecht ansehen.

"Das ist sehr mutig von dir Diana. Und wir sind direkt hinter dir."

Versuchte Jade der anderen schwarzen Katze dann Mut zuzusprechen. Respekt hatte Jade tatsächlich. Sie wusste nicht, ob sie sich freiwillilg als Erste gemeldet hätte. Dazu war sie dann vermutlich doch nicht mutig genug. Ihr Blick wanderte zu der Straße hinüber über die sie gleich gehen mussten. Und die Katze merkte, wie ihr ganz schlecht wurde wenn sie daran dachte. Zum Glück saß noch immer ihr Bruder neben ihr und Jade rieb noch einmal ihren Kopf an seiner Wange.


[Bei Coricopat, Nicki, Diana, spricht, hat Angst]
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Nicki
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Okt 02, 2011 3:39 pm

Die Siamkatze beobachtete Diana und strahlte sie dann mit funkelnden Augen an. Es freute sie, dass es so schnell geklärt zu sein schien und es keinen Streit gab, obwohl sie vorsichtshalber doch zu dem schwarzen Kater blickte, welcher aber ruhig zu sein schien. Es machte ihr nichts aus, dass jemand anderes einfach gesagt hatte, dass dieser zuerst gehen würde, denn für die junge Katze gab es nichts wichtiger, als nachgeben und anderen eine Chance zuzusprechen.

“Nein, ich habe kein Problem damit, dass du zuerst gehst, einer muss es ja tun und es geht nun wirklich nicht um eine angenehme Sache, sondern um etwas was…ach vergesst es, ich werde bei euch in der Nähe sein.“

Beendete sie. Nicki wollte die Stimmung nicht runterziehen, indem sie sagte, dass das Überqueren einer Straße sehr gefährlich war. Sicher wusste das sowieso schon jeder von ihnen, denn sie waren alle nicht erst seit ein paar Minuten mitten in der Stadt aufgetaucht, sondern waren alle über etliche Straßen, Wege und ähnlichem gewandert, ehe sie dann hier im Stadtzentrum angekommen waren. Tja, so konnte es gehen. Die Kätzin war ruhig und eine gewisse Vorfreude auf die Zukunft ließ ihr Fell kribbeln, als sie die Stimme von Diana vernahm.

Die Worte waren vorsichtig ausgesprochen, ja bloß niemanden verletzen wollen. Aber die Katze war es gewohnt, sie liebte ihr Knickohr, es machte sie immer wieder besonders und sobald sie merkte, dass man sie deswegen nicht verabscheute gab sie gerne einmal damit an. Nicki war eben noch sehr jung und solche Dinge vielen einfach an ihr vorbei. Mit aufgestellten Ohren und einem fröhlichen Lachen sprang sie auf und neigte ihren Kopf so, dass man das Ohr besser sehen konnte. Schämen würde sie sich niemals deswegen.

“Das hier? Das habe ich schon seit meiner Geburt. Ich weiß nicht, wie es entstanden ist, aber meine Mama sagte immer, dass es sehr hübsch sei und ich mag es.“

Dann fügte sie ein wenig leiser hinzu.

“Das einzige Problem ist, dass manche Tiere, aber vor allem Menschen denken, es wäre ein böses Omen, oder die Pest, oder was weiß ich. Es würde Unglück bringen mir über den Weg zu laufen und ich bin schon mehr als einmal deswegen geschlagen und verjagt worden.“

Gestand sie und senkte traurig den Kopf. Nach einem kurzen Moment des Sammelns hob die Kätzin ihren Kopf wieder und grinste die anderen wieder an, so als ob sie das eben nicht gesagt hätte.

“Na dann wollen wir wohl mal los, oder? Alles folgt Diana!“

Sagte sie mit kindlichem Übermut.


[Diana, Cori, Jade, spricht]
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Coricopat
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Okt 02, 2011 3:56 pm

Mit gesenktem Kopf hörte der Schwarze den anderen drei Katzen zu, die sich unterhielten. Das Diana die Führung übernahm war für ihn kein Problem, wieso sollte er sich schon aufspielen, denn dann müsste er zu viel sprechen und so wie es jetzt war, indem ihn die Katzen halb ignorierten ging es ihm einfach am Besten. Er wollte die Stimme gerade heben um sein okay zu geben, da aber sprach Nicki auch schon weiter. Auch wenn sie gefragt wurde, die Siamkatze konnte wirklich manchmal viel sprechen und dass fiel schon nach fünf Minuten auf, in denen sich die Katzen nun kannten. Er lauschte den Worten der Katzen und nickte zur Bestätigung, dass er ihre Worte vernommen hatte.

Menschen waren schon merkwürdig und speziell. Aufmunternd trat er näher zu der Siamkatze hin und erst jetzt bemerkte er, wie zierlich und klein sie war. Sehr schlecht, wenn man bedachte, dass sie ganz allein unterwegs gewesen war. Aber auf die andere Art konnte sie auch so besser flüchten, als Coricopat, denn er war groß und außerdem nachtschwarz. Er lächelte Nicki an und seine Augen blieben vielsagend bei Diana und Jade hängen.

“Menschen sind schon speziell. Als ob schwarze Katzen Unglück brächten. Keine Sorge, ich finde es ist einfach ein Teil von dir. Niemand wird etwas Schlimmes sagen denke ich und wenn, na dann soll er doch.“

Sagte er aufmunternd und hoffte, dass die Ehrlichkeit seiner Worte auch nach außen sprach. Der Kater drehte sich um und ging ein wenig näher zu Jade, dort setzte er sich dann hin und wand seinen Schwanz um seine Pfoten herum. Sie war jung, aber sie war nicht dumm, dass merkte man einfach an ihren Worten, auch wenn das kindliche bei Nicki immer noch ab und an zu explodieren schien. Vielleicht war es falsch ständig mit anderen Katzen auf Kriegsfuß zu gehen und vielleicht sollte er endlich anfangen mit ihnen mehr zu kommunizieren und ihnen zu vertrauen, zumindest soweit, wie es keine wichtigen Entscheidungen betraf. Er erschrak kurz, als die Siamkatze aufsprang und zum Aufbruch aufrief. Der Kater lächelte, blieb aber sitzen.

“Ja, alles geht Diana nach und ich gehe am Schluss, falls es ein Problem gibt, wenn es euch nichts ausmacht. Ich habe andere Katzen lieber vor mir, als hinter mir. Außerdem ist dann eine großer Katze vorne und hinten.“

Sagte er, dann aber wurde Coricopat ruhig, als ihm bewusst wurde, dass er gleich die Straße betreten musste, eine Straße auf der er das letzte mal fast tot gewesen war. Der Kater war sich mit einem mal nicht mehr so sicher, ob das alles gut ging und ohne Verluste. Niemals würde er es sich verzeihen, wenn seiner Schwester, oder einer anderen Katze etwas geschehen würde. Ein Zittern durchlief den Schwarzen und sein Fell sträubte sich ein wenig. Vor seinen geistigen Augen sah er das herannahende Auto und der Schwarze schüttelte leicht den Kopf, dabei schloss er seine Augen für einen kurzen Moment, als er sie wieder öffnete war sein Blick kurz verschwommen, bis es wieder klar um ihn herum wurde. Nun eine Schwäche zu zeigen war nicht gut! Langsam stand er auf und merkte, dass seine Beine zitterten, als er einen Schritt vorwärts ging.


[Diana, Nicki, Jade, redet, tröstet, denkt, bekommt Angst]

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Takara
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Okt 03, 2011 6:20 pm

Dieser. Kater. War. Einfach. Unausstehlich! Wie konnte nur eine einzige Katze so einen hässlichen Charakter besitzen wie Asarel es tat?! Wie nur?! Alle Idioten und Angeber in dieser Welt waren ein Mäusepups gegen Asarel! Alles schlechte in dieser Welt schien in diesem Kater versammelt zu sein. Er war ein Waisenheim für schlechte Charakterzüge. Schon allein diese Tatsache machte Takara wütend. Und mit jedem Wort nagte er weiter an ihren Nerven herum, die sowieso schon hauchdünn waren. Nur noch ein wenig mehr und sie würden endgültig reißen. Und Takara konnte danach für nichts mehr garantieren. Dieser dumme Flohfänger war einfach nur krank!

“Verrat mir doch bitte einmal wie meine Eltern hießen. Und wie meine Schwestern hießen. Du weißt es nicht. Und das bestätigt mir, dass du nicht ihr Mörder warst. Außerdem habe ich ihn gesehen, du elender Flohfänger!

Gehässig klang ihre Stimme. Jetzt wusste der alte Kater nicht mehr weiter – er konnte es gar nicht. Asarel konnte ihre Eltern nicht kennen und wenn er ihre Namen nicht wüsste, so würde das nur bestätigen was sie schon wusste – Asarel war nicht der Mörder. Sie freute sich schon darauf sein Gesicht zu sehen, wie er nachdachte und keine Lösung fand. Und dann musste er endlich mit der Wahrheit rausrücken und ihr sagen, dass er keinen blassen Schimmer davon hatte wer ihre Familie getötet hat. Doch Asarel fing an einen Buckel zu machen und fauchte – wäre Takara nicht so wütend gewesen hätte sie garantiert über diesen Anblick gelacht. Der alte war doch tatsächlich aus der Fassung geraten. Takara ahmte Asarel nach, machte einen Buckel und fauchte den alten an – sollte er doch nur versuchen ihr zu drohen. Er würde schon sehen was er davon hatte.


[Bei Asarel - redet gehässig - ahmt Asarel nach]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 04, 2011 4:21 pm

Twilight


Twilight war der Gruppe gefolgt wie auch jede andere Katze. Leicht gestärkt durch Dianas Beute war sie irgendwie mitgekommen. Nicht als letzte – was sie mit Stolz erfüllte – aber auch nicht weit vorne. Schwindel hatte sich noch immer in ihrem Kopf ausgebreitet und ihre Schritte waren nicht besonders sicher. Trotzdem war die Kätzin zuversichtlich, die Reise zu schaffen. Sie hatte die Freiheit und das Leben gewählt, indem sie noch immer hier war und jetzt musste sie das auch durchziehen.
Argents Rede teilte sie schließlich in die Gruppe um Alpha ein. Twilight war sich nicht sicher, wie sie auf die bunte Kätzin reagieren sollte. Sie hatte sie fallen gelassen, aber war die Cremefarbene deswegen wütend? Eigentlich nicht. Trotzdem befürchtete sie, dass es komisch sein würde, mit Alpha zu reden. Twilight kannte die Bunte nur so kurz und war sie nicht sicher, ob diese in irgendeiner Weise Schuldgefühl empfinden konnte.

Bei dem Gedanken an die Kitten, welche ebenfalls in die Gruppe sollten breitete sich ein seltsames Gefühl in Twilight aus. Sie selber hatte zwar neue Energie gefunden, doch die alte Frische war nicht zurück gekehrt. Auf ihr lag eine große Verantwortung und diese war schwer zu tragen. Sie musste dafür sorgen, dass keines der jungen Kätzchen verletzt werden würde. Twilights Blick huschte zu Alpha, die soeben mit Argent redete. Sie war eine starke Kätzin. Vermutlich konnte sie es schaffen, die Gruppe auf Trab zu halten. Zumindest ein wenig.
Als Alpha schließlich direkt auf Twilight zulief sah diese eilig weg. Jetzt hatte sie glatt vergessen, wie sie nun auf die Bunte reagieren sollte! Sie konnte ja nicht einfach ganz nett sein... oder?!
Diese Frage erübrigte sich, da Alpha sich sogleich entschuldigte. Sie sah Twilight zwar nicht in die Augen, aber das machte nichts. Vermutlich war es schon ein Geschenk, überhaupt nette Worte von Alpha zu hören. Man musste schon etwas besonderes an sich haben, das die Bunte begehrte, um ihr Interesse zu wecken und ihre freundliche Seite heraus zu locken.
Twilight lächelte etwas schüchtern und wollte gerade etwas erwidern, als ein helles Kitten zu ihnen stieß. Dieses machte allerdings nicht den Mund auf. Deswegen konnte Twilight in Ruhe mit Alpha reden und ihr Problem aus der Welt schaffen.

“Wir haben keine Zeit zu streiten. Wir haben andere Dinge zu tun. Und daher haben wir auch keine Zeit für Schuldgefühle und Zankereien. Wie kann ich anders? Ich verzeihe dir.“

Das entsprach der Wahrheit. Nun, nicht ganz. Wo kein richtiger Ärger herrschte: Wie konnte man da jemanden etwas verzeihen? Twilight wusste es nicht und sie hatte auch keine Lust, länger darüber nachzudenken. Es war Zeit, aufzubrechen. Schon bald kam ein kleiner Kater zu den Dreien mit einem hübschen, hell getigerten Fell. Twilight lächelte ihm zu und versuchte, seine Frage so gut wie möglich zu beantworten:

“Du bist hier ganz richtig. Ich bin Twilight und das da ist Alpha. Wir werden versuchen euch so gut wie nur möglich über die Straße zu bringen. Ich finde es wirklich mutig von dir, dass du mit dieser Gruppe fliehen willst! Aber ich kann dir jetzt schon sagen: Es ist eine richtige Entscheidung.“

Danach sah Twilight zu dem hellen Kater, welcher nicht ein Wort sprach. Sie wollte vermeiden, dass sie nicht wussten, wen genau sie da vor sich hatten, also fragte sie unverblümt nach dem Namen des jungen Tieres und stellte sich ihm ebenfalls vor, obwohl das recht unnötig war, da sie ja soeben schon ihren Namen genannt hatte. Aber man wollte ja nicht unhöflich sein!



[bei Alpha, Mika und Tobi | denkt nach und sieht Alpha zu | sieht sie kommen | hört ihr zu | sieht Tobi kommen | antwortet Alpha | sieht Mika kommen und beantwortet seine Frage | fragt Tobi, wie er heißt und stellt sich ihm vor]
Ich hoffe, ich habe diesen Konflikt zwischen Alpha und Twilight richtig ausgespielt.
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Okt 09, 2011 7:45 pm

Widerstrebend löste Argent den Blick von Alpha und sah zu Francis. Direkt in die gelb-grünen Augen. Der Kater hatte also wirklich Lust diesen Konflikt zu lösen. Er konnte kooperativ sein! Welch ein Wunder! Argent korrigierte kurz seine Meinung zu Francis im Kopf und ersetzte „kann zwar gute Tipps geben, aber in falschem Ton“ durch „kann gute Tipps geben und scheint fähig zu seine eine anständige Konversation zu pflegen“. Nun, das war ein großer Fortschritt in der Erforschung des Francis! Argent musste sich bei diesem Gedanken ein Kichern unterdrücken. Es war schon zu komisch, wie er so über seinen „Feind“ im Kopf herzog! Und irgendwie war es freundschaftlich... Argent selbst wollte es nicht wahr haben und doch war es in gewisser Weise freundschaftliches Necken. Auch, wenn Francis davon wenig mitbekam, denn – soweit der Silberne wusste – konnte seine Spezies keine Gedanken lesen.

Schweigend hörte Argent zu. Er wagte es nicht, Francis zu unterbrechen, weil er wusste, dass das die ganze Sache nur noch schlimmer machen würde. Worte kochten in dem Silbernen hoch. Nicht gerade nette Worte. Er wollte sich verteidigen. Francis stellte Dinge klar, die gar nicht so waren. Er stellte Argent als Fiesling dar, obwohl er einfach nur bestimmte Reaktionen falsch verstanden zu haben schien oder aber falsch aufgefasst hatte. Hätte Argent doch nur die vielen Momente aufnehmen und wider abspielen können! Aber nein, das war nicht möglich. Nie würde er beweisen können, wie falsch Francis lag, wenn dieser anders darüber dachte. Und dies war keine Situation, in der man anders denken sollte. Sie mussten sich gegenseitig unterstützen, um das Problem zu lösen, was jedoch nicht möglich war – zumindest in Argents Augen. Er wollte ja, aber wollen reicht manchmal nicht. Und er wusste, dass er Francis nicht alles in die Schuhe schieben konnte, was selbstverständlich auch schwer war, da dieser keine besaß. Wie er schon sagte: Das Problem war, er fand die Fehler bei Francis und nicht bei ihm. War er deswegen blind?!

“Ich weiß, wie man mit Damen umzugehen hat. Zumindest hatte ich geglaubt, dass zu wissen. Doch scheinbar bist du der Held des Tages. Es ist nicht schlimm, dass du mit Loretta und Aiko eine Liebe vorgegaukelt hast, die nicht bestand. Und mir ist es egal, ob diese nun der Wahrheit entsprach oder nicht. Vielmehr stört es mich, dass du einer Dame eröffnet hast, wie es sein könnte, mit dir als Gefährten zu leben und diese dann einfach abgeschoben. Ich nenne so etwas herzlos. Und weißt du, warum ich mich gefreut habe, da es so wirkte, als seinen Coricopat und Jade Geschwister? Weil du Arsch – und dafür entschuldige ich mich nicht - Loretta hintergangen hast. Sie hat sich gemocht. Das konnte sogar ein Blinder sehen! Sie hat dich geschätzt und du hast diese Sympathie mit Füßen getreten. Und ich weiß – verdammt noch mal – wie beschissen man sich fühlt, wenn an weiß, dass eine Geliebte ihr Herz auch für jemand anderen schlagen lässt!“

Argent kochte vor Wut. Er hatte sich da wohl irgendwie reingesteigert. Eigentlich wagte er es nie Schimpfwörter laut auszusprechen. Das war so gar nicht seine Art. Er hatte einen recht gehobenen Sprachstil. Meinte er zumindest. Und jetzt hatte er zum ersten Mal ausgesprochen, was ihn die ganze Zeit über wurmte und ausgerechnet Francis musste es sein, der es erfuhr. Argents Blick flatterte unsicher zu Caruso und wieder zurück zu seinem „Feind“. Sein Herz raste, sein Körper bebte. Er hatte da seine größten Ängste offenbart und diese nicht nur vor Francis, sondern auch in der Nähe seines Widersachers. Langsam fragte Argent sich, wer denn der eigentliche „Böse“ in diesem ganzen Spiel namens Leben war. Der Silberne atmete tief ein und aus, um sich zu beruhigen.

“Es ist schon schwer genug für mich diese Katzen sicher zu leiten ohne jegliche Hilfe. Und da freue ich mich nicht gerade, wenn in meinem Privatleben bestimmte Dinge nicht so ganz laufen, wie es sein sollte und ich frage mich im Moment wirklich, wie ich mich vor dir so nackt zeigen kann und wie ich mich vor dir so verändern kann. Hat denn irgendeine höhere Macht nicht mal Erbarmen mit mir?!“

Der letzte Satz war nur ein leises Fauchen. Argent konnte Francis nicht mehr in die Augen sehen. Er konnte nicht zu Alphas graziler Gestalt fliehen, er konnte auch nicht zu Caruso oder Anubis sehen. Er starrte einfach nur vor sich hin. Sein Blick war leer, wirkte matt und tot. Argents Augen brannten. Er wusste, dass Tränen hoch wollten, doch er kämpfte diese nieder. Er hatte eine wunderschöne Gefährtin gehabt. Er hatte sie noch immer. Doch nur ihre Augen waren ihm geblieben. Nur ihr Duft zwickte ihm noch in der Nase und nur ihre Stimme flüsterte ihm unverständliche Worte zu. Doch alles Andere war verschwunden. Hatte er nicht genug gekämpft? Es war nicht seine Schuld, aber wenn Alpha damit ihre Beziehung beenden sollte, so wäre alles eine Lüge gewesen. Denn dann hätte Argent Alpha nichts bedeutet. Man konnte Liebe nicht mit so etwas ungeschehen machen. Denn das zeugte nur von Fantasielosigkeit und genau das sollte bei einer Lieben nicht sein. Auch, wenn sie vorbei ist.


[bei Francis, Anubis und Caruso | guckt denkt und redet | ist niedergeschlagen, wütend und panisch zugleich | denkt über Alpha nach]
Francis, ich finde, wir können Anubis und Caruso überspringen, da diese ja beide nicht da sind

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Zuletzt von Argent am Mo Okt 10, 2011 5:01 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Okt 10, 2011 4:08 pm

„Erbarmen, pah. Du lebst hier in der Wirklichkeit und nicht in irgendein Rollenspiel, was von jemand gelenkt wird. Sieh es endlich ein, dass du auch Fehler machst und gemacht hast. Nicht nur ich bin für unseren Riesen Streit hier verantwortlich Argent. Während ich versuche sachlich zu bleiben und meine Wut unter Kontrolle zu halten, beleidigst du und das zeigt mir, dass du einfach keine Argumente mehr hast. Es kotz mich an dein Spielball zu sein und da ist es doch wohl logisch, dass ich jetzt ausraste und meine Lautstärke Gott verdammt nochmal nicht mehr unter Kontrolle habe.“

Francis war stinksauer. Er hatte sich aufgestellt und die Zähne blitzen böse hervor. Sein Nackenfell stand gerade hoch und der Schwanz war aufgeplustert. Nein, kämpfen würde er nicht. Dafür hatte er einfach Niveau sich unter Kontrolle zu halten und nichts mit Gewalt zu lösen. Doch sein Körper war dermaßen angespannt, das es das von alleine tat. Was dachte sich der Kater eigentlich? Er stellte ihn als Liebestollen Superhelden da, der jede Kätzin wollte. Egal wie sie fühlten. Doch er war doch nicht sein Vater! Francis war da ganz anders als er. Zuvorkommend, hilfsbereit und nahm Rücksicht. Verdammt er glaubte er nahm Rücksicht! Und das war auch so! Das ist so, das ist so, das ist so! Immer und immer wieder sprach Francis die Worte in seinem Kopf und ließ sie Runter rattern. Böse zwinkerte er dabei zu Argent und schrie ihn förmlich an.

„Und zu alledem, glaube ja nicht dass du mich kennst. Ich weiß das Loretta nicht so gefühlt hat. Sie war von vornerein einverstanden damit und Aiko spielt da erstrecht keine Rolle. Ich liebe sie wirklich wie meine eigene Tochter und habe sie auch so angesehen. SIE ist KEIN Spiel! Sie ist purer Ernst. Und außerdem, hätte Loretta mehr gewollt hätte sie es mir gesagt und ich hätte es auch mitbekommen. Ich bin doch kein einfältiger Kater. Ich habe Augen im Kopf. Also schreibe mir nicht vor wie ich eine Beziehung zu führen habe, du bekommst deine doch selbst kaum auf die Reihe.“

Ein Blitz durch zuckte die Schnurrhaare des Katers. Schlagartig wurde ihm bewusst wie deprimierend Argent da saß und kurz zu Caruso blickte. Die Worte des Silbernen hallten in seinem Kopf wieder und seine gemeinen Worte taten ihm leid. Ja sogar Argent tat ihm leid. So wie ein Häufchen Elend saß er vor ihm. Es fällte nur noch das Geheule und das Drama wäre perfekt. Der Kater beruhigte sich wieder und ließ seinen Schwanz hängen. Er dachte nach. Über die Situation. Über seine Worte und über die von Argent. Zweifel nagten an ihm. Er glaubte seinen Worten nicht mehr so Recht und sah vor sich wie Loretta damals am Boden lag. Klein, Schutz suchend. Er war bei ihr, doch trotzdem sah sie einsam aus. Ihre Blicke verfolgten ihn, doch er erwiderte sie nicht. Oh Gott. Francis war doch so dumm gewesen und hatte nichts bemerkt? Von wegen nicht so wie sein Vater, er war GENAUSO wie er. Loretta ging wegen ihm und was tat Francis? Er dachte an nichts Besseres und machte sich sofort an die nächste ran. Wie muss sich wohl die braune Kätzin gefühlt haben, als er Jade solch Komplimente gemacht hatte? Deswegen hatte sie bestimmt auch nichts gesagt oder getan, als Francis neben ihr saß. Er war so was von Dumm. Und als wäre dies nicht schon schlimm genug, sah sein Rivale das natürlich. Er war nicht so blind wie er. Argent bemerkte Lorettas Gefühle und seine Fehler. Er! Warum nur er. Wessen Schicksal ist hier wohl verkorkst?
Geknickt und mit hängenden Ohren beruhigte sich Francis. Er setzte sich dicht neben den Silbernen. So, wie es auch ein Pärchen tun würde, nur nicht so innig. Ihm war plötzlich kalt. Doch nicht im Sinne von frieren, sondern eher von gefühlskalt. Das musste Argent wohl gemeint haben damit.

„Verdammt du hast Recht. Ich bin nichts weiter als ein mieser Schürzenjäger. Weißt du, da weile wollte ich gar nicht so werden. Ich wollte anders sein. Ich wollte, für die weibliche Seite da sein. So als Beschützer. Ich hätte es doch wissen müssen wie sie sich fühlen, wenn man sie so behandelt. Immerhin, habe ich es Jahre lang bei meinem Vater gesehen. Er hat meine Mutter regelmäßig betrogen und verraten. Dabei meine ich nicht die Kätzinnen, die unsere alte Dame mitgebracht hatte, die musste er ja decken. War ja sein Job. Aber…. „

Francis schluckte heftig. Die Bilder der weinenden und vor sorge trauernden Mutter kamen ihm in den Sinn. Wie sie nachts wach blieb und auf ihn wartete. Um am Ende enttäuscht zu werden, weil er nach Sex und einer anderen stank. Sie hatte es gewusst und war doch bei ihm geblieben. Für Francis bis heute ein Rätsel.

„…ich kann den anderen Katzen dieser Welt einfach nicht so was antun. Ich habe das Leid mit meinen eigenen Augen gesehen Argent und nun sehe ich es bei dir. Du leidest und das nicht ohne. „

Francis schaute zu Caruso und es war ihm klar. Er musste Alpha den Hof gemacht haben und sie offenbar drauf eingegangen sein. Das musste Argent mitbekommen haben, doch statt etwas zu sagen, blieb er stumm. Für Alpha und für die Beziehung. Doch das war dumm. Er musste handeln. Argent musste Alpha beschützen. Vor sich selbst und vor Caruso. Nur wie könnte Francis es ihm klar machen? Er würde nicht auf den Kater hören. Nicht jetzt und nicht in dieser Situation. Er würde Francis gar auslachen und ihm sagen, dass er seine Schnauze nicht in solche Dinge stecken sollte. Außerdem hatte der Kater auch das genaue Gegenteil von einem Rat ihm gegeben und dafür musste er sich noch entschuldigen.

„Es tut mir leid was ich gesagt habe Argent. Eigentlich bist du viel besser als ich. Ich habe noch nicht mal so etwas wie Liebe auch nur Ansatzweise hinbekommen. Doch du hast jemand neben dir. Egal wie gerade die Gefühle bei euch aussehen. Man kann es drehen und wenden wie man will, ihr seid für einander da. Was kann ich da schon vorweisen, als mein egoistisches Verhalten?“


[Argent, caruso, anubis/schreit argent an, stellt sich drohend auf, schreit weiter, bekommt einsicht, denkt darüber nach, spricht zu argent]

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Okt 10, 2011 7:16 pm

Alpha sah auf. Irgendwie war sie froh, dass Twilight ihr verzieh, doch in gewisser Weise war es ihr auch egal. Sie wollte nur wissen, wie die Kätzin nun über sie dachte. Es war Alphas Art, nicht besonders herzlich zu Artgenossen zu sein. Aber nie hatte ihr jemand ins Gesicht gesagt, was er wirklich von ihr hielt, da er dazu nie kam. Es waren nur kurze Augenblicke, in denen man Alpha begegnete. Argent war es, welcher länger bei ihr geblieben war und mit ihm kam nach und nach die Veränderung in ihrem Leben. Ob diese nun gut oder schlecht war sollte jemand anderes entscheiden. Die Katzen um Alpha herum schienen es wohl besser zu finden. Wer wollte auch ständig angefaucht werden?

Alpha bemerkte die zwei Kater, welche da vor ihr saßen. Sie waren beide noch jung und daher musste die Bunte dafür sorgen, dass sie nicht schwächelten. Sie war verantwortlich für diese Gruppe und sie genoss das Vertrauen Argents.
“... und missbrauche es...“
Twilight beantwortete die Frage des jungen, hellen Katers und stellte sogleich sich selbst und Alpha vor. Diese nickte nur. In ihre Augen war ein freudiger und zugleich ernster Ausdruck getreten. Kätzchen waren so unheimlich niedlich und das regte den Mutterinstinkt in Alpha. Gleichzeitig aber musste sie diese lebend aus dieser Stadt hinaus bringen. In der Bunten breitete sich ein mulmiges Gefühl aus. Sie wusste nicht, ob sie das allein schaffen konnte. Twilight war zwar bei ihr, aber ob diese die Kraft dazu hatte, ein Junges mitzuschleifen wusste Alpha nicht. Sie durfte sich nicht auf jemand anderen verlassen. Das könnte negativ enden...

Da Twilight nun auch nach dem Namen des anderen Katers fragte und sich selbst erneut vorstellte entschied Alpha, mitzureden. Sie selbst sah sich zunächst in der Masse nach Aiko. Diese fehlte und ohne sie konnte es nicht los gehen. Alpha spielte kurz mit dem Gedanken, nach ihr zu suchen, verwarf diesen jedoch schnell. Sie mussten zusammen bleiben. Rufen wollte sie auch nicht. Da konnte man nur warten. Also sah sie wieder zu den Katern und stellte sich nun ihrerseits vor:

“Hallo, ihr Zwei! Wie Twilight schon sagte bin ich Alpha. Wir werden dafür sorgen, dass ihr sicher an euer Ziel gelangt. Es fehlt nur noch Aiko, dann kann es los gehen. Keine Angst, euch wird nichts passieren! Ich werde keinen von euch zurück lassen, schließlich habe ich Argent im Stillen versprochen, euch zu beschützten.“

Alpha sah die Kater ernst an. Zwar klang ihre Stimme freundlich und weich, aber ihre Augen verrieten Härte und zeigten, dass sie kein Erbarmen und keine Nörgeleien duldete. Sie mussten diese Sache durchziehen ohne jegliche Komplikationen und gerade die erste Gruppe sollte in der Lage sein, problemlos ihr Ziel zu erreichen. Ansonsten könnten mehr als eine Katze Rückzieher machen. Es lag alles in Alphas Pfoten und diese traute sich nicht, ein Stück an Twilight weiter zu geben. Diese hatte Schwäche gezeigt, welche nun in Alpha Gedächtnis verzeichnet und unwiderruflich gespeichert war. Wer einmal Schwäche zeigte, der konnte es wieder tun. Also musste man vorsichtig sein, ob man dieser Person etwas wichtiges wie das Leben von Kitten anvertrauen konnte. Und Vertrauen tat Alpha Twilight bestimmt nicht. So stark konnte sie ihre Abneigung gegenüber Fremden auch nicht ignorieren.


[bei Twilight, Mika und Tobi | denkt nach und redet]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 11, 2011 3:38 pm

Argent konnte Francis nicht in die Augen sehen. Die Bomben aus Worten stürzten auf den Silbernen herab und rissen Wunde in seine Seele, in sein Herz. Er schien innerlich zu bluten, ohne, dass irgendeines seiner Organe Sachen nahm. Es schmerzte zu hören, dass auch Francis ausrasten konnte. Er wirkte immer so kontrolliert und diszipliniert. Als wäre es ihm unmöglich, mehr als Abneigung oder Verachtung zu spüren. Und diese dann auch noch in so einer Gefühlsladung heraus zu lassen schien undenkbar zu sein. Argent hatte Angst, das Gesicht des Katers zu sehen. Er wusste nicht, was ihn erwartete. Er wollte es nicht wissen. Er hatte das alles hier angerichtet, war er es doch, der sich aussprechen wollte. Argent wusste nicht, ob die anderen Katzen zuhörten. Für Alpha dürfte es nicht verwunderlich sein, dass er mit Francis stritt und auch Aiko müsste bemerkt haben, dass diese zwei Kater keine Freundschaft verband. Aber die anderen Katzen...?!
Kurz wagte Argent einen Blick zu Francis. Dieser hatte sich aufgeplustert und die Zähne gebleckt. Wollte er etwa kämpfen? Wenn ja, so musste Argent dankend ablehnen. Er konnte kämpfen und er würde es auch tun, aber erst, wenn sie auf der anderen Seite waren. Einen Kampf gegen Francis würde sich der Silberne nicht entgehen lassen. Als es nun um Loretta ging lächelte Argent boshaft. Er hatte den Blick wieder abgewandt und seine Augen zeigten Härte und Missbilligung.

“Ja, klar! Jede Kätzin kommt zu dir gerannt und schüttet dir ihr Herz aus. In deinen Träumen, mein Lieber.“

murmelte Argent mehr zu sich selbst, als zu Francis. Dieser konnte seine Worte vermutlich nicht einmal hören. Besaß dieser Kater eigentlich ein Gehirn oder war ihm das große Geschenk des Denkens nicht überreicht worden? Er musste doch gemerkt haben, wie Loretta ihn ansah, oder nicht? Argent und Alpha hatten ewig gebraucht, um sich gegenseitig ihre Liebe zu gestehen. Sie hatten gezögert, hatten den perfekten Moment gesucht und doch nie gefunden. Den letztendlich hat doch ein Jeder Angst vor der Wahrheit und wagt es nicht, seine Gefühle Preis zu geben. Und Argent und Alpha hatten Angst! Sie waren ein Paar, aber es fehlte der Halt. Es fehlte einfach das laute Einverständnis ihrer Lieber. Und nun hatten sie sich ihre Zuneigung eingestanden und Caruso funkte dazwischen.
Argent ließ seine Gedanken ein wenig kreise, versuchte jedoch dabei jedes Wort Francis’ aufzufangen. Alles, was der Kater sagte, ließ ihn kalt. Das waren Lügen, die er da erzählte, bis zu dem letzten Satz. Während Argent es nicht gewagt hatte, den Gescheckten anzusehen, so schien nun eine höhere Macht seinen Kopf zu Francis zu drehen. Sofort schossen Tränen in die Augen des Silbernen. Sie hatten den Kopf gewonnen, aber noch gab er nicht auf. Er kämpfte gegen die salzige Flüssigkeit, damit sie ja nicht übersprudelte. Seine Augen fühlten sich heiß und schmerzhaft an. Argent schluckte. Er wollte etwas erwidern, aber seine Kehle war wie zugeschnürt.

“...du bekommst deine doch selbst kaum auf die Reihe.“
Immer und immer wieder ging dieser eine Satz durch Argents Kopf. Francis Stille hallte wie ein Echo nach. Und er hatte Recht. Er bekam seine Beziehung wirklich selbst kaum zustande. Er war ein schlechter Gefährte. Er hätte Alpha anhimmeln sollen wie ein Göttin. Stattdessen erfüllte er ihren Traum, ohne, sie dabei richtig einzubeziehen. Während er also die Flucht organisierte kümmerte sie sich um Mitglieder und entschied sich dabei entweder für Kater, die sich als Diebe heraus stellen oder aber welche, die Argent nicht kannte. Er musste Francis zu sich holen. Denn dieser wäre der Erste, den Argent selber gut kannte und ihm die Stirn bot. Es würden viele Komplikationen auftreten, aber besser die, als sich ständig damit abfinden zu müssen, dass Alpha bald nur noch ein Geruch sein würde, der ihn an seine Vergangenheit erinnerte.
Argent schloss die Augen. Die Tränen verschwanden aus seinen Augen. Keine verlor sich in seinem Fell. Er atmete zittrig ein und aus. Er musste aufhören, so sentimental zu sein. Irgendwie war er immer die gefühlsreiche Seite während Alpha die Starke und selbstbewusste war. Sie ergänzten sich doch so gut! Wie hatten sie nur zu Tag und Nacht werden können?

Argent spürte, wie sich jemand neben ihm setzte. Er sah auf und entdeckte Francis, dich an ihn gedrängt, aber nicht so, als wären sie ein Paar, sondern tröstend und vielleicht ein wenig freundschaftlich... vielleicht.
Francis offenbarte ihm zu ersten Mal seine Verletzbarkeit. Nun zeigte auch er sich nackt. Während Argents Geschichte mehr über die Gegenwart handelte, so erzählte Francis dem Silbernen seine Vergangenheit. Er redete von seiner Mutter, die regelmäßig wissen von ihrem Gatten betrogen wurde und von seinem Wunsch, der Beschützer von Kätzinnen zu sein. Nun, das hatte er nicht geschafft. Aber Argents Traum, zusammen mit Alpha zu leben war auch nicht erfüllt worden und bröckelte immer mehr, bis er irgendwann zerplatzen würde wie eine Seifenblase. So war das nun mal manchmal...

Argent blinzelte überrascht, als Francis geendet hatte. War das eine Entschuldigung?! Ja, dass musste es sein, aber viel wichtiger war die Frage: War es ernst gemeint oder einfach nur so etwas dahergesagtes? Konnte Argent sich darauf verlassen und im Notfall darauf zurück greifen. Er wusste es nicht. Das würde die Zeit zeigen.
Der Silberne drückte kurz seine Schulter gegen die des weiß-braunen Katers, bevor er nun auch etwas sagte. Den auf eine Entschuldigung musste auch eine andere folgen. Nur gab es da nicht viel zu entschuldigen, oder?! Argent wusste es nicht. Er hatte das Gefühl, als hätte er nichts Verbotenes getan. Aber etwas musste auch er sagen. Irgendetwas.

“Ich finde deinen Wunsch, die weiblichen Geschöpfe dieser Welt zu beschützen lobenswert und heldenhaft. Aber manchmal schwächelt auch der beste Held. Und genau das macht ihn aus. Denn wie kann man einen Helfen anhimmeln, wenn er immer perfekt ist? Wie kann das heroisch sein? Außerdem... im Moment ist meine Hoffnung wie ein kleines Rinnsal Wasser im Wald. Wenig und irgendwann wird auch dieses verdunsten oder in den Boden sickern. Ich warte noch auf den nächsten Regenschauer und ich hoffe, dass dieser nicht mehr lange auf sich warten lässt. Denn ansonsten habe ich Alpha verloren und das ist nicht meine Absicht... aus diesem Grund frage ich dich – Francis - ob du Mitglied der Samtpfoten werden willst und zusammen mit deiner Tochter unseren kleinen Clan beehren willst. Denn das wäre mir mehr als eine Ehre, wenn ich auch befürchte, dass ich es in Zukunft oft genug bereuen werde.“

Argent lächelte aufmunternd und freundschaftlich, aber wer genau hinsah, bemerkte die Zweifel in seinen Augen und die leicht zuckenden Mundwinkel. Er hatte das Wort „Tochter“ betont und hatte Francis dabei ernst angesehen. Denn eine „Ziehtochter“ würde Aiko sein, wenn der Gescheckte sich nicht richtig um sie kümmerte. Doch sobald sie füreinander empfanden, wie Vater und Tochter es taten, wenn sie miteinander verwandt waren, so war ihr verschiedenes Blut egal. Und dann würden sie sich Lieben, wie eine Familie es tun sollte.
Zwar hatte Argent mit diesem Gespräch sein Problem nicht gelöst, was Alpha betraf, aber er fühlte sich ein wenig besser. Zumindest hatte er der Bunten einen unausgesprochenen Wunsch erfüllt. Es fehlte nur noch der ausgesprochene und dann konnte ihr neues Leben beginnen: Im Wald, in der Sicherheit, im Gebiet ihrer Ahnen.


[bei Francis, Caruso und Anubis | hört Francis zu und murmelt etwas | ist geschockt und hat Tränen in den Augen | redet mit Francis und bietet ihm und Aiko einen Platz an]

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Okt 14, 2011 10:44 am


Anubis war so schweigsam. Er schien leblos. Die letzten Stunden waren an ihm vorbei gerauscht und jede erdenkliche Frage hatte sich in seines Geisteszustand eingenistet. Es gab so viel und doch gab es nichts. Er war einer von ihnen und doch kannte er sie nicht. So wie sie ihn nicht. Es war eine unbekannte neue Familie. Mit einer mutigen jungen Löwin, die ihre Kraft noch nicht einzuschätzen vermochte, aber bitter bis zum letzten Tropfen Lebenselixier in ihren Venen kämpfen würde. Es war ein kalter Prinz, dessen Namen dem Ägypter entgangen war. Er war lebloser als jeder anderer. Ein lebender Toter. Eisiger Blick und unendlich bedauernswert. Eine erbarmungslose Kätzin, mit harte Schale und weichem Kern. Ihr Leben auf den Straßen verbracht und irgendwo sich selbst verloren. Auf ihren unendlichen einsamen Wegen. Wo war sie und vor allem wer war sie? Die Königin zu dem silbernen König. Er war kein goldener Ritter, auch wenn er sich gerne darin sah. Er hatte einen Thron bestiegen, den es zuvor nicht gab. Ohne einen Kampf, ohne ein Recht. Aber er bestritt seine Ziele mit Glauben und Ehrlichkeit. Er hatte Rückgrad und verehrte seine Gemahlin, obgleich sie aus seinen Pfoten zu gleiten drohte. War es doch das undurchdringliche, das Unbekannte, was oftmals anziehend war. Es strahlte eine bittersüße verführerische Kraft aus und zog so manch ein junges und verwirrtes Herz ins Verderben. Dazu der eine Fremde, von der Masse, der seine Worte so gezielt anwandte. Ein Feind und doch ein wahrer Freund des Königs. Er brachte die Wahrheit hervor, schonungslos. Dies nannte sich Freundschaft, kein Blatt vor den Mund genommen. Es war der Freund, im Feindeskleid. Wie der Wolfs im Schafspelz. Das Geschehen konnte genauso schnell wieder kippen. Der Angriff war kein ausgenommenes Geschehen und doch…Der Casanova war so ehrlich, dass es dem Zuehrenden die Tränen in die Augen schossen. Der Versuch sie zu verbergen, glückte. In dem Aspekt, dass sie nicht seine Konturen hinunter rannen und doch war der verschwommene Blick deutlich zu sehen. Erst als er es vorsichtig wagte, seine Lider zu senken, war die tiefe Betroffenheit nicht mehr in dem Spiegel der Seelen zu erkennen. Doch dafür in seiner Haltung. Seiner Demütigung. Er war ein Häufchen Elend und der Schürzenjäger tat es ihm gleich. Sie waren beide an einem schweren Schritt. Sie hatten gemeinsam vor dem Ende der Klippe gestanden, mit dem Blick in den Abgrund und sie waren gesprungen. Gemeinsam. Der Aufprall war hart, aber nicht so hart wie das ewige Gezanke. Der Verdruss war zerschmettert. Es war ein Erfolg für die Gemeinschaft und ein größerer Sieg für die beiden gequälten Herzen. Ein Fremder, der dessen Situation nicht bekannt gewesen wäre. Er hätte doch sich erdenken können, dass diese Beiden bedrückten Kater, einträchtig nebeneinander, ihre alte Bruderliebe entdeckt hatten und sie mit einem kleinen Glühen zu entflammen begann. War es nicht auch so?
Während ihres ‚Streites’ hatte Anubis die Ohren dicht an seinen Hinterkopf gelegt. Obgleich nicht jedes Wort bis an sein Gehör getragen wurde, war ihm die Lautstärke doch einige Oktaven zu herrschend. Nun waren sie wieder aufmerksam aufgerichtet und formten sein Bildnis zu der offenen und neugierigen Seele, die er war. Der Kater hatte geschwiegen und hatte seine Familie beurteilt, bewertet und unter die Lupe genommen. Der Entschluss war klar. Es gab keinen anderen, als diesen. Die Vor- und Nachteile hatte er gut ausgewogen. Er wusste was er wollte. Dies war eindeutig für die Mau. So erhob er sich, nachdem die Beiden neben einander ruhten und es zwei neue Clanmitglieder gab. Der Getigerte war vielleicht von männlichen Geschlecht und doch überwiegte seine Herkunft, als dass stetige maskulin gesteuerte Benehmen. So trugen seine Samtpfoten ihn leichtfüßig zu Francis rüber, er strich mit seinem Haupt, an dem des Katers entlang und verkündete ehrfürchtig sein Willkommen aus und sein Eintritt in diese neue, vielleicht noch etwas chaotische, aber einzigartige Familie. Nach diesem Handeln sollte er Argent, den König nicht vergessen, auch bei ihm glitt er mit seinem seidigen Kopf, an den betrübten Scheitel entlang.
„Ich möchte meine Ehre euch gegenüber aussprechen. Es ist ein freudiges Ereignis und die Erinnerung wird euch lange Zeit im Herzen bleiben. Auseinandersetzungen sind der Regel und sind nicht zu verfluchen, viel mehr der Ehrlichkeit seines Gegenübers zu danken. So spreche ich es gut, was ihr Beide heute getan habt und ich bin mir sicher das die junge Gemahlin es ebenfalls mit Entzücken feststellen wird, dass du Argent, ihr ein Schritt näher gekommen bist. Nicht nur durch des Tatenwillen allein, sondern der gedanklichen Einsicht. Bevor eine Veränderung eintreten kann, muss die Gewissheit erkannt werden, dass diese von Nöten ist. Also kämpfe um sie, wie es ein ehrbarer Kater macht und lege ihr dein Herz offen.“
Nach seiner endlosen Zeit des Schweigens fühlte sich die Mau befreit und glücklich. Er war wieder da und er wusste, dass es gut war.


(ich bin mir nicht gewiss ob ich dran bin oder schreiben darf, aber ich habe mir dieses recht nun genommen Wink Bei Argent, Francis und Anubis, ganz er selbst - es ist nicht viel und ich greife nicht viel von der vorgeschichte auf, ich hoffe das is ok, aber so war mir der einstieg leichter)
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 18, 2011 6:19 pm

Zuerst schien es, als ob Nicki keinerlei Probleme mit ihrem Knickohr hatte und erzählte der schwarzen ganz fröhlich, dass sie es schon seit ihrer Geburt habe. Diana nickte, lächelte und wollte gerade etwas erwidern, als die beigefarbene Katze etwas leiser, und wie es schien, etwas traurig, hinzufügte, dass Menschen und einige Tiere dächten ihr Ohr würde Unglück bringen.

„So ein Unsinn!“,

fauchte Diana empört . Zu oft war auch sie schon mit dem Aberglauben der Menschen .und überraschenderweise auch einiger Tiere, konfrontiert worden. Diesen Quatsch von wegen „Schwarze Katzen bringen Unglück“ und dass eingie Leute nicht einmal unter Leitern durchgehen wollten, war der Schwarzen einfach unbegreiflich. Es wäre ja nicht einmal schlimm gewesen, wenn dieser Aberglaube nur die Menschen selbst betroffen hätte, aber dass einige Katzen, die anderst waren als die übrigen deshalb verstoßen oder verjagt wurden, versetzte die Kätzin immer noch in Wut.

„Also ich finde deine Mama hat recht. So etwas gibt einem doch etwas einzigartiges, nicht wahr?“

,sagte sie noch zu der kleinen Katze, bevor sie Jades Stimme hinter sich vernahm. Ob es nun besonders mutig war, als erste zu gehen, darüber lies sich sicher streiten. Vielleicht tat sie das ja nur aus eigenem Nutzen? Der erste war ja schließlich am schnellsten wieder auf der anderen Straßenseite, oder nicht? Diana lächelte still in sich hinein, senkte aber dankend, leicht den Kopf.

Auch Coricopat hatte inzwischen angefangen zu sprechen und anscheinend waren sich alle einig, dass Menschen sehr, sehr komische Wesen sind. Jedenfalls hatte der Kater offensichtlich nichts dagegen, dass die Schwarze voranging, er selbst wollte als letzes gehen. Auch gut, dachte Diana. Wenigstens gibt’s damit keine Schwierigkeiten… Auch sie tat es nun den anderen gleich, stand auf und murmelte leise:

„Ja.. alles geht Diana nach… Dann mal auf über den grässlichen, schwarzen Streifen…“

In ihrer Stimme lag Sarkasmus, der die Angst darin jedoch nicht ganz verbergen konnte. Genau wie die anderen, versuchte auch die Schwarze sich diese nicht anmerken zu lassen, aber doch war jedem die Angst förmlich ins Gesicht geschrieben. Zwar waren um diese Zeit noch lange nicht so viele dieser bestialisch stinkenden Monster auf dem Weg, aber doch waren es genug, um einige Katzen in ein anderes Leben zu schicken.

Mit leicht zittrigen Pfoten ging Diana voran, nährer heran an die „Straße“ und setzte sich dann wieder hin. Sie würden erst als zweite Gruppe laufen.

[Bei Jade, Nicki und Coricopat;;Spricht;; Denkt;;Murmelt vor sich hin;; Hat Angst;; ]
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Dakota

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 18, 2011 8:20 pm

Langsam wurde der Kater wirklich, wirklich wütend auf die kleine Katze, vor ihm. Seine Ohren zuckten und er musste es unterdrücken sein Maul auf zu reißen um nicht seine stumpfen Zähnchen zu zeigen. Takara konnte aber auch nerven! Wieso konnte sie sich nicht einmal zusammen reißen und ihm glauben? Warum war es sooo schwer? Ein verbissener alter Sack konnte auch mal Recht haben. So durcheinander war der Kater immer noch nicht.

"Gott, Mädchen glaub mir doch einfach einmal!
Und kennst du die Namen von jedem deiner Beuteopfer? Weißt du, wie die Tiere mit Namen heißen, die du jagst?
Kennst du die Namen? Eh? Hast du?
Und selbst wenn, dann ist es auch egal.
"

Er knurrte ruhig und strich sich mit der Zunge über die Nase. Er hatte das Gefühl, dass er gespuckt hatte. Er wusste es aber nicht genau.
Der Alte zuckte noch einmal mit seinen Schnurrhaaren, bevor er mit seinen gelben Augen wieder die Graue musterte. Sie war sehr aufgebracht. Der Tod ihrer Eltern schien sie immer noch zu berühren. Dem Alten war es egal. Es war ihm auch egal, was sie nun tat oder was sie fühlte. Sollte sie ihn doch mit ihren Gefühlen in Ruhe lassen. Was hatte man denn schon von Gefühlen? Eben, nichts. Sollte sie labern!

"Herzchen, was zum Teufel willst du gesehen haben?
Eine Katze, die auf deine armen Eltern einfetzt? Jemand, der sie angesprungen hat? Alles was du gesehen haben kannst, kann nichts sein! Wenn du was gesehen hast, Kämpferherz'chen, dann hättest du doch eingegriffen, oder?
Komm schon, Süße, machen wir uns nichts vor. Du hättest doch eingegriffen oder? Du warst doch schon immer für Gerechtigkeit und so einen Scheiß. Love and Peace oder sowas... LOVE and PEACE, kleine. Die Welt ist voll von schlechten Dingen. Dass deine Eltern abgereckt sind ist da nichts besonderes! Also Chill mal eine Runde und komm runter.
Die Welt geht nicht unter, nur weil deine Eltern gestorben sind.
Wieso fällt es dir so schwer, mir EINMAL etwas zu glauben?
"

Er fauchte erbost und knurrte leise, als ihr einen kurzen Augenblick in die Augen sah. Sie hatte es doch wirklich geschaft ihn auf den Baum zu jagen! Ihre Worte und vor allem ihre Art regten den Kater immer und immer mehr auf. Sie schaffte es nicht oft, dass er so geladen war, nach nur wenigen Augenblicken, aber heute hatte sie es zu weit getrieben.
Er starrte sie wütend an und seine Augen funkelten vor Bosheit.

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Aiko
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Okt 21, 2011 3:25 pm

Aiko beobachtete eine zeitlang wie es um sie herum dunkler wurde. Sie lief neben Francis und spürte hin und wieder das Fell ihres Ziehvaters. Sie war glücklich das sie bei ihm sein konnte. Und so fing sie an zufrieden zu schnurren. Nach einiger Zeit blieben sie stehen und der silberne Kater fing wieder an zu sprechen.

Er teilte die Katzen in Gruppen ein. Den sie mussten die Straße mit den stinkenten Dingern überqueren. Bei diesem Gedanken sträubte sich Aikos Fell. Sie hasste die Straßen. Diese Orte waren nichts für Katzen. Als sie merkte das sie getrennt von Francis in ner Gruppe war war sie etwas traurig. Doch dan sah sie das auch Tobi da war und sie freute sich etwas darüber. Doch nicht allein zu sein unter fremden Katzen. Als Francis ihr einen zaghaften Schubs in richtung Gruppe eins gab, kuschelte sie sich nochmal kurz an ihn und lief dan los.

Bei der Gruppe wurde sie langsamer bis sie neben Tobi zum stehen kam.


[bei Gruppe/geht zu Gruppe 1]
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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Okt 22, 2011 12:40 am

Ein deutliches Zittern hatte den Köper der grau melierten Katze ergriffen. Jetzt da es soweit war, dass sie über dieses graue Ding laufen sollten. Sie vergrub ihren Kopf im Fell ihres Brudes. Am liebsten würde Jade jetzt die Augen zumachen wollen und glauben das alles wäre jetzt und hier nicht echt. Aber leider konnte ihr das niemand abnehmen. Sie standen wirklich alle an dieser gräßlichen Straße und sollten da nun drüberlaufen. Und die schöne, schwarze Kätzin als erstes. Jade hob wieder den Kopf und sah zu ihr hinüber. Sie konnte deren Angst ja glatt bis hierher riechen. Und dann sollte sie alleine gehen? Jade stellte sich gerade vor wenn sie in dieser Situation wäre.

"Nein! Wir gehen alle gleichzeitig. Niemand soll alleine gehen."

Platzte es aus Jade heraus und sie war ein paar Schritte nach vorne gelaufen. Direkt neben Diana. Ihr Blick wanderte auch zu Nicki.

"Du willst doch sicherlich auch nicht alleine da drüber laufen, oder?"

Unsicherheit lag nun deutlich in ihrer Stimme. Jade wollte, dass niemand zu Schaden kam. Das war ihre größte Angst. Und wenn sie nur daran dachte, dass sie alleine über das schwarze Monster da laufen sollte, versagten ihr fast die Beine.

"Wir können ganz dicht nebeneinander herlaufen. Dann sind wir auch größer, also besser sichtbar für die Menschen. Dann weichen sie uns vielleicht eher aus."

Mittlerweile zitterte Jades Stimme regelrecht vor Angst. Wären sie jetzt Menschen würde man sagen sie stand kurz vor einem Panikausbruch. Niemals würde sie alleine über diese Straße gehen. Da blieb sie dann doch lieber hier. Ihre Angst steigerte sich zur Panik. Ihr Bruder wäre fast von so einem Blechding überfahren worden. Der Schrecken saß immer noch tief. Und dann sollte sie freiwillig da drüber laufen? Niemals! Hilfesuchend blickte sie schlussendlich zu Coricopat. In der Hoffnung, dass er ihrem Vorschlag als einzigster Kater zustimmen würde.


[Bei Coricopat, Diana, Nicki - hat Angst -macht neuen Vorschlag]
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Nicki
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Okt 24, 2011 8:05 pm

Auch wenn Nicki keine Ermutigung brauchte, so taten die Worte von Diana doch gut und sie grinste in die Runde, dabei nickte sie eifrig. Die Kätzin war eben noch sehr jung und unbedacht. Als es dann auf ging und sie nur noch wenige Schritte von der Straße trennte wurde die Siamkatze unruhig und unsicher drängte sie sich schutzsuchend zu Diana. Rückte dann aber schnell wieder einen Schritt zur Seite, um sie nicht zu belästigen und blickte stattdessen ein wenig beschämt zu Boden.

Als Jade sagte, dass sie nur zusammen gehen würden, da stellte sie ihre Ohren auf und nickte voller Elan und ermutigend. Nicki wollte nicht alleine gehen und sie fühlte sich sicher, wenn sie das Fell von den anderen Katzen spürte und mittlerweile fühlte sie sich sogar bei dem großen schwarzen Kater sicher, auch wenn er immer noch eine abweisende Wirkung auf sie hatte. Zumindest konnte er die drei beschützen, oder? Das würde er doch tun? Als Nicki merkte, wie Jade zitterte ging sie näher zu ihr und kuschelte sich an ihr Fell. Sie brauchte die Bestätigung, dass Katzen da waren, dass sie nicht alleine war und ihre ermunterte Haltung –sie zitterte zumindest (noch) nicht- konnte vielleicht auch positiv beruhigend auf die anderen Katzen wirken.

“Also…ich bin dafür, dass wir ganz eng beieinander bleiben und den Kontakt zueinander nicht verlieren. Das die Menschen uns hundertprozentisch ausweichen, davon kann man nicht ausgehen, aber so spüren wir wenigstens, dass wir nicht alleine sind.“

Als sie merkte, wie nah sie Jade war rückte sie ein Stück von ihr ab um ihr Freiheit zu lassen, denn die Katze hatte sich ihrem Bruder zugewandt und sie konnte spüren, dass da etwas nicht stimmte. Die beiden hatten Angst, mehr noch als Nicki, oder Diana zu haben schienen. Das wurde der Beigefarbenen bewusst, als sie den Kater musterte, er zittert, warum? War bei ihnen etwas Schreckliches passiert? Nicki konnte spüren, dass etwas geschehen war, aber die beiden ansprechen? Lieber nicht, oder? Es wäre wohl taktlos…

Die Kätzin bemerkte, dass sie sich einmal an Diana geschmiegt hatte und einmal an Jade, aber zu Coricopat zu gehen, dass traute sie sich nicht und so blieb sie einfach zwischen den beiden Katzen und ließ alles weitere auf sich zukommen.


[Cori, Diana, Jade, redet, schmiegt sich zuerst an Diana, dann an Jade, denkt, bemerkt Jades und Coris Unsicherheit]
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Coricopat
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Okt 24, 2011 8:23 pm

Das der Kater voll Tatendrang war konnte man nicht wirklich behaupten. Es war eher das Gegenteil. Er war überhaupt nicht dazu bereit etwas zu tun und die Angst, die langsam in ihm hochkroch brachte ihn dazu sich hinzusetzen, die Augen zu schließen und tief durchzuatmen. Als er seine Augen wieder öffnete sah er Nicki, die sich an das Fell von Jade schmiegte und ein kleiner Stich traf in, welcher kurz aufflammte und sofort wieder verschwand. Die Kätzin schien keine Notiz von dem Schwarzen zu nehmen, oder aber sie wollte nicht, was er nur herzlich begrüßen konnte, denn das letzte was er brauchte war jemand, der dachte, dass Coricopat irgendwen beschützen könnte, oder Halt geben könnte.

Er stand auf und lief zu seiner Schwester und den anderen beiden Katzen hinüber. Er blickte sie an und wurde traurig. Noch nicht einmal seine eigene Schwester konnte er beschützen. Auch sie hatte er fast verloren und so etwas nennt sich dann großer Bruder. Nein, er war nichts wert, wertlos und noch nicht einmal auf sich selbst konnte er aufpassen. Wo wäre der Schwarze nun, wenn damals –er hatte den Namen vergessen- dieser Kater ihn nicht befreit und gerettet hätte? Er wäre wohl tot. Traurig aber war, der Kater war nutzlos.

Coricopat trat näher an seine Schwester und vergrub seine Nase in ihrem Fell. Der vertraute Geruch beruhigte ihn ein wenig und die Wärme, die von seiner Schwester ausging war beruhigend. Auch wenn die schöne Kätzin zitterte. Verständnisvoll blickte er sie an und nickte einmal vielsagend. Sie würde wohl wissen, was er damit ausdrücken wollte. Dass er sich daran erinnerte, dass er fast gestorben wäre beim Überqueren dieses breiten Bandes auf dem die Monster so achtlos entlang schritten. Der Schwarze blickte die Siamkatze an und sein Blick wurde ein wenig weicher, sie war ein gutes Stück jünger als er, Jade und Diana und genauso war auch ihr Verhalten. Wirklich aufmunternd waren ihre Worte nicht, aber sollte auch nicht kleinlich werden, sie meinte es ja nur gut.

“Ich wäre auf jeden Fall auch dafür dass wir beieinander bleiben, denn was bringt es, wenn wir nacheinander über diese Straße stürmen? Gar nichts! Wir brauchen wohl genug Beinfreiheit, denn wenn man ausweichen muss, braucht man auch Platz, aber wir bleiben so dicht beieinander, dass keiner während des Überquerens verloren gehen kann!

Dann wandte er sich leise an Jade, obwohl er sich nicht sicher war, ob die anderen es nicht doch hören würden.

“Ich habe Angst.“

Gab er gegenüber seiner Schwester zu und blieb eng bei ihr sitzen. Eigentlich würde er sie alle gerne schützen können, aber das war unmöglich.


[Diana, Jade, Nicki, spricht, denkt]

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Takara
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 25, 2011 6:55 pm

Ihr fielen keine Beleidigungen für den alten mehr ein. Böse, zornige graue Wolken hatten sich in ihrem Kopf genistet und umhüllten alles wie undurchdringlicher Nebel. Ihre Gedanken wurden regelrecht geschluckt von diesen Gewitterwolken. Sie sah rot und schwarz, oder beides oder gar keines von beiden. Es war schwer zu sagen wenn die Fähigkeit zum Denken durch den Zorn behindert wurde. Er warf ihr Worte an den Kopf aber Takara war unfähig zu antworten. Sie hörte seine Worte, aber eine bissige Antwort kam ihr nicht in den Sinn. Deswegen fauchte sie nur erbost und peitschte heftig mit dem Schwanz. Es missfiel ihr, dass sie ihm nicht hatte antworten können. So dachte der Kater vielleicht er hätte sie nun geschlagen – doch dies hatte er nicht! Ganz sicher nicht! Die bösen Gewitterwolken mussten sich nur etwas lichten, dann hatte sie auch wieder freien Zugriff zur ihrer scharfen Zunge.

LOVE and PEACE. In welcher Welt lebte der Kater? In welcher Welt gedenkte er, dass Takara lebte?! Ihre Welt bestand ganz sicher nicht aus Liebe und Frieden. Sie bestand aus Hass und Zorn – mehr nicht! Was bildete dieser Kater sich ein? In welcher Welt lebte ER denn eigentlich? Ihre Gewitterkopfwolken waren nicht abgezogen – in ihrem Kopf herrschten Blitze und Donnergrollen! Ihre Pfoten fingen an zu zittern. Sie wollte das dieser Kater endlich Klartext redete. War das denn so schwer?! Aber jetzt würde Takara sein Spielchen mitspielen. Sie würde ihm glauben – und ihr Hass auf diesen Kater (welcher schon erstaunlich groß war) wuchs noch ein paar Stücke mehr. Ein paar Stücke die langsam aber sicher außer Kontrolle gerieten. Die sich nicht mehr damit zufrieden gaben dem Kater Worte ins Gesicht zu zischen. Nur gepresst waren ihre Worte zu hören und ihr Körper bebte. Sie konnte nicht stillstehen wenn sie wütend war, doch genau das tat sie gerade, damit sie dem Kater Gegenüberstand.

Love. And. Peace? In. Welcher. Welt. Lebt. DU. Eigentlich?! Meine. Scheiß. Welt. Besteht. Nicht. Aus. Liebe. Und. Frieden.

Wütend schnaufte sie aus. Ihre Zähne knirschten aneinander was ein hässliches Geräusch von sich gab. Sie tat einen Schritt nach vorne und ihre Krallen blitzen auf. Jetzt wo sie schon selber glaubte, dass dieser Kater ihre Eltern umgebracht hatte wollte sie sich nur noch rächen. Angriffslustig klappten ihre Ohren nach hinten.

“Gut. Ich glaube dir. DU hast meine Eltern ermordet. Aber, ich will von dir wissen in welcher Verbindung du zu Azrael stehst. Jetzt. Rede Klartext, alter Kater.

Auffordert blitze sie ihn an. Sie wollte Rache. Hier und Jetzt. In diesem Moment. Doch sie wusste, dass sie danach immer noch Fragen hätte nur mit der Tatsache, dass niemand sie ihr beantworten könnte. Asasel konnte das. Und das war der einzige Grund warum er noch lebte.


[Bei Asasel - kurz davor ihn zu töten]
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Diana
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Nov 04, 2011 4:33 pm

Fast war die Schwarze erleichtert, als Jade plötzlich rief, dass niemand alleine gehen soll. Aber eben nur fast. Wenn sie alle nebeneinander laufen würden, wären sie viel leichtere Beute für die Monster. Sie könnten sie alle auf einmal erwischen. Denn sie würden schön aufgefädelt dastehen. Es wäre um sehr vieles logischer gewesen, dass sie hintereinander liefen, aber alle Logik der Welt konnte die schreckliche Angst in ihr nicht auslöschen. Wenn sie nebeneinander gehen würden, würde sie sich wenigstens nicht so alleine fühlen. ‚Du willst doch sicherlich auch nicht alleine da drüber laufen, oder?‘, hörte sie Jade sagen.Sie musste sich zusammenreißen, damit sie nicht mit einem unfreundlichem: ‚Natürlich nicht. Wer will das schon?‘ herausplatzte.

Die Angst brachte sie durcheinander und sie merkte, wie leicht sie sich doch in Wut verwandeln lies. Doch sie wusste, dass es nicht ratsam wäre mit den Katzen hier einen sinnlosen Streif vom Zaun zu brechen und so schwieg sie still und wartete einfach ab, was die anderen dazu sagen würden. Auch wenn sie über die Vorstellung, die Menschen könnten ihnen ausweichen wollen am liebsten laut gelacht hätte. Menschen und ausweichen? Rücksicht auf Katzen nehmen? Niemals!

Aber trotzdem schien der Rest der Gruppe auch dafür zu sein, nebeneinander zu gehen. Nicki schien zwar auch der Ansicht, dass die Menschen nicht ausweichen würden und Coricopat war der Meinung, dass sie zwar eine gewisse Beinfreiheit zum Ausweichen bräuchten, aber ansonsten wollte er auch nahe bei den anderen sein. Diana war zwar noch skeptisch, schließlich gäbe es genug Gründe hintereinander zu laufen. Aber diese Gründe würden nur die Stimmung runter ziehen, wenn sie sie aussprechen würde. Falls das bei der Stimmung, ausgefüllt von Angst und Aufregung, überhaupt noch möglich war. Also behielt sie ihre Einwände für sich und nickte.

„Gut…Dann gehen wir nebeneinander über die Straße. Womöglich können wir uns dadurch wirklich etwas beruhigen.“, gab sie dann ihre Zustimmung. Dann stand sie wider auf und ging ein wenig herum, bevor sie sich wieder setzte. „Verdammt!“, entfuhr ihr dann schließlich doch ein ärgerliches Fauchen. „Diese Warterei macht mich ganz verrückt! Hat.. hat niemand irgendeine Geschichte oder eine Erfahrung aus seinem Leben, die uns ablenken könnte?“, fragte sie dann. Vielleicht würden erfreuliche Ereignisse oder Geschichten sie alle wieder etwas aufrichten.


[Bei Jade,Cori und Nicki;;Denkt nach;;Ist skeptisch;;Hört zu;;wütend;;Spricht;;]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Nov 05, 2011 3:38 am

Erleichtert stellte Jade fest, dass wohl alle anderen auch der gleichen Meinung waren. Auch wenn Diana zuerst etwas skeptisch aussah. Die grau melierte Katze atmete tief aus und begab sich dann mit den Anderen ein Stück näher an diese Monströsität heran, welche die Menschen gebaut hatten. Die Worte ihres Bruders lenkten ihre ganze Aufmerksamkeit auf ihn. Angst? Coricopat durfte keine Angst haben. Jade kam zu ihm, drückte sich an seine Seite und rieb ihren Kopf an Seinem. Leise begann sie ein Lied zu summen. Es war genau das Lied, welches ihre Mutter den Kittens immer beim Einschlafen vorgesummt hatte. Bilder einer glücklichen Kindheit erschienen hinter Jades Stirn. Sie als ein paar Wochen altes Kitten neben ihrem Bruder und mit den Pfoten fußelten sie um den besten Platz am Bauch ihrer Mutter. Irgendwie hatte sie zu Coricopat immer schon ein engeres Verhältnis gehabt als zu ihren anderen Geschwistern. Leider waren die auch eines Tages einfach nicht mehr da. Niemand wusste was mit ihnen passiert war.
Mit dieser Art versuchte sie ihren Bruder und sich selber ein bisschen zu beruhigen. Ihm den Schutz zu geben, den bisher immer ihre Mutter ihnen gegeben hatte. Es musste nicht immer Coricopat auf sie aufpassen. Auch wenn er eine halbe Stunde älter war als sie. Es konnte durchaus auch einmal Jade sein die auf ihn acht gab. Und wenn dieser Moment jetzt sein musste, dann sollte es so sein.

"Du musst keine Angst haben. Wir sind zusammen. Und gemeinsam kann uns niemand etwas antun."

Flüsterte sie ihrem Bruder dann zu, nachdem sie geendet hatte das Lied zu summen.
Als Diana dann fragte ob niemand irgendetwas zu erzählen hatte, schmiegte Jade noch einmal ihren Kopf an ihren Bruder. Hoffentlich fühlte er sich jetzt ein bisschen besser.

"Willst du uns die Geschichte erzählen als dich die kleine Maus in der Scheune erschreckt hat."

Meinte sie dann schon wieder als Ablenkung und fing an beruhigend zu schnurren. Das sollte nicht nur ihrem Bruder helfen sondern auch Jade gleich mit.


[beruhigt ihren Bruder, spricht]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Nov 05, 2011 9:27 am

Nicki tappte unsicher von einem Fuß auf den anderen und sie blickte Diana entschuldigend an, weil sie Angst hatte, dass die Katze sie nun nicht mehr mochte. Es war vollkommen sinnlos sich darüber Gedanken zu machen, aber die Siamkatze machte sich sowieso viel zu viele Gedanken über Dinge, die eigentlich total egal waren. Als die Schwarze dann fauchte zuckte Nicki zusammen und blieb abrupt stehen. Sie hatte die Beigefarbene wirklich erschreckt und nun zitterte sie kurz, ehe sie sich wieder beruhigte und sich dann hinsetzte. Eine Erfahrung? Etwas aus ihrem Leben? Was konnte e dort geben, was nicht traurig war, oder Angst machte? Sie könnte so viel erzählen, aber es waren alles Dinge, die nicht hierher passten und es würde den anderen nicht gefallen und sie traurig und deprimiert machen, also hielt Nicki den Mund und ließ ihre Gedanken schweifen.
Da sprach Jade ihren Bruder an und Nicki grinste breit. Sie sprang auf und schüttelte sich dabei, weil sie fast gestolpert wäre. Ja, da konnte sie mitreden, sie hatten auch schon Mäuse erschreckt!

“Ja, mich haben auch schon Mäuse erschreckt, dass fand ich dann gar nicht witzig, die anderen aber schon, das war gemein, aber auch lustig…“

Plapperte die kleine Katze los und merkte erst viel zu spät, dass die Frage ja gar nicht an sie gerichtet war und dass sie es gerade gewagt hatte dem Schwarzen ins Wort zu fallen. Mit angelegten Ohren machte Nicki sich klein und schwieg. Sie war doch noch gar nicht so alt, sie durfte das doch noch, oder? Aber man behandelte sie so, als wäre sie schon sehr alt, erwachsen genug, um so etwas nicht mehr zu tun. Aber so fühlte sich Nicki nicht, sie wollte spielen und Freude haben sie wollte die Welt entdecken, wie ein kleines Kitten, was sie innerlich auch noch war. Sie hatte Angst, dass sie nun bei allen verspielt hatte und überlegte sich sogar schon, ob sie nicht einfach gehen sollte. Aber nein, das wiederum wäre ja ein Zeichen davon, dass sie sich schämte und Angst hatte, kein Selbstbewusstsein. Also blieb die junge Katze einfach dort wo sie gerade war und hörte den Geräuschen um sich herum zu.


[Cori, Jade, Diana, spricht, nimmt Wort weg, schämt sich]
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Coricopat
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Nov 05, 2011 9:46 am

Coricopat fühlte sich ein wenig schuldig, dass er das Jade gesagt hatte, denn eigentlich wollte er nicht, dass sie sich unsicher fühlte und aufheitern konnte er sie dadurch sicherlich nicht. Dennoch war er dankbar über die Wort seiner Schwester und schnurrte leise. Er blickte zu Diana, die sich zu Wort meldete und der Kater hatte schon beschlossen sich daraus zu halten, als seine Schwester anfing zu sprechen und er seinen Namen hören konnte. Er blickte sie missmutig an und fauchte ein wenig. Warum hatte sie das nun laut aussprechen müssen? Der Schwarze seufzte, na gut, er konnte es auch genauso erzählen, es war vielleicht auch wirklich gut für die allgemeine Stimmung.

Da hörte er eine laute und helle Stimme an sein Ohr dringen und blickte die kleine Siamkatze irritiert an. Was war dass denn bloß für eine? So viel jünger als er, Jade und Diana war Nicki gar nicht und doch hatte sie einen sehr großen kindlich ausgeprägten Charakter. Sie merkte erst spät was sie dort eigentlich tat und ließ sich dann fallen. Der Schwarze verdrehte ein wenig die Augen. Wie sollte er auf lange Zeit die Katze ertragen? Er ignorierte die Beigefarbene und blickte stattdessen wieder zu Jade.

“Welche Maus denn…?“

Fragte er neckisch, der Kater wusste natürlich genau wovon sie sprach. Es war ein wenig dämlich gewesen und er war noch sehr jung gewesen, vielleicht ein paar Monate, dennoch missfiel es ihm, dass Jade das jetzt laut ausgesprochen hatte. Dennoch wandte er sich an die anderen und seufzte, dann begann er es kurz zu schildern.

“Wir waren noch ziemlich jung und haben in der alten Scheune, in der wir gelebt haben gespielt. Natürlich gab es dann die Älteren, die den jüngeren Geschichten über Geister erzählten und wir bekamen Angst. Abends, als es schon dunkel, da bin ich nochmal allein durch die Scheune gelaufen und hatte Angst, denn ein Sturm zog auf. Nun ja, der Wind drang durch die Fensterlosen Rechtecke und er heulte draußen richtig. Dann hörte ich merkwürdige Geräusche und rannte weg, als ein Blitz am Himmel zu sehen da, konnte ich einen Schatten sehen und bekam nun wirkliche Panik. Ich rannte zurück und erzählte den anderen, dass es hier einen Geist gäbe. Die Maus, wie sich herausstellte, war mir gefolgt und als die anderen den „Geist“ sahen machten sie sich ziemlich lustig über mich.“

Endete er, dann blickte er Jade an.

“Danke, das war nun peinlich genug, hast du noch eine Geschichte?“

Fragte er sie ein wenig trotzig.


[Jade, Diana, Nicki, spricht]
[hoffe na es ist ok Jade]

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