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Argent
Admin && Spielleitung

Dakota
Admin && NPC | Grafikerin

Francis
Grafikerin für Avatare

Twilight
Helferin für Avatare

Caruso
linke Hand Argents

Coricopat
Aufsicht des Rollenspiels



Kapitel 3: Das unberührte Paradies



Wetter:
Sommer. Später Nachmittag.
Sonne geht auf.
Keine Wolken am Himmel.
Starke Hitze.
Im Schatten kalt.
Schwül, kein Wind.
20 - 23 °C

Was bisher geschah....

Nachdem die Nachricht von der
Flucht aus der Stadt erst einmal
herum gegangen ist trafen sich
Katzen am Stadttor. Dort, in einer
dunklen Gasse fing Argent an
über das weitere Vorgehen zu
reden. Es ist Zeit, das Nest
der Menschen zu verlassen und
ein neues Leben im Wald
zu beginnen. Jedem steht es frei,
ob sie nun gehen oder nicht.
Der Clan der Samtpfoten besteht
aus wenigen Mitgliedern und
nur, weil eine Gruppe von Katzen
sich gebildet hat bedeutet das nicht
gleich, dass sie auch ein Clan ist.
Es wird sich zeigen, wer
nun eine Samtpfote sein will
und darf und wer nicht.



Hast du je den Wunsch verspürt
auszubrechen und ab zu hauen?
Nein? Bei den Samtpfoten bleibt dir
wohl nichts Anderes übrig!
Stell dir vor, du bist eine Katze.
Eine Hauskatze, wohl gemerkt.
In einer großen Stadt lebst du und
eines Tages verhalten sich deine
Menschen seltsam. Sie wollen dich
nicht mehr streicheln und halten
Abstand von dir. Angeblich
soll es eine Katzenseuche
geben und ehe du dich
versiehst, landest du auf der
Straße. Allein und ohne Ahnung,
was jetzt zu tun ist.
Was würdest du tun?
Nun, der Kater Argent hat
sich entschlossen einen
Clan mit seiner Geliebten Alpha
zu gründen. Willst du zu ihnen
gehören oder lieber allein um her
streifen?
Es ist deine Entscheidung.
Dein Leben.

Denn du, bist eine Katze.



Gesuchte im Moment
Spielgefährten gesucht.

Zitate des Monats
Jade: "Du bist bei mir und das ist für mich das Allerwichtigste."
Sunny: "Ja ja, das sagen sie alle. Und am Ende bin ich wieder diejenige, die nicht teilen wollte. Hier, nimm!"


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 Kapitel 2: Fremde Wege

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AutorNachricht
Francis
die stille Seele
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Alter : 28
Alter Charakter : 3 Jahre
Geschlecht : Kater
Fellfarbe : weiß/schwarz/grau/rostbraun
Besonderheiten : Halsband mit Adresse des Besitzers
Größe : 35 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Mai 05, 2012 11:49 am

Die Kätzin genoss sichtlich die raue Zunge des Katers und ließ ihren Kopf sinken. Genießerisch wurden die Augen geschlossen und ein kehliges Schnurren drang an seine Ohren. Durch große Freude, begann Francis immer wieder zu Maunzen und seine Lider ebenfalls zu schließen. Eigentlich hatte er erwarten einen Hieb mit ihren Kralle in sein Gesicht zu bekommen, doch anders als erwartet reagierte sie. Glückseligkeit nannte man das, oder sagte eins sein Vater zu ihm. Francis glaubte, dass er damals dieses Gefühl auch nur bei seiner Mutter hatte, sonst wäre er ja nicht bei ihr geblieben. Selten hatte Francis das Glück, eine solche Katze getroffen zu haben, die seine Liebkosungen derartig genoss. Umso energischer wurde das Tier und der Kater arbeitete sich nach unten an die Brust von Jade. Sie schmeckte gut. Ganz anders als er selbst. Leicht minzig mit einer Spur Blütenhonig. Zumindestens glaubte er sich diese Geschmäcker einzubilden, in seinen Wahn der Lust.

„Du bist so bezaubernd Jade.“

Hauchte er ihr ins Ohr und legte sich vor ihr ins Gras. Erst begann er nervös ein paar Grashalme auszurupfen und zu zerkauen. Schmeckten aber nicht. So roppte er ein Stückchen näher an sie heran, maunzte wieder einmal ganz leise und versuchte vorsichtig ihre Pfoten zu lecken.


[Jade/leckt sie weiter ab, redet, leckt sich hin und leckt weiter]

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Zweitcharakter: Tobi

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Jade
blühendes Mondlicht
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Alter Charakter : 2 Jahre
Geschlecht : Weiblich
Fellfarbe : Schwarz - Grau meliert
Größe : 27 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Mai 05, 2012 9:38 pm

Es war lange her, dass sie das letzte Mal von jemandem so abgeleckt wurde. Sehr lange. Und Jade genoss es in vollen Zügen. Allerdings hätte sie gelacht, hätte sie die Gedanken des Katers gewusst. Ihrer Meinung nach roch sie momentan überhaupt nicht gut. Der Gestank der Stadt und vor allem dieser Straße klebte noch an ihr. Sie musste sich erst noch ausgiebig putzen. Doch das brachte sie nicht dazu vor ihm zurück zu weichen. Im Gegenteil, als er anfing sie am Hals unter an der Brust zu lecken reckte die dunkle Katze den Kopf ind ie Höhe, sodass er gut hinkam. Dann warf er sich vor sie und Jade sah ihn mit ihren klaren Augen an. Es war sehr belustigend den Kater so vor sich auf dem Boden liegen zu sehen. Und die Katze gesellte sich dann alsbald zu ihm.
Zum Glück war nun endlich die Angst vor der Stadt und den darin herrschenden Gefahren verschwunden. So fühlte es sich also an wenn man frei war. Auch wenn sie sicherlich noch oft an ihr alte Zuhause denken musste. So fühlte sich Jade jetzt schon wohl.
Ihr Kopf wurde fest gegen den des Katers gerammt und auch sie schnurrte immer noch. Das Maunzen erwiderte sie auf die gleiche Art und bald lagen sie nebeneinander im hohen Gras.
"Jetzt wird alles gut werden. Da bin ich mir sicher. Solange du bei mir bist."


[bei Francis, spricht, kuschelt, ist froh]
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Anubis
Wächter der Seelen
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Alter Charakter : 4 jahre
Geschlecht : Kater
Fellfarbe : Grau/Silber
Größe : 33 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Mai 11, 2012 7:40 pm

Spürst du es auch, dieses Gefühl tief in dir,
dass du dich langsam in dir verlierst?
Fragst du dich, wohin die Reise geht
und ob du diesen Weg alleine gehst?


Ein bisschen unsicher stand Anubis immer noch neben den beiden anderen Katzen. Seine Wäsche hatten ihn zwar beruhigt und bei den folgenden Worten hatte er schnell wieder den Faden aufnehmen können, doch die Anspannung war zum zerreißen spürbar. Alpha erbebte und erstarrte. Ihr Atem hielt an und jagte im nächsten Moment wie unter schwerer Anstrengung. Bildete sich die Mau das nur ein, oder war es wirklich der Tatsache? Ungewissheit nagte an ihm, auf dass die Situation ihm beinahe durch die Pfoten zu gleiten schien. Der Perfektionist verlor kurz seinen Halt und blickte suchend zwischen Caruso und der Bunten hin und her. Welchen Kampf führten sie dort zwischen ihm aus? Wie viele Gedanken tosten wie ein Sturm in ihren Köpfen? Der Prinz schwieg nach seinen Worten und auch die Kätzin hatte kein weiteren Ton mehr verloren. Erdrückende Stille lag über dem dreier Gespann und das Gefühl des Unwohlseins kroch an dem Leib des Silbernen hoch. Der kalte Schatten lag sich über seine Haut und ein Schauder jagte über ihn, den er mit einem tiefen Seufzen abzuschütteln versuchte.

Weißt du nicht weiter, weißt du nicht wohin?
Suchst du das Licht, das deinen Weg erhellt?
Spürst du die Einsamkeit in deinem Herz,
weißt du nicht mehr, wem du vertrauen kannst?


"Es ist auch nicht notwendig die Lösung des Rätsels zu ergründen. Viel wichtiger ist es die Ursache des Problems zu erkennen, denn dies ist die wahre Frage und verheißt einem die Hoffnung nach Erlösung. So sind die Quellen zu finden, aus denen jeder Zweifel heraussprudelt und diese sind nur tief vergraben in dem eigenen Selbst. Vor ihnen kann keiner uns bewahren und keiner kann uns den Weg weisen, nur wir allein - für uns. Es ist unser Kampf uns zu erkennen. Er kann schwierig sein und grausam, aber der Sieg ist wundervoll und stets zum greifen nahe, denn es ist keine weite Reise die wir begehen müssen um in uns zu gelangen...Das Ende jener Reise, ist der wahre Anfang von dir. Ohne je diesen Weg zu gehen, obgleich er mit Schwierigkeiten bestückt ist, wirst du nie dich selbst finden, nie deine wahren Gedanken, deine ehrlichen Gefühle und deine wirklichen Wünsche benennen können. Auf das du für immer nur ein Schatten deiner Selbst bleiben wirst."

Der verschwommene Blick des Ägypter richtete sich in den Himmel, vorbei an den grünen Baumwipfeln, frei von jedem Beklemmen. Er sprach wie in Trance und ohne Vorwarnung. Messerscharf zerschnitt er die Stille. Doch zugleich war seine Stimme nur ein sanfter Hauch einer Melodie, die von Erkenntnis und Aufrichtigkeit getragen wurde. Wahrscheinlich waren seine Worte ein Rätsel für den Kalten. Wahrscheinlich konnten seine Worte ein Segen für die Bunte sein. Wahrscheinlich war es jedoch nur ein verwirrendes Wortspiel welches er verlor. Endlich erlöst von der Last. Befreit von dem Drang zu sprechen und seinen drängenden Gedanken Alpha eine Antwort zu erteilen.

"Wir können nicht immer rennen, das ist wahr...Auf deinen Schultern liegt eine schwere Last, dies ist keine Schande. Sie drückt dich hinab gen Boden. Jeder von uns trägt seine Bürde. Die unterschiedlichsten Seelen treffen aufeinander. Jeder geht anders mit dieser Welt um. Der größte Fehler jedoch ist es, sich von diesem Ort zu entfernen. Das Unglück eines selbst, muss nicht ewig von uns allein getragen werden. Die Seele wird von Trauer zerfressen, manchmal selbst von Hass und Argwohn, wenn man nicht darauf versteht zu vertrauen. Jeder Funken an Gefühl welches verspeist wird von der eigenen Maske,...er vergeht und irgendwann bleibt 'Nichts' zurück. Das Leben entweicht. Ohne Emotionen sind wir nichts weiteres als eine leere Hülle, die zu wandern versteht und doch bereits den Tod gefunden hat. Es ist feige vor dem Dasein zu entfliehen. Denn es ist nun leider nicht immer leicht, so ist es der Wahrheit, dass zu jedem Lachen auch eine Schattenseite gehört. Wir zweifeln an uns. Wir sehnen uns nach etwas. Wir tragen Neugier in uns oder Ungewissheit. Entdecken neue Seiten, neue Gefühle. Kennen ihre Bedeutung nicht. Wir begehen Sünden und Fehler. Wir werden verletzt und verletzten. Wir bitten um Verzeihung, bereuen und verzeihen auch selbst. Wir lieben und werden geliebt. Wir werden geboren und werden sterben. Dies ist der Lauf des Lebens, keiner ist perfekt und keiner muss es sein. Wir sind da um zu existieren und unseren Weg zu gehen. Jeder für sich und doch gemeinsam. Das Leben erscheint in Paradoxie, es ist vielseitig und bunt. Dies zuerkennen lässt es zu einer Leichtigkeit werden mit jedem der unterschiedlichen Individuen umzugehen und sie wahrzunehmen als das was sie sind. Es ist erst erreichbar, wenn man sich selbst akzeptiert hat. So ist auch die Liebe erst möglich, wenn auch Liebe zu dem eigenen Ich besteht...Alles andere ist der Schein von Geborgenheit und Zuneigung zur Wärme, die einem dem verlorenem Selbst gewidmet wird."


Sehnst du dich nach Geborgenheit
und nach der Hand, die deine hält?
Wünscht du dir am Ziel zu sein?
Am Ende der Reise, am Anfang von dir?


Anubis hielt inne, eine Leichtigkeit an Wortflusses lag hinter ihm, obgleich es so viel Schwere in sich trug. Seine Worte waren sinnig und bedeutend. Er wusste nicht ob sie verstehen würde, genauso wenig wie sie es auffassen würde im Beisein Carusos, aber er musste es los werden. So senkte er seinen Blick mit mitleidigen und doch hoffnungsvollen Augen. Sie strahlten in ihrem ganzen Glanz, sendeten seine Wärme aus und seinen Willen um Besserung. Ein sanftmütiges Lächeln hüllte ihn ein und lies den Poeten erhaben wie eh und je wirken. Das Gefühl des Verlorensein, der Unsicherheit war aus ihm gewichen und ließen den Kater zurück, der zu wissen schien wovon er sprach. Ein emotionaler Redner und ein gefühlvoller Denker. Er war nicht immer rational, denn ihm lag es allein am Seelenheil. Anubis glaubte an den Frieden und jenen wollte er auch schenken. Er gab sich als Stütze und als Richter.

Verbrenn all die Brücken hinter dir,
du bist jetzt am Ziel,
du bist jetzt bei mir.
Ich bin das Licht in deiner Dunkelheit,
ich halte dich fest bis ans Ende der Zeit.

Blutengel - Am Ziel


[So das mit dem Lied mal abgeschaut Wink Aber ich fand es passt so unglaublich gut zu Alphas Leid | gequält von der Stille | spricht ohne Vorwarnung und befreit sich ]
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Alpha
das Glückskätzchen
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Mai 23, 2012 9:01 pm

Alpha wusste, dass diese ruhige Phase nicht lange anhalten würde. Zu sehr hatte sie sich in den letzten Minuten mit ihren Gedanken beschäftigt, zu oft hatte sie sich verführen und zugleich quälen lassen. Solange Caruso bei ihr war und solange sie das Gefühl hatte, Argents heißen Blick auf sich zu spüren konnte ihre Seele nicht ruhen, konnte sie nicht ruhen. Alpha wusste das alles nur all zu gut und trotzdem ignorierte sie diese Tatsache. Sie wollte sich einfach nur konzentrieren auf die Stille in ihrem Herzen, die sich wie Balsam auf ihre offenen Wunden legte. Alphas Mutter hatte ihr nie gesagt, dass man ein Herz nicht einfach verschenkte. Sie hatte ihr nie gesagt, dass Kater nicht nur Ritter, sondern auch Teufel sein konnten. Das hatte sie nie erwähnt. Dabei war doch Alphas Vater verschwunden, einfach so. Und trotzdem hatte ihre Mutter nie gesagt, wie schrecklich es sein kann, der Versuchung zu verfallen. Vermutlich hatte es ihr nichts ausgemacht ihren Gatten zu verlieren. Alpha war aufgefallen, dass eigentlich jede Straßenkatze für sich lebte und sich nicht auf ewig an einen Partner band. Nur sie war länger mit Argent zusammen geblieben. Es sprach quasi gegen die Gesetzte der Natur einen Clan zu bilden, aber Alpha wollte es eingehen.
Langsam bildeten sich Fantasien im Kopf der Bunten. Grüne, saftige Wälder. Lichtungen, in die die Sonne fiel wie ein Wasserfall aus Licht. Der Mond, welcher in dunklen Nächten durch die Baumwipfel strahlt. Und dann sie. Immer wieder sie selbst. Zierlich, irgendwie zerbrechlich aber hübsch und dann diese wunderbare Lächeln auf ihren Lippen. Alpha stellte sich normalerweise nie vor, wie sie allein irgendwo her lief, doch diesmal wagte sie es. Sie wollte zumindest psychisch fliehen vor diesen Fängen, die sie umgaben. Zumindest eine kurze Zeit lang. Der Wald war ihre Erlösung, da war Alpha sich gewiss, doch bis dahin musste sie diese quälenden Dornenfesseln tragen, die man nicht sehen konnte.

Hätte Anubis nicht die Stimme erhoben und dadurch das Schweigen gebrochen, so hätte Alpha wohl noch länger fantasiert. Doch es war gut, wieder zurück in die Realität zu kommen. Alpha hatten sich ihren Moment der Ruhe gegönnt, hatte leben können für ein paar Sekunden. Nun musste sie sich erneut ihrer Folter widmen. Wer Sehnsucht empfand, der musste auch Qualen ertragen können und wer einen Neuanfang wollte, der musste zunächst durchs Feuer gingen. So war der Lauf des Lebens. Und genau darüber schien Anubis nun zu reden. Alpha empfand das Bedürfnis sich hinzulegen, die Augen zu schließen und einfach nur zu lauschen, doch ihr schien es unhöflich sich während Anubis’ Rede einfach hinzulegen, also blieb sie weiterhin sitzen, die Ohren zur Stimme des Katers gedreht, den Blick starr auf den Boden. Ihre Schwanzspitze zuckte nervös hin und her. Da war plötzlich so viel Energie in ihr drin, die raus wollte! Sie musste rennen, endlich zum Wald kommen. Die Erlösung wartete! Aber sie konnte nicht. Zumindest noch nicht.
Allerdings verschaffte auch Anubis’ Stimme ihr keine Ruhe. Seine ersten Worte waren Alpha wie das Chaos in der Stadt. Zu verwirrend, um selbst nach Jahren zu verstehen. Doch langsam begann Alpha zu verstehen, was Anubis da sagte. Worauf er hinaus wollte war ihr zwar noch verschleiert und ob er all das sagte, um ihr zu helfen wusste sie auch nicht recht, aber sie begann zu verstehen und das war gut so.
Alpha seufzte leise, während sie lauschte. Anubis hatte ihr bereits gesagt, sie solle sich mehr öffnen und die Bunte hatte es auch versucht, allerdings nur eine schwache Twilight gefunden. Zu sehr hatte sie über zwei Jahre hinweg diesen Schutzpanzer aufgebaut, der nur all zu leicht zu durchbrechen war, weil ihre Schwachstellen quasi ausgeschildert waren, um auch ja getroffen zu werden. Und genau deswegen schien Alpha noch fremdenfeindlicher zu sein, als sowieso schon. Manchmal war es schwer die richtigen Stärken und Talente zu finden, weil die Schwächen und Normalitäten so viel mehr zu wiegen schienen, obwohl dem gar nicht so war.
Und nun, erneut, spielte Anubis darauf an, dass man Vertrauen zu anderen Lebewesen haben sollte. Alpha schloss traurig die Augen. Wie konnte man jemanden vertrauen, wenn man nur enttäuscht wird? Oder war es genau dass, warum man vertrauen sollte? Um Erfahrung zu gewinnen? Alpha konnte es einfach nicht. Das Leben auf der Straße hatte ihr gelehrt niemanden an sich ran zu lassen und sie konnte das nicht einfach so ablegen. Das ging nun mal nicht. Zumindest nicht immer... Schließlich gefiel ihr Francis, Anubis, Caruso und selbstverständlich Argent. Seltsamerweise schien Alpha einfach eher Vertrauen in Kater zu haben.
Abrupt hob die Bunte den Kopf und riss die Augen weit auf. War das unbewusst geschehen? Hatte sie sich etwa deswegen immer an Kater gehangen, weil Kätzinnen sie enttäuscht hatten? Ihre Mutter und ihre Schwester waren verschwunden. Beides die Damen in ihrem Leben, die sie am Meisten geliebt hatte. Ihr Bruder hatte sie schikaniert, ihr Vater war weg gewesen. Zwei Kater in ihrem Leben, die sie im vornherein schon nicht ausstehen konnte. Vielleicht hatte ihr Unterbewusstsein geglaubt, dass man als Kater nun mal stark sei und eine Kätzin wie sie deshalb einen Kater an ihrer Seite brauchte... Alpha runzelte die Stirn. Warum machte sie sich überhaupt Gedanken darüber? Die Antwort war doch ganz einfach: Argent kam im richtigen Moment, Francis war einfach so unglaublich freundlich, Caruso war quasi ihr Ebenbild und Anubis half ihr aus allen Lebenslagen. Nichts mit Analyse ihrer Beziehungen. Es waren einfach nur die richtigen Charaktere da gewesen für Alpha und keine passende Kätzin, die zu einer Freundin hätte werden können.
Erneut seufzte Alpha. Sie war scheinbar ein wenig geistig verwirrt. Zu verwirrt...

“Anubis, ich kann nicht einfach vertrauen.“

sagte sie mit ruhiger Stimme.

“Ich hoffe nur, dass wir bald im Wald sind.“



[bei Anubis und Caruso | fantasiert | denkt nach | Analysiert ihren Freundeskreis | redet mit Anubis]
Ah, schrecklich >.<
Keine Ahnung, worin ich mich da zum Ende hin verstrickt habe...
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Twilight
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Jun 04, 2012 10:46 am

Spürst du die Freiheit?
Den Duft von Tannenadeln?
Den Duft einer Wiese?
Den Duft des Waldes?


Der kleine Tobi beruhigte sich nicht, er weinte hemmungslos weiter, stammelte unverständliche Worte und kuschelte sich dabei schniefend an Twilight. Der arme Kleine. Jetzt sind wir hier und er weint so ... Lag es daran, dass er so glücklich war? Lag es daran, dass er hingefallen war? Lag es an etwas amderem? In dieser Hinsicht verstand Twilight die Kitten nicht. Nicht mal Ansatzweise. Twilight nahm wahr, dass Alpha sich von der Gruppe löste und zu Argent ging - Oder hieß er überhaupt so? Sie kann ich auch nicht verstehen. Sie ist wohl ziemlich abwesend. Tja, so ist die Liebe eben: Man vergisst alles und denkt nur noch an die Liebe. Andere Sachen wie kleine weinende Kitten sind wohl unwichtig nach Alphas Definition. Irgendwie wollte Twilight keinen näheren Kontakt zu ihr haben, da sie meistens immer so genervt und abwesend war. Dann bewegte sich eine Katze auf sie zu. Huch, kommt Alpha zurück? dachte Twilight, aber als die Katze sich in die Nähe von ihr und Tobi setzte erkannte die Kätzin im Augenwinkel, dass es definitiv nicht Alpha war. Konzentrier dich auf Tobi! Sonst bist du auch nicht mehr ganz bei der Sache schallt Twilight sich und redete beruhigend auf Tobi ein.

"Hey, Tobi, ganz ruhig. Beruhige dich erst einmal und erzähle mir was los ist. Wir sind jetzt in der Freiheit, dass solltest du genießen."

Twilight redete weiterhin beruhigend auf ihn ein und leckte ihm tröstlich über beide Ohren und über den ganzen Kopf. Eine Weile lang konzentrierte sie sich nur auf den Kleinen und blendete auch Mika aus, die neben Tobi stand und ihn etwas fragte und sogar die ihr Fremde Katze verbannte sie aus ihrem Kopf. Irgendwann kehrte Twilight dann aber doch in die Realität zurück und blickte die ihr noch fremde Katze mit einem Blick alá Wer bist du denn an. Und das fragte sie dann auch.

"Hallo. Wer bist du? Kennen wir uns? Mein Name ist Twilight und deiner?"

Fragte Twilight so höfflich wie sie konnte und bedachte die Katze mit einem forschenden Blick, währrend Tobi sich weiter an sie kuschelte und sich langsam beruhigte.

{ bei Nicki, Tobi, Mika und Co ; in Gedanken ; tröstet Tobi ; spricht mit Nicki und Tobi }
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Francis
die stille Seele
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Geschlecht : Kater
Fellfarbe : weiß/schwarz/grau/rostbraun
Besonderheiten : Halsband mit Adresse des Besitzers
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Jun 11, 2012 7:45 am

Diese Berührungen, dieses zusammen, diese ganzen Stimmen. Francis war glücklich. Roch Jade neben sich, die sich eng an ihn schmiegte und beide putzten sich gegenseitig. Sie genossen das zusammen sein und gaben sich ihren guten Gefühlen hin. Was war passiert? Achja, die Stadt. Sie rauschte noch zarkhaft an seinen Ohren, direkt hinter ihm. Da war diese Straße gewesen. Dieser Hund mit dem Kind. Alles war gut gegangen und nun saß er hier. Ja, genauso war das. Dachte er sich vorsichtig. Es war erstaunlich was Jade mit ihm anrichtete. Es waren bei weitem nicht dieselben Gefühle wir bei Loretta. Bei der wuscheligen Kätzin war es nur….Sinn und Zweck der Sache. So böse es auch klang, mit Jade war Francis glücklicher, jünger, offener…und…neugieriger. Er wollte alles von ihr erfahren. Alles wissen was sie bis jetzt getan und erlebt hatte. Wollte wissen was sie mochte, was sie gerne aß, welche ihre Lieblingsfarbe war, was sie gerne roch. Der Kater konnte nicht von seiner Liebschaft lassen und vergrub seine Schnauze in ihr silbernes Fell. Ein erleichternder Seufzer stieg aus seinen Lippen und er schloss verträumt seine Augen. Francis war so glücklich wie noch nie zuvor. Was war das für ein Gefühl? War das normal? Er kannte sie immerhin noch nicht lang. Sie ließ ihn nur mehr gewähren, als andere Kätzinnen vor ihr und erwiderte seine Gesten. Was machte das bei ihm aus? Das konnte der Kater nicht sagen und löste sich von ihrem kuscheligen Fell. Schaute ihr ihr tief in die wunderschönen Augen und musste ein stottern am Anfang unterdrücken.

„Du bist so….wunderschön. Am liebsten würde ich mein restliches Leben so hier liegen bleiben und dich einfach nur beobachten. Dir zuschauen wie du atmest, wie du schläfst. Doch leider müssen wir essen, pinkeln, ausgehen und jagen…“

Der Kater lachte verlegen. Wie kam er jetzt auf so einen dummen Witz? Doch Francis wurde ernst. Sie konnte nicht für ewig hier auf der Wiese, direkt hinter der Straße und der Stadt, bleiben. Die Menschen würden sie früher oder später entdecken. Sie mussten in den Wald!

„Ich werde rasch zu Argent gehen und mit ihm reden. Wir müssen von dieser lichten Wiese runter, auch wenn sie noch so schön ist. Ich werde bald wieder da sein…Du Schönheit dieser ganzen Horde.“

Eine Spannung stellte sich auf, als Francis in Jades Augen blickte. Er konnte es sich nicht erklären. Er konnte nicht mehr weg schauen. Sein Kopf sagte „Du wolltest zu Argent“ doch seine Glieder, Muskel und Knochen wollten sich einfach nicht bewegen. Alles in ihm war angespannt und sein Körper wollte bei Jade bleiben. Die Spannung wurde immer stärke und drängten seinen Kopf näher an den ihren heran zu treten. Ein Stoppen, war das richtig? Dann noch ein Stück näher. Die Gedanken waren weg und ehe sich der Kater versah, schmiegte sich seine Nase an die der Kätzin. Seine Lider waren geschlossen und ein leises und sanftes Schnurren war zu hören. Die vorhergehende Planung durchdrang seinen Körper und es fühlte sich an, als würden tausende kleine Blitze seine Muskeln durchzucken. Automatisch stellte sich sein Kamm vor Erregung auf und der Kater sprach heißer.

„Du bist der Sinn des Lebens…Der Sinn meines Lebens….Bitte laufe nicht fort. Bleib bei mir und an meiner Seite und werde dir versprechen, dich glücklich zu machen…Bitte warte auf mich Jade.“

Der flüsternde Ton wich der Realität. Was hatte er getan? Wieso hatte er es getan und vorallem…so was gesagt? Verlegen schaute der Kater zu Boden. Die Scharm stieg ihn ins Gesicht und rasch stelle er sich auf die Vier Pfoten. Ein verdutztes „Öhm“ rang er sich noch aus seiner Kehle und lief geschwind Richtung Argent. Der Kater vermochte nicht nach hinten zu blicken und ihre Reaktion zu begutachten. Die Scharm, und die Angst vor dem, was er da sehen würde, blockierten ihm. Doch lang konnte er nicht darüber nachdenken und erblickte den silbernen Kater.
Ablenkung!
Er musste klaren Kopf bewahren wenn er bei dem Kater war. Er durfte sich nichts anmerken lassen und setzte sich lässig neben den „Noch-Feind“. Francis´ Mimik war neutral nach vorn gerichtet. Zu den Haufen Katzen vor ihren Füßen. Eine Entscheidung musste her und es war nicht auszuschließen das Argent hier das Sagen hatte und so hatte er zu entscheiden.

„Wie Gedenkst du weiter fort zufahren? Wir können wir nicht bleiben. Die Menschen würden uns früher oder später entdecken. Wir müssen weiter in den Wald hinein. Ins Dickicht, wo uns niemand sieht.“


[Erst bei Jade, dann bei Argent/Spricht, schmust mit Jade, spricht wieder, geht zu Argent, spricht]

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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Jun 12, 2012 8:28 pm

Eine Katze konnte nicht lächeln. Und dennoch war genau das in Jades Auge zu erkennen. Sie sah Francis hinterher und leckte sich mit der Zunge über das Schnäuzchen. Er hatte ihr doch tatsächlich einen Nasenstupser gegeben! So etwas hatte sie zuletzt von ihrer Mutter bekommen. Nicht einmal Coricopat verwöhnte sie damit. Und dabei war sie mit ihrem Bruder schon sehr innig was ihre Liebe zu ihm anging. Doch zu Francis war das wieder etwas ganz anderes. Er war ihre erste große Liebe, wenn man das mal so sagen durfte. Der Kater, der damals auf den Hof gekommen war, hatte ihr nicht so schöne Sachen gesagt wie der Kater dort mit dem Halsband.
Glücklich mit sich und der Welt fing Jade an sich zu putzen. Machte sie sich für ihren Francis schön? Sie wollte wirklich perfekt aussehen, wenn er wieder zurück kam. Er hatte recht, dass sie hier nicht bleiben konnten. Doch davor hatte Jade auch ein bisschen Angst. Kurz unterbrach sie ihr Putzen und sah hinüber zu dem dunklen Wald. Dort würden sie also ab sofort leben. Keine Holzhütte in die man sich zurück ziehen konnte, wenn es regnete. Und wo sollten sie hin, wenn es kalt wurde? Aber zurück zu den Menschen? In die Stadt und zu diesen gräßlichen Hunden? Nein, das wollte Jade auf keinen Fall. Ihr Bruder wäre dort fast gestorben.

Ihr Blick glitt suchend durch die Masse an Katzenkörpern. Doch sie konnte Coricopat nirgends sehen. Jade bekam ein klein wenig Angst ob er noch da war. Oder hatte er seine Drohung war gemacht und war gegangen? Die Katze überlegte kurz ob sie ihn suchen sollte. Doch dann erinnerte sie sich wieder an die Worte von Francis und sie sah ihn mit der Anführerkatze sprechen. Er sah so stattlich aus, wie er dasaß. Den Kopf erhoben und die Ohren nach vorne gerichtet. Jade seufzte leise.
Nein, Coricopat war groß genug, dass er auf sich selbst aufpassen konnte. Sie würde ihm nicht mehr hinterherlaufen und sehen wie es ihm ging. Sie waren gemeinsam hierher gekommen. Doch seit dem hatte er sich so sehr verändert, dass sich sogar ihre Wege für kurz getrennt hatten. Wenn Coricopat sie so liebte wie sie ihn liebte, dann blieb er bei ihr. Blieb in ihrer Nähe und würde sich dieser Gruppe anschließen. Zusammen mit ihr und den anderen Katzen ein neues Leben anfangen.
Ein Leben, welches sie an der Seite von Francis verbringen wollte. Als würde er noch vor ihr sitzen stieg ihr wieder der herbe Katerduft in die Nase. Sie glaubte sogar bis hier rüber das leise Klimpern seines Halsbandes zu hören. Seine Worte hallten in ihrem Kopf wieder und Jade legte den Kopf etwas schief. Nein, sie würde ihn nie wieder verlassen. Egal was diese ungewisse Zukunft für sie alle bereit hielt. Sie würde es an der Seite von Francis erleben. Um sich die Zeit bis zu seiner Wiederkehr zu verkürzen, putzte Jade sich weiter. Zuerst leckte sie sich über den Brustbereich und dann hob sie das Pfötchen um ihr Gesicht zu putzen. Es sollte schließlich alles perfekt sein, wenn Francis wieder zu ihr kam. Kein Straßenschmutz sollte mehr an ihr kleben.


[sieht Francis hinterher, denkt an Coricopat, putzt sich, wartet]
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Argent
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Jun 28, 2012 7:57 pm

Argent hatte sich einfach hingesetzt, nahe des Zauns, welcher die Freiheit von den Fesseln der Stadt trennte. Und dort saß er nun. Schweigsam, aber mit einem wachen Blick, mit dem er seine Artgenossen bedachte. Argent fühlte sich dazu verpflichtet, diesen vielen Katzen den Weg in den Wald zu zeigen. Was danach geschehen würde: Er wusste es nicht. Er hatte niemanden dazu gezwungen in Clan der Samtpfoten – in seinem Clan – zu bleiben. Er hatte nur einige wenige gefragt und diese hatten eingewilligt. Doch Argent wusste: Wenn er im Wald überleben wollte, so musste er wohl oder übel mehr Mitglieder finden, die sich dazu bereit erklärten, in einer Gemeinschaft zu leben, zu lieben, zu sterben. Es war schwer für Katzen in Gruppen zu leben, aber nicht unmöglich.
Unweigerlich glitt Argents Blick hinüber zu Alpha. Caruso war da. Wann war er gekommen? Argent hatte es scheinbar nicht bemerkt. Der getigerte Kater stand bei Alpha, aber auch Anubis – dieser interessante Poet – war bei ihr. Argent zuckte traurig mit dem Schwanz. Alpha wirkte nicht besonders glücklich. Was bedrückte sie nur? Und was empfand sie wirklich für diesen Caruso? Argent wollte am liebsten Caruso von Alpha fern halten, aber er wusste, dass das nicht ging. Seine bunte Gefährtin mochte diesen seltsamen Kerl einfach zu sehr und Argent wollte nicht, dass Alpha traurig war. Doch war bereitete ihr mehr Schmerzen? Carusos Anwesenheit oder sein Verschwinden?
Argent wandte mit einem Seufzten den Blick von Alpha ab. Er hatte andere Sorgen. Er konnte auch später noch mit Alpha ausführlich über das Problem in ihrer Beziehung diskutieren. Aber Argent schaffte es einfach nicht, die hübsche Kätzin aus seiner Gedankenwelt zu verbannen und so verlor sich seine Konzentration für die Katzen um ihn herum in eine wilde Fantasie von einem Streitgespräch zwischen ihm und Alpha im Wald.

Argent liebte diese zierliche, hübsche und zugleich so niedliche Gestalt, die sich Alpha nannte. Er wollte sie nicht verletzten. Er wollte nur ihr Bestes. Aber was konnte er ihr noch geben? Argent ermöglichte ihr doch bereits den Weg hinaus in den Wald, in die Freiheit! In seiner Fantasie war Alpha eine völlig andere Kätzin. Sie schien größer, stärker, wilder und mächtiger. Und sie warf ihm vor, nichts für ihre Beziehung und ihre Zukunft getan zu haben. „Du bist so undankbar geworden!“ fauchte Argent zurück und seine Nackenhaare stellten sich auf. Doch kurz bevor der Silberne Alpha mit den Krallen durchs Gesicht kratzen wollte schüttelte sich Argent. Nein, solche Fantasien sollte man grundsätzlich aus der eigenen Gedankenwelt vertreiben. So weit würde der Silberne es nicht kommen lassen. Er war zwar muskulös, stark und durchaus bereit zu kämpfen, aber er konnte Alpha keine physischen Schmerzen zubereiten, nur, um sie zur Vernunft zu bringen. Sie war jung. Sie hatte eine harte Kindheit. Sie musste sich doch noch selbst austesten.
Argent musste schmunzeln. Viel älter als Alpha war er auch nicht und doch kam es ihm so vor, als hätte er in seinem Leben schon viel mehr erlebt, dabei war er doch der unerfahrene Hauskater, der sich bisher nur an Hunden hatte testen können.
Argen seufzte erneut. Es zeriss ihn das Herz, sich eine Zukunft ohne Alpha vorzustellen. Er musste sie wohl oder übel gehen lassen, wenn sie sich seinen Fängen entziehen wollte. Sie mussten eben beide noch heraus finden, wie sie ihr Leben leben wollten. Vielleicht würde er – Argent – ja auch irgendwann zurück in die Stadt finden, zurück zu seinen Besitzer. Wissen konnte man nie...

Argen hatte völlig seine Artgenossen aus den Augen verloren, weshalb er vor Schreck zusammen zuckte, als Francis plötzlich neben ihm stand und mit ihm redete. Eilig begann Argent über seinen Schwanz zu lecken, um die aufgestellten Haare wieder glatt zu bekommen und lauschte dabei aufmerksam Francis’ Worten. Der Gescheckte hatte selbstverständlich recht. Wie so oft. Ekel schien wie Galle die Kehle Argents hochzufahren, aber er konnte ihn runter schlucken. Nein, es gab keinen Grund sauer auf Francis zu sein oder ihm wieder verhasste Blicke zuzuwerfen. Er war einfach vernünftig, dass war alles. Und er hatte doch nichts böses bei seinen Worten gedacht. Er wollte nur helfen, wie es richtig war und genau deswegen hatte Argent ihn in den Clan eingeladen: Weil er hilfreich war und ihm Lösungen recht schnell in den Sinn kamen.
Argent räusperte sich leicht, als er das Fell an seinem Schwanz glatt geleckt hatte und sah Francis direkt in die Augen. Ernst war wieder angesagt.

“Ich war mir nicht sicher, wann genau wir los gehen sollten, aber je früher desto besser. Ich wollte nur nicht diese paar Sekunden Frieden stören. Noch wähnen sie sich ja in Freiheit, aber bald kommt die Härteprüfung. Man sollte ihnen eine Pause gönnen.“

Argent hatte zwar nicht direkt über das nachgedacht, was er gesagt hatte, aber er war trotzdem dieser Meinung.

“Aber du hast recht: Wir sollten uns beeilen. Zumindest bis zum Saum des Waldes sollten wir noch kommen. Dort könnten wir uns ausruhen. Den Wald können wir auch morgen noch erkunden. Allerdings weiß ich nicht genau, ob wir es rechtzeitig schaffen. Es könnte sein, dass schon tiefe Nacht herrscht, wenn wir an unseren Ziel angekommen sind und ich weiß nicht, wie die kleinen Kätzchen das vertragen...“

Unsicher warf Argent einen Blick zu den Kitten. Der Weg zum Wald war nicht unbedingt anstrengend, aber lang. Die Katzen könnten theoretisch auf dem offenen Feld schlafen, so das Gras so hoch war, aber dort war die Gefahr sehr hoch. Man müsste Wachen aufstellen, die Alarm schlugen, sofern sie es für nötig hielten. Nachdenklich sah Argent wieder zu Francis. Er wollte wirklich nicht die Gespräche der anderen Katzen so abrupt unterbrechen, aber manchmal musste man seine Manieren auch zu Hause lassen.



[beim Zaun auf der Wiese | denkt nach | redet mit Francis]

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Aug 05, 2012 6:33 pm

Die kleine Kätzin wusste nicht was sie machen sollte. Ihr bester Freund weinte und sie wusste nicht warum. Er konnte auch vor lauter weinen nicht reden. Aiko war etwas verstört. Ihre eigenen Gefühle spielten gerade Achterbahn. Sie war selbst etwas traurig wegen ihrer Familie. Aiko hatte alle verloren. Und zuletzt auch noch ihre Besitzerin und ihren besten Freund hatte sie erst vor kurzen wiedergefunden. Und plötzlich wusste die kleine was ihr bester Freund hatte. Tobi vermisste seine Familie. Doch sagen wollte sie es nicht, es würde ihn nur noch mehr verletzen. Das wusste Aiko. Sie stand etwas unschlüßig da und sah sich etwas um. Einige der Katzen kannte sie schon andere waren ihr noch gänzlich unbekannt. Aber das spielte jetzt keine Rolle. Für sie war jetzt nur Tobi wichtig. Und dieser war sehr traurig. Also ging Aiko zu ihm hin, stupste ihn kurz an und kuschelte sich dan an ihren besten Freund. Sie wusste nicht ob er es akzeptieren würde oder ob er sie wegstoßen würde. Das stand alles noch in den Sternen aber eins war sicher sie wollte das er wusste das sie immer für ihn da war.


[bei Tobi, Mika, Twilight/ denkt/kuschelt sich an Tobi]
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Tobi
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Aug 10, 2012 2:53 pm

Sie waren alle lieb zu ihm und versuchten den kleinen Kater zu beruhigen. Seine Freundin stupste ihn an und auch der andere kleine Kater war nett zu ihm. Das stimmte Tobi ruhig und er atmete langsam wieder normal und nicht mehr so stoßweise. Auch Nicki gesellte sich dazu und schnurrte leise. Twilight beruhigte ihn mit Worten und irgendwann, verebbte das schluchzen und der kleine Kater, versuchte erneut zu sprechen. Erst war es nur stoßweise Brocken und der Kater mit den blinden Augen, schluckte heftig um den bekannten Frosch im Hals los zu werden. Och ein kräftiges Husten beseitigte die ganze Sache und der kleine Kater fuhr mit roten Augen fort.

„Ja, i-ich weiß, dass ich eigentlich glücklich sein sollte. D-Doch…..schnief…..Meine Mama und Papa und all die anderen sind nicht da. Sie sind alle über die Regenbogenbrücke gegangen. Weißt du was die Regenbogenbrücke ist Twilight? Meine Mama hat mir früher sehr viel von ihr erzählt. Darüber gehen die Katzen, die entscheiden nicht mehr bei uns bleiben zu wollen oder zu können.“

Tobi´s Augen funkelten, als er von der Erzählung seiner Mutter erzählte. Er schaute allen in die Augen und kuschelte sich dabei an Aiko und Twilight. Niemand sagte etwas und so sprach er weiter. Und bei jedem Wort, wurde Tobi ruhiger und er gewann von seiner eigenen kleinen Stärke zurück.

„Mama sagte, das hinter der Brücke, es sehr viel zu essen gibt und man dort den ganzen Tag spielt. Da regnet es fast nie und wenn, ist der Regen warm und die Sonne scheint dabei. Jeden Tag blühen da die Blumen und es gibt keine Menschen oder böse Tiere, die uns wehtun wollen. Nur Katzen wie uns, sonst nicht. Es gibt Schmetterlinge da und Insekten denen man hinterher jagen kann. An jeder Ecke, ist ein neuer Freund. Auch welche, die man schon vergessen hatte oder sehr vermissen würde. Mama sagte auch, dass man da nicht alt wird und keine schlechte hat oder traurig ist. Einmal habe ich Mama gefragt, warum wir nicht einfach alle über die Regenbogenbrücke gehen. Aber da würde sie sehr ernst und hat mir erzählt, dass nicht jede Katze dahin darf. Nur die, die lieb vor der Brücke waren und gelebt haben. Wir hatten mal einen Kater in der Sippe, er war böse und gemein. Hat gestunken und uns immer geärgert. So einer, sagte meine Mama, dürfte nicht über die Brücke gehen. Sie sagte auch, dass wir, die Katzen vor der Brücke, dafür zu sorgen haben, dass das Leben hinter der Brücke, für unsere Verwandten, Bekannten und Freunde schön ist. Nämlich mit guten Taten, Ehrlichkeit und….und…..“

Tobi dachte nach was seine Mutter noch gesagt hatte. Es war schon sehr lange her und sein Maul war trocken geworden durch das ganze sprechen. Doch nach einer kurzen Zeit, wusste er es wieder und sprach gleich weiter, ehe er es wieder vergaß.

„Freundlichkeit! Mama sagte, das man immer freundlich zu anderen Mitkatzen sein sollten, sonst dürfte man nicht über die Brücke gehen….Ja und meine Mama, Papa und die anderen, sind über die Brücke gegangen. Sie waren immer lieb und nett und haben es verdient darüber zu gehen, doch…..ich vermisse sie hier so sehr. Aber ich möchte auch, dass sie ein schönes Leben da drüben haben und deswegen kann ich ja nicht gehen, weil sonst würden sie niemanden mehr hier haben, der ihnen die guten Taten bringt oder?“

Fragend schaute Tobi Twilight und den anderen in die Augen. Er hatte doch recht. Das wusste er. Immerhin hatte seine Mutter es ihm so erzählt und seine Mutter war eine schlaue Katze. Sie wusste alles und kannte viele Geschichten. Tobi glaubte einfach daran und dies hatte ihm am Ende am Leben erhalten. In dieser grauen und tristen Welt der Menschen.


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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Aug 10, 2012 4:02 pm

Eine leichte Brise verwirbelte sein Fell und der Kater atmete tief diese Luft ein, die neu für ihn war. Sie roch nach Gras, nach Moos und Harz, doch auch noch nach einer Spur Abgasen und ein wenig abgestanden auch nach Hund. Als Francis zu Argent kam, war dieser erschrocken. Der Kater musste wohl auch in seinen Gedanken versunken sein, immerhin saß er hier alleine und Alpha, ein paar katzenlängen weiter weg, redete mit diesem einen Kater, wie hieß er noch, Caruso? Francis hatte bei der Flucht über die Straße gar nicht mitbekommen, dass er ihnen gefolgt war. Er hatte eher das Gefühl gehabt, das er nicht mitkam. Also wo kam er nun her? Wie dem auch sei. Eine Lösung war wichtiger, als solche Dinge, doch Francis konnte sich denken wie der Silberne fühlte. Schon einmal hatten sie so ein indirektes Gespräch geführt und auch wenn sie sich eher mehr stritten, als verstanden, hatte Francis Mitleid mit ihm. Er konnte seine Schwanzwurzel lecken wie er wollte, dachte sich der gescheckte, man sah ihm trotzdem den geknickten Eindruck an.

Der Silberne begann zu sprechen und seine Bedenken hatten Hand und Pfote, das war keine Frage und verstehen konnte er den Kater auch. Francis schaute zu der Kittengruppe und beobachtete wie alle den kleinen beigen Kater zu hörten ohne ihn selber zu verstehen. Sie mussten es einfach versuchen. Hier bleiben konnte sie wirklich nicht. Man sah sie sofort, wenn man auf der anderen Straßenseite stand. Und so schnell wollte der Gescheckte seine Freiheit nun auch wieder nicht aufgeben. Jedoch, was, wenn es die Kleinen doch nicht schaffen würden? Der Kater schaute sich um. Das Gras wurde saft vom leichten Wind gebogen und es schien das, je mehr man hinein lief, es höher wurde. Gut. Da wären sie von den Blicken der Menschen versteckt, doch nicht von den Blicken aus der Luft. Die Kitten waren klein und er selbst hatte schon Geschichten von großen Vögeln gehört, die auf dem Land kleinere Katzen geschlagen hatten. Zwar war der Himmel gerade frei und weit und breit keine Wolke zu sehen, doch das konnte sich im Nu ändern. Weiter Hinten, Am Rande des Zaunes, war ein Umgestürzter Baum, doch so klein, das nur ein paar Katzen drunter passen würden, doch sie waren viel mehr….

„ich verstehe deine Bedenken Argent…“

Sprach der Kater ruhig und wandte sich von der Umgebung ab und schaute in die Augen des Katers. Sein Blick war fest und ernst. Sie mussten eine Lösung finden.

„..doch wir müssen es einfach versuchen. Am besten, wie nehmen die Jungen in die Mitte. Davor und dahinter die Kätzinnen und die Vorhut und das Schlussschlicht bilden die Kater. Sollte es ein Kitten doch nicht schaffen und vor Erschöpfung nicht mehr laufen können, müssen wir sie tragen. Wir können uns ja abwechseln und schauen, wie es jeder einzelne schafft… Doch wir müssen es bald tun. Die Zeit spielt gegen uns und nicht mit uns. Rede zu ihnen und so schwer wie es fehlt sie aus diese Atmosphäre heraus zu holen, sie müssen dich einfach verstehen.“

Francis bemerkte wie schwer sich Argent mit dem Gedanken tat und automatisch streifte der Kater den Silbernen mit seinem Schwanz über die Schulter. Er wusste nicht wieso er das tat, doch irgendwo vertraute Francis diesen Stinkstiefel und wollte ihn Halt geben. Noch einmal schaute er ihm in die Augen. Nun nicht mehr ernst, sondern mehr freundschaftlich und warm.

„Du schaffst das.“

Sprach er ruhig und wandte seinen Kopf ab. Nun war es dem Kater ein wenig peinlich und mit wachen Augen schaute er zu Jade. Diese putzte ihren Pelz. Erst die Brust und dann hob sie ihre zarten Pfoten zum Kopf und wusch ihr Gesicht. „Du brauchst dich nicht zu waschen, du bist hübsch genug“ dachte sich der Kater und konnte seinen Blick nicht von seiner Schönheit lassen.


[Argent/spricht, muntert ihn auf, beobachtet jade]

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Amaya
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Aug 21, 2012 2:02 am

Mit müden Pfoten schlich Amaya durch eine schattige Gasse, ganz in der Nähe des Stadtrands. Zwei Tage lang war sie vom anderen Ende der Stadt hierher unterwegs gewesen, wobei sie natürlich zwischendurch geschlafen und gefressen hatte. Angeekelt schüttelte sie den Kopf, wenn sie an die halbvergammelte Wurst dachte, die sie an diesem Morgen noch hatte zu sich nehmen müssen. Schon blöd, wenn man noch so verschlafen war, dass man bei der Jagd völlig versagte... Trotzdem regte sich langsam die Aufregung in ihr. Vor ein paar Tagen hatte sie eine fremde Katze getroffen, die ihr erzählt hatte, dass die meisten Katzen der Stadt hinausziehen wollten, in den Wald.

Sie war schon ein oder zweimal dort gewesen, doch hatte sie da ja noch ihre Familie, zu der sie jeden Morgen zurückkehrte. Noch etwas, dass sich geändert hatte. Früher hatte sie immer tagsüber geschlafen und war nachts unterwegs gewesen. Jetzt hatte sie sich zwangsläufig umstellen müssen. In der letzten Nacht waren ungewöhnlich viele Katzenfänger herumgefahren. Mehr als üblich auf jeden Fall. Jetzt, tagsüber war es dagegen ziemlich ruhig. Sie kam an die große Straße, hinter der sich eine Wiese bis zum Waldrand erstreckte und blieb beunruhigt stehen. Der Verkehr war ziemlich dicht zu dieser Tageszeit, doch sie musste eine Möglichkeit finden, hinüber zu kommen.

Und das möglichst, ohne gesehen zu werden. Der Wind strich ihr von vorne um die Nase und trug ihr die Gerüche von Autos, aber auch von Wald und fremden Katzen entgegen. Wieder klopfte ihr Herz vor Aufregung ganz schnell. Wie würden die Fremden wohl auf sie reagieren? Würde man sie mitnehmen? Nicht, dass sie jemanden brauchte, doch sie hasste die Einsamkeit. Vielleicht würde man sie ja auch einfach wieder vertreiben. Das konnte man nie wissen. Amaya hatte in ihrem Leben genug aggressive Fellkugeln kennengelernt.

Schließlich ergab sich doch noch eine Lücke auf der Straße und so schnell ihre Pfoten sie trugen, flitzte sie hinüber. Keuchend ließ sie sich in ein Büschel hohes Gras fallen und blieb erstmal liegen. Sie konnte von ihrer Position keine anderen Katzen ausmachen, doch der Wind stand sowieso ungünstig. Erstmal eine Verschnaufspause, danach konnte man weitersehen. Falls sie nicht vorher schon entdeckt wurde.


[Kommt aus der Stadt | Überquert die Straße | Versteckt sich im Gras]
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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Aug 26, 2012 11:54 pm

Das Putzen verfehlte auch diess Mal nicht seine Wirkung. Jade fühlte sich unglaublich entspannt und konnte wieder mit wachsamen Augen ihre Umgebung beobachten. Francis stand immer noch bei dem anderen Kater, der vorhin schon diese ergreifende Rede gehlten hatte. Argent nannte sich der Silberne. Kurz trafen sich die Blicke des Katers mit dem Halsband und der von Jade. Unter ihrem Fell konnte man nicht sehen wie Jade erötete. Sofort schlug sie ihren Blick nieder. Selbst über diese Entfernung wurde ihr ganz heiß, wenn Francis sie auch nur anblickte.
Am liebsten wäre sie zu ihm gelaufen. Doch es stand ihr nicht zu. Als Katze hatte sie einen gewissen Rang, den sie nicht überschreiten durfte. Und daran hatte sie sich zu halten. Ihren Bruder hatte Jade momentan auch aus den Augen verloren. Ob er sich hoffentlich nur zurück gezogen hatte? Ihre Freude über die Liebe zu Francis wurde immer noch von der Sorge um ihren Bruder überschattet.

Wie sie nun so dastand und sich umsah, sah sie wie etwas über die Straße gerannt kam. Ein weißer Fellball. Hatten sie jemanden vergessen? Niemand schien groß von der fremden Katze Notiz zu nehmen. Und da Francis momentan scheinbar noch beschäftigt war, erhob sich Jade und tribbelte zu der Stelle an der die weiße Katze im hohen Gras verschwunden war. Schnuppernd hob sie ihre Nase und wurde alsbald fündig. Verwundert richtete Jade ihre Ohren nach vorne und blickte die Weiße aus jadefarbenen Augen an. "Hast du den Anschluss verpasst?" Es war neutral ausgesprochen. In Gruppen hatten sie die Straße überquert, da war es nur einleuchtend, dass die Fremde hier den Anschluss verpasst haben musste. Vorhin bei der Besprechung hatte Jade sie nicht gesehen. Aber das war nicht verwunderlich. Dort waren so viele Katzen gewesen.


[schmachtet Francis an, entdeckt dann Amaya, geht zu ihr]
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Sunny
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Aug 28, 2012 8:54 am

Der Lärm, der Windstoß und der übelriechende Gestank eines vorbeibrausenden Autos riss Sunny aus ihrem Traum. Sie blinzelte in die Wirklichkeit und ihre Mine versteinerte sich. Wie gerne läge sie jetzt in ihrem Kratzbaum-Nest oder würde ihrem Lieblingsglöckchen hintererjagen, dass sich wie von Zauberhand bewegte. Die Staubschicht, die sich wegen des Autos auf Sunny niederlegte, war echt ekelerregend und sie musste niesen.

Gesternnacht war sie aus der Stadt geflüchtet, weil die schönen Erinnerungen sie eingeholt hatten und sie gehofft hatte, sie außerhalb der Stadt loswerden zu können. Aber leider hat das nicht funktioniert. Es war schon schwer genug, überhaupt aus der Siedlung hinauszufinden, aber die Stadt war riesig. Bis ins Morgengrauen hatte Sunny einen Ausweg aus der Stadt gesucht. Und nichts gegessen. Sie wollte sich nciht wie ungehobelte Streuner benehmen und aus Mülltonnen fressen. Dafür war sie sich zu fein. Schließlich fand sie die Straße und wurde promt fast angefahren. Auf der anderen Straßenseite fiel sie dann erst einmal erschöpft ins Gras und dann mit knurrendem Magen in einen Traum ihrer Herkunft.

Sie versuchte den Staub aus ihrem Fell zu lecken, aber es schmeckte noch schlimmer, als es roch. Also versuchte sie den widerlichen Kram aus ihrem Pelz zu schütteln, was sich als wesentlich effektiver erwies.

Etwas entfernd befanden sich eine Menge Katzen und Sunny drückte sich automatisch tiefer in den Grasstreifen an der Straße. Sie hatte keine guten Erfahrungen mit Katzen gemacht. Keine einzige. Sie wand den Kopf, um zu schauen, ob es noch mehr Katzen gab. Ja, zwei."Und zu meinem Pech sind DIE gefährlich nah bei mir! ... obwohl, sie bekämpfen sich nicht...", dachte Sunny. Sie robbte noch etwas näher, um hören zu können, was sie sagten. Aber im pirschen war sie überhaupt nicht geübt. Der dämliche Zweig knackste unter ihren Pfoten. Sie hielt inne und hoffte inständig, dass sie nicht entdeckt wurde.


[Wacht auf | Beobachtet Katzengruppe | schleicht zu Jade und Amaya]
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Amaya
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Aug 29, 2012 9:34 am

Nur langsam beruhigte sich die fliegende Atmung Amayas und auch ihr Herz raste weniger schnell. Doch kaum hatte sie sich ein wenig von der Überquerung der Straße erholt, als auch schon wie aus dem Nichts herausgewachsen eine schwarze... nunja, eher schwarzgraue Katze vor ihr stand und sie ansprach. Wovon redete sie da? Anschluss verpasst? Sie konnte doch gar nicht wissen, unter welchem Antrieb Amaya hierher gekommen war. Nunja, vielleicht wurde hier automatisch angenommen, dass jeder, der hierherfand sich auch der Gruppe anschließen würde. Immer noch besser, als gleich angegriffen zu werden. Im Versuch, etwas würdevoller zu wirken, setzte die junge Katze sich auf und richtete den Blick auf die Dunkle vor sich. "Nun, es kommt darauf an, was du unter Anschluss verstehst. Ich hörte vor einigen Tagen von Katzen, die die Stadt verlassen wollen um im Wald zu leben. Ich wollte mir die Sache... einmal ansehen" sagte sie möglichst neutral. Vermutlich gehörte die vor ihr stehende Katze eben zu jenen, die diesen Plan gefasst hatten und Amaya gehörte nicht zu den Katzen, die gleich mit der Tür ins Haus fielen. Es schien, als wolle die Fremde zu einer Antwort ansetzen, als neben ihnen ein Zweig knackste. Sogleich fuhr Amayas Kopf herum und auch ihre Körperhaltung hatte sich verändert, wirkte weniger entspannt, doch immer noch saß sie, wenn auch bereit, jederzeit aufzuspringen. Doch die kleine, flammfarbene Katze, die da saß oder fast schon im Gras lag, war definitiv keine Bedrohung. Eher noch trug der Wind ein wenig Angstgeruch mit sich. "Scheinbar bin ich nicht der einzige Neuankömmling?" sagte sie leise und mehr zu sich selbst gewandt.

[Erschrickt etwas | Antwortet Jade | Bemerkt Sunny]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Aug 29, 2012 6:27 pm

Fragend legte Jade den Kopf zur Seite. Sie war absolut keine kampfbereite Katze. Im Gegenteil. Wäre die Andere auf sie los gegangen, hätte Jade Fersengeld gegeben. So aber hörte sie ihr zu und nickte verstehend. Sie war also nicht bei der Besprechung dabei. Wollte sich das aber einmal ansehen. Die grau melierte Katze kam noch etwas näher und legte sich dann hin. Als Zeichen, dass sie ihrer Gegenüber absolut nichts tun wollte. Anschauen! Das wollte ihr eigener Bruder auch. Na hoffentlich würden beide sich dazu entscheiden eine Weile hier zu bleiben.

"Also ich bin mir sicher, dass es dir hier gefällt. Wir sind viele Katzen. Und keine von uns hatte wirklich vor zu fliehen. Aber die Umstände in der Stadt haben uns dazu gezwungen. Die Menschen und vor allem die Hunde waren immer gemeiner."

Da plötzlich hörte Jade es hinter sich knacken und sie schnellte wieder auf. Ihr zierlicher Kopf ruckte herum und sah sich um. Nicht weit von sich entfernt hockte ebenfalls eine kleine Katze. Vielleicht lag es an Jades mütterlichem Instinkt, der stark ausgeprägt war. Doch sie stand auf und kam nun zu dem kleinen Tiger.

"Hallo!"

Auch hier legte die ältere Katze den Kopf zur Seite. Hatten so viele Katzen den Anschluss verpasst? Aber es war gut, dass sie nach kamen. Jade wollte nicht einmal darüber nachdenken wie es in nächster Zeit für Katzen in der Stadt sein würde. Ihr hallte noch immer das Hundegebell in den Ohren. Und wenn sie schlief sah sie manchmal die spitzen Zähne. Nein, all das sollte nun hinter ihnen liegen.

"Was machst du denn da?"

Wollte sich Jade erkundigen, da das kleine Tigerchen sich entweder anrobben wollte. Oder einfach das Gras platt drückte auf dem es lag.


[unterhält sich mit Amaya, bemerkt dann Sunny]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Aug 30, 2012 2:47 pm

Sunny erschrak, als sie von den zwei Katzen entdeckt wurde. Allerdings schien die dunkelgraue nicht wirklich agressiv zu sein, geschweige denn kampflustig. Sie sah geradezu relaxt aus. Und die andere, nun ja, auf die würde Sunny ein Auge behalten müssen. Vielleicht würde sich die schwar-gemusterte ja als Kämpferin entpuppen. Aber Sunny beruhigte die Gegenwart von der unbekannten grauen etwas.

Sie rappelte sich auf, da ihre Körperhaltung ziemlich seltsam wirken musste und setzte sich ebenfalls hin. Den Teil des Gespräches, den sie gehört hatte, erschien ihr sehr interessant. "Na, hast du den Anschluss verpasst?" und "Also ich bin mir sicher, dass es dir hier gefällt. Wir sind viele Katzen. Und keine von uns hatte wirklich vor zu fliehen. Aber die Umstände in der Stadt haben uns dazu gezwungen", hatte die dunkle gesagt.

"Also bin ich nicht die Einzige, die von den Zweibeinern abgeschoben worden ist! Wenn es hier ein Gruppe von Katzen auf meinem Niveau gibt, die nicht total verkrüppelt oder sowas aussehen - denn mit solchen würde ich das keinen Tag aushalten - die anscheinend auch nicht feindselig sind, dann könnte das die perfekte Möglichkeit sein, nicht ganz der Wildniss ausgeliefert zu sein ...", überlegte Sunny. Sie warf den Katzen in der Ferne einen Blick zu und war sich ziemlich sicher, dass sie mit der Katzenschar gemeint waren.

"Hallo", antwortete sie, "öhm... ja klar hab ich den Anschluss verpasst. Sonst wäre ich nicht hier!", sagte sie, aber immer noch mit Bedacht. Und auf die Frage, was Sunny denn mache: "Ich hab mir ... etwas den Bauch geschubbert! ... falls da noch Insekten oder so ekelige Tierchen von der Nacht herumkrabbeln sollten, es hat nämlich ganz schön gejuckt!" Ehrleichtert, dass sie eine Ausrede gefunden hatte, leckte sie sich nun das Brustfell. Niemals würde Sunny vergessen, sich vier mal am Tag zu putzen. Nach dem Aufstehen, bei Sonnen-hoch, bei Dämmerung und bevor sie sich schlafenlegt. Dabei hatte sie strickte Regeln:

1. Neimals die Fellwäsche unterbrechen.

2. Nicht aufhören, bis nicht alles pico bello ist.

3. Wenn man zwischen den festgelegten Zeiten dreckig wird, muss eine Extra-Wäsche sofort erfolgen.

Und Übergewichtigkeit bei Katzen konnte Sunny gar nicht ab. Ebenso schrecklich war es, wenn man den Inhalt des Futternapfes auf einmal aufisst, oder später den Rest isst. Wenn der Napf halbvoll ist, muss nichts übrig bleiben. Sonst wird der Rest sorgfältig entsorgt. Ansonsten war sowas nie nötig. Sunny war sich sicher, dass alle sie trotzdem umwerfend finden würden, wenn sie nicht ständig an ihrer Schöhnheit pfeilte. Aber Sunny fiel auf, dass sie in nächster Zeit wohl keinen Napf zu gesicht bekommen würde und das ließ sie fast in Panik geraten. "Es sei denn, es hängen Näpfe im Wald von den Bäumen herab!" Noch dazu schien es fast so, als ob sie ihre Wäsche unterbrechen müsste. Katastrophe. Aber bauchschubbern ist auch nicht das, was Sunny unter Sauberkeit versteht. Sie hoffte einfach, dass sie gleich die Zeit dafür hat, mehr konnte sie nicht für ihr Aussehen tun.


[Beäugt Amaya und Jade | Schmiedet Pläne | Redet mit Jade | Macht sich Sorgen über ihr Aussehen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Aug 30, 2012 8:55 pm

Amaya seufzte leise. "Ich weiß, wovon du redest. Meine Familie hat es erst vor Kurzem erwischt. Ich kann wohl froh sein, dass ich noch am Leben bin..." hier verstummte die junge Kätzin und schüttelte den Kopf, um die unerwünschten Gedanken wieder loszuwerden. Es war noch zu früh, diesen Schmerz bewusst zu erleben. Der Verlust noch viel zu frisch. Sie würde es verdrängen, bis die Gelegenheit zur Ruhe bestand. Die kleine Rote schien sich ertappt zu fühlen, als die beiden größeren Katzen sie ansprachen. Zumindest sah sie so aus. "Den Bauch schubbern? Natürlich. Und Mäuse können neuerdings reden" schmunzelte die Graue amüsiert in sich hinein. Die Rote war vermutlich in ihrem Alter, wirkte aber doch noch recht kindlich. Und ein wenig eitel wohl auch, wenn man beachtete, wie sie plötzlich anfing, sich zu waschen. Nunja, solche Katzen musste es wohl auch geben. Amaya wandte sich lieber wieder der Dunkelgrauen zu, die nun vor der Kleineren stand, aber durch deren Putzaktion gar nicht mehr beachtet wurde. "Ich heiße übrigens Amaya. Verratet ihr mir auch eure Namen?" fragte sie einfach mal in die Runde.

[Bei Sunny und Jade | Ist amüsiert | Stellt sich vor | Fragt nach Namen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Aug 30, 2012 10:01 pm

Wie gut, dass Jade nicht in der Lage war Gedanken zu lesen. Die arroganten Ansichten der roten Katze würden ihr nicht gefallen. Sie hatten in ihrer Gruppe durchaus auch Katzen, die vom Leben nicht verschont geblieben waren. Ein Kitten mit einem blinden Auge fiel Jade jetzt auf Anhieb ein. Oder manche von ihnen humpelten. Die Rote sollte nicht in Jades Nähe jemals solche Äußerungen machen. Sonst war es mit der Friedfertigkeit gleich vorbei. Es konnte nicht sein, dass man sich als etwas besseres hielt als die Anderen. Vielleicht war Jade da zu extrem. Sie wollte, dass es allen gut ging. Und dennoch wäre es keine gute Idee gewesen.
Zum Glück aber blieb ihr das ja momentan noch verborgen und sie legte nur etwas den Kopf zur Seite als ihr die Fremde erklärte sie hätte sich den Bauch geschubbert. Das wiederum verstand nun Jade nicht. Aber sie fällte keine Urteile. Wenn ihre Gegenüber nicht zugeben wollte, dass es sich hier um einen missglückten Anschleichversuch handelte, dann wollte sie es nicht. Wenn sie länger bei der Gruppe dabei war, dann würde sie sicherlich bemerken, dass sie sich nicht hinter solchen Ausreden verstecken musste. Warum Jade sich da so sicher war? Sie wollte es einfach sein. Von der silbergrauen Katze wieder angesprochen richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf diese.

"Es freut mich dich kennen zu lernen Amaya. Das ist ein sehr schöner Name. Mir haben die Menschen den Namen Jade gegeben."


[wundert sich über Sunny, spricht mit Amaya]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Aug 31, 2012 12:35 pm

Sunny war es total peinlich, dass Amaya und Jade, wie sie anscheinend hießen, sie verächtlich anschauten. Oder zumindest Jade. Amaya schien was auch immer geradezu lustig zu finden! Es war ihr unangenehm und ungewohnt, verachtet zu werden. Es war generell ungewohnt, von Katzen beäugt zu werden. "Können diese Katzen Gedanken lesen?", fragte sich Sunny. Abrupt hörte sie auf, sich zu putzen und stellte die Pfoten ordentlich nebeneinander. Verstoß gegen die Regel. Dann klinkte sich Sunny eingeschüchtert, dementsprechend leise, in Amayas und Jades Gespräch ein:" Ich wurde auch erst vor Kurzem davongejagdt. Das ist alles total ungewohnt für mich. Meine Eltern habe ich nie kennengelernt. Ich hab in meinem ganzen Leben nur eine Katze zu gesicht bekommen. Er hat mir das hier angetan." Sie schwenkte die Schwanzspitze in die Richtung der beiden, dass sie die Narbe sehen konnten. Das Fell wuchs nie wieder nach und die Haut sah seltsam aus. Unregelmäßige Hügel, verschrumpeltes Fleisch, einzelne Fellfetzen hier und da. Ekelhaft. Die Zweibeiner haben damals Sunny für immer von der Außenwelt abgeschnitten, weil Verletzungen Katastrophen bedeuteten. Sunny schämte sich etwas für ihre Narbe, aber solche Sachen kann man nicht mehr rüchgängig machen.

Die Ausrede mit dem Fellschubbern war echt ein flop. Und Sunny war auch schonmal kreativer gewesen! Was auch immer die Katze an Sunny so anekelte, sie musste es irgendwie wieder geradebügeln. Also entschied sie, die Wahrheit zu sagen: "OK, gut, ich wollte hören, was ihr besprochen habt. Und von der Katzengruppe ... nun ja, hab ich noch nie was gehört..." Trotzdem interessierte sich Sunny für diese Gruppe. Wahrscheinlich war das die einzige Möglichkeit, in der Wildniss klarzukommen- nach und nach. "Meine Name ist Sunny. Und eure Namen gefallen mir sehr."


[ist peinlich berührt | zeigt Narbe | sagt die Wahrheit]
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Amaya
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Sep 16, 2012 3:20 am

Amaya schmunzelte, als Sunny sich verlegen zeigte. Ja, ihre Ausrede war wohl ziemlich schnell aufgeflogen. Auch sie war also gerade erst hier angekommen. Aber... "Menschen? Ihr habt beide bei Menschen gelebt? Also, ich könnte das nicht. Ich hab einmal das Futter probiert, dass die ihren Katzen hinstellen. Wie konntet ihr euch das Zeug nur runterzwängen? Total trocken und fade... und dann ständig die Zweibeiner die einen anfassen und in kleine Behälter sperren... ich habe da ja Geschichte gehört, da sträubt sich einem das Fell"

Ihre Worte waren nicht unfreundlich, einfach nur neugierig. "Jade ist aber auch sehr schöner Name. Wundert mich fast schon, dass die Menschen sich auch schöne Namen ausdenken können" bei diesen Worten legte sich ein leicht schelmisches Grinsen auf Amayas Gesicht. Und die orangefarbene Katze hieß also Sunny? "Die Menschen haben dich davongejagt? Warum denn das? Ich dachte immer, die Menschen mögen nur keine Straßenkatzen" zeigte sich die Graue doch ziemlich erstaunt. Dass ab und an Katzen auf der Straße landeten, wenn ihre Besitzer verstarben oder umzogen, hatte sie ja schon mitbekommen, aber dass es auch Menschen gab, die ihre Katzen davonjagten, hätte sie nun wirklich nicht gedacht. Nungut, die Zweibeiner waren eh sehr seltsame Geschöpfe. Ein kurzer Blick auf die von Sunny freimütig vorgezeigte Schwanzspitze gab zumindest einen Hinweis. Vielleicht hatten die Menschen sich vor diesem "Makel" geekelt. Eine Katze, die ihr begegnet war, hatte nur noch 3 Beine gehabt. Sie hatte sich ein Bein gebrochen und die Menschen hatten sie zu einem anderen Ort gebracht, wo man ihr das Bein abgeschnitten hatte, statt es zu heilen. Und dann hatten sie sie nicht mehr abgeholt, waren einfach weggeblieben. Die Menschen schienen viel Wert auf Schönheit und Gesundheit bei ihren "Haustieren" zu legen. Doch zeigte sich kein Mitleid auf den Zügen der grauen Kätzin. Es gab zwei Sorten von Katzen, die einen hassten es, bemitleidet zu werden, die anderen badeten darin. Mitgefühl war in Ordnung, doch Mitleid war stets fehl am Platz, das hatte sie schnell gelernt.


[Unterhält sich mit Jade und Sunny | Hängt ein bisschen ihren Gedanken nach]
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Argent
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Sep 18, 2012 6:45 pm

Der Vorhang zu, das Licht geht aus.
Es ist vorbei, das war der letze Applaus.
Ein Blick zurück, dann wird es still.
Von niemanden ein Wort, weil niemand etwas sagen will.


Argent konnte nicht anders: Er musste der Stadt noch einen letzten Blick schenken. Da lag sie nun also vor ihm. Die hohen Häuser, die grauen Riesen, die roten Dächer, die dunkle Aura. Die Luft roch nach Dreck, Melancholie und Abgasen. Und während er dort saß – dieser kleine, silberne Kater – und die Stadt betrachtete, welche er einst Heimat nannte, da musste er lächeln. All diese toten Farben, all diese üblen Gerüche, all diese schrecklichen Bewohner: Er würde sie nicht vermissen in seiner neuen Heimat, im Wald. Er würde sich an den Farben der Natur erfreuen, an dem Duft der Blumen im Frühling und an den Mäusen, die sich ängstlich in ihren Höhlen versteckten. Argent würde es genießen. Oh, er würde es so auskosten, dieses Leben, welches er nun beginnen wollte. Es würde ein See sein voller glitzernder Farben und Harmonie und Glück und er würde trinken, bis er tot umfiel. Zumindest erhoffte er sich das. Aber bevor es so weit war musste der Kater eine Strecke zurücklegen, die nicht leicht zu bewältigen war. Er hatte sich damit bereits abgefunden. Man konnte Glück leichter erkennen, wenn man zunächst durch ein Feld aus Stacheln laufen musste, bevor man vom Glück kosten konnte. So spielte das Leben nun mal. Argent sah wieder zu Francis. Wenigstens gab es auf dieser Welt noch Kater, die bereit dazu waren, ihr friedliches Dasein aufs Spiel zu setzten, um einem selbst zu helfen.
Argent sah in Francis noch keinen wirklichen Freund. Er war ein Berater – zu Recht - aber kein Freund. Und doch kein Feind. Was er dann war? Argent wusste es nicht.


Denn das ist jetzt der Moment,
in dem alles endet und neu beginnt,
wohin wollen wir jetzt gehen?

Noch nie war es so schön, im Dunkeln zu stehn.
Noch nie war es so schön, gar nichts zu sehn.
Noch nie war es so leicht, die Dinge zu verstehn.
Ich freue mich schon jetzt darauf dich wiederzusehn.


“Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein mit seinen Sorgen ist.“

sagte Argent zu Francis und wagte es einen kurzen Seitenblick auf Alpha zu werfen. Nicht alle Probleme konnte man teilen.

“Ich denke, deine Taktik wird uns weiter helfen. Wir sollten es so probieren. Ich würde mir wünschen, bis zum Morgengrauen am Waldesrand zu sein, aber ich bezweifle, dass wir so weit kommen werden. Zu schwer ist der Ballast, den wir mit uns herum tragen müssen. Die Kitten werden es kaum schaffen und auch wir dürften nach so einer Wanderung erschöpft sein.“

Argent sah auf und blickte Richtung Wald. Die Sonne hatte ihren Standort am Zentrum des Himmels schon längst verlassen und war kurz davor den Himmel in ein buntes Farbenmeer zu tauchen. Man konnte schon die ersten rosa Wölkchen sehen und das Blau des Firmaments färbte sich langsam gelb-orange. Dort hinten, wo die Sonne bald untergehen würde, dort lag der Wald. Argents Herz klopfte schneller bei diesem Gedanken. Der Wald... Wie sehr er sich doch danach sehnte!

“Ich werde mal zu allen Katzen sprechen. Wir können hier nicht ewig sitzen und planen. Wir sind auch bisher alles recht spontan angegangen.“

entschied Argent und stand auf. Er stellte sich möglichst mittig auf und bemerkte erst jetzt, dass es einige Neuzugänge gegeben hatte. Er war auch wirklich blind gewesen! Der Silberne atmete tief ein und aus und stieß dann ein Jaulen in den Himmel, welches seinen Artgenossen signalisieren sollte, dass er um ihre Ohren bat.


Die Masken ab, nichts mehr perfekt.
Wir brauchen uns nichts vorzuspieln, die Zuschauer sind weg.
Keiner weint und keiner lacht, die Tür geht zu und wir sagen "Gute Nacht".


Argent wartete kurz, bis er sicher war, dass alle Katzen ihm zuhörten und began dann zu erzählen:

“Liebe Artgenossen. Nun sind wir also hier hinter den Mauern der Stadt, geflohen vor den Fängen der Menschen. Wir haben es geschafft, mag man meinen. Aber noch sind wir angreifbar. Wir haben unser Ziel noch längst nicht erreicht. Ich möchte nur nochmals betonen, dass wir den Wald als unsere neue Heimat betrachten möchten. Außerdem will ich abermals erwähnen, dass ich zwar Anführer eines Katzenclans bin, der im Wald seine neue Bleibe sucht, eure derzeitige Anwesenheit aber nicht bedeutet, dass ihr Mitglied des Clans seid. Ihr seid immer noch frei und könnt entscheiden, was ihr tut. Die Mitglieder des Clans der Samtpfoten haben ich und Alpha persönlich eingeladen.“

Argent hielt kurz inne. Er war sich nicht ganz sicher, ob alle Katzen verstanden hatten, was er damit meinte, entschied aber dann, dass für Rückfragen auch während der Reise noch genug Zeit sein würde.

“Ich habe soeben mit Francis über unsere Reise gesprochen. Dort hinten, wo die Sonne bald unter geht, dort ist der Wald. Wir müssen nur der Sonne in den Schlaf folgen, dann werden wir da sein. Allerdings gibt es auf dem Weg auch einige Gefahren. Francis hat vorgeschlagen, die Kitten in unsere Mitte zu stellen und die Kätzinnen dann um sie zu versammeln, sodass sie geschützt sind. Die Kater werden die Nachhut bilden. Wir werden vermutlich nicht den ganzen Weg in einem Zug hinter uns bringen können, daher schlage ich vor irgendwann eine Pause zu machen, wenn die Kräfte wirklich am Ende sind. Wir werden auch genug Zeit haben, um auf den Feldern zu jagen. Ich hoffe darauf Morgen am Wald angekommen zu sein, kann euch aber nichts versprechen. Wenn ihr bereit seid, dann stellt euch bitte in der Formation auf, die ich euch vorhin erklärt habe. Danke für eure Aufmerksamkeit.“

Argent war noch kurz ein freundliches Lächeln in die Runde, bevor er zu Francis sah und dann wieder zu ihm ging. Er war nun vorerst sein Anker und sein Berater, bis es Zeit war, sich von den anderen Katzen zu verabschieden, die lieber ihren eigenen Weg gehen wollten.



Im Dunkeln - Madsen


[bei Francis | sieht Stadt an | freut sich auf Wald | redet mit Francis | stellt sich ins Zentrum der Katzen | jault laut auf und SPRICHT ZU ALLEN KATZEN!!!]



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Mika
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Sep 20, 2012 8:34 am

Mika hatte sich neben die anderen kitten gesetzt und lauschte den Worten aller. Als Tobi irgendetwas von einer Regenbogenbrücke erzählt, legte er skeptisch den Kopf schief. Seien Schnurrhaare zuckten. Der kleine Kater schien gar nicht mehr aufzuhören zu reden. Mika begann sich das Brustfell zu legen. Auch er hatte niemanden mehr, wie sicherlich viele hier. Aber eine Brücke hinter der seine Familie wartet? Davon hatte er noch nie gehört. Warum konnte er dann nicht einfach nach dieser Brücke suchen? Das fand er alles einfach zu unlogisch. Der Jungkater sah sich um. Ein großer Haufen planloser Katzen und Kater. Dazu noch einige Kitten. Alle schienen etwas planlos zu sein. Sein Blick fiel auf einen silbernen Kater, welcher sich auf die Mitte aller Katzen zubewegte. neugierig folgte er ihm mit seinem Blick. Die Ohren gespritzt, der Schwanz schlug von einer Seite zur Anderen.

Nachdem der Kater gesprochen hatte, hatte ihn ein ungutes Gefühl heimgesucht. Alles kribbelte an ihm. War das die Aufregung? Die Aufregung vor dem Abenteuer? Mika sah in die Richtung des Waldes. Er war noch ein langer Weg, das stand fest. Was sie dort wohl erwarten würde? Noch einmal blickte er von einer Katze zur Anderen und stand dann auf. Mit einem kräftigen Schnurren begann er sich zu strecken und tapste langsam los. Ans Ende der Katzengruppen. Schließlich war er doch ein Kater oder etwa nicht? Und die Kater sollten die Nachhut bilden. Das tat er nun mit großem Interesse. Mit aufrechtstehendem Schwanz und straffen Schritten tapste er voran, weg von den anderen Kitten.


[bei den Kitten / hört zu / skeptisch / hört Argent / will zur Nachhut gehen, da er ein Kater ist]
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Anubis
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Sep 20, 2012 10:59 am

Anubis blickte vom Himmel hinab, wieder zu Alpha, die mit einer schwachen Stimme Worte erhob, über dessen Bedeutung er sinnierte. Kurz davor, hatte er sich so sehr an ihre Stille gewöhnt, dass die Erhebung ihres Klangs ihn beinahe unreal erschien. Hierzu noch mit dem ruhigen Tonfall einer beinahe kläglich wirkenden Kätzin. Die Bunte hatte seinen Worten gelauscht und vielleicht auch ihren Sinn erkennen können, doch gerade dies gelangte Anubis nun nicht. Sie sprach davon, sie könne nicht vertrauen. Der graue Kater schüttelte nur schwer den Kopf. Für ihn schien es eine Lüge zu sein, denn ihre Worte trugen nur einen Teil der Wahrheit. Sie konnte es, sonst, so war ihm gewiss, würde sie ihn niemals so nah an sich heran lassen. Wie lange kannten sie sich schon? Nicht länger als eine Straßenüberquerung und eine stille heimliche Ecke, in der sie von ihrer Freiheit träumte, der sie kurz bevor standen. Jene Sehnsucht war es, welche sie verband, aber war dies der Grund wieso sie ihm Dinge anvertraute, mit ihm sprach als wäre er ihr Bruder. So folgt nach ihren ersten Worten, der folgende Satz der von ihrem Wunsch weiter verkündet und als ob Argent ihr Geliebter, dies gehört hatte ertönte ein gequältes Gejaule, welches nur das Volk der Katzen hervorbringen konnte. Ein erbitterter Schrei nach Aufmerksamkeit, die von so gut wie allen zu folgen schien.

Die empfindlichen Ohren zuckten wild, drängten sich für kurzen Moment an den silbernen Kopf, bis sie sich aufmerksam zu Argent richteten. Der letzte Weg war vor ihren Pfoten, den sie noch beschreiten mussten, bevor sie endgültig in der vermeintlichen Sicherheit, wie auch Freiheit waren. Obgleich wohl keiner von den Anwesenden wussten, was sie in einem Wald zu erwarten hatte und ob es wirklich besser sein würde, als von den Menschen gejagt zu werden. Aber wahrscheinlich, gäbe es kaum etwas schlimmeres, als der Argwohn und Hass der Zweibeiner. Anubis kannte die natürlichen Gefahren nicht, dennoch wusste er das sein Weg sich nicht mehr von der Seite von Argent und Alpha abweichen würde. Dennoch in seiner Seele gab es immer noch die Wehmut, die an ihm zog und auch er warf noch mal einen Blick Richtung Stadt, aus der die üblichen Geräusche im dumpfen Ton erklangen und der alte Gestank langsam durch den Zaun waberten und die kleine grüne Stelle einhüllten. Indessen verkündigte der König ihren Plan, sprach erneut von dem Clan, der noch klein zu sein schien und der Eigenständigkeit eines jeden, dennoch auch über den Sinn einer Gemeinschaft und dessen Schutz. Ein unübliches Verhalten bei Hauskatzen, aber eines wusste die Mau, es gab ferne Verwandte von ihnen, um ein etliches größer und der Fähigkeit des Schnurrens beraubt, jene lebten aber in Gruppen zusammen, in einer Familie und sicherten sich somit die Oberhand in einer tödlichen Welt. Der Hunger wurde bekämpft in einer gemeinsamen Jagd und die Feinde wurden durch den Zusammenhalt zahlreichen Tatzen zerschlagen wie eine elendige Fliege an einem trüben Sommerabend. So sollten auch die kleinen Vettern es nun tun. Sich in einem Rudel binden, immerhin so lange bis sie das Ziel ihrer Träume erreicht hatten. Den Wald. Die Kitten in der Gruppe, die mütterlichen Katzen herum, dessen angeborener Instinkt ihre Nachkommen zu schützen verheerend sein konnte und die Kater als folgendes Geleit.

Langsam richtete Anubis seine gelben Augen von dem Schandfleck der Menschen ab und nickte sanft. Alphas Hoffnung wurde erhört und bald würden sie aufbrechen. Auch der Drang nach Bewegung des Ägypters würde er so endlich nachgeben können, leider nur als Schlusslicht, immer angepasst an des Tempo der anderen, doch dies würde für den einfügsamen Kater kein all zu großes Problem darstellen. Mit purer Begierde nach den unentdeckten Welten schaute er Alpha auffordernd an und schwenkte gespannt mit dem Schwanz hin und her, bis er sich erhob und mit steil aufgerichteten Ringelschwanz aufmerksam auf der Stelle schritt.

"Wieder einmal hat Argent die rechten Worte zu rechten Zeit ergriffen, als hätte er deine Sehnsucht spüren können. Auf auf, ich kann es kaum erwarten, eine neue Welt zu erblicken."

Wahrscheinlich war Anub einer der Ersten, der sich erhob und ungeduldig auf der Stelle trat, als würde ein Flammenmeer unter seinen empfindlichen Pfotenballen lodern. Er wollte los, wollte entdecken, wollte neues kennen lernen und wollte ankommen. Eine lange Reise würde es sein, die an den Kräften zerren würde, dennoch seine Vorfreude war die eines Kitten gleich. In ihm wütete die Erwartung wie die eines Menschenkindes vor dem Weihnachtsabend, oder vielleicht auch einer Kätzin vor Freude über die ersten Jagderfolge ihres Nachwuchs. Angespannt begann er seine Vordertatzen in den Boden zu krallen, kleine Grasbüschel hinaus zu fetzen und sich lang zu machen, während er sich ausgiebig streckte. Die winzigen Halme folgen um ihn herum, weich und sanft die Vorboten einer besseren Zeit. Neben ihm die Bunte und der kalte Prinz, wie eh und je reglos. Erneut musste er sich entsinnen ob er ihnen folgen würde oder vielleicht auch nur nachträglich sich anhängen wollte. Dieses Mal würde die Mau keine Worte verlieren, er hatte bereits verkündet wie er dazu stand und da er begriff, dass dieser Kater den Worten und der Nähe Fremder so abgeneigt war, wie Anubis selbst seiner Kälte, so würde diesmal keine Bitte und keine Aufforderung mehr folgen. Nur ein rascher Seitenblick, nachdem er sich wieder aufgerichtet hatte und inne hielt, dann begann er die ersten Schritte zu machen. Die kleine Entfernung zu Alpha wurde geringer, bis er sich mit vibrierenden Schnurrhaaren zu ihr hinüber reckte und seine Stirn auf ihre pressen wollte. Seine strahlenden goldigen Augen trafen sich in dessen in ihren gelblichen Herbstblick.

"Ich wünsche eine gute Reise, wahrscheinlich werden wir uns nicht so oft begegnen, da meine Stellung in dieser Wanderung leider weiter hinten sein wird, aber sei gewiss wir werden uns wieder sehen."

Leichtfüßig wandte er sich um, trippelte voran und schwebte über das saftige Gras, voller Erwartung auch die anderen würden sich endlich in Bewegung setzte. Irgendwer musste ja den Anfang machen.

[bei Alpha und Caruso | freut sich das es los geht | springt auf und ist bereit| redet mit Alpha]
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Jade
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Alter Charakter : 2 Jahre
Geschlecht : Weiblich
Fellfarbe : Schwarz - Grau meliert
Größe : 27 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Sep 21, 2012 10:12 pm

Schweigend ließ Jade erst die beiden Katzen ausreden, bevor sie sich wieder zu Wort meldete.
"Einst lebte ich auf einem Bauernhof. So nennen die Zweibeiner einen Ort an dem es viele Tiere gibt. Kühe, die Milch geben. Schweine, welche wohl nur den Zweck haben von den Menschen gegessen zu werden. Einen dummen Hofhund. Und dann eben uns Katzen. Wir waren dafür zuständig, dass die Mäuse sich nicht im Stall ausbreiteten. Deswegen weiß ich nicht was die Menschen anderen Katzen für Futter geben. Ich habe nur Mäuse gefressen. Und wenn keine da waren musste ich hungern."
Obwohl Jade kein leichtes Leben auf dem Bauernhof hatte, so war sie da zusammen mit ihrem Bruder eigentlich recht zufrieden. Sie fand immer einen trockenen Platz und im Winter war es bei den Kühen im Stall angenehm warm. Es roch zwar etwas, aber dafür fror man nicht.
Jetzt war das alles weg. Sie wusste nicht wohin. Und sie hatte Angst. Aber das wusste nur ihr Bruder und der Kater mit dem Halsband.
Als der silbergraue Kater dann seine Stimme erhob, spitzte Jade die Ohren.
Sie sah zu ihm hinüber, konnte aber nicht verhindern, dass ihr Blick weiterglitt zu Francis, der direkt neben dem Anführer saß. Es wurde ihnen frei gestellt ob sie sich der Gruppe anschließen oder nicht. Jade dachte einen Moment nach. Sie würde ihre Freiheit so wie sie diese kannte aufgeben müssen. Allerdings gab er hier genügend Katzen denen sie helfen konnte und zurück in ihr Leben konnte sie ohnehin nicht mehr.
Die Rote neben ihr hatte ein Stück ihrer Schwanzspitze verloren. Ein anderes Junges war auf einem Auge fast blind. Nein, Jade gehörte nirgends anders hin als hier her. Außerdem war Francis hier.
Es gefiel ihr nicht, dass die Kater als letztes gehen sollten. Traurig wurde ihr Blick, als sie erneut zu dem Kater mit dem Halsband blickte. Sie wollte an seiner Seite sein. Doch die Befehle waren klar gewesen.
Jade stand auf und drückte ihren Rücken durch. Anschließend drückte sie ihre Krallen ins Gras und trat dann vor
"Also, ihr habt es gehört. Wir sollen uns aufstellen."
Suchend glitt ihr Blick zu den Kittens, die von einigen anderen Katzen schon zusammen getrieben wurden.


[bei Sunny und Amaya, hört Argent zu, macht sich bereit]
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