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Argent
Admin && Spielleitung

Dakota
Admin && NPC | Grafikerin

Francis
Grafikerin für Avatare

Twilight
Helferin für Avatare

Caruso
linke Hand Argents

Coricopat
Aufsicht des Rollenspiels



Kapitel 3: Das unberührte Paradies



Wetter:
Sommer. Später Nachmittag.
Sonne geht auf.
Keine Wolken am Himmel.
Starke Hitze.
Im Schatten kalt.
Schwül, kein Wind.
20 - 23 °C

Was bisher geschah....

Nachdem die Nachricht von der
Flucht aus der Stadt erst einmal
herum gegangen ist trafen sich
Katzen am Stadttor. Dort, in einer
dunklen Gasse fing Argent an
über das weitere Vorgehen zu
reden. Es ist Zeit, das Nest
der Menschen zu verlassen und
ein neues Leben im Wald
zu beginnen. Jedem steht es frei,
ob sie nun gehen oder nicht.
Der Clan der Samtpfoten besteht
aus wenigen Mitgliedern und
nur, weil eine Gruppe von Katzen
sich gebildet hat bedeutet das nicht
gleich, dass sie auch ein Clan ist.
Es wird sich zeigen, wer
nun eine Samtpfote sein will
und darf und wer nicht.



Hast du je den Wunsch verspürt
auszubrechen und ab zu hauen?
Nein? Bei den Samtpfoten bleibt dir
wohl nichts Anderes übrig!
Stell dir vor, du bist eine Katze.
Eine Hauskatze, wohl gemerkt.
In einer großen Stadt lebst du und
eines Tages verhalten sich deine
Menschen seltsam. Sie wollen dich
nicht mehr streicheln und halten
Abstand von dir. Angeblich
soll es eine Katzenseuche
geben und ehe du dich
versiehst, landest du auf der
Straße. Allein und ohne Ahnung,
was jetzt zu tun ist.
Was würdest du tun?
Nun, der Kater Argent hat
sich entschlossen einen
Clan mit seiner Geliebten Alpha
zu gründen. Willst du zu ihnen
gehören oder lieber allein um her
streifen?
Es ist deine Entscheidung.
Dein Leben.

Denn du, bist eine Katze.



Gesuchte im Moment
Spielgefährten gesucht.

Zitate des Monats
Jade: "Du bist bei mir und das ist für mich das Allerwichtigste."
Sunny: "Ja ja, das sagen sie alle. Und am Ende bin ich wieder diejenige, die nicht teilen wollte. Hier, nimm!"


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 Kapitel 2: Fremde Wege

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AutorNachricht
Rubi
Schattenjägerin
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Alter Charakter : 3 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : pechschwarz
Besonderheiten : Narben an Vorderbeinen, Riss im Ohr
Größe : 29 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Sep 23, 2012 8:12 am

Rubi lief im Wald lang. Ihre Samtigen Pfoten knarcksten unter den Blättern und dem Holz.
Die schwarze Katze war volkommen in Gedanken versunken.
Ob die Gerüchte war sind? Ob es wirklich einpaar Katzen gibt die sich zusammen tuhen.
Naja.....ich weiß ja nicht
! Rubi kam an einen kleinen Bach sie hüpfte geschickt
von einem Stein zum anderen. Sie war Immernoch volkommen in Gedanken versunken.
Soetwas war für die Katze leichtigkeit! Das könnte sie im Schlaf!
Würde sie noch bei ihren damaligen Beitzern leben, dann wäre es schon nicht so leicht!
Aber Rubi hat sich dran gewöhnt. Am Anfang hatte sie große Schwirigkeiten,
zwar war sie als Straßenkatze geboren. Jedoch war die plötzliche Umstellung
vom verwöhnten Hauskätzchen zur Streunerin sehr schwer für sie gewesen.
Und das alles nur wegen disem Gerücht! dachte sie sauer.
Rubi konnte es einfach nicht verstehen. Sie hatte von einem Raben gehört
das in der Stadt Menschen ihre Katzen sogar Umbringen, verbrennen u.s.w.
Rubi hasste die Menschen, sie hasste sie einfach nur!
Als sie Ausgesetzt wurde war es volkommen eiskalt. Hier im Wald war sie allein.
Ihr alter Freund der Rabe kam eines Tages nichtmehr von seiner Morgen Patroullie zurück.
Im Wald war es gefährlich hier lebtren Füchse, Dachse und viele andere Tiere
die es nur auf Rubis geschmack abgesehen haben. Rubi bemerkte gleich in ihrer Nähe einen
kleinen Hasen der sie wahrscheinlich nochnicht bemerkte. Es wäre jetzt ein leichtes gewesen....
aber Rubi hatte schon gegessen. Sie war momentan satt.



(Im Wald/ denkt nach/ ist sauer auf Menschen)
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Sunny
Licht im Dunkeln
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Alter : 18
Alter Charakter : 1 Jahr
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : rot getigert
Besonderheiten : 2 cm fehlen von ihrem Schwanz
Größe : 23 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Sep 24, 2012 3:42 pm

Sunny wunderte sich, als Amaya sagte, dass ein Leben bei Zweibeinern unvorstellbar für sie wäre.

"Nein! Meine Zweibeiner waren immer total freundlich zu mir. Sie haben mir immer das beste und leckerste Steak gebracht und ständig mit mir gespielt. Da war immer dieses Glöckchen und diese Maus an der Schnur, die ich immer versucht hab zu fangen. Sie haben mir das Fell sauber gemacht und und und. Mir ging's nie schlecht bei ihnen."

Sunny war sich mitlerweile sicher, dass all diese Katzen überhaupt nicht so waren, wie der böse Nachbarskater und so langsam legte sie ihre Angst ab. Die schlechten Geschichten über Zweibeiner von Jade betrübten sie allerdings etwas. "Wenn Zweibeiner so nett sind, wieso lassen sie ihre Katzen hungern? Sie hatten bestimmt gute Gründe dafür. Meine Zweibeiner hätten sowas jedenfalls nie gemacht!"

Die rothaarige schwelgte in ihren schönen Erinnerungen an ihr Hauskätzchenleben und dann wieder in der Vorstellung, auf einem Bauernhof zu leben und hungern zu müssen. Ihrer Meinung nach hätten die Zweibeiner den Katzen ja wenigstens was von dem Schweinefleisch abgeben können!

"Ich... ich weiß es nicht genau, um ehrlich zu sein. Aber ich bin mir sicher, es lag nicht an mir! Es muss einen anderen Grund geben. Vielleicht wurden sie ja erpresst von jemandem? Oder... Hach, ich weiß es einfach nicht. Sie haben es mir nicht erzählt, aber sie haben weniger mit mir gemacht als früher, kurz bevor ich ausgesetzt wurde. Aber ich nehme an, sie dachten einfach, dass ich zu alt für's Spielen sei...", stammelte Sunny auf Amayas Frage hin.

Mal wieder beschlich Sunny ein Verdacht, der tief im Inneren in ihr schlummerte, aber manchmal erwachte und sie Zweifel bekam, die sie nicht haben wollte. Denn leider war die Frage offen, warum sie von ihren Zweibeinern ausgesetzt wurde. Zu ihrem Besten? Zum Wohl der Zweibeiner selbst? "Oder wollten sie mich nicht mehr haben?", dachte Sunny und zuckte zusammen. Wie immer verdrängte sie diesen Gedanken, um nicht über die Antwort nachdenken zu müssen, in der Angst, von ihren Zweibeinern enttäuscht werden zu können.
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, denn ein grauer Kater, wohl der Chef der Gruppe, sprach zu allen Katzen. Sunny war erstaunt, dass es so leicht gewesen war, die Sicherheit der Gruppe zu bekommen und einfach mitkommen durfte. Immer noch am Straßenrand, einige Fuchslängen von dem Geschehen entfernt, sah sie, wie einige sich schon "auf die Pfoten" machten um in den Wald zu kommen. Sie sah die grau melierte Kätzin und Amaya mit einem kleinen frech an und fragte:

"Wollen wir nicht mal los? Sonst verpassen wir wirklich noch den Anschluss"

Sunny schnurrte ganz leise, weil sie ihren Spruch ein bisschen witzig fand und schlug mit dem Schweif ungeduldig hin und her.


[spricht zu Amaya | denkt nach | spricht weiter | wird skeptisch | freut sich | will sich auf den Weg machen]


Zuletzt von Sunny am Fr Sep 28, 2012 11:17 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Alpha
das Glückskätzchen
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Alter : 21
Alter Charakter : 2 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : Schildpattmuster
Größe : 31 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Sep 27, 2012 7:42 pm

Regen fällt seit Wochen schon
und gar nichts ist passiert
Nein, ich bin immer noch hier
stehen zu bleiben macht einfach keinen Sinn.

Wenn ich geh, dann frag mich nicht wohin.


Alpha atmetet tief ein und aus, als würde sie sich bereit machen, um eine lange Rede zu halten. Stattdessen aber schwieg sie. Sie brauchte Sauerstoff. Sauerstoff würde ihre wilden Gedanken abkühlen und zum Stillstand zwingen. Sauerstoff war gut. Sehr gut. Sauerstoff. Abermals atmete die Kätzin tief ein und aus. Allmählich bekam sie das Gefühl, dass all diese Gedanken, all dieses Gefühle sie wegspülen würden wie eine riesige Flutwelle den Wald wegspülen konnte. Ihr stieg alles zu Kopf, sie konnte bald nicht mehr. Wie viel kann eine kleine, zierliche Katze ertragen? Wie viel kann sie aushalten? Irgendwann musste es einfach zu viel sein. Irgendwann würde sie an der Last, die da auf ihren Schultern lag zerbrechen. Sie war Glas. Zerbrechlich. Durchsichtig. Schimmernd. Mehr nicht. Nur Anubis bot seine Pfote an, um wenigstens etwas dieses Gewichts an zu heben, damit Alpha nicht völlig gebückt gehen musste. Trotzdem schmerzen ihre Schultern.
Ein und ausatmen. Die Bunte schloss die Augen. Gab es gegen diese Schmerzen denn kein Heilmittel? Keine Balsam oder ähnliches? Warum hatte man ihr nie gelehrt, dass Liebe mehr wehtun konnte, als alles andere auf dieser Welt?
Und noch immer war da diese Energie in ihr, in Alpha. Diese Energie, die sie dazu antrieb los zu rennen, direkt in den Wald hinein. Ihr Schwanz zuckte weiterhin nervös hin und her. Hin und her. Hin und her. Bewegung! Laufen! Sie konnte nicht still sitzen. Ihr Blick zuckte hin und her, suchte nach Farben, die er fixieren konnte, doch da war nichts Interessantes, nichts Neues. Ein dunkler Schleier legte sich über ihre Augen und Wut brandete langsam auf. Diese Hektik war nicht gut, diese Elektrizität in ihrem Körper. Sie machte Alpha zornig. Wo war die Stille, die Ruhe hin?
Die Bunte sah zu Anubis, welcher den Kopf schüttelte und sie dazu brachte, etwas länger zu fixieren, als nur ein paar Sekunden. Er stimmte ihr nicht zu... Wie so oft...



Ich komm hier nicht weiter
Bin tausend Mal gescheitert
und heute wird wie Morgen sein
Ich möchte einfach nur wissen, wer ich bin.

Wenn ich geh, dann frag mich nicht wohin.



Doch bevor Alpha weiter nachfragen konnte ertönte ein lauter Schrei und schallte für ein paar Sekunden in den Ohren der Kätzin wieder. Überrascht hob sie den Kopf und sah sich um. Argent war da, in der Mitte dieser Gruppe. Neben ihm Francis. Und wo war sie, wo war Alpha? Hier, bei Anubis. Sie hätte zu ihrem Gatten gehen sollen und ihm beistehen müssen...
Aber dieser Fehler ihrerseits war nicht mehr zu ändern. So spielte das Leben. Der silberne Kater erhob die Stimme und erklärte den Katzen, wie die weitere Vorgehensweise sein würde. Alpha hörte schweigend und reglos zu. Sie sollte sich also um die Kitten kümmern. Ihre Augen tasteten ihr Umfeld ab und landeten schließlich bei der kleinen Gruppe aus Kätzchen. Nicht nur Argent hatte sie allein gelassen, sondern auch diese Winzlinge, welche eigentlich ihrer Pflege bedurften. Aber sie konnte nicht alle anlügen. Ihr ging es nicht gut und Kätzchen bemerkten das schnell. Sie würde die bohrenden Fragen nicht ertragen können, nahm ihr Schicksal aber hin. Vielleicht würden diese Mini-Katzen sie ja ablenken und ihre Gedanken wieder auf ihr Ziel richten. Auf den Wald. Ihre neue Heimat...
Alpha sah hinüber zu Anubis, der nun wieder das Wort ergriff. Er wirkte so motiviert, so glücklich. Die Bunte konnte sich ein sanftes Lächeln nicht verkneifen. Es war wunderbar zu sehen, dass dieser Fels in der Brandung selbst bei den schlimmsten Situationen so still und erhaben und ehrfürchtig war. Alpha wurde warm ums Herz, beim Anblick Anubis‘. Er war ein richtiger Freund geworden und das in so einer kurzen Zeit. Der Kater streckte sich, als er aufstand, bereit, los zu ziehen. Er war wirklich ein schönes Exemplar seiner Gattung und so wortgewandt, mysteriös und wundervoll...



Ich muss raus aus meiner kleinen Welt
doch es gibt kein Ziel
Ich glaub' nicht, dass das alles war
doch die Antwort gibt's nicht hier.



Alpha sah kurz zu Caruso hinüber, der so still gewesen war. Sie musterte ihn mit skeptischem Blick. Es wäre so viel einfacher, wenn er einfach gehen würde... Und war da nicht ein Hauch von Zweifel in seinen Augen? Oder bildete sich die Kätzin das nur ein? Er musste ein Masochist sein, wenn er ihr folgte. Und sie ebenso... Aber vielleicht lag das ja in ihrer beider Natur. Vielleicht waren sie beide so, wo sie sich doch in so vielen anderen Dingen auch ähnelten. Wissen konnte man nie. Bevor Alpha ihr Haupt zurück zu Anubis drehte schenkte sie dem kalten Prinz noch ein trauriges Lächeln. Er sollte nicht ganz so einsam dort stehen.
Anubis stand nun in voller Pracht vor ihr und die Bunte wollte soeben aus ihrer Starre erwachen und aufstehen, da trat der Poet plötzlich einen Schritt näher und legte seine Stirn an die Ihre. Überrascht versteifte sich die Kätzin. Damit hätte sie nicht gerechnet. Ihr Blick traf den seiner honiggelben Goldaugen. Sie verlor sich in diesem See aus purem Sonnenschein und ihre Seele fing langsam an zu lachen. Langsam, ganz langsam nur, aber sie lachte. Denn in seinem Blick, in Anubis‘ Blick, da sah sie die pure Freundschaft, dass pure Heil und sie begriff, dass es Freundschaft war, die ihr gefehlt hatte. Liebe konnte zerstören, Liebe war Gift. Und das Gegengift, das war die Freundschaft. Alpha lächelte zärtlich.
Sie wollte schon etwas sagen. Sich bedanken, da erhob Anubis die Stimme und verabschiedete sich von der Bunten. Diese saß noch wenige Sekunden einfach da, lächelnd, zufrieden und sah dem Poeten zu, wie er wie ein Engel davon schwebte. Dann aber seufzte sie schwermutig. Mit schweren Knochen lief sie zu den Kitten, dort, wo sie eigentlich hingehörte und stellte sich schweigend neben sie. Sie sollte Wächter sein, nicht Mitglied dieser Gruppe. Nein, sie wollte Wächter sein und nicht Mitglied dieser Gruppe. Sie wollten diese Minuten der Ruhe, der völligen Zufriedenheit auskosten, ohne dabei von niedlichen Katzenaugen angestarrt zu werden.



Regen fällt seit Wochen schon
und gar nichts ist passiert
Nein, ich bin immer noch hier
Stehen zu bleiben macht einfach keinen Sinn.

Wenn ich geh, dann frag mich nicht wohin.


Madsen - Wohin




[ist hektisch und hat zu viel Energie | schaut sich wild um | hört Argent und Anubis zu | denkt nach | ist fasziniert von Anubis | guckt kurz zu Caruso | hört erneut Anubis zu | vertieft sich in Anubis Blick | ist begeistert von Anubis und ihrer Freundschaft | ist zufrieden und geht zu Kitten]
Ich glaube, der Post ist teilweise echt seltsam xD
Übrigens: Schöner Post, Anubis *-*


Songtext | Lied

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Sep 28, 2012 2:58 pm

Langsam schlich Bright zwischen den dichten Bäumen hindurch. Langsam brach der Abend herein und die kühle, klare Luft stach beim Atmen in ihren Lungen. Beinahe Lautlos glitten ihre weißen Pfoten über den Laubbedeckten Boden und ihre Ohren waren wachsam gespitzt. Vorsichtig blieb sie stehen und sog die Luft ein. Zwischen all den Gerüchen des Waldes war ganz schwach der einer Maus zu erkennen. Ein Lächeln huschte über die Schnauze der Katze und das Wasser lief ihr im Maul zusammen, als sie sich duckte und geräuschlos durchs das Unterholz kroch. Ein weiteres Mal witterte sie und begann zu lauschen. Kaum hörbar konnte sie das Trippeln kleiner Pfoten vernehmen und ihre blauen Augen leuchteten vor Erregung als sie ein kleines, pelziges Tier zwischen den Blättern entdeckte.

Bleib ruhig, Bright!

ermahnte sie sich selbst und versuchte, dass Knurren ihres leeren Magens zu unterdrücken. Eine paar weitere Sekunden harrte sie in ihrer Stellung aus, da knickte sie die Hinterbeine ein und drückte sich kräftig vom Boden ab. Die Maus hörte sie und wollte fliehen, doch Bright war schon über ihr und bohrte ihre messerscharfen Krallen in das hilflose Tier, um es mit einem schnellen Biss zu töten. Der verführerische Geruch von Beute stieg ihr in die Nase und sie wollte gerade ihre Zähne in das warme Fleisch stoßen, da vernahm sie ein Geräusch und ein alarmierender Geruch stieg ihr in die Nase. Eine andere Katze. Es viel ihr zwar schwer, doch Bright riss sich zusammen und verscharrte die Maus zwischen Erde und Zweigen. Das Essen musste nun warten. Lautlos folget sie dem Geruch, bis sie an einen kleinen Bach kam, der mit einem leisen Rauchen vor ihren Pfoten durch den Wald floss. Sie sah sich um und erblickte eine andere Katze. Blitzschnell duckte sie sich hinter einpaar Büschen und beäugte die Fremde. Sie war etwa genauso groß wie Bright, schien jedoch etwas älter zu sein und ein seidig schwarzer Pelz ummantelte ihren schlanken Körper. Seit Blues Tod hatte sie keine andere Katze mehr zu Gesicht bekommen und sie freute sich ein wenig über den Gedanken, nciht alleine zu sein. Also nahm sie all ihren Mut zusammen und trat aus dem Gebüsch.

"Guten Tag!"

miaute sie.

"Mein Name ist Bright und es würde mich freuen, dich kennenlernen zu dürfen."

Bright wusste, dass sie ein Risiko eingegangen war, doch sie war einfach zu neugierig. Schweigend wartete sie auf die Reaktion der Fremden.


[im Wald | fängt eine Maus | riecht Rubi| vergräbt die Maus und folgt der Spur | entdeckt Rubi | ist neugierig und spricht sie an]
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Rubi
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Alter Charakter : 3 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : pechschwarz
Besonderheiten : Narben an Vorderbeinen, Riss im Ohr
Größe : 29 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Sep 28, 2012 3:33 pm

Vor schreck rutschte Rubi aus und viel beinahe ins Wasser! Sie krallte sich an dem Stein fest auf dem sie grade noch fest stand! Sie hüpfte wider auf den Stein. Schnell strich sich Rubi über ihren Schwanz, eitel wie immer ihr Schwanz könnte ja nass geworden sein!?
Aber das war typisch für sie in Rubi steckte halt immernoch das verwöhnte Hauskätzchen.

Sie drehte sich nun in die Richtung aus der die Stimme grad eben kam! Was zum..fauchte sie!
Aber als sie bemerkte das es eine andere Katze war, stoppte sie ihre Worte ab.
Rubi schaute estwas mehr in die Richtung der Stimme und erblickte eine Kätzinn.

Ihre Gesichtwinkel entspannten sich ruckartig! Ohh eine andere Katze dachte sie.
Es war lange her das Rubi eine Artgenossin gesehen hatte!
Sie bekam einen entspannten Gesichtsausdruck.
Hey na schwester! miaute sie gelassen in die richtung der Katze!

Rubi sprang von den Steinen im Bach herunter und landete geschickt einen meter vor der Fremden. Eigentlich war sie sonst nicht so nett zu Fremden aber sie hatte so lange keine ihres gleichen mehr gesehen da musste die schwarze sich einfach mal benehmen.

Auf die Frage wer sie wäre antwortete sie Rubi! Um genau zu sein Rubi!


(Erschreckt sich kurz/ antwortet Bright)
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Sep 29, 2012 9:23 am

Brights Schnurrhaare zuckten amüsiert, als sie den Beinahe-Sturz der Fremden Katze beobachtete, doch sie beherrschte sich, nicht zu lachen. Doch plötzlich fauchte die Schwarze sie an und Bright trat einen Schritt zurück und fuhr instinktiv die Krallen aus. Doch als sich der Blick der Katze entspannte, entspannte sich auch Bright und zog ihre Krallen wieder ein. Langsam trat sie einen Schritt nach vorne und neigte grüßend den Kopf. Die freundliche Begrüßung überraschte sie. Lange war sie keiner Katze mehr begegnet, bis auf Blue natürlich, die ihr gegenüber so friedlich gesinnt schien. Als sie sich als "Rubi" vorstellte, konnte sie sich ein erfreutes Schnurren nicht unterdrücken. Es war so schön, wieder Gesellschaft zu haben und sie konnte sich gut vorstellen, mit Rubi eine Freundschaft eingehen zu können. Doch so weit war es noch lange nicht, sie kannten sich ja kaum.
Doch der Hunger nagte immer noch in Brights Bauch und ihre Gedanken schweiften zu der Maus, die sie im Wald vergraben hatte und sie musste sich zwingen, nicht loszurennen um sie auszugraben.

"Rubi?"

fragte sie.

"Hast du zufällig Hunger? Ich habe im Wald eine Maus vergraben, wir könnten sie uns teilen, wenn du magst."


(amüsiert sich über Rubis Sturz/ fragt Rubi, ob sie sich die vergrabene Maus teilen wollen)
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Rubi
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Alter Charakter : 3 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : pechschwarz
Besonderheiten : Narben an Vorderbeinen, Riss im Ohr
Größe : 29 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Sep 29, 2012 12:30 pm

Rubi lächelte leicht. Hmm....eigetnlich hab ich schon gegessen! sagte sie. Aber ein wenig Gesellschaft kann nicht schaden miaute sie darauf.
Sie musterte die Katze und ihr viel auf das sie gleich groß waren.
Die Fellfarbe der Katze faszinirte Rubi ein wenig, sowas hatte sie nochni gesehen.
Auch ihre Augen.....Rubi mochte die Augen der Katze.

Sagmal bist du hier alleine im Wald oder hast du hier noch begleitung?
fragte sie und ihr Blick wurde etwas misstrauischer.
Es erfreute sie das sie eine Artgenossin gefunden hatte, aber
man wusste nie obsich hier nicht noch ein ganzer Clan versteckte!

Alles an sich schien Bright jünger zu sein als Rubi, das merkte man auch an ihrer Stimme!
Es wäre durchaus möglich das sie hier noch eine Familie hätte.
Aber Rubi sah der Kätzinn in die Augen und merkte das sie wahrscheinlich alleine war.
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Amaya
Prinzessin der Nacht
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Alter Charakter : 1 Jahr
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : Hellgrau mit schwarzem Muster
Besonderheiten : ab und an Anfälle (Zuckungen, unkontrolliertes Herumlaufen)
Größe : 28 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 02, 2012 9:08 pm

Amaya seufzte. "Vielleicht. Wer kann schon behaupten zu wissen, was die Zweibeiner denken? Mach dir keinen Kopf darum, Sunny. Wir sollten alle unseren Blick nach vorne wenden. Und ja ihr habt recht, es geht los. Wir sollten uns den anderen Gruppen anschließen" mit diesen Worten erhob die Graue sich und schloss sich den anderen beiden Kätzinnen an. Soweit sie es mitbekommen hatte, sollte die Katzen die Jungen in die Mitte nehmen und die Kater als Nachhut hinterherlaufen. Schien ein schlüssiger Plan zu sein. Obwohl sie leicht bezweifelte, dass Sunny eine gute Kämpferin war. Sie selbst hatte sich ja die ganze Zeit auf der Straße herumgeschlagen, doch Sunny war eine Hauskatze gewesen. Und noch dazu recht klein. Sie wirkte selbst fast noch wie ein Junges. Insgeheim beschloss Amaya, ein Auge auf die orangefarbene Katze zu haben. Vielleicht weil ihr dies bei ihren eigenen Geschwistern verwehrt geblieben war. Doch so tief reichten ihre Gedanken gar nicht, sie tat es einfach unbewusst. Erwartungsvoll sah sie zu Jade, die offenbar am ehesten wusste, wie es ab jetzt weiter ablaufen würde.

[Bei Sunny und Jade | Will losgehen]
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Takara
Juwel der Jagd
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Alter Charakter : 4 Jahre
Geschlecht : Weiblich
Fellfarbe : Grau
Größe : 29cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 09, 2012 6:12 pm

Es kam ihr vor als würde sie Beute auflauern, als sie unter den Büschen lag und wartete. Dünne, spitze Zweige stachen ihr in die Haut und sie musste sich flach auf den Boden pressen, doch das war es Wert, wenn dieses dreckige Vieh sich hier auch nur blicken ließ. Allerdings wurde daraus nichts, denn allmählich wurde der Geruch schaler, bis Takara schließlich wusste, dass das Mistvieh abgehauen war. Glück für das fette Getier. Die graue presste sich flach auf dem Boden um möglichst unbeschadet aus ihrem Versteck zu kriechen und schüttelte lose Blätter und abgebrochene Zweige erst einmal aus ihrem Pelz, ehe sie daran dachte etwas anderes zu tun. Ihr ganzes Fell war zerzaust – es klebte zwar kein Blut mehr daran, aber einen gepflegten Eindruck machte es sicherlich nicht. Im Vergleich zu einer Marionette der Menschen musste sie abgemagert und verwildert wirken, doch Takara fand Gefallen daran anderen möglicherweise Angst einzujagen mit ihrem Auftreten. Ein bösartiges Lächeln huschte über ihr Gesicht, doch es verschwand in einem zornigen Stirnrunzeln, als ihr Asarel wieder einfiel. Er hatte keine Angst vor ihr gehabt, der alte Spinner. Und jetzt war er tot. Das hatte er davon. Seit sie das letzte Mal gesprochen hatten, war nicht allzu viel Zeit vergangen, doch Takara kamen es vor wie eiskalte Winterjahre. Wieso machte der alte Kater sie noch immer ruhelos? Sie hatte ihn endlich vom Hals! Sie sollte froh über diese Tatsache sein, immerhin hatte sie allen Grund zu solch einer Tat gehabt. Als die graue Katze sich hinsetzte und mit der Zunge über ihre Pfote leckte, musste sie sich plötzlich fragen, was wohl aus Edana und Hanna geworden wäre. Ein sanftes und zugleich verbittertes Lächeln legte sich auf ihre Mundwinkel. Sie konnte die beiden förmlich vor sich sehen: Edana, wie sie an einem gemütlich Platz lag, vielleicht mit einem runden Bauch voller Junge und einem wunderbaren Gefährten, und Hanna, wie sie gebannt einen Marienkäfer bewunderte oder mit einem Blatt spielte. Vielleicht würde sie auch jagen oder Edana danach fragen, wann sie denn endlich ihre Jungen bekäme damit sie mit ihnen spielen konnte. Hanna war schon immer die ungeduldigste gewesen...es schmerzte. Der Gedanke das diesen wunderbaren Verband, den es hätte gäben können, nie geben würde. Das ihre Geschwister niemals eine glückliche Zukunft vor sich hatten, dass sie all das nicht erlebten. Takara war allein. Sie war zurückgelassen worden...und für was? Um zu merken, was für ein beschissener Platz diese Welt war, wenn man einsam sein musste?

Das Nackenfell gereizt gesträubt erhob Takara sich auf die Pfoten und fauchte die Illusionen an, die vor ihr erschienen waren. Sie wollte nichts von diesen möglichen Lebensweisen wissen, wenn ihre Geschwister noch leben würden. Die graue Katze wollte nicht das „Was wäre wenn...“ Spielchen spielen. Sie hasste dieses Spiel. Sie hasste alle Spiele die es auf der Welt gab. Frustriert wendete sich die Graue ab und wählte ihren Weg zwischen den Bäumen, um näher ins Waldesinnere zu kommen. Und obwohl Ärger in ihren Adern pochte waren ihre Pfotenschritte so leise wie der Atem einer Maus. Erst jetzt merkte die graue das es langsam Abend geworden war und das Licht, welches gerade noch so durch die Baumkronen drang ziemlich mickrig war. Es wurde Nacht. Und mit der Nacht sank auch die Temperatur, dennoch musste sich Takara nicht allzu viele Sorgen machen. Immerhin war Sommer, und nicht Winter. Sie musste sich nicht unbedingt um einen Unterschlupf kümmern, im Notfall würde sie in den Baumkronen übernachten müssen, doch frieren würde sie ganz sicher nicht. Vorsichtig kletterte sie auf eine Wurzel und sprang dann wieder hinab, als etwas kaltes und nasses ihr unerwartet auf die Schnauze fiel. Reflexartig sprang sie zurück und stieß damit an der vorher überwundenen Wurzel an. Missmutig grollte sie, ehe sie eine ihre Pfoten erhob und sich damit über die Schnauze wischte. Es war nur ein Wassertropfen gewesen, vermutlich von einem Blatt. Knurrend blickte sie zu den grünen Blätter die sich unschuldig im Wind wiegten, ehe sie ihren Weg weiterführte. Allerdings dauerte es nicht lange, bis etwas weiteres sie von ihrem eigentlichen Ziel abbrachte. Diesmal war es ein verführerischer Mausduft der in der Luft lag. Ohne lange zu überlegen folgte sie dem Geruch bis sie verblüfft feststellen musste, dass die Geruchsspur einer anderen Katze den der Maus überlagerte. Hier war wohl schon ein Jäger gewesen, aber wer? In bösen Vorahnungen kniff sie die Augen zusammen. Sie hatte in diesem Wald noch keine andere Katze außer Asarel getroffen und sie wollte es auch nicht wirklich. Die graue war schon immer alleine gewesen und hatte nicht vor auch nur irgendetwas daran zu ändern. Allerdings wäre es vielleicht von Vorteil, wenn sie wüsste, mit wem sie es zu tun hätte wenn sie auf jemanden traf.
Nun deutlich angespannter und in einer geduckten Position huschte Takara weiter, nun gezielt der Duftspur der fremden Katze nach. Es würde noch eine Weile dauern, bis sie überhaupt jemanden sehen würde, geschweige denn in die Nähe des fremden kommen würde, doch ihr Nackenhaar sträubte sich schon jetzt voll dunkler Vorahnung.


[Im Wald - lauert Taida auf - bemerkt sein Verschwinden - läuft herum - riecht jmd. fremden (Bright) - macht sich in ihre Richtung auf (noch nicht in ihrer Nähe! Bitte bemerkt mich noch nicht)]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Okt 16, 2012 10:41 pm

"Ja, ich bin allein..."

murmelte Bright. Und auf einmal kamen alle Erinnerungen an ihre alte Familie wieder hoch. Doch vor allem die an ihren verstorbenen Partner... Sie vermisste ihn so. Traurig senkte sie den Kopf, biss dann jedoch die Zähne zusammen und blickte der hübschen Artgenossin dann wieder ins Gesicht.

"Seit ich meinen Partner verloren habe, habe ich keine anderen Katzen mehr gesehen... Und Menschen auch nicht mehr."


Da Bright nicht länger darüber nachdenken wollte, beschäftigte sie sich wieder mit einem anderen Thema.

"Ich denke ich werde mal schauen, wo ich die Maus vergraben habe. Ich habe so einen Hunger!"


Bei diesen Worten knurrte der Magen der Katze nur noch lauter und ihr Blick wanderte immer wieder in den Wald, dort hin, wo sie ihre Beute verscharrt hatte. Da sie nicht mehr abwarten konnte, drehte sich Bright um und lief mit erhobener Schnauze zurück ins Dickicht, in der Hoffnung, Rubi würde ihr folgen. Sie kannte die Katze zwar kaum, wollte ihre Gesellschaft jedoch jetzt schon nicht mehr missen. Der köstliche Geruch der Maus kroch in ihre Nase und als sie endlich die Stelle gefunden hatte, an der das Tier vergraben war, scharrte sie so schnell sie konnte die Erde beiseite und holte das Tier aus dem Versteck. Sie konnte sich ein freudiges Schnurren nicht unterdrücken, bevor sie mit den Zähnen den Bauch der Maus aufriss und das frische Blut ihre weiße Schnauze rotfärbte. Langsam, um den Moment zu genießen, lies die die warmen Innereien in ihrem Maul zergehen und ihre Kehle heruntergleiten. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihrem Magen aus und sie spürte, wie die Energie der Maus in sie überging. Mit leuchtenden Augen riss sie noch ein weiteres Stück Fleisch aus dem Beutetier und verschlang es gierig. Dann hielt sie inne und blickte Rubi an.

"Willst du wirklich nichts?"

fragte sie und schob mit ihrer Pfote den Mäusekadaver in die Richtung der Katze.

"Es schmeckt wirklich köstlich und eine Stärkung würde sicher auch dir guttun."


[Im Wald | sagt Rubi, dass sie alleine ist | denkt an ihren verstorbenen Partner | will das Thema wechseln | gräbt die Maus aus und frisst sie | bitet Rubi auch etwas an]
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Rubi
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Größe : 29 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Okt 19, 2012 4:27 pm

Rubi lief elegant und doch locker neben Bright.
Sie wunderte sich schon beinahe etwas das so eine junge Katze
schon einen Partner hatte. Dagegen hatte Rubi nie jemanden der sie liebte.
Ein kurzes Seufzen endglitt der schwarze Katze dann lief sie hinter Bright.
Sie fand es sehr höflich das Bright ihr etwas von der Beute anbot.
Die jüngere Katze machte sich gleich gute Karten bei Rubi
Erst als Rubi die Maus erblickte leckte sie sich kurz übers Maul.
Och wenn ich so darüber nachdenke will ich fielleicht doch etwas abhaben miaute sie und
riss sich ein kleines Stück von dem mäusekadaver ab. Schnell schluckte sie es runter.
Jedoch genoss sie den leckeren Geschmack des kleinen Tieres.
Danke meinte sie darauf. Auch wenn Sadellen aus der Dose immer noch leckerer schmecken.
Die etwas eitle Katze leckte sich kurz über die Pfoten und
meinte dann zu Bright Sagmal Bright bist du schon lange eine Straßenkatze?
Als sie den Satz ausgesprochen hatte miaute sie kurz und schnell darauf
Oh Pardon das ich dich so ausfrage ich kann halt einfach nicht widerstehen.
Ein kurzes grinsen zog sich über das Gesicht der schlanken Katze.

(bei Bright( nimmt Maus an/ fragt etwas)
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Okt 19, 2012 7:57 pm

Bright warf der älteren Artgenossin einen warmen Blick zu, wähend diese ein Stück von der Maus verzehrte. Sie selbst spürte schon, wie die Energie ihren Körper durchtströhmte und sie war froh und auch ein kleines bisschen stolz, eine weitere Hungerperiode bezwungen zu haben. Als Rubi sich über das Maul leckte und sich Bright zuwandte, verscharrte diese die blanken Mäuseknochen unter etwas Erde. Etwas sehnsüchtig blickte sie ihnen hinterher, wie sie unter dem braunen Waldboden verwschwanden denn woher sollte sie wissen, wann sie das nächste Mal etwas fressbares finden würde. Erst jetzt bemerkte sie, dass die schwarze Katze ohr eine Frage gestellt hatte.

"Kein problem, du kannst fragen was du willst, ich habe keine Geheimnisse"


Sie lächelte zurück und konnte schon wieder die Harmonie spüren, die zwischen ihnen beiden herrschte. Seit Blues Tod hatte sie soetwas nicht mehr spüren können und sie genoss den Moment der Freundschaft, die sich zwischen ihr und Rubi anzubahnen schien. So schnell, obwohl sie sich kaum kannten.

"Seit 6 Monaten bin ich eine Straßenkatze... Wie es dazu kam und was in der Zwischenzeit passiert ist, ist eine lange Geschichte. Du kannst sie hören, wenn du magst. Aber wie ist es mit dir, lebst du schon lange in Unabhängigkeit deiner Menschen?"

[bei Rubi| verscharrt die Mäuseknochen | beantwortet die Frage | bietet an, ihre Geschichte zu erzählen | stellt Rubi die gleiche Frage ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Okt 20, 2012 7:57 pm

Rubi lächelte die etwas jüngere katze an.
Nun ja ich lebe schon eine ganze Weile auf der Straße.
Wie lange? Hmmm...... gute frage.

In disem einen Satz verkörperte die schwarze Kätzinn
nicht nur ihre große Liebe zur süßen Freiheit nein sie
bemerkte auch ihren Hass auf die Menschheit.
Sie hasste nicht besonders viele Wesen. Eichhörnchen vielleicht die waren
immer so nervid sogar Hunde mochte Rubi sehr.
Nicht nur das oft freundete sie sich mit ihnen an, aber
Menschen? Nur beim denken sträubte sich ihr Nackenfell.
Sie wusste nicht warum, aber ürgendwie mochte sie die Katze Bright
jetzt schon. 6 Monate waren für Rubi nicht lange, aber
für eine recht junge Katze wie Bright schon. Fand zumindest Rubi.
Die Menschen sind grausamer als ich dachte.
Sofort strümten ihre Gedanken an den einen kalten Abend.Der Baum, das Leuchten und die Geschenke.
Hauptsache den Menschen geht es gut denkt sie sich dann oft.
Nun wie war es bei dir? meinte sie freundlich zu der Katze,
schaute jedoch auch etwas verunsichert das sie wirklich nicht zu viel fragte.
Ein Ausduck in ihren Augen den man nicht oft erlebt!


(antwortet Bright/ denkt kurz nach/ redet weiter)
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Argent
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Okt 20, 2012 8:40 pm

Das ist die Welt, das ist kein Traum, das ist die Realität
Das ist das Leben, öffne die Augen, du solltest sehen, worum es eigentlich geht
Jetzt stehst du da in den Trümmern deiner Jugend
Und fragst dich nach dem Sinn
Wo willst du hin?



Und da saß er nun also. Direkt neben Francis, der noch vor so wenigen Stunden sein Feind war. Argent wagte es den Kater genau zu mustern und versuchte dabei in dessen Haltung etwas heraus zu lesen. Er war sich nicht sicher, ob dieses gefleckte Tier auch als Freund taugte. Als Berater definitiv, dass stand sowieso schon fest, aber konnte Argent die ehrliche Kritik Francis‘ ertragen, wenn er ihn als Freund betrachtete oder würde das nur Streit geben? Und würde dieser Kater nicht vielleicht doch etwas zu sehr dem Duft einer Kätzin hinter her jagen, als sich um die wichtige Organisation des Clans zu kümmern? Argent hatte die Blicke Francis‘ bemerkt. Diese Blicke. Da war Zuneigung und Hitze in seinen Augen gewesen, als er Jade betrachtet hatte. Und der Silberne war auch nicht umhin gekommen die zwei Katzen in trauter Zweisamkeit nebeneinander zu sehen. Gut, er selbst war nun auch kein gutes Vorbild. Schließlich sehnte er sich nach der Nähe Alphas, aber trotzdem schaffte er es die bunte Kätzin aus seinen Gedanken zu verbannen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und er war sich sicher, dass es im Wald genug Platz für beides gab: Für Alpha und den Clan. Im Wald würde alles besser werden.
Trotzdem war da dieser Schmerz in seiner Brust, dieses Ziehen, wenn er seiner Gefährtin gedachte. Eifersucht. Caruso. Angst. Argent wollte es sich selbst zwar nicht recht eingestehen, aber er war eifersüchtig auf Caruso und der hatte Angst um Alpha. Der Silberne war sich gewiss, dass Eifersucht ein Zeichen für Schwäche in der Liebe war, ein Zeichen für mangelndes Vertrauen und nicht etwa etwas Gutes. Eifersucht bewies nicht, dass man für ein anderes Wesen etwas empfand. Und genau deswegen wollte Argent sich nicht eingestehen, dass er auf Caruso eifersüchtig war. Der Kater war mit Sicherheit ein gutes Tier für den Clan, aber er würde auch immer ein Rivale um die Gunst Alphas für Argent sein und genau deswegen war es offensichtlich, dass er auf ewig einen schwierigen Stand im Clan haben würde. Anders war es für Argent nicht mögliche, diese Kälte in den Augen Carusos zu ertragen. Wie konnte Alpha nur für einen Stein etwas empfinden?



Die Sonne geht bald auf
Die Stadt zerfällt in deinen müden Augen
Wem kannst du noch glauben?
Die Flasche ist halb leer
Du stehst vor deiner Haustür früh am Morgen
Den Schlüssel verloren


Schließlich streckte Argent sich, schüttelte sich einmal kurz und begann damit sein Brust zu lecken. Die Kätzchen hatten die ganze Zeit schon eine Gruppe gebildet und Alpha war zu ihnen gegangen. Argent wartet darauf, dass Anubis und Caruso zu ihm kam, sodass sie – zusammen mit Francis – die Katergruppe bilden konnten. Der Silberne warf noch einen raschen Blick über die Katzenmenge und entdeckte Coricopat. Der müsste auch noch zu ihnen kommen. Sie waren also nicht ganz so klein, wie Argent zuvor gedacht hatte. Allerdings musste er feststellen, dass er nicht unbedingt fröhlich über seine Katergruppe war. Caruso und Francis. Zwei Artgenossen, mit denen Argent nun nicht unbedingt das große Los gezogen hatte. Francis konnte er ja ertragen, aber Caruso...? Wenigstens schien Anubis ein gutes Tier zu sein und es erfüllte Argent mit Stolz einen so interessanten Kater unter seinen Fittichen zu wissen.
Der Silberne sah nochmals zur Kittengruppe, zu Alpha hinüber. Dieser seltsame Clan, den er da gebildet hatte, hatte noch längst keine gute Zukunft. Caruso, Francis, Anubis, Alpha, Aiko und er selbst. Was war das denn bitte für ein Clan? Nur eine ausgewachsene Kätzin und ansonsten alles Kater, von denen zu viele um die Aufmerksamkeit Alphas stritten. Vielleicht wäre es klüger Jade ebenfalls in den Clan einzuladen, aber Argent kannte sie ja gar nicht!
Er wandte sich Francis zu und sprach mit monotoner Stimme:

“Vor uns liegt einer langer Weg. Vielleicht könnten wir die Stille mit Gesprächen über Jade füllen. Es würde mich freuen, wenn du mir etwas über sie erzählen könntest, während wir laufen.“

Er erwartete von dem Gefleckten keine Antwort und gab ihm auch keine Chance etwas zu erwidern, da er sogleich aufsprang, um sich auf den Weg zu Alpha zu machen. Dabei rief er Francis noch über die Schulter:

“Ich werde kurz mit Alpha reden. Danach können wir ja zu Anubis gehen, wenn der schon nicht zu uns kommen will.“

Freundlichkeit schwang in seiner Stimme mit und Argent schenkte Francis tatsächlich ein nettes Lächeln, wenn es auch eher die Vorfreude auf Alpha wiederspiegelte, als seine Gefühle für den anderen Kater.



Und wenn die die Welt sich gegen dich dreht
Wenn du vor roten Ampeln stehst
Eine graue Wolke sich vor die Sonne schiebt
Da ist trotzdem irgendjemand
Immer irgendjemand, der dich liebt


Er hatte kein hartes Leben. Wirklich nicht. Er hatte immer noch das Gefühl alles zu verlieren, was er liebte, nur, um den Wunsch einer Kätzin zu erfüllen, die ihn sowieso nicht mehr so mochte, wie früher einst. Und nun, wo Argent auf diese besagte Dame, auf Alpha zuging, da kamen diese Gefühle wieder hoch, da breitete sich der Schmerz in seinem Körper aus und Übelkeit ergriff ihn. Doch er wollte, er musste mir ihr reden. Mit ihr. Seiner großen Liebe, seinem Lichtblick in der Nacht. Mir ihr, die von ihm so viel verlangte und so wenig gab. Die ihm mehr Schmerzen zufügte, als jeder einzelne Kampf, den er mit diesem blöden Köter in seinem zu Hause durchgeführt hatte. Und trotzdem liebte er sie. Er konnte nicht anders. Er würde es nie können.
Diese goldenen Augen, dieser Pelz, so bunt wie der Herbst. Ihr zurückhaltendes Lächeln und ihre grazile Statur neben den wilden Kätzchen. All das löste in Argent eine Welle der Zuneigung aus. Sein Herz begann zu rasen und doch schien er innerlich zu bluten wegen all der Qualen, all der Eifersucht, all dem Gift, welches durch seine Venen zu fließen schien. Wie konnte ein offensichtliches Monster sich nur in so schöne Kleider werfen? Oder war nur vorübergehend das Böse über sie her gefallen und er musste sie nun retten? So viele Fragen. So wenige Antworten. Und immer wieder diese eine bohrende, schreckliche, schmerzhafte Frage, die all die anderen überwog: Liebt sie mich noch?
Endlich war Argent bei ihr angekommen. Verschwunden all die Katzen um ihn. Verschwunden all das Leben. Nur noch Alphas gelber Blick und sein Herz, dass kurzzeitig zum Stillstand kam. Er lächelte kurz, aber nicht lang genug, um wirklich den Eindruck zu erwecken, er sei glücklich. Das war er nicht.

“Ich bin da.“

sagte er. Und dann wusste er nicht mehr weiter. Verlor sich völlig in ihrem See aus gelber Liebe. Ihr Blick sagte mehr als Worte jemals sagen konnten, als Anubis jemals sagen konnte. Diese Distanz zwischen ihm und ihr, diese Unsicherheit fiel völlig von ihm ab. Er konnte nicht anders, er musste einfach diese wenige Zentimeter überbrücken, ihren Herzschlag spüren, ihren Duft einsaugen. Argent rückte an Alpha heran, presste seine Brust an die ihre, bettete seinen Kopf auf die Schulter von ihr und leckte ihr zärtlich über den Nacken. Er hatte die Augen geschlossen, konzentrierte sich völlig auf seine Nase und ihr Herz, welches schneller zu pochen schien. Doch er war sich nicht sicher. Er wusste es nicht. Als er sich schließlich von ihr löste schien es ihm, als wäre eine Ewigkeit vergangen.

“Pass auf dich auf.“

sagte er nur und ging dann, ohne zurück zu blicken. Ging einfach.

Pass auf dich auf. Passt auf, dass kein Kater dein Herz jemals bricht. Pass auf, dass du den richtigen wählst.



Nacht ist wieder da
Betrunken stolperst du halb wach durch leere Straßen
Ohne Namen
Keiner nimmt dich wahr
Zentnerschwere Angst und tausend Fragen
Musst du ertragen


Er ging nicht zurück zu Francis. Zu benebelt, zu betrunken war er von dem Duft Alphas, von seinen Gefühlen für diese Kätzin. Gedankenverloren torkelte er stattdessen zu Anubis hinüber. Caruso ignorierte er völlig. Keine neuen Wunden, für die es kein Heilmittel gab. Er wollte einfach nur zuhören. Er wollte von irgendjemand mit verwirrenden Sätzen eingelullt werden. Er wollte aufhören nachzudenken. Er wollte vergessen, was man ihm angetan hatte, er wollte vergessen, dass Alpha stärker war als er selbst, weil es ihr gelungen war ihn innerlich zu zerstören, während er selbst nur äußere Wunden verpassen konnte.
Er wollte einfach nur schlafen. Schlafen und im Traumland versinken, bis er ertrank an all den verwirrenden Fantasien, die sich da in seinem Kopf bildeten und er aufwachte und alles so war wie früher. Er wollte fliegen. Weg sein. Das Gefühl haben, zu Hause zu sein. Das Gefühl haben, festen Boden unter seinen Pfoten zu haben. Das Gefühl haben sicher zu sein in allen Belangen. Er brauchte Alpha. Doch er konnte sie nicht haben. Und um zu vergessen brauchte er Anubis und seine seltsam verzaubernde Stimme.
Als Argent zu dem Getupften getreten war wusste er nicht recht, was er sagen sollte. Es war schon ein seltsamer Wunsch, den er da hatte. Er konnte schlecht sagen, was er von Anubis verlangte. Sie kannten sich ja kaum. Doch der Wunsch war zu groß, um ihn zu verbergen, die Sehnsucht zu stark. Und so brachte er hervor, was er hervor bringen wollte. Mit brüchiger, leiser Stimme. Immer noch im Rausch von Alphas bloßer Präsenz.

“Erzähl mir was.“



Und wenn die Welt sich gegen dich dreht
Wenn du kaputt am Boden liegt
Du willst, dass dich bloß keiner weinen sieht
Da ist trotzdem irgendjemand
Immer irgendjemand, der dich liebt

Madsen - Labyrinth


[erst bei Francis | denkt über ihn nach | denkt über den Clan nach | redet mit Francis | geht zu Alpha | denkt über ihre Beziehung nach | lehnt sich an Alpha etc | redet mit ihr | torkelt zu Anubis und redet mit ihm]
Megapost :D


Song nicht gefunden... | Songtext

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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Okt 20, 2012 8:51 pm

Zusammen mit den anderen Katzen gesellte sich Jade zu der Kittengruppe. Ihr mütterliches Herz wollte keinen von ihnen zurück lassen und sie wachte mit großer Aufmerksamkeit, dass niemand der Kleinen verloren ging. Ob sie nun ein Clan waren oder nicht, darüber machte sich die grau melierte Katze keine Gedanken. Sie waren eine Gruppe, die gemeinsam aus der Stadt geflohen waren. Und das war für Jade alles was zählte. Obwohl sie die Kleinen hier nicht kannte, würde sie auf sie acht geben.
Was die erfahrenen Kater dort drüben gerade alles beratschlagten konnte Jade nicht wissen. Die Umgebungsgeräusche waren zu viele, alsdass sie irgend ein Wort hätte verstehen können. Ihr Blick hing nur noch einmal kurz an Francis. Sie seuftzte leise. So gerne wäre Jade jetzt an seiner Seite. Dann würde sie sich noch sicherer fühlen. Ihre Pfoten gruben sich in das Gras, wenn sie daran dachte wie gerne sie nun mit dem Anhänger an seinem Halsband spielen würde. Sein Fell wollte sie berühren und seine Stimme hören. Doch das war momentan nicht möglich. Aufgeschreckt durch die Worte Amaya und Sunny nickte Jade.
"Ja, lasst uns losgehen."


[denkt nach, geht dann mit der Gruppe los]
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Nicki
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Okt 21, 2012 2:39 pm

Nicki hörte den Anderen schon länger nicht mehr zu. Sie war müde und wusste nicht so recht, ob sie wirklich wollte, dass so viele Katzen um sie herum waren.
Sie konnte einfach nicht bleiben und schloss sich schweren Herzens aus. Sie wollte sich selbst finden und dann wieder kehren, irgendwann.

“Es tut mir leid“ Flüsterte sie leise, aber keiner konnte sie verstehen, denn sie befand sich nicht mehr in der Katzengruppe, sondern fernab.
Ein letzter Blick auf ihre beinah Gefährten, dann lief sie los, in die Stadt hinein, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Sie wollte auch endlich einmal etwas selbst auf die Reihe kriegen, ohne um Hilfe bitten zu müssen.

Bald war sie aus dem Blick der Katzen verschwunden und nur ihr Duft blieb zurück.



[ausstiegspost Nicki, läuft in Stadt zurück.]
[sorry es ging nicht besser]
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Coricopat
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Geschlecht : Kater
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Okt 21, 2012 7:57 pm


“Ich hatte einen Traum,
einen Traum voller Einsamkeit…“

Coricopat hatte die letzten Minuten in schweigender Einsamkeit verbracht. Seine Schwester unterhielt sich mit anderen Katzen. Zu ihr konnte er jetzt nicht gehen, also hatte er sich zusammengekauert und blickte schweigend das Gras an, bis ihm seine Augen zufielen. Er träumte sich in fremde, und wundersame Welten. Er träumte sogar davon, wie er wohl als ein anderes Wesen umherstreifte. Er würde nun wirklich gerne bei Jade sein, doch sie schien so unendlich weit weg zu sein. Er öffnete seine Augen wieder, aber seine Ohren waren nach wie vor taub für seine Umgebung. Aus den Augenwinkeln erblickte er eine Katze, welche sich immer weiter von den Katzen entfernte. Es war Nicki. Höhnisch schnaubend drehte der schwarze Kater den Kopf weg. Sollte sie doch gehen und zusehen, wie sie klar kommt. Nicki würde doch allein in der Stadt keine Woche lang überleben, was bildete sie sich eigentlich ein? Coricopat selbst war nur noch bei der Katzengruppe, weil er bei seiner Schwester bleiben wollte, nicht, weil ihm die andere Katzen ach so viel bedeuteten. Die Siamkatze war schon seltsam gewesen, sie war ein Fall für sich, bis ganz zum Schluss. Er fragte sich, was wohl aus ihr geworden wäre. Eine dieser Katzen, die sich um die Jungkatzen kümmerten, oder eine von denen, die zu nichts zu gebrauchen waren? Immerhin war diese Jungkatze auch nicht so unglaublich jung gewesen, fast so alt wie der Kater selbst. Ihr kindliches Auftreten war ihm ein Rätsel, aber nun gut, mit manchen Rätseln musste man sich eben nicht mehr herumschlagen.


“…und in diesem Traum,
da warst auch du…“

Der Kater dachte an eine Begegnung mit einem Streuner auf dem alten Hof. Es war wie es ihm schien schon Ewigkeiten her. Es war ein kühler Sommerabend gewesen, als diese Katze auf dem Hof auftauchte. Sie schien nicht so ganz zu wissen, wo sie sich befand, oder war sie tun sollte. Coricopat wollte diese Katze verjagen, ihr sagen, dass sie hier nichts zu suchen hatte, aber er konnte es nicht. Er hatte sie angeschaut und war von ihr verzaubert. Ihr schlanker Körper hatte ihn verzaubert, ihr Gesicht war so makellos gewesen, dass er es nie wieder vergessen würde. Schüchtern war sie gewesen und hatte gefragt, wo sie denn wäre. Coricopat hatte ihr helfen wollen, er hatte es wirklich versucht, doch vergebens. Schließlich war sie gegangen, ohne Worte des Abschieds, oder des Dankes, einfach fort war sie. Als er am nächsten Tag von ihr berichtete wurde er bloß ausgelacht. Niemand nahm ihn wirklich ernst. Dies war der Tag, an dem er sich schwor von nun an nichts mehr von sich preiszugeben. Gefühle zu verbergen und in der Einsamkeit zu leben. Er mochte dieses neue Gefühl an sich und er konnte damit leben, es gab ihm Selbstvertrauen und neuen Mut, warum brauchte er schon die Anderen? Die Antwort war einfach, er brauchte sie für nichts!

“…gefangen,
oh du zarte Rose mein…“

Aufgerüttelt von dieser Erinnerung wurde der Blick des schwarzen Katers grimmig und sein Nackenhaar sträubte sich ein wenig. Sollten diese Idioten ihn doch einfach alle in Ruhe lassen, brauchen tat er sowieso niemanden. Was konnten Andere ihm denn schon bieten? Nichts, einfach nichts im Vergleich zu dem, was er brauchte, im Vergleich zu dem was er wollte und sich sehnlichst wünschte. Der schwarze Kater war allein und dieser Gedanken machte ihn froh, wie auch komplett mürbe. Er hatte sich so lange eingeredet, dass er niemanden brauchte, dass er nun selbst daran glaubte und an diesen Glauben krallte er sich nun mit aller Macht. Er wünschte sich auf einer Seite, dass er akzeptiert und anerkannt wurde, aber er suchte auch die Einsamkeit er suchte das genaue Gegenteil von dem, was er wollte und das war es, was das Zusammenleben mit ihm so kompliziert und nahezu unmöglich machte. Zumindest war eine der Geschwister eine führende Hand mit Gefühl und Gewissen, während der Andere im Chaos seines Selbst zugrunde ging. Wenigstens konnte er in seiner Schwester erkennen, dass die Erziehung seiner Eltern nicht vollkommen umsonst gewesen war, sondern dass er einfach eine Laune des Schicksals war und man ihn so hinnehmen musste, wie er nun mal war.

“…dem Verwelken so nahe,
du schwarze Rose des Zornes…“

Da hörte er, wie jemand aufjaulte und sein Kopf streckte sich gen Himmel, während seine Ohren nach vorne schnellten und seine Schnurrhaare zuckten. Es sollte also bald losgehen? Also nichts wie los? Nun gut, es gefiel ihm zwar nicht, aber immerhin passierte mal etwas, obwohl er ehrlich zugeben musste, dass es ihm in der Stadt besser gefiel, als im Wald. Vielleicht konnte er ja auch einfach erst mal mitgehen und wenn sie sich dann niederließen, dann konnte er sich ja wieder verabschieden und ´Auf Wiedersehen, es war schön euch gekannt zu haben´. Aber halt, da war ja seine Schwester. Mit müden Beinen stand er auf und streckte sich, dann tappte er langsam auf die Gruppe zu, zu welcher er gehen musste. Er kam gerade in dem Augenblick an, als Argent gerade zu Francis sprach. Leise fauchte er und blickte wütend drein. Er mochte Francis jetzt schon nicht, kaum hatte er ihn vor wenigen Minuten kennen gelernt. Das konnte nur Probleme geben, dieses Ganze konnte nur Probleme geben. Vor allem aber was konnte dieser Kater schon alles über seine Schwester wissen? Was um alles sollte er schon über sie wissen? Na eine Unterhaltung hatten sie ja bereits geführt.

“…kämpfen kannst du eben nicht Ewig,
dein Untergang ist nah…“

Da war es wieder. Der schwarze Kater wollte einfach nicht erkennen, oder konnte es nicht, das seine Schwester erwachsen war und es brach ihm jedes mal das Herz, jedes mal fühlte er einen Stich in seinem Herzen, der ihm sagte, du musst sie beschützen, aber du brauchst es nicht mehr. Mit einem letzten Blick zu Francis – die Traurigkeit über den Verlust war in seinen Augen zu erkennen- drehte er sich um und ging vorsichtig zu Argent hinüber. Er blickte den Kater und wusste, dass er unhöflich war, wenn er nun einfach dazwischen redete, aber es musste einfach raus.
“Argent, ich weiß gar nicht mehr, ob wir uns bereits kennen lernten. Aber ich wollte dir nur sagen, dass man am besten jemanden fragen sollte, der Jade mehr als fünf Minuten kennt.“
Mit diesen nichtssagenden Worten wandte er sich ab und verharrte still und schweigend, dabei studierte er die Bewegung der Katzen um ihn herum.

“…gehe unter Rose der Nacht,
träume nicht, denn Träume sind umsonst!“


[allein unter Katzen, denkt, geht zu Argent und Francis, geht zu Argent, spricht]
[Text: Gedicht geschrieben von mir]


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Sunny
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Okt 25, 2012 4:40 pm

Sunny seufzte. Endlich jemand, der sie verstand.

"Du hast Recht. Zweibeiner haben echt Hummeln im Hirn!"

Sie nickte und konzentrierte sich auf das, was Amaya ihr riet. Den Kopf nach vorne zu wenden. Sie sah stur in die Richtung, in die die Katzen Gruppe lief, trabte in stätigem Tempo zu ihnen, damit sie nicht den Anschluss verpassten. Neugierig sah sich die junge Kätzin in der Gruppe um. Ihr Blick schweifte über die einzelnen Katzen und landete bei ein paar Kitten und anderen Katzen, die dicht beisammen gingen. Kitten mochte Sunny schon immer gern. Jedenfalls hatte sie in Bzug auf Kitten nur gute Erfahrungen gemacht und mit ihnen konnte man so gut spielen. Und Spielkameraden können Freunde werden - wie Sunny mal gehört hatte. Und da sie einsam, verlassen und allein war - abgesehen von den Katzen um sie herum - könnte es doch nicht schaden, sich mal unter den Katzen umzusehen, oder?! Dann entschied sie sich doch anders und blieb vorerst bei Amaya und Jade. Sie wollte nicht mitten in einem Gespräch gehen. Sie hatte nämlich noch eine Frage:

"Wie bist du eigtl. darauf gekommen, dich dem Clan anzuschließen?", fragte Sunny Jade.

Dabei sah sie Jade nicht an. Sunny wollte ihren Blick nach vorne richten und nicht zur Seite oder zurück. So hatte Amaya das doch gemeint!? Sunny hatte Amaya gesehen, wie sie über die Straße gerollt war und nahm an dass sie auch spontan zur Katzengruppe gestoßen war. Sunny begann durch ihre Gedanken zu schweifen. Freunde zu haben, denen man vertrauen kann, muss toll sein - und hier werde ich welche finden!, nahm sich die getigerte vor. In Amaya gab es eine Kandidatin, bei Jade bekam Sunny schon Zweifel. Jade war so vernünftig - schien sehr mütterlich, aber doch wirkte sie auf Sunny ernst, gar emotionslos. Das war Sunnys Sicht. Amaya war so verständnisvoll. Mehr hatte sie noch nicht herausgefunden... aber das wollte Sunny ändern.


[antwortet | sieht sich um | fragte Jade | schweift in Gedanken umher]
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Amaya
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Okt 26, 2012 10:14 am

Gemächlich trabte die Katzengruppe dahin. Außer Jade und Sunny waren da noch einige andere Katzen um sie herum, doch Amaya war momentan nicht danach, noch mehr neue Bekanntschaften zu schließen. Amüsiert betrachtete sie Sunny aus den Augenwinkeln, die mit großer Ernsthaftigkeit neben ihr lief. Sie schien die Aussage, den Blick nach vorne zu wenden, ziemlich wörtlich genommen zu haben, denn sie blickte steif nach vorne und sah nicht einmal zu Jade, als sie ihr Wort an diese richtete. So naiv und niedlich, die Kleine. Sie würde auf die harte Tour lernen müssen, wie es war, in Freiheit zu leben. Keine Zweibeiner, die einem das Fressen brachten. Nungut, sie war noch jung und mit der Zeit würde vielleicht sogar eine passable Jägerin aus ihr werden. Amaya selbst würde sich auch umgewöhnen müssen. Hier im Wald waren die Mäuse und Ratten vermutlich weitaus furchtsamer und gerissener als in der Stadt. Aber dafür vielleicht auch schmackhafter, weil sie nicht ständig im Müll wühlten.

Nachdenklich schweifte ihr Blick nach vorn und hinten. Soviele Katzen auf einen Haufen. Wie wollten sie eigentlich mit dieser riesigen Gruppe im Wald überleben? Selbst wenn es einen Ort gab, an dem sie alle ihr Lager aufschlagen konnten... Nicht alle von ihnen konnten jagen, dann galt es die Schwachen, Jungen, Alten und Kranken zu beschützen... War der Wald überhaupt groß genug, um soviele Katzen zu ernähren? Unwillkürlich dachte die Graue bereits als Teil des 'Clans', wie Jade es genannt hatte. Es würde nicht leicht werden. Aber irgendwie war es auch eine Herausforderung. Und sie freute sich fast schon darauf. Wenn sie ihre Jagdtechnik der neuen Umgebung angepasst hatte, würde sie sehr gut zurechtkommen. Und anderen dabei zu helfen, würde bestimmt auch Spaß machen. Obwohl immer noch Sorgen und Fragen in ihr waren, begann sie das Ganze zu genießen. Und egal, welche Rolle ihr in Zukunft zuteil werden würde, sie würde sich bemühen, ihr Bestes zu geben.


[Ist in Gedanken]
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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Okt 28, 2012 12:57 am

Wie sie dazu kam sich dem Clan anzuschließen? Verwundert sah Jade die Rote neben sich an. Daran hatte sie eigentlich noch gar nicht gedacht. Die Ereignisse waren einfach so geschehen. Da war ihr Bruder, den sie nach so langer Suche endlich wieder gefunden hatte. Dann diese Versammlung der Katzen und die Angst vor den Hunden in der Stadt.

"Nunja, es ist wohl die Angst davor alleine sein zu müssen."

Meinte Jade dann. Sie konnte ja nicht sagen, dass sie für ihren Bruder und für sich eine neue Heimat suchte. Denn beide konnten sie nicht mehr zurück. Und hier bei diesen Katzen erhoffte sich Jade so etwas wie Schutz zu finden. Ganz davon abgesehen, dass es hier einen Kater mit einem Halsband gab, der es der grau melierten Katze sehr angetan hatte. Ihr Blick glitt über die Kater, die hinter ihnen liefen. Da war Coricopat! Jade war so erleichtert. Es wunderte sie zwar, dass er sich zu dem Anführer begab, doch das war im Moment nich so wichtig. Ihr Bruder war immer noch hier bei ihr und das war alles was zählte.


[beantwortet die Frage, läuft dann mit der Gruppe weiter]
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Sunny
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Okt 28, 2012 7:26 pm

Sunny musste sich echt konzentrieren, um nicht doch zur Seite zu sehen. "Ganz schön anstrengend, Amaya muss ja sehr viel Übung im nach-vorne-sehen haben, wenn sie meinte: "Wende deinen Blick einfach nach vorne und lass die Vergangenheit hinter dir!", grübelte sie ächzend.

Interessiert spitzte die rot-getigerte die Ohren, als Jade antwortete. Aber ihr war klar, dass nicht nur sie sich dem Clan anschließt um, so hilflos in der Wildnis zu verrotten. Es war genau wie bei ihr: Sie wollte nicht alleine sein - was sich wohl auf Gefahren und so weiter bezog, vielleicht hatte sie auch Angst vor dem Wald und der Clan gab ihr Mut? Sunny wunderte sich schon selbst darüber, dass sie etwas kluges dachte. Jedenfalls hörte es sich klug für sie an. Zu klug. Es wirkte fast schon wieder unlogisch und so verwarf sie diese Möglichkeit wieder, aber viel mehr viel ihr nicht ein.
"Achso!", rief Sunny aus, als ob sie total begeistert von der Antwort wäre. Und es hörte sich auch so an - war sie ja auch in gewisser Weise. Aber es zog Sunny immer noch zu den Jungen - und ein paar älteren-, wer weiß warum?!
"Wir sehen uns dann!", miaute sie, zwinkerte den beiden Katzen nacheinander zu und stolzierte zu den Jungen. Sie war sich jedenfalls sicher, dass der Clan der beste Weg war, dem grausamen Leben, allein, hungrig, krank und geekelt in der Stadt zwischen Mülltonnen oder im Wald zwischen Feinden wie Dachsen zu landen war. Mutig, als sie bei den gewünschten Katzen war, stelte sie sich vor:
"Hallo, ich bin Sunny. Und wie heißt ihr?"
Dann gesellte sie sich zu den zwei jungen Katern.


[grübelt| hört zu | antwortet | geht weg | stellt sich vor]
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Amaya
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Nov 02, 2012 6:08 pm

Amaya nickte. Ja, das war ein nachvollziehbarer Grund. "Kann ich verstehen. Ich... bin auch nicht gern allein. War ich allerdings bis vor kurzem, wenn auch nicht freiwillig. Jedenfalls bin ich ganz froh darüber, hier nicht allein zu sein. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich wirklich beim Clan leben will, aber ich lasse das erstmal auf mich zukommen. Ich fühle mich aufgeregt, da wird man ja fast wieder zum Kitten" musste sie leise lachen. Es war aber wirklich so. Soviel Aufregung hatte sie zuletzt als kleines Kitten gefühlt, auf ihren ersten Ausflügen. Sunny hatte sich zu anderen Katzen begeben, doch man würde sich bestimmt bald wieder treffen. Die orangefarbene Katze schien erheblich neugieriger zu sein als sie selbst. Sie war mit der Gesellschaft von Jade vollauf zufrieden. Das ganze Kennenlernen konnte man auf später verschieben, wenn sie einen geschützten Platz für all diese Katzen gefunden hatten.

[Antwortet Jade | Denkt nach]
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Anubis
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Geschlecht : Kater
Fellfarbe : Grau/Silber
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Nov 02, 2012 8:31 pm

Seine Vorfreude zelebrierend stand Anubis mit peitschendem Schwanz einsam bei der Katernachhut. Manch einer würde es dümmliche Naivität nennen, dass er sich nicht voran bewegte sondern weiterhin ausharrte und wartete, obgleich keiner der anderen Katern auch nur annähernd auf ihn zukam. Für den Getupften jedoch war es einerlei und bewies nur seine Treue wie Geduld. Allerdings schenkte er dieser Tatsache in jenem Moment keinerlei Empfindung, während er verharrte fingen seine Ohren so manche Gesprächsfetzen auf und zuckten aufgeregt über die Fülle der Informationen die sie neugierig einsammeln konnten. Die Kitten trafen sich bereits in ihrem Wirkungsbereich, nun schützend umschlossen von den Kätzin. Irgendwo dazwischen nun auch die Bunte. Seine Augen suchten aufmerksam das Häufchen ab, bis er sie fand und neugierig den Kopf in die Schräge lag. Der Graue war an ihrer Seite so innig wie nie zuvor öffentlich von der Mau gesehen, leidenschaftlich, zärtlich, aber viel zu rasch vorbei. Verblichen wie junge Tautropfen an einem zu heißen Morgen. Seine Verwunderung stieg, als Argent sich von Alpha löste und seine Schritte ihn so majestätisch zu Anubis selbst trugen wie es nur einem König würdig sei. Dieser Blick - gequält, von geifernder Sehnsucht, suchendem Heimweh, zerreißender Wehmut, nagendem Selbstzweifel, bedingungsloser Liebe, erwartungsloser Aufopferung - irgendwo Krambereitschaft. Tief verborgen zwischen stummen Schreien der Verzweiflung. Die seichten Schritte endeten baldig, bevor der Gesprenkelte seine Augen von dem Leidenden abwenden konnte. Stille herrschte. Der Vorfreude beraubt, entfuhr dem Ägypter kein Laut, bis er langsam mit Bedacht seine Stimme erhob und die strahlenden Augen von Argent wandte. Die Aufforderung jenes war so eigenartig, wie simpel und schwer zu gleich.

Anubis war ein Redner, ein Poet und so glich seine Stimme in einem Lied verfallen, jeder Ton abgestimmt wie in einem Chor.

"So höret. Ich erzähle. Ich erzähle euch von einer Gesichte. Es ist eine Geschichte über vier Stimmen in einem jeden von uns. Jeden der mit dem Glück des Lebens und der Seele von den Gottheiten gesegnet wurde. Manch einer trägt sie offen, der andere verbirgt sie vor den neugierigen Blicken Fremder. Der nächste, ja solche gibt es auch, glaubt nicht daran, dass er ihnen hörig ist. Aber nicht wir beherrschen sie, sondern sie uns. Wir sind in ihren Pfoten nur ein Spielball. Es gibt jene, die leichtfüßig wie ein Kitten mit ihren Rufen spielen und tollen. Es gibt aber auch jene, die sich sträuben und gegen ihre Natur arbeiten. Einerlei..."

Der Kater legte eine gut geübte Pause ein, viel zu kurz um ihn unterbrechen zu können, doch lang genug um Nachdruck seinen Worten zu verleihen. Sein Blick huschte zu dem Schwarzen der sich zu ihnen gesellte hatte und ermahnte ihn zur Ruhe. Eine Unterbrechung seines Redeflusses war genauso wenig gestattet, wie ein Aufheben der Bitte von Argents.

"Nun gut. Ich rede von denen die bereits lange vor uns allen existierten. Bereits mit den Göttern wurden sie erschaffen. Unterteilt unter Todsünden, Tugenden oder manch anderen Namen, die Geschichten, Zeit und Legenden ihnen gegeben haben. Es ist der wütende Hass. Rau und unberechenbar. Es ist die zarte Liebe. Rein und zerbrechlich. Es ist die keimende Hoffnung. Klein und sehnsüchtig. Und es ist die bange Angst. Verräterisch und warnend. Es sind die Stimmen des Herzen und der Seele. Jeder von ihnen hat eine Aufgabe, ein Recht auf ihre eigene Existenz, doch gebe stets Acht wem du davon Vertrauen schenkst und zwischen welchen du schwankst. Sie urteilen über Heil und Verderben. Und so lauscht nun damit ihr irgendwann eurem Inneren Folge leisten könnt ohne in der Finsternis unterzugehen..."

Anubis blickte in den klaren Himmel, während für ihn die Zeit stehen zu schien und er mit seinem Gesang begann.

"Einst so war es die Liebe, die sich in den Armen des Hasses wog. Sie fror. Er war so bitter kalt, obgleich er ihr die Nähe gab nach der ihr verlangte. Die Blühte ihrer Zartheit, ihrer Leidenschaft schien welk. Ihre Lippen fest auf einander gepresst. Der freudige Glanz aus ihren Augen verloren. Schweigsam ließ sie sich halten von der Stärke und Beständigkeit des Hasses. Es war groß, hart und kalt. Seine Erscheinung glich grob gehauenen Stein. Ihre dem feinen fragilen Bildnis einer jungen Knospe. Bedächtig und mächtig war er. Sie sanft und zerbrechlich. Stumm mit aufmerksamen Blick, beobachtet der Hass die Liebe. In ihren Augen erkennbar die Tränen der Vergangenheit. Ihr Blick leer und ausdruckslos. Er sah ihren Kummer, ihren ganzen Schmerz und sprach: „Ich hatte es dir gesagt, dennoch...Ich würde dich so gerne rächen, es soll dir nie wieder so ergehen müssen! Ich werde dich beschützen.“ Seine Stimme bebte, vor Zorn. Er begehrte sie. Sein Blick barg mehr als nur Wut, war es Mitleid oder Aufopferung, als er die Liebe in Händen trug. Nie konnte er es ertragen sie leiden sehen zu müssen. Jede Warnung von ihm blieb jedoch bei ihr ungehört....Sie war so klein geworden, er so prächtig heran gewachsen. Anfangs stellte sie ihn noch in den Schatten, doch nun war sie nur noch ein kleines Flimmern. Die Zeit hatte ihn gut genährt und sie begann sich in ihm zu verlieren. Stets in seinen Namen verlor sie ihre ganze Kraft, die in seine über ging. Nie konnte er sie halten, wenn auch in ihr das Leben erblühte. Es war ein endloses Spiel, wie jenes der Gezeiten. Ebbe und Flut. Sonne und Mond. Ewig auf der Jagd. Sie war seine Sonne, aber stets in seiner Nähe glimmte sie nur wie ein ausgebrannter schwacher Stern am Firmament. Hingegen gewann er an Fülle und strahlte im schönsten Vollmond. Dann gab er ihr so viel Schutz, so viel Sicherheit. Geborgenheit, die sonst so leicht zerstört wurde. Er tat dies nie. Er war immer für sie da. Ja, sie erkannte wie sehr auch sie ihn liebte. Immer wieder begab sie sich in seine Arme und suchte Trost bei ihm. Jedes Mal war deutlich zu erkennen, wie sie schrumpfte und er wieder ein Stück an Größe gewann. Mehr Sicherheit. Mehr Schutz.

Es waren keine Worte nötig, um auszusprechen was sie empfand. Sie musste es hinnehmen, dass der Hass wieder Recht behalten musste. Es war doch meistens so. Der Mächtige zelebrierte seine Wut, begann zu brodeln in ihrem Namen und so wich ein weiteres Stück ihrer Herrlichkeit, als sie seicht kaum sichtbar zu Nicken begann. Immer noch verlor sie kein Wort, aber dieses Zeichen genügte allein um die Kette des Hasses zu lösen und ihn zu befreien. In lodernden Flammen, die einst der Liebe galten, der er stets unbewusst hörig war sowie sie ihm. Der eine wuchs heran, der andere schwand. Ein Wechselspiel. Ohne Liebe kein Hass. Ohne Hass keine Liebe.

Diese Zweisamkeit störte die Hoffnung. Sie erblickte das Bildnis des Hasses und der Liebe. War es Eifersucht? Jenes Funkeln, welches man in ihren Augen entdecken konnte. Die Hoffnung hatte ähnlich Macht verloren wie die Liebe, doch sie war sich gewiss, wäre die Liebe bei ihr, so würde auch sie wieder heran wachsen. Beide würden wachsen und gedeihen und sich alles geben. Ihren Argwohn gegenüber des Hasses konnte sie nie gänzlich verbergen. Er konnte die Liebe doch nur für sich behalten, wenn sie weiterhin so klein blieb und er Überhand hatte. Denn wenn er erblickte, dass die Liebe wieder wuchs, so wurde er zornig auf sie, dass sie es wagte ihn zu demütigen, ihn ungehört zurückließ und er langsam in ihrem Schatten verkümmerte, wie eine Pflanze im Schemen eines viel zu großen Baumes. Es verging nicht viel Zeit, bis die Hoffnung ihr klägliches Wort ergriff, sie war kleinlaut geworden, denn sie wusste von der Wankelmütigkeit der Liebe und den Hass zu fürchten. „Es stimmt nicht…nicht immer ist dies die Folge. Sprich nicht solche Lügen…Hast nicht du es ihr angetan? Wärest du nicht immer dem Streit verfallen, wären sie - wir noch glücklich. Ich hätte für uns beide geglüht, gehofft und wir wären groß und prächtig. Glänzend und wunderschön. Sieh was du angerichtet hast! Sieh wie klein und schwach wir nun sind! Ich weiß genau du willst die Liebe nur für dich, für deine Macht, aber sie gehört nicht zu dir! Einzig allein mit mir an ihrer Seite kann sie ihre wahre Schönheit zeigen, jener an der du dich selbst stets ergötzt...“

Der klägliche Laut ihrer Stimme war zu einem zittern schluchzenden Schreien heran geschwollen. Die Hoffnung zerbrach an ihrer Verzweiflung, dennoch hatte sie noch genug Kraft für ihre Worte, dessen Bedeutung ihr graute. Der Hass knurrte und bebte. Wie konnte man ihm widersprechen. Die Liebe hingegen, schien in ihrer eigenen Welt zu sein. Sie verlor kein Regung, keine Antwort. Es war ihr nichts mehr wichtig. Die Welt hatte ihr so viele Narben gebracht, so viele Wunden, die immer wieder aufrissen, dass sie es beherrschte sich aus ihrem eigenem Dasein zu verlieren. Sie wurde verschlungen, freiwillig oder gewaltsam. Dies konnte keiner genau beantworten, nur der Hass kannte jene Antwort und er würde sie ewig für sich behalten. Er wusste wie leicht die Liebe zu manipulieren war, umso mehr Groll führte er gegen die Hoffnung. Sie beherrschte ebenfalls das Spiel mit der Liebe, nur auf eine reinere Art.

"Was wagst du?! Du winzige Hoffnung, welchen Wert kann man an dir schon ermessen. All deiner Sehnsucht und Träume bist du gleich und jene sind Nichts!"

Bevor der Hass noch weitere Worte verlieren konnte, brach sogleich die Angst in das Gespräch mit hinein. „Hoffnung, du weißt wie ich, dass dies nicht stimmt. Sie sind alle schlecht. Sieh an was sie aus dir gemacht haben, du bist so klein geworden. Du schwindest wie die Liebe. Auch dich werden sie irgendwann zerstören. Egal wie lange du versuchst zu kämpfen.“ Die Angst sprach mit einer schmerzhaften Gewissheit und die Hoffnung schluckte hart. Aber auch die Angst genoss den Anblick vom Hass und der Liebe nicht. Es bedeutete nur, dass sie Recht behielt und trotz ihrer sicheren Art, verabscheute es die Angst, wenn sie Recht hatte. Die Angst war weder groß noch klein. Sie war auch nicht mächtig oder stark. Sie war einfach nur da. Ein stetiger Begleiter und sie wusste sich bemerkbar zu machen. Sie sprach mal hier, mal da. Es war stets eine Warnung, die immer wieder aufglühte, aber sie ergriff keine Partei. Sie liebte nur sich und es schien ihr gleich zu sein, was die Anderen taten, so lange sie existieren konnte. So war es stets gewesen. Hatte die Liebe ein Grund zur Freude, so tuschelte die Angst ihr ins Ohr: „Vergiss nicht jene Worte, die einst gesprochen wurden. Nicht den Blick dem jemand anderes galt. Nicht die alten Zeiten, in denen jene Berührungen für eine andere Haut bestimmt war.“ Und so schnell wie die Liebe erwärmt war vom Glück, so schnell zog sie sich wieder zurück, mit der Erinnerung an alte Worte und Taten, mit vergangenen Wunden die aufplatzten. Schien der Hass eines Tages schwach zu werden, sprach auch dort die Angst mit ihrer vernichtenden Wirkung. „Sieh dir die Liebe an, wie sie glücklich tänzelt, wie ein blindes Reh springt sie in ihr Verderben. Sieh dir die Fremden an, so viele Brandmale haben sie bereits auf ihrem edlen Antlitz hinterlassen. Schau die verlogenen Augen an, die hinter ihrem Rücken Lügen sprechen.“ Diese wenigen Worte brachten dem Hass wieder seine Macht. Er schürte und bebte seinen Zorn, bis die Liebe wieder zu ihm zurückkam. Erschüttert und verwirrt. Zerbrochen und gedemütigt. Die Angst sprach mit einem Zischen, eine Schlangenzunge hatte sie. Sie war bedacht darauf, das Glück der anderen zu vernichten, denn auch sie hatte kein Glück. Sie hatte niemand, denn zu viel Furcht lag in ihr, als dass sie sich jemand hätte anvertrauen können. Dieses Wunder kannte sie nicht. Es war nur eines was sie kannte und dies war die Unsicherheit, die sie immer wieder erwachen ließ.

Dies sind die vier Stimmen in jedem von uns. Jede hat ihre Aufgabe und jede ihr Recht auf Existenz. Welche jedoch der Wahrheit, welche mehr Glauben geschenkt werden sollte, welche dem Betrug verfallen und welche dem Unrecht bei Seite steht, dies müssen wir selber urteilen. Es ist der Kampf in unserem Inneren und er wird stets weiter gehen. So lange wir von der Angst den Zweifel hören. So lange wir den Glanz der Hoffnung erahnen. So lange wir der Zauberei der Liebe blind vertrauen. Und so lange wir der Demut des Hasses Opfer sind. Alle davon haben einen Funken Wahrheit und alle davon tragen die Lüge ihrer schlechten Seite, ob es Besorgnis, verlorenes Vertrauen, Wahnsinn oder Eifersucht ist."


[Argent & Coricopat | erzählt eine Geschichte]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Nov 10, 2012 11:42 pm

Nachdenklich nickte Jade. Allein sein war schrecklich. Auch sie hatte keine Ahnung ob sie bei diesem Clan bleiben würde oder überhaupt durfte. Durch Zufall war sie diesen Katzen begegnet. Doch wenn man die Frage an Jade herantragen würde, würde sie diese wohl schon mit Ja beantworten, denn alleine der Kitten wegen, sah sie hier eine große Aufgabe für sich. Ganz zu schweigen von dem Kater mit dem Halsband. Und vielleicht würde ihr geliebter Bruder in der Gruppe endlich etwas Ruhe finden. Vielleicht sah er ebenfalls, dass er gebraucht wurde und es eben nicht egal war ob er hier war oder nicht. Jade war sich sicher, Coricopat musste nur das Gefühl haben jemand zu sein. Dann würde er sich besser fühlen.
"Du hast recht, es ist wirklich aufregend. Und ich bin froh, wenn wir endlich einen etwas geschützteren Platz erreicht haben. Denn ich fürchte die Hunde von der Stadt könnten uns hier auch noch finden."
Jade sah sich um und schauderte.
"Lass uns zusehen, dass die Kittens alle zusammen bleiben und wir ja niemanden zurück lassen."


[bei Amaya, denkt, redet]
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Argent
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Nov 13, 2012 4:44 pm

Doch anstatt verwundert zu erfragen, warum Argent diesen seltsamen Wunsch hervor getragen hatte, begann Anubis mit seiner Geschichte. Kein Zweifel war da in seiner Stimme. Keine offenen Fragen, die auf Antworten des Silbernen warteten. Er erzählte einfach, als hätte er nie etwas anderes getan, als wäre es normal, dass dieses seltsame Paar, welches er und Argent da abgaben zueinander fanden, um zuzuhören und zu erzählen.
Argent atmete tief aus. Langsam. Leise. Er legte sich hin, versteckte seine Pfoten unter seinem Brustkorb, schloss die Augen.
Er wollte hören.
Wollte nicht sehen, wie sich die Geschichte in Anubis‘ Blick widerspiegelte, wollte nicht die Mimik des Getupften sehen, mit welcher er seine Worte unterstricht.
Er wollte hören.
Wollte nicht sehen, dass dort weitere Katzen zu ihm traten, wollte nicht mit Beschwerden und Fragen belastet werden.
Er wollte hören.
Und er wollte erst recht nicht das Gras beobachten, wie es im Wind tänzelte. Frei und wild. Er wollte die Welt in seinem Kopf sehen, die Anubis ihm da auferlegte. Und obwohl er all das wollte. Obwohl er gar nicht vor hatte, die Bilder in seinem Kopf, welche er da automatisch erschuf irgendwie an die Wirklichkeit anzupassen sah er doch immer wieder Carusos Augen im Kopf des Hasses, Alphas ängstlichen Blick in den Augen der Liebe und seine eigenen grün-blauen Seelenspiegel im Kopfe der Hoffnung, welche voller Sehnsucht nach der Liebe, nach Alpha trachteten. Und mehr war es nicht, was er sah. Da war kein richtiger Körper, kein Mund, der sprach. Da waren nur Augen und seltsame Schatten. Der Hass, Caruso in einem dunklen, schwarzen Kleid. Groß und riesig. Wie ein Orkan. Alles verschlingend und mit dieser seltsamen, abstoßenden Aura. Da war die Liebe, Alpha, umschlungen von wilden Farben, die hell leuchteten, aber zu klein, zu schmächtig waren, um sich an dieser Pracht zu erfreuen. Und da war die Hoffnung, er selbst. Eine grüne Wolke, zuckend, lebendig, aber mit diesem seltsam bitteren Beigeschmack. Und die Angst? Sie war nur ein leiser Hauch. Kein richtiges Wesen und doch auch kein Nichts. Sie war da – wie Anubis es beschrieb – aber sie hatte keine physische Präsenz. Sie schien in den Köpfen der Teilnehmer zu schwirren. Ein einfacher Gedankengang. Argent wusste es nicht.
Er wollte einfach nur hören. Er wollte neue Bilder erzeugen und doch kam er immer wieder auf dieselben Personen zurück. Und als Anubis geendet hatte, da sah er noch immer den Hass vor sich, wie er mit seinen schwarzen fingerähnlichen Auswüchsen die Liebe umschlang und all ihren Glanz, all ihre Farbenpracht zu verschlingen schien und Argent wusste nicht recht, ob den Hass, für seine Schrecklichkeit oder die Liebe für ihre stumme Demut verurteilen sollte.

Ein kurzer Moment der Ruhe setzte sein. Die Augen des Silbernen waren weiterhin geschlossen.
Stille.

“Danke.“

hauchte er nur, denn ihm fehlten die Worte, um zu beschreiben, welche Wohltat es war, Anubis‘ Stimme zu lauschen.

Nicht lange hielt dieser Moment. Dieser Moment, in dem kurzzeitig die Sorge um den Wald vergessen war, obgleich Argent auch weiterhin an Alpha und Caruso dachte. Doch diesmal stellte er infrage, ob er selbst überhaupt gut genug für die Bunte war. Zu kurz war aber der Moment, in dem er diesen Gedankenfetzten festhalten konnte, denn schon kurz darauf wurde er hinfort geweht von einer Stimme, welche Coricopat zuzuordnen war.
Argent öffnete die Augen und er musste blinzeln, weil das plötzliche Sonnenlicht ihm Schmerzen zufügte. Er hob den Kopf und begegnete dem goldgelben Blick Coricopats. Argent runzelte die Stirn, als hätte er die Worte des Schwarzen nicht ganz verstanden, aber dem war nicht so. Ihm kam es nur so vor, als hätte man ihm die Stimme geraubt, als hätte er verlernt zu sprechen, so mitgenommen war er noch vom Strom von Anubis‘ Geschichte.
Kurzzeitig starrte er nur wie gebannt in Coricopat Augen, bevor er sich ganz aufrichtete, seine Schultern zur Dehnung kurz anspannte und schließlich das Maul öffnete, um seinen Pflichten als Anführer nachzukommen:

“Wir kennen uns bereits, Coricopat. Ich habe dich zusammen gesunken in einer Höhle gefunden. Kurz darauf trafen wir auf deine Schwester und Francis, von dem du zu reden scheinst.“

Argent dachte zurück an diesen Moment. An seine Verzweiflung. Er war los gezogen, um Alpha zu suchen, stattdessen aber Coricopat begegnete, was er nicht bedauerte, ihn aber dennoch etwas traurig stimmte, in Anbetracht der Tatsache, dass Alpha währenddessen mit Caruso allein gewesen war.

“Ich habe nicht daran gedacht, dass es wirklich klüger wäre, dich nach Jade zu fragen. Ich hatte nur den Blick Francis‘ im Kopf und seine Verbundenheit zu deiner Schwester. Ich hatte überlegt, sie eventuell in den Clan aufzunehmen...“

Der Silberne warf einen kurzen Blick über seine Schulter zurück zur Gruppe der Kitten und Kätzinnen, wo er kürzlich noch gewesen war und betrachtete Jades silbernen Pelz. Dann sah er zurück zu Anubis. Fragend. Als hätte dieser die Position um mitzuentscheiden, wer in den Clan kommen durfte und wer nicht. Nur Francis und Alpha stand diese Entscheidung – abgesehen von ihm selbst, Argent – zu, dennoch schien es dem Silbernen eine Pflicht zu sein, zumindest Anubis in Erwägung zu ziehen zu lassen, dass dieser ebenfalls etwas sagen durfte. Schließlich hatte er sich als äußerst nützlich erwiesen, wenn das auch eine unglücklich formulierte Beschreibung für Anubis‘ Taten war, aber Argent kam sie so in den Sinn.
Nützlich.
Wie Francis, nur mit weniger spitzen Wiederworten.
Nützlich.




[bei Anubis und Coricopat | hört Anubis zu und verharrt in seinem Kopfkino | redet mit Cori | denkt]
Sehr schöne Geschichte, Anub *-*

_________________


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