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Argent
Admin && Spielleitung

Dakota
Admin && NPC | Grafikerin

Francis
Grafikerin für Avatare

Twilight
Helferin für Avatare

Caruso
linke Hand Argents

Coricopat
Aufsicht des Rollenspiels



Kapitel 3: Das unberührte Paradies



Wetter:
Sommer. Später Nachmittag.
Sonne geht auf.
Keine Wolken am Himmel.
Starke Hitze.
Im Schatten kalt.
Schwül, kein Wind.
20 - 23 °C

Was bisher geschah....

Nachdem die Nachricht von der
Flucht aus der Stadt erst einmal
herum gegangen ist trafen sich
Katzen am Stadttor. Dort, in einer
dunklen Gasse fing Argent an
über das weitere Vorgehen zu
reden. Es ist Zeit, das Nest
der Menschen zu verlassen und
ein neues Leben im Wald
zu beginnen. Jedem steht es frei,
ob sie nun gehen oder nicht.
Der Clan der Samtpfoten besteht
aus wenigen Mitgliedern und
nur, weil eine Gruppe von Katzen
sich gebildet hat bedeutet das nicht
gleich, dass sie auch ein Clan ist.
Es wird sich zeigen, wer
nun eine Samtpfote sein will
und darf und wer nicht.



Hast du je den Wunsch verspürt
auszubrechen und ab zu hauen?
Nein? Bei den Samtpfoten bleibt dir
wohl nichts Anderes übrig!
Stell dir vor, du bist eine Katze.
Eine Hauskatze, wohl gemerkt.
In einer großen Stadt lebst du und
eines Tages verhalten sich deine
Menschen seltsam. Sie wollen dich
nicht mehr streicheln und halten
Abstand von dir. Angeblich
soll es eine Katzenseuche
geben und ehe du dich
versiehst, landest du auf der
Straße. Allein und ohne Ahnung,
was jetzt zu tun ist.
Was würdest du tun?
Nun, der Kater Argent hat
sich entschlossen einen
Clan mit seiner Geliebten Alpha
zu gründen. Willst du zu ihnen
gehören oder lieber allein um her
streifen?
Es ist deine Entscheidung.
Dein Leben.

Denn du, bist eine Katze.



Gesuchte im Moment
Spielgefährten gesucht.

Zitate des Monats
Jade: "Du bist bei mir und das ist für mich das Allerwichtigste."
Sunny: "Ja ja, das sagen sie alle. Und am Ende bin ich wieder diejenige, die nicht teilen wollte. Hier, nimm!"


Austausch | 
 

 Kapitel 2: Fremde Wege

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AutorNachricht
Alpha
das Glückskätzchen
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Alter Charakter : 2 Jahre
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Fellfarbe : Schildpattmuster
Größe : 31 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Nov 14, 2012 9:11 pm

Alphas Plan klappte unerwartet gut. Niemand rührte sich von der Kittengruppe. Niemand starrte sie fragend an. Keine Fragen. Keine Antworten. Sie war da, aber man registrierte sie nicht wirklich. Gut so. Aber irgendwie schien sie auch ein wenig zu vereinsamen, neben dieser Gruppe voller Elan und Aktivität. Irgendwie passte sie nicht recht dafür. Sie liebte Kitten – das stand außer Frage -, aber sie schien keinen Draht zu diesen vielen Mini-Katzen zu haben. Irgendwo fehlte da dieser Leitfaden, an dem sie sich orientieren konnte. Da passte einfach etwas nicht.
Und vermutlich war es schlicht und einfach Alphas Gemütslage. Sie war nicht in der Verfassung freundlich zu lächeln und den Kätzchen über den Kopf zu lecken. Zu sehr drängten sich ihr die verschwommenen Gedankengänge auf. Und immer wieder waren es dieselben.
Immer wieder Caruso. Immer wieder Argent. Immer wieder sie selbst.
Caruso und Alpha. Argent und Alpha. Alpha und Alpha.
Bunte Augenpaare, die sich anstarrte mit den wildesten Blicken.
Liebe. Hass. Enttäuschung. Trauer. Verzweiflung.
Und dann dieses seltsame Gefühl der Übelkeit in ihrer Magengegend. Alpha hatte das Gefühl, sie müsse sich gleich übergeben, konnte diesen Reiz aber unterdrücken. War sie vielleicht einfach nur krank? Fieberwahn? Sie rümpfte die Nase. Der Geruch der Stadt. Dieser widerliche Geruch. Er lag einfach zu stark, zu schwer in der Luft. Das war es. Ganz einfach. Die große Freude auf ihre neue Heimat, ihre Gefühlschaos und dieser Geruch. Das alles zusammen ergab eine Tinktur, die in ihr die Übelkeit anregte.
Hilfesuchend sah Alpha sich nach Anubis um. Der Getupfte saß völlig allein dort. Seine Augen strahlen die pure Vorfreude aus. Erneut huschte ein Lächeln über Alphas Züge. Diese bunte Aura, welche Anubis umgab steckte einfach an. Weg war die Übelkeit. Ihr Seelenheil war wieder da. Ja, Freundschaft war wahrlich das perfekte Heilmittel gegen ihren Kummer. Sie brauchte keine Liebe in solchen Zeiten. Sie brauchte Freundschaft.
Und dann kam Argent...

Er sah sie mit diesem schrecklichen Blick an, welcher voller Gefühle lag. Zu viele Gefühle. Zu viele für ihre Situation. Warum schmerzte es so sehr ihn zu sehen? Alpha brauchte Ruhe. Sie wollte sich endlich zurückziehen, aber Argent ließ ihr einfach keine andere Wahl. Sie zerstörten sich doch gegenseitig! Man konnte keine zwei Magnete mit denselben Polen zwanghaft aneinander pressen. Das war nicht möglich. Und genau wie diese zwei Magnete stießen sie sich ab, aber Argent versuchte es immer wieder. Diese kleinen Momente, diese kleinen Gesten, die Alphas Weltbild zerstörten. Immer gerade dann, wenn sie einen Entschluss erfasst hatte kam er mit dieser Liebe, die in jedem seiner vielen silbern-grauen Haare zu schimmern schien und ertränkte sie beinahe.
Und genau dann, genau dann liebte sie ihn wieder. Empfand sie mehr für ihn, als jemals zuvor. Aber jedes Mal wenn er ging fühlte sie sich schlecht. Waren da wieder diese Wunden, die er geheilt hatte und die von neuem anfingen zu bluten. Merkte er dann nicht, was er ihr antat?
Da lag diese Enttäuschung in seinem Blick. Da war die Liebe, welche ihn zu tragen schien. Und diese Elektrizität in seinem Körper. Alpha konnte das nicht, wollte da nicht ertragen. Er kam, um mit ihr zu reden. Das sah sie ihm an. Aber was sollte sie sagen? Sie wusste doch nicht, was sie antworten konnte, auf Fragen! Sie hatte nie ihm gegenüber gesagt, dass sie sich zu Caruso hingezogen fühlte. Und er hatte nie gefragt. Doch bald, ja bald würde er das tun. Sehr bald. Und höchstwahrscheinlich genau jetzt, genau in diesem Moment. Sie war nicht bereit. Sie – Alpha – wusste doch keine...
“Ich bin da.“
Schweigen.
“Ich bin da.“
Blicke.
“Ich bin da.“
Schmerz.

Da lag er nun also. An ihrer Schulter gebettet wie in früheren Tagen. Wie oft hatten sie einfach nur so dagesessen. Nur sie. Zu Zweit. Alpha schloss die Augen. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, verfluchte ihre Liebe zu Argent, die so tief in ihr verwurzelt war. Verfluchte diese elende Beziehung. Sie konnte das nicht ertragen und doch genoss sie all das so sehr.
Und er ebenso.
Er verlor sich förmlich in ihr. Alpha kam sich vor, als würde sie ihn in sich aufsaugen. Wie konnte man so etwas „Liebe“ nennen? So etwas Grausames? So eine Beziehung, in der man sich gegenseitig stetig Messer ins Herz rammte? Das war doch völlig irrsinnig!
Und als er sich von ihr löste lag da nur noch Sehnsucht in seinem Blick, in seinen grün-blauen Augen. Wie konnte man eine Kreatur vermissen, die direkt vor einem stand?
“Pass auf dich auf.“
Schmerz.
“Pass auf dich auf.“
Blicke.
“Pass auf dich auf.“
Schweigen.

Und fort. Fort war dieser Moment, der eine eisige Kälte in Alpha zurück ließ und eine völlige Leere in ihrem Blick. Sie atmete nicht mehr.
Sie fühlte sich ausgesaugt, obwohl es ihr so vorgekommen war, als hätte sie Argent in sich aufgenommen. Alpha runzelte die Stirn, bevor sie anfing zu japsen, nach Luft zu schnappen. Der Silberne hatte ihr den Atem geraubt und ihr die Erinnerung ans Atmen selbst gestohlen.

Bevor Alpha sich überhaupt im Klaren werden konnte, was dort gerade geschehen war hörte sie Stimmen zu ihrer Rechten. Die anderen Kätzinnen waren zu der großen Gruppe gestoßen. Zwei waren dabei, die Alpha gar nicht kannte. Eine sehr kleine rot-getigerte Kätzin saß ganz in ihrer Nähe und stellte sich als Sunny vor. Ebenso fragte sie nach den Namen der anderen Katzen. Alpha schwieg. Sie würde mit Sicherheit nicht die Erste sein, die auf diese Frage antwortete.
Unsicher rückte sie etwas näher an Sunny heran. Nicht etwa, weil sie nach der Nähe der Roten suchte, sondern vielmehr, weil da dieses Pflichtgefühl in ihr war, welches besagte, sie müsse zeigen, dass sie zu dieser Gruppe gehörte. Und da war auch noch dieses Verlangen nach einem Gespräch ohne jegliche Vorurteile, ohne jegliche Vorkenntnisse.
Alpha hatte Lust auf eine kleine Auseinandersetzung, in der Liebe keine Rolle spielte.
Alpha wollte Fremde anfauchen.
Alpha wollte streiten.



[bei der Kitten-Katzen-Gruppe | denkt und hat gute Laune | sieht Argent | reagiert auf ihn | fühlt sich leer | sieht Sunny | rückt näher zu ihr]
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Coricopat
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Alter Charakter : 2 Jahre
Geschlecht : Kater
Fellfarbe : Schwarz
Besonderheiten : braunes Fell an Brust-wie umgelegtes Band
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Nov 15, 2012 5:18 pm

My oh me, my
Füße, lasst mich jetzt nicht straucheln,
bringt mich zur Ziellinie
Oh mein Herz zerstört alle meine Schritte
Aber ich hoffe an den Toren werden sie mir sagen, dass du meins bist.

Coricopat wusste nicht genau wieso, aber er mochte den silbernen Kater nicht. Er wusste es ehrlich nicht. Immerhin, was war an ihm auszusetzen? Er sah nicht schlecht aus, war groß, er war der Anführer und er war sicherlich aufrichtig. Nun, zumindest optisch betrachtet. Aber vielleicht war das Ganze auch bloß eine Fassade und sie hatten eine wahrlich grausame Katze an die Macht gelassen, wer konnte das jetzt schon sagen? Egal wie sehr er sich aber bemühte, er konnte einfach nichts finden, was diesen Kater genau beschrieb. Anders war es bei Francis. Er hatte die passendes, wenn vielleicht auch nicht in allen zutreffenden Stichworte zu diesem getigerten Kater. Arrogant, besitzergreifen und er war es einfach nicht Wert jemanden haben zu wollen wie seine Schwester. Aber Argent, nein zu ihm viel dem schwarzen Kater kein Stichwort ein, weder gut noch schlecht, warum auch immer. Natürlich kannte er Argent, immerhin hatte dieser Coricopat aus einer misslichen Lage befreit. Jetzt wusste er plötzlich warum ihm dieser Kater nicht sympathisch war. Argent hatte ihn in seiner schlimmsten Zeit erlebt. Er hatte den Schwarzen am Boden gesehen. Coricopat hatte vor dem Anführer dieser Katzen eine Schwäche gezeigt, er war schwach und unbedeutend gewesen und genau das, dieses Detail störte seinen Kopf. Nun war das Spiel aus und der Kater wusste genau, was er gegen diesen Silbernen hatte. Jetzt gab es also nur noch zwei Möglichkeiten, entweder den Fehler einräumen und es darauf beruhen lassen, oder den Kater bis ans Lebensende hassen, nun gut, Coricopat entschied sich vorerst für die zweite Möglichkeit. Diese war um einiges bequemer und man konnte immerhin jemandem die Schuld geben dafür, dass es einem nicht so gut ging. Ein Schuldgefühl trug er dabei nicht mit sich.

Durch die Straßen der Stadt laufend,
ob durch ein irrtum oder mit Absicht,
fühle ich mich Freitags Nacht immer allein
Kannst du mich wie zu hause fühlen lassen, wenn ich
dir sage dass du meins bist
Es ist wie ich dir gesagt habe, Schatzi

Während sein Kopf all diese Informationen verarbeitete machte sich sein Mund daran eine Antwort auf Argents Gerede zu kreieren. Er blickte kurz an dem Kater vorbei zu dem Anderen, dessen Name so vermutete er Anubis war. Kurz hatte er den Namen aufgeschnappt, aber kennen gelernt hatte er den Kater, welcher wohl gerne Geschichten erzählte noch nicht. “Ach ja, ich hatte mich nicht daran erinnern können dich jemals im Leben gesehen zu haben, aber jetzt da du es sagst, stimmt da hatte es mal so eine Begegnung gegeben.“ Zischelte er vor sich hin, ohne wirklich darauf zu achten das Argent seine Worte auch verstand. Tja, manchmal stellte man sich eben lieber dumm, so konnte man vor größerem Schaden bewahrt werden. Er hatte irgendwie ein Blackout, denn er konnte sich mit einem mal nicht mehr daran entsinnen, wie er nun zu den Katzen gestoßen war. Es war, als hätten sie Stunden auf dieser Wiese gesessen und dabei ihre Vergangenheit vergessen.

Coricopat war nicht blind, aber als Argent das Nächste sagte, da sträubte sich sein Nackenhaar. Es war hart und versetzte ihm einen Stich, als der Kater von der „Verbundenheit“ zwischen seiner Schwester und Francis sprach. Er konnte sich das nicht eingestehen und er wollte es auch nicht. “Na bei einer solchen Verbundenheit weiß er sicherlich viel mehr über sie, vor allem auf Gefühlsebene.“ Miaute Coricopat sarkastisch und wandte dann den Kopf ab in Richtung Jade und der Kitten Gruppe.

Mach mich nicht traurig, bring mich nicht zum Weinen
Manchmal reicht die Liebe nicht, wenn die Wege schwierig werden
Ich weiß nicht warum
Bring mich zum Lachen
Lass uns berauschen
Der Weg ist lang, wir machen weiter
So werden wir in der Zwischenzeit Spaß haben

Der letzte Satz aber ließ den schwarzen Kater stutzen. Er verstand nicht ganz was Argent meinte mit „Erwägung ziehen sie in den Clan aufzunehmen“. Hieß das also, dass er sich erst noch entscheiden würde, wer nun bei ihnen bleiben dürfte und wer nicht? Sollte das allen Ernstes bedeuten, dass er umsonst den ganzen Weg gelaufen war nur um dann am Ende ein Streuner zu bleiben? Sollte er durch seinen Charakter nicht in den Clan aufgenommen werden, was würde Jade dann dazu sagen, oder war er ihr mittlerweile egal geworden? Vielleicht würde sie ihn gar nicht vermissen und ein schönes Leben führen. Mit einem mal war ihm klar, wie sehr er sich bereits an die Katzen gewöhnt hatte. Es würde ihm das Herz brechen gehen zu müssen, seine Schwester zu verlieren und wie ein ausgestoßener zu leben. Dennoch das ließ er sich nach außen nicht anmerken, sondern blickte Argent kühl an. “Und wie groß ist meine Chance in den Clan aufgenommen zu werden?“ Fragte er mit mitschwingendem Unterton. Verdammt, er konnte seine Stimme nicht beherrschen.

“Sag mir lieber direkt, wenn ich gehen soll, denn ich habe wirklich keine Lust darauf mit in den Wald zu kommen nur um dann allein wieder raus zu irren. Da kann ich mein Leben als Streuner gerne direkt wieder aufnehmen, es passt sowieso viel besser zu mir.“ Stellte er klar ohne zu merken wie albern seine Worte klangen.

Komm, nimm ein Abenteuer auf,
Lass mich dich im strömenden Regen heftig küssen
Du magst verrückte Mädchen
Wähle deine letzten Worte, das ist das letzte mal,
weil du und ich, wir sind geboren um zu sterben


[Argent, Anubis, spricht und denkt]
[Lied: Lana del Ray - Born to die]

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Amaya
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Nov 16, 2012 12:40 pm

Unwillkürlich schauderte die Hellgraue bei Jades Worten. Hunde... nein, davon hatte sie in der Stadt wirklich genug gehabt. Dennoch gab sie der dunkleren Katze ein Antwort. "Hunde, pah... diese stinkenden Tölen sollen sich nur wagen, hierher zu kommen. Wir sind genug, um ihnen mal eine "Schönheits-OP" zu verpassen. Aber die trauen sich sowieso nicht. Hunde sind von Natur aus feige. Wenn sie nicht in ihrem Revier sind oder ihre heißgeliebten Zweibeiner dabeihaben verschwinden sie doch schon winselnd, wenn man sie bloß anfaucht" knurrte Amaya. Womit sie nichtmal so Unrecht hatte. Dennoch, es wäre leichtsinnig, die Gesundheit oder gar das Leben der Kitten aufs Spiel zu setzen. Ihr Blick wurde wieder weicher, als er über die kleinen Fellknäuel glitt, die inmitten der Katzen vorwärts stolperten und sich doch immer wieder ablenken lassen wollten von all dem Aufregenden, was um sie herum war. Sie waren noch so weich und unschuldig... manchmal wünschte die Graue sich, selbst noch mit diesem staunenden Blick durch die Welt gehen zu können, ohne Ahnung von Gefahr, Trauer, Verlust, Angst... die Kleinen hatten es wirklich gut. Dann ließ sie die grünen Seelenspiegel wieder nach hinten wandern. Mit einem Ohr lauschte sie auf die Geschichte, die der dünne graue Kater da von sich gab. Pfft. So ein sentimentaler Quatsch. Nungut, vielleicht gerade gut genug um die Kitten zu unterhalten. Unwillig schnaubend beschleunigte sie ihre Schritte, gerade genug, um die Stimmen der hinteren Gruppe nicht mehr hören zu können.

[Jade | Antwortet | Denkt nach | Geht etwas schneller]
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Sunny
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Nov 16, 2012 9:55 pm

Interessiert sah die kleine rote zu der großen bunten Kätzin auf. Äußerlich waren für sie immerhin keine Mängel zu erkennen, die unangenehm sein könnten. Sunny war erleichtert nicht mehr so nahe an dem Jungen mit dem milchigen Auge zu sein, es wirkte einfach zu abstoßend auf sie. Noch einmal spielte sie Amayas Worte in ihrem Kopf durch: “Wende den Blick nach vorne und lasse dich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken!” Ihrer Meinung nach hatte Sunny jetzt lange genug nach vorne geschaut – außerdem wurde es auf die Dauer langweilig, sich nicht umzusehen, was sie sowieso schon getan hatte. Sie war schließlich kein irgendwelchen Göttern verfallener Mönch! Unbewusst glitt ihr Blick zu dem Kater ein paar Fuchslängen entfernt, der sich als Poet entpuppte. Sunny war ziemlich verwirrt. Sie wusste nicht, wie sie dieses riesige Wollknäul aus Wörtern und Phrasen entwirren konnte und einen Sinn, der ihr das Leben erleichtern solle finden konnte.

Nun gut. Sie wand ihr Konzentration wieder auf die Katze neben ihr. Diese hatte immer noch nicht geantwortet, was Sunny ungemein empörte. “Wie unhöflich!”, zischte sie in Gedanken und rollte mit den Augen. “Dann eben so.” Rücksichtslos reckte sie sich etwas näher zum Ohr der Kätzin hin und rief: “Ich. fragte. dich., wie. du. heißt! Mein. Name. ist. Sunny!” Sie lächelte leicht spöttisch. Wer weiß? Vielleicht war das Tier ja schwerhörig??? Sunny seufzte. Also doch kranke Katzen. War Schwerhörigkeit ansteckend? Sie weitete die Augen vor Schreck und rückte bewusst ab, als die Kätzin sich ihr näherte. Indem sie ihr in die Augen starrte versuchte sie, die Fremde Kätzin einzuschätzen. Aber anstatt ihr Persönlichkeit zu sehen sah sie in sandgoldene Vollmondaugen, die ihren Blick bannten. Sie riss sich los, enttäuscht darüber, dass ihr Wunsch nicht in Erfüllung gegangen war. Nun stand sie da, ohne magische Fähigkeiten. Was auch sonst. Aber wozu magische Fähigkeiten wenn man umgeben von Katzen war, die siech alle sofort für einen Opfern würden? War es nötig überhaupt etwas zu tun? Konnte sie nicht einfach alle um sich herum durch die Gegend scheuchen? Sie grübelte ob das wirklich sinnvoll war. Am Ende würde sie total fett werden, weil die anderen so viel für sie taten. Schnell schüttelte sie den Kopf. So ein Schwachsinn! Sie hatte eben doch genau gehört, dass der Clan Schutz für jede verletzte und einsame Seele bieten soll. Dann konnte sie genauso gut Igel ohne jeglichen Stolz hetzen! Sie sagte, Zweibeiner hätten Hummeln im Kopf, dabei müsste sie erst einmal ihren eigenen Bienenstock unter Kontrolle bringen!

[denkt | Ruft | macht sich Sorgen | ist von Alphas Augen hypnotisiert | macht egoistische Tüfteleien]
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Twilight
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Nov 30, 2012 8:31 pm

THIS IS THE PART OF ME


So viele Möglichkeiten. So viele Wege, die am gehen konnte. Jeder Weg konnte zu einer Sackgasse führen. Aber jeder Weg könnte auch zu Ruhm führen, zu Freundschaft und Treue. Zu allem, was diese Welt zu bieten hatte. Jeder musste sich einmal für seinen Weg entscheiden. Eine falsche Entscheidung zu treffen - Das merkte man wohl erst, wenn man fiel - Immer tiefer in die Gewalt dieser falschen Entscheidung. Wo lang Twilight gehen würde, wusste sie noch nicht. Sie wusste nur, sie würde in den Wald gehen und ihre Mutter Stolz machen. Sie wollte die richtige Entscheidung für ihr Leben treffen. Sie wollte ein Leben voller Ruhm, Treue, Kameradschaft. Und sie wollte die Liebe finden. Jemanden, der sie verstand, der sie mochte und mit dem sie eine Familie aufbauen konnte. Bald würden sie alle ihre Familie sein - Amaya, Sunny, Coricopat, Argent und all die anderen Namen, die sie vorhin gehört hatte. Und Alpha. Nein, ich werde mir keine Lebenslange Feindschaft aufbauen! Ich werde mich jetzt einfach für mein unangebrachtes Verhalten entschuldigen! Ich weiß, wohin Fehden führen können: Zum Tod. Oder zur ewigen Angst. Doch dann sah sie, dass sich jemand aus ihren Reihen löste. Es war Nicky. Sie murmelte etwas vor sich hin, Twilight sah ihr tief in die Augen. Sie sah traurig aus, als ob sie etwas bedrückte. Dann verdrückte sie sich. Lautstark lief Twilight kurz hinter ihr her. "Nicky, wo willst du hin?" Doch die Kätzin konnte sie nicht mehr hören. Twilight starrte ihr hinterher. "Nicky." Doch nein, sie würde ihr nicht folgen. Sie hatte ihren Weg gewählt und würde ihn gehen, auch wenn er weg von ihnen führte. Twilight hatte diesen Weg hier gewählt. Und ich werde ihn gehen, egal was er mit sich bringt. Dann wandte sie sich ab und lenkte ihre Aufmerksamkeit auf die anderen größeren Katzen. Sie hatten irgendetwas geredet über Hunde oder so was. Solche räudigen, dreckigen, stinkenden Mistviecher! Twilight verabscheute sie. Von ihr aus könnten sie sich zur Hölle scheren! Doch was hatten sie erzählt?

"Tut mir leid, ich hab gerade nicht aufgepasst. Was habt ihr über Hunde gesagt? Diese räudigen, Drecksköter können sich ruhig sonst wohin scheren! Ich meine: Sie haben doch eh nichts zu tun wie den ganezn Tag rumzukläffen und sich dann wieder winselnd hinter ihrem Hausmenschen zu verziehen, wenn man sie nur anfaucht." Tut mir leid, ich verliere mich schnell in meinen eigenen Gedanken bis ich so weit weg bin das ich nicht mal mehr was mitbekomme. Vielleicht wird es mal besser, wer weiß.

Sie wollte warten, bis sie mit Alpha allein war. Dann wollte sie versuchen, es wieder geradezubiegen, das was sie gerade verbockt hatte. Sie war peinlich berühert, sonst machte sie doch auch nciht so etwas. Lag es vielleicht an Anubis? Okay, sie musste zugeben: Er hatte wirklich eine tütige Erscheinung, er sah wirklich ziemlich gut aus, so elegant ... Fast hätte Twilight angefangen zu sabbern. O du lieber Gott! Ich bin daran, mich in etwas zu stürzen, was ich gerade erst angefangen habe: Und zwar mich zu verlieben! Sie beruhigte sich selbst, in dem sie sich sagte, dass das h bald vorbei wäre. Sie war immer nur sehr kurz verliebt gewesen. Vielleicht lag es daran, dass die Hälfte aller Kater mäusehirnig war. Zumindest die, die sie kennengelernt hatte. Aber noch nie hatte sie so jemanden wie Anubis gesehen. Er sah so anmutig aus, kriegerisch, kämpferisch, wie ein Beschützer in der Not. Twilight! Lass das! Du kennst ihn doch noch gar nicht richtig! Schrie irgendetwas in ihr auf. Und sie wusste, dieser Instinkt hatte Recht. Aber sie wollte sich nicht glauben.

Sie lenkte sich so gut wie möglich ab und dachte einfach nicht mehr dran. Wo waren eigentlich die Kitten? Sie sah sich um und sah, dass Sunny und Alpha sich anstarrten. Sunny übertrieb ganz schön und ließ ihre forsche Art raushängen. Irgendwie war es amüsant, wie sie mit Alpha redete. Aber so konnte man nicht mit ihr reden. Sie würde das nicht tolerieren. Darum schlich sich Twilight kurz mit ein paar entschuldigenden Worten weg, um sich zu den beiden zu gesellen.

"Hey Sunny! Was ist denn bei euch los? Sunny, sei doch ein bischen netter zu Alpha. Sie ist größer wie du und wird uns bald anführen - Zusammen mit Argent. Darum sei ein bischen netter zu ihr. Mit mir kannst du ruhig so reden, ich bin ja auch nicht gerade arg älter wie du. Okay, doch, ich bin älter wie du, aber das heißt nicht, dass ich Alpha nicht weniger Respekt zolle."

Das hatte sie gut hinbekommen - Sie hatte sich sozusagen bei Alpha entschuldigt und sie hatte Sunny gerettet vor ihr - Oder eher gesagt hatte sie Sunny vor sich selbst gerettet. Weil mit so einem forschen Maul hätte sie sich bei Alpha vermutlich unbeliebt gemacht - Doch, was scherte sie das eigentlich? Sie war ja nicht Alpha oder jemand "Wichtiges". Aber irgendwie wollte sie schon jemand wichtiges sein. Das würde sie ja auch für die Kitten sein. Aber ansonsten war sie nicht wirklich interresant. Aber das machte ja ncihts, hier war keiner wirklich interresant, denn jeder war gleich wichtig. Gleich wichtig für die Zukunft. Auch Nicky wäre das gewesen, doch sie hatte den Weg gewechselt ...

(in Gedanken versunken; bemerkt Nicky's Verschwinden; beteitigt sich an der Unterhaltung der Größeren, da sie in der Nähe steht; denkt über Anubis nach; geht zu Alpha und Sunny und versucht Sunny zu "retten")

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Alpha
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Dez 09, 2012 6:36 pm

Wenn der Kleine keine Chance hat
Wenn Versprechungen Lügen sind
Wenn es das Böse reich und gut hat
Wenn die Guten meist die Blöden sind

Dann ist klar, daß das Klima
Reichlich frustig werden kann
Denn wer nichts zu verlier´n hat
Der kommt schlimm drauf, ist übel dran

Die Angst im Genick, ein Niemand zu sein
Die eig´ne Ohnmacht spür´n
Es fehlt nur ein Kick, und der Druck wird frei
Die Rücksicht am Verlier´n



Alpha beobachtete Sunny mit interessierten Blicken.
Sunny.
Der Name klang so sehr nach Sommer und Sonnenschein.
Sunny.
Alpha war versucht diesen Namen laut auszusprechen, auszukosten, zu schmecken, zu fühlen, wie er klang, wie sie ihn betonte, aber sie wollte die Aufmerksamkeit der kleinen Roten nicht auf sich ziehen. Noch nicht. In Alpha war dieses Pochen. Nicht etwa ihr Herz – nein – sondern diese wilde Lust, dieser seltsame Drang. Sie kannte dieses Gefühl. Sie kannte es nur zu gut. Es kam immer in ihr auf, wenn sie sich über etwas aufregte, wenn sie wütend war und endlich den Druck in ihrem Inneren loswerden wollte. Sie war einfach so wütend. Auf sich selbst, auf diese Welt, auf Caruso und ganz besonders auf Argent. Auf all das war sie sauer. Und Sunny musste nun als Schuldige für ihr Unheil fungieren. Alpha würde ihre Wut an dieser kleinen Roten auslassen, obgleich sie dabei wohl völlig lächerlich aussah. Das war ihr egal.
Zorn glitzerte in Alphas Augen, als sie von oben herab Sunny musterte, welche ihrerseits Alpha direkt in die Seelenspiegel blickte. Naives kleines Ding. Alpha rümpfte angewidert die Nase und war bereits versucht etwas von Sunny abzurücken, tat dies aber nicht. Nein, der rote Glückbringer würde gleich nicht mehr so grinsen.
Alpha verengte die Augen. Sie wartete nur darauf, dass Sunny etwas Falsches tat oder sagte. Sie war auf der Jagd. Die Bunte war auf der Jagd nach Fehlern. Sie lauerte, wartete auf ihre Beute. Und sie fühlte sich stark. Stark und übermächtig. Übermächtig und stolz. Stolz und so viel besser als Sunny. Arrogant? Nein, Alpha war nicht arrogant. Sie war nicht selbstverliebt. Sie war nur selbstbewusst und wütend.



Aggressionen ohne Richtung ohne Ziel
Und es wächst die Wut im Bauch
Keine Lösung, kein Ventil
Und es wächst die Wut im Bauch

Wie lange noch, bis der Kragen platzt
und bis die Faust sich ballt ?
Sie ist so häßlich und sie grinst eiskalt
Die Fratze der Gewalt – Wut im Bauch


Alpha sah bereits, wie Sunny begann mit ihrer Pechsträhne. Das würde lustig werden. Innerlich lachte die Bunte hämisch auf, äußerlich war da immer noch dieses Eis in ihrem Blick und diese Elektrizität, die ihre Nackenhaare dazu brachte, sie aufzustellen. Ihre Muskeln zuckten bereits unter dieser Spannung, wollten einen Buckel machen, sich groß machen.
Blind war Alpha. Blind vor Wut. Blind vor Streiteslust. Sie dachte nicht daran, dass sie den Kitten Angst machen könnte mit ihrem Handeln, dachte nicht daran, dass sie sich unbeliebt machen könnte bei den älteren Katzen. Aber so war sie nun mal. Alpha war es nicht gewohnt, auf mehr Herzen zu achten, als auf drei.
Und dann tat Sunny den entscheidenden Fehler. Sie regte sich hoch zu Alphas Ohr und sprach laut und deutlich, als wäre jedes Wort ein eigener Satz zu der Bunten.
Falsch. Falsch Falsch.
Alpha sog tief die Luft ein, als würde sie versuchen sich zu beherrschen, doch dem war nicht so. In diesem Moment herrschte nicht sie über ihren Körper, sondern die Wut und die Lust nach einem Streit. In diesem Moment musste sie einfach frei werden von den Magenschmerzen, die dieses Gefühl in ihr verursacht hatten.

“Sunny.“

Zischelte sie zwischen ihren Zähnen hindurch. Eine Schlange war sie. Sie konnte Gift spucken. Das sie dabei aber eher wie ein Meerschweinchen wirkte, dass versuchte böse zu gucken, ignorierte Alpha völlig.
Sie wollte soeben zu einer Wuttirade ansetzten, da stieß Twilight zu dem Zweiergespann.
Twilight.
Sunny.
Das wurde ja immer besser...



Wenn Du manchmal aggressiv bist
Dann, denk ich, ist das ganze normal
Denn wer in dieser Welt nie ne Wut kriegt
Dem ist vermutlich alles schei*egal

Benutz Deine Wut und saug daraus Kraft
ne wilde Energie
Aus Hitze und Blut wird Strom gemacht
Du mußt nur wissen, wie


Noch besser wurde es dann, als Twilight versuchte Sunny zu Recht zu weisen. Alpha runzelte voller Unverständnis die Stirn. Twilight brachte sie völlig aus dem Konzept. Für eine kurze Sekunde verwandelte sich Alphas Wut in Ungläubigkeit, doch die Bunte würde es sich nicht nehmen lassen Sunny für ihre Untaten zu verurteilen. Twilight konnte ihr dieses Privileg einfach nicht abnehmen. Alpha gewährte der älteren Katze zwar die Möglichkeit, ihre Meinung kund zu tun, aber mehr auch nicht. Und wie sie redete... Als sei Alpha eine alte Königin... Eine Adelige war sie in gewisser Weise ja auch, aber sie war doch jünger als Twilight!

“Liebste Twiligt, vielleicht wärst du so nett und hältst einmal kurz deine Klappe, ja?!“

fragte Alpha und schnaubte verächtlich

“Es ist ja ganz toll von dir, dass du versuchst Sunny vor mir zu beschützen, aber ich denke, dass ist gerade nicht angebracht. Ich kann für mich selber sprechen.“

Die Bunte funkelte Twilight böse an, wandte sich dann aber an die rote Kätzin ihr gegenüber. Twilight hatte sie schon genug angemeckert. Die hatte schon genug abbekommen.

“Ich weiß ja nicht, was du von mir denkst, aber ich bin NICHT taub und auch NICHT eine alte Kätzin, die eine Maus von einem Hund nicht unterscheiden kann. Und ich verbitte es dir in diesem Ton mit mir zu reden! Es ist ja ganz schön, dass du Sunny heißt. Finde ich richtig klasse! Aber vielleicht wäre es etwas klüger gewesen, wenn du dich vorher über die Namen von den wichtigen Persönlichkeiten in diesem Getümmel informiert hättest, denn dann hättest du gewusst, dass ich nicht irgendjemand bin, sondern Alpha, die Gefährtin von Argent und somit die rechte Hand von ihm. Und nun tu‘ mir den Gefallen und frag nicht, wer Argent ist.“

Mit einer Prise Ironie hatte Alpha ihre kleine Rede gewürzt. Es war nicht unbedingt das Böseste, was sie hatte sagen können. Das war ihr schon klar, aber es reichte, um sie ruhig zu stellen. Die Wut in ihr ebbte langsam ab.
Nun klangen ihre Worte zwar recht böse, aber ihre Stimme... Nun, Alpha war nun mal einfach zu niedlich, wenn sie wütend war. Das Funkeln in ihren Augen war echt und doch wirkte sie eher wie ein junges Kitten, welches sich über eine nervige Fliege aufregte. Die Art, wie sie ihr Schwanz hin und her zuckte, wie sie die Ohren zurück legte, wie ihre Haare auf ihrem Rücken zu Berge standen: Alles wirkte so unglaublich süß, gar putzig. Alpha hatte Twilight einen ordentlichen Schlag verpassen können, fraglich war aber, ob auch Sunny sich von den Worten der Bunten einschüchtern ließ oder ob sie eher lachte wegen diesem seltsamen Bild, welches Alpha abgab, wenn sie zornig war. Sollte letzteres der Fall sein, sollte die Rote sich wirklich über Alpha amüsieren, so war ungewiss, was danach geschehen würde.



Schrei´ nur, schrei´
Tob Dich aus zur Musik
Lauf nur lauf
Kämpfe, kämpf um Dein Glück

Schrei nur, schrei für Dein Recht
Und tob Dich aus zur Musik
Lauf nur, lauf um den Sieg
Und kämpf ums Glück, doch bitte tu keinem weh


Wut im Bauch - PUR




Songtext | Lied

[beobachtete Sunny | ist wütend | wird richtig wütend nach Sunnys Antwort |regt sich über Twilight auf | redet kurz mit Twilight | meckert Sunny an | sieht niedlich aus, ist aber wirklich wütend]
(Lied wurde von mir einmal kurz zensiert^^)

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Sunny
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Dez 10, 2012 6:48 pm

Die Katze, die dazugekommen war und Sunny offenbar Manieren beibringen wollte, um sie vor einer „großen Gefahr“ zu schützen. Aber Sunny dachte sich bloß: „Pff! Interessiert mich so was von gar nicht!“ Und schlug einmal heftig mit dem Schweif von der einen Seite zur anderen. Twilight hatte sie aus ihren Gedanken gerissen, jetzt hörte Sunny weg, das hatte er davon. Sie hatte sich so schöne Gedanken über ihre Zukunft ausgemalt, nur um von einer alten, verschrumpelten Gurke gesagt zu bekommen, dass sie etwas nicht sagen sollte. Naja, das war ja mal wieder typisch. Die rot getigerte hatte nicht viel Erfahrung mit solchen Gurken gesammelt und war sich trotzdem sicher, dass sie alles klugscheißen mussten. Um sich besser von Twilight ablenken zu können, begann sie, im Kopf eine Melodie vor sich hin zu summen, das sie bei ihren Zweibeinern ständig gehört hatte. Das klappte ganz gut bis sie sich fragte, ob die Rede endlich zuende war und wurde zurück in die wahre Welt ohne Musik gerissen. Wie durch Watte hörte sie, was die neben ihr sagte und Sunny sah sie ausdruckslos an. Sie hatte ungefähr die Hälfte von dem, was die Kätzin gesagt hatte, verstanden. „Äh, was hast du nochmal gesagt?“, fragte Sunny mit müdem Blick. Dann musste sie grinsen. Alpha - oder wie auch immer die hieß – sah richtig putzig aus! Ihr gesträubtes Nackenhaar erinnerte an ein flauschiges Küken. Aber in ihrem Gesicht lag eine Spur Nagetier – Ratte oder so. „Igitt!“ Sunny trat noch einen Schritt von der Kätzin weg, an Twilight heran. Dann wurde sie neugierig und rief das was Alpha ihr gesagt hatte zurück in ihr Gedächnis:

“Ich weiß was du denkst, aber ich bin taub und eine alte Kätzin, die Maus von Hund nicht unterscheiden kann. Und ich verbitte es, mit mir zu reden! Es ist schön, dass du Sunny heißt. Finde ich klasse! Aber vielleicht wäre es klüger gewesen, wenn du dich vorher über die Namen von den wichtigen Persönlichkeiten in diesem Getümmel informiert hättest, denn dann hättest du gewusst, dass ich irgendjemand bin, die Gefährtin von Argent. Und nun tu‘ mir den Gefallen und frag, wer Argent ist.“

Sunny fragte sich zwar, warum die niedliche Kätzin noch reden konnte, obwohl sie taub war und was ihr die Information, dass sie trotz dass sie die Gefährtin von Argent, dem Kater, der aussah wie ein Stein, eine unbedeutsame Kätzin war, bringen sollte, aber sie tat ihr ein wenig leid. Dass sie taub war sah schließlich nicht ekelig oder abstoßend aus. Sie war sich nicht mal sicher, ob man Gehörlosigkeit sehen konnte. Jedenfalls war sie hin und hergerissen. Einerseits hatte Alpha ihr klargemacht, dass sie es unfair fand, wenn Katzen mit ihr redeten und sie sie nicht hören konnte, andererseits hätte Sunny gerne etwas wie: „Oh, das tut mir aber leid...“ gesagt. Sie beließ es dabei, dass sie der Kätzin einmal beruhigend mit dem Schweif über den Rücken strich, ihren Wunsch, sie solle nach Argent fragen, sah sie jedoch als unnötig und unlogisch in Bezug auf das was sie vorher erläutert hatte und ignorierte es einfach. Generell kam es ihr vor, als wäre das was Taub-Alphachen mit einem Hauch von Ironie - den Sunny ebenfalls nicht richtig einordnen konnte – miaut hatte, ein Lückentext. Erfreut über den geheimnisvollen Touch, lächelte die Kätzin und blickte zu Twilight. Um eine weitere Predigt von Twilight zu vermeiden miaute Sunny mit fröhlichem Ton:
„Okay, aber ich finde dich zu nett, um unfreundlich zu sein und außerdem bist du nicht taub, deswegen rede ich lieber normal mit dir.“
Als ob Sunny ihre eigenen Worte bejahen müsste, nickte sie.


[ignoriert Twilight | summt Melodie | überhört Alpha | wiederholt Alphas Worte | bekommt Mitleid | überlegt, ob sie helfen kann | spricht zu Twilight]
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Twilight
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Dez 30, 2012 12:12 pm

GLEICH. HAST. DU. KEINE. OHREN. MEHR. ALPHA. Ein Sturm der Gefühle tobte in ihr. Darunter waren Wut und Verzweiflung. Zumindest waren es die stärksten Gefühle in ihr, in diesem einen Moment. Am liebsten würde sie jetzt Alpha anspringen, da sie sie komplett aus dem Konzept gebracht hatte. Alpha. Die Anführerin. Klar. wohl eher das Biest in Person. Hatte man dieser Katze keine Manieren beigebracht? Sie fühlte sich so stark, zum Anbeten. Dabei war sie doch nur ein gebrochenes, kleines Ding in dieser Welt, in der nur die Starken überlebten. Solche wie ... wie ... Nein, denk jetzt nicht an ihn. Nicht jetzt. Doch es war zu spät, sie dachte schon an diesen Kater, der ihre Gefühle so aufgemischt hatte. Anubis. Dank ihm viel Twilight jetzt etwas ein, um ihren Zorn auf Alpha loszulassen. Sie grinste innerlich über das, was sie sagen wollte. Sonst war sie doch auch nicht so. Aber wenn man sie aus dem Konzept brachte ... Dann konnte sie jemanden sehr verletzen. Es würde Alpha sowieso nicht stören, sie würde eher darüber lachen. Das war ihr jetzt so EGAL.

"Alpha. Ich hatte eigentlich vor, mich bei dir zu entschuldigen. Doch diesen Triumpf gönne ich dir nicht. Vielleicht bist du es ja, die mal hin und wieder ihre Klappe halten sollte. Du und eine wichtige Persönlichkeit? Ja, das bist du zwar, aber darum musst du dich nicht aufführen wie ein angeberischer Pfau. Dafür bist du viel zu schade. Ich kann nicht glauben, dass du jemanden lieben kannst, der so anderst ist wie du. Und zwar NETT und RESPEKTVOLL. Du siehst nicht aus, wie jemand der liebt oder jemals Liebe erfahren hat. Also bitte, lass dich nicht auf dieses Niveau herunter. Dafür bist du viel zu Schade. Ich geh wo anders hin. Ich meine, ich lass mich nicht noch mal auf dieses Kittenniveau herunter. Lieber verbringe ich meine Zeit mit den anderen Katzen, die hier sind!"

Twilight drehte sich auf dem Absatz um, ohne Alpha oder Sunny zu Wort zu lassen. Sie sah sich um, suchte Anubis. Grau getigertes Fell, wunderschöne Augen. Wo war er? Dort stand er. Bei Corricopat oder wie er hieß und Argent. Super. Alphas Gefährte. Große Klasse, klar würde sie zu ihm gehen. Ach, sie ignorierte ihn einfach und konzentrierte sich auf Anubis. Ihre Energie war zu ihr zurückgekehrt. Sie war nicht mehr so schwach wie vorhin, wo sie zusammengebrochen war, warum auch immer. Nein, sie war jetzt ganz anders drauf, alá Ich-fühle-mich-wie-neu-geboren-und-will-jetzt-meine-Ruhe-weil-ich-keine-Lust-mehr-auf-Alpha-und-ihr-zickiges-Getue-hab. Twilight bereute nichts. Nichts, was sie gerade eben gesagt hatte. Anders, wie sonst. Sie gesellte sich also zu dem Dreiergespann und setzte sich neben sie.

"Hallo. Ich hoffe ich störe nicht und darf anhören, was ihr gerade sagt. Ich habe nicht darauf geachtet, als ich her kam. Stör ich? Soll ich gehen? Oder darf ich bleiben?"

Twilight grinste und warf einen fiesen Blick zu Alpha. Einen Blick, alá Such-dir-jemand-anderen-zum-rummotzen.

(zuerst bei Alpha und Sunny l sagt etwas zu Alpha l geht dann zu Argent, Cori und Anubis und will ihnen zuhören)
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Anubis
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Dez 30, 2012 11:30 pm

Seine Stimme war verstummt, dennoch regte Anubis sich nicht. Erstarrt schien er ihm Bann des Firmamentes zu sein. Nur das getupfte Fell auf seiner Brust erhob sich seicht und verriet seine Lebendigkeit. Die honigfarbenen Augen betrachteten anscheinend noch immer den Himmel, doch ihm fehlte die Sicht. Seine Seelenspiegel waren glasig und blicklos. Welch Bilder formten sich vor seinen Augen? Welche Gesichter waren es die sich verzerrten zu Hass und Liebe, zu der verzweifelten Hoffnung. In ihnen lag Bitterkeit, Furcht und Trauer. In ihren Augen die Verdammnis der Zweifel, aber...sie schienen ihm vertraut. Seine Geschichte, eine Legende alter Zeiten nahm unvermittelt Form an. Erkennbar wurden die Züge von Argent und Alpha. Der Kater die Hoffnung und die Kätzin die Liebe. Die Gedanken der Mau schienen träge. Er sah blass bunte Farben, schwere Schlieren an schwarzen Nebel und ein beinahe verwelktes Grün. Sie mischten sich in seine Augen, wie frisches Blut in Wasser. Ein leichter Schleier zog über Anubis und bedeckte ihn innerlich. Das Begreifen fiel ihm schwer. Die Schemen seiner Freunde verfestigten sich und blieben dennoch nur wabernde Gedankengeister. Keine greifbare Struktur erhielten sie, doch in dem Ägypter gab es kein Zweifel. Sie mussten es sein, ihre Ähnlichkeit war auch ohne Beständigkeit verblüffend. Der flinke Redner war sprachlos. Nur langsam zerflossen die Bilder in seinem Kopf. Wie eine Geburt lösten sie sich von ihm, während jeder von ihnen ihm einen Funken ihres Schmerzen mitteilten. Die Realität holte ihn nur schwer wieder ein. Ein dicht gewebter Vorhang schob sich vor die Bilder, die Zeichen einer fremden Seele. Dann fiel er wie Granit auf den Kater ein und stürzte auf ihn nieder. Erschlagen von der Wucht der Wirklichkeit, sank sein Kopf herab, wobei sein Körper langsam folgte. Etwas abrupt bettete er sein Haupt auf die viel zu weit ausgestreckten Pfoten und nickte nur matt zu Argents Worten. Erschöpfung machte sich in ihm breit, wie die Müdigkeit nach einer langen Nacht. Doch sein Geist arbeitete ohne Unterlass. Was war das gewesen? Hatte sich der Poet in seine eigenen Worten so verfangen, dass er kaum die Wahrheit von einem Traum unterscheiden konnte. Einige Zeit verstrich, in der er die Nichtigkeiten der beiden anderen an sich vorbei ziehen ließ. Langsam wandte er den Kopf zu dem Silbernen. Oder war er es gewesen? Waren es seine Fantasien gewesen, die Anubis beflügelt hatten und ergriffen, als wollen sie seine eigene Seele verdrängen...

Der Kater war sich so sicher, als würde es um die bedingungslose Liebe seiner Mutter gehen, dass all dies wirklich geschehen war. In seinem Herzen hatte er es ziehen gefühlt und nicht nur da. Es war noch mehr gewesen. Solch eine Verlustangst hatte er nicht empfunden, seit er dem Gedanken auf die Schliche gekommen war, sein Frauchen wolle ihn fortjagen. Aber auch diese Tatsache machte es für ihn nicht leichter verstehen zu können. Beinahe drehte es ihm bereits in seinem Kopf vor lauter Fragen und Rätseln die er Zeit seines Lebens noch entschlüsseln musste. Sein Entschluss stand jedoch fest, heute war nicht der rechte Zeitpunkt. Die Geheimnisse des Jenseits und Diesseits mussten warten, denn er spürte die Ratlosigkeit in Argents Blick auf sich ruhen. Ob vielleicht auch der König etwas von den Geschehnissen bemerkt hatte? Hatte er ebenso gesehen und empfunden, oder war dies alles auf Anubis Mist gewachsen? Ehe er noch einmal einen Gedanken diesbezüglich erwecken konnte, erkannte der Getupfte das es um den Schwarzen ging. Wovon hatten sie noch mal gesprochen? Die Neugier, die ihn sonst zu einem sehr aufmerksamen Zeitgenossen machte, hatte hier beinahe gänzlich versagt. Erst nach langen Kramen und Suchen im Hinterstübchen fand Anubis die letzten Worte der Kater wieder. Wer Jade war konnte er nicht beantworten, doch das Fettnäpfchen welches Argent zielstrebig gefunden hatte und auch direkt hineingehüpft war wie ein kleines verspielte Kitten, dass hatte er gleich entdeckt. Mit einem schräg gelegten Kopf blickte er die beiden an. Ein fragender Gesichtsausdruck legte sich auf seine bereits gerunzelte Stirn. In den Clan aufnehmen, welche Entscheidung gebührte ihn? Jene doch eigentlich gar nicht. Er selbst war ein junges Mitglied, aber vielleicht lag es auch nur daran das manch ein Kater sich nicht ganz wohl gesonnen war.
Langsam richtete er sich aus seiner ungelenken Haltung auf und erhob sich wieder.

"Eine Familie sollte nicht zerrissen werden. Ich bin mir sicher Jade wäre zu tiefst bekümmert, wenn wir alleine ziehen sollten und auch für einen Bruder ist diese Bürde nicht leicht. Das Leben zusammen erscheint mir da doch rosiger und verlockender. Ich kann nicht für alle sprechen, doch für mich und in meiner Welt hat jeder die gleichen Chancen. Jedes neue Mitglied und jeder Mitstreiter ist mir ein Freund und willkommen. Daher werft euren Gram fort und blickt in die Zukunft. Das Leben eines Streuners in einer Stadt die uns hasst, ist keine Alternative und keine Zuflucht."

Auch wenn ihm der Dunkle nicht gänzlich vertraut war, glaubte Anub wie eh und je an das Gute in jedem. Obgleich er vermutete das er weder poetische noch lyrische Neigungen hatte und jenes ebenso wenig verstehen mochte, wie Anubis selbst Intoleranz. So konnte der Schein auch trügen und ein weicher Kern in der harten Schale ruhen. Mehr schien es ihm sowieso nur um verletzten Stolz und unvernünftiger Eifersucht zu gehen, die aus ihm sprach. Er wusste allerdings nicht genau, wann und wie die beiden sich je begegnet waren, aber auch so konnte er dem Schwarzen verzeihen, nachdem Argent lieber auf die Worte des Casanovas zurückgreifen wollte. Ein unerfreulicher Eintausch für einen Bruder der seine Schwester hütete und gar beschützen wollte vor frevelhaften Taten.

Ein kurzer fragender Blick huschte zu dem Silbernen, als wolle er die Bestätigung das Rechte getan zu haben. War es dies gewesen, was er wollte? Das er sprach und ihm den Weg ebnete? Da Anubis mit seinen Gedanken noch immer hinterher hinkte wie ein vergreister Altkater, war es nicht sonderlich überraschend, dass er zusammenfuhr als eine weitere Stimme sich zu der Truppe gesellte. Seine Ohren zuckten wild und fanden nur schwer wieder Ruhe. Erst wieder bei der Stille die sich zwischen den Gesellen verteilte, wandte er den Blick zu Twilight. Sie hatte sich in die Katernachhut eingeschlichen und schien neugieriger denn je. Der Getupfte nickte nur freundlich. Natürlich störte sie nicht, allerdings verwarf sie die Pläne Argents. Obgleich dies wohl kaum ein Problem darstellen sollte, da es eh einige Kater weniger gab und die Kitten bereits eine verteidigungsstarke Linie um sich errichtet hatten. Das Einzige welches Anubis jedoch aufmerksam werden ließ, war der Ton mit welchen sie ihre Worte verlor und der Blick der in die Kätzin- und Kittentruppe folgte.

[bei Argent, Coricopat & Twilight]
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Alpha
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Dez 31, 2012 1:55 pm

Manche Katzen waren einfach seltsam. Anders konnte sich Alpha Sunnys Verhalten nicht erklären. Die rote Kätzin rückte zwar von der Bunten ab, aber sie wirkte nicht eingeschüchtert und ihr Blick war auch nicht von Ehrfurcht zerfressen. Dass Alpha nicht gerade stark wirkte wusste sie ja, aber für gewöhnlich würde ein so junges Katzentier wie Sunny einen gewissen Respekt an den Tag legen, nach Alphas Rede. Schließlich hatte die Bunte betont, dass sie die Gefährtin Argents, des Anführers war. Eigentlich ritt sie auf dieser Tatsache nur ungern herum, erst recht in solchen Zeiten. Schließlich war ihre Beziehung zu Argent immer fragwürdiger, immer lückenhafter geworden. Trotzdem war es ihr rausgerutscht. Und das Sunny darauf kaum reagierte verstand Alpha nun einfach nicht...
Die Rote rückte zwar ab, aber irgendwie schien da mehr Mitleid in ihren Augen zu tanzen, als Respekt oder ähnliches. Und dann diese Berührung mit ihrem Schwanz... Als wollte sie Alpha trösten... Verwirrt runzelte die Bunte die Stirn. Ihre Wut war nun völlig verebbt. Verschwunden in der Welle aus Verständnislosigkeit, die nun über die Kätzin hereinbrach. Hatte Sunny denn nicht verstanden?! Oder war es Alpha selbst, die etwas nicht verstand?! Und dann auch noch diese komischen Worte, die an Twilight gerichtet waren... Aber vielleicht war Sunny auch einfach nur sehr, sehr viel Kitten. Sie wirkte ja schließlich auch so, obgleich Alpha dachte, sie sei etwas... gebildeter... erwachsener...
Schließlich schien sie schon alle vier Jahreszeiten einmal hinter sich gebracht zu haben. Einen kurzen Moment noch grübelte Alpha, bevor man sie aus ihren Gedanken riss. Twilight setzte nun zum Gegenangriff an.
Fast hätte Alpha angefangen zu kichern. Zwar wirkte Twilight nicht so lächerlich wie Alpha, wenn sie wütend war, aber es passte einfach nicht zu ihr. Zumindest nicht in diesem Moment. Alpha schätzte Twilight eher als eine ruhigere, freundliche und zurückhaltende Kätzin ein und daher wirkte dieser plötzliche Ausbruch der Wut mehr als skurril und surreal. Zumindest auf Alpha.
Irgendwie war es schon ein seltsamer Tag... Es war so viel passiert, so viel befremdliches und Alpha hatte so viel Unsinn angestellt, von dem sie nun nicht wusste, ob sie ihn bereuen oder anhimmeln sollte. Und dann dieser seltsamer Streit, der sich hier zwischen und ihr Twilight aufbaute. Mal ganz davon abgesehen, dass die andere Kätzin zwar wütende Worte sprach, die Alpha direkt ins Herz gehen müssten, aber ihre Wortwahl so befremdlich, so kindlich wirkte, dass Alpha nicht einmal mit der Wimper zuckte.

“Dafür bist zu viel zu schade.“
Was sollte das denn heißen?
“Du siehst nicht aus, wie jemand der liebt oder jemals Liebe erfahren hat.“
Über ihre Präsenz sollte jeder selber richten, aber der jemals Liebe erfahren hat? Alpha hatte sehr wohl Liebe erfahren. Dass Twilight das nicht wissen konnte war logisch. Aber warum genau sollte das jetzt fies sein? War das nicht eher eine traurige Erkenntnis, wenn man es aus Twilights Sicht betrachtete? Musste man Alpha deswegen nicht eher bemitleiden, als sie damit anzugreifen?
“Dafür bist du viel zu schade.“
Erneut dieser seltsame Satz...
“Ich meine, ich lass mich nicht nochmal auf dieses Kittenniveau herunter.“
Nochmal? Was dachte Twilight denn bitte von Alpha?

Die Bunte erwiderte nichts auf Twilights Worte. Sie ließ die andere Kätzin einfach gehen. Da war keine Wut in Alphas Bauch, keine Traurigkeit in ihrem Blick. Da war nur Belustigung in ihren Schnurrhaaren und Verwirrtheit in ihren Augen. Es passte wirklich nicht zu ihr, zu Twilight, zornig zu werden. Und dann diese seltsamen Sätze...
Alpha konnte durchaus lieben. Und sie selbst verstand es ja auch nicht, wie sie sich in Argent hatte verlieben können. Schließlich war er ja zu Anfang nur ein Mittel zum Zweck. Er sollte für sie jagen und es hatte geklappt. Das aus so einem ausbeuterischen Grund Liebe entstehen konnte hatte Alpha bis dato auch nicht geglaubt. Und sie wusste nur zu gut, dass Caruso viel besser zu ihr passte. Aber wenn sich Eis zu Eis gesellte, so konnte daraus nur noch mehr Kälte entstehen. Argent hingegen war so liebenswürdig, so zart, so wunderbar. Er war der Frühling. Frisch und schön. Er war der Sommer. Warm und brennend. Und er hatte sie aufgetaut, er hatte ihr Eis um ihr Herz geschmolzen.
Jeder, der auf der Straße aufwuchs würde zwangsläufig hart werden, zu Stein werden. Aber wenn es ein Lebewesen gab, welches stark war, welches das Feuer besaß, um selbst Stein zu schmelzen, dann konnten auch Straßentiere zu Schmusekätzchen werden. Man musste Alpha nun mal besser kennen, um in ihr das zu sehen, was Argent in ihr sah, was Caruso in ihr sah... was Anubis in ihr sah...
Alpha wagte es kurz einen Blick hinter Twilight her zu werfen. Sie gesellte sich zu der Katergruppe. Kurz flammte Eifersucht in Alpha auf. Sie wagte es, sich in der Gesellschaft so wundervoller Kater aufzuhalten. Das hatte sie nicht verdient. Dann aber legte sich dieses Gefühl. Argent würde wohl kaum ein Auge der Liebe auf Twilight werfen und so wie Alpha Anubis kennen gelernt hat würde die neue Freundschaft zwischen ihr und dem Poeten stärker sein, als die Beziehung zwischen Twilight und Anubis, mal ganz davon abgesehen, dass Twilight sowieso nicht dort sein sollte.
Früher oder später würde Argent sie zurück schicken zu den Katzen.
Ein heißeres Kichern drang aus Alphas Kehle.
Ein seltsamer Tag. Ein wirklich seltsamer Tag.

Dann sah Alpha wieder zu Sunny. Irgendwie war sie ja auch niedlich, die kleine Rote. Und amüsiert fragte sie:

“Bist du auch so eingeschüchtert von Twilights Worten wie ich oder denkst du eher, sie sollte lieber zwei Mal überlegen, was sie sagt?!“

Das sie dabei völlig vergaß, wie lächerlich sie selbst wirkte, wenn sie wütend war, sie lächerlich ihre zornige Rede vorhin gewirkt hatte sollte Sunny wohl besser ignorieren.



[bei Sunny, nahe der Kitten-Gruppe | ist verwirrt | hört Twilight zu | findet Twilights Rede lächerlich | denkt nach | ist kurz leicht eifersüchtig | redet mit Sunny]
Sunny, deine Posts sind genial xD
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Jan 02, 2013 11:56 pm

Dunkelheit. Nur der große, runde Mond hängt am Himmel, umzingelt von seinen Kindern, den Sternen. Wie viele, tausende Augen beobachten sie die Katzengruppe, welche sich nun schon seit Stunden einen Weg zwischen den langen, schlanken Grashalmen bahnt. Ihre Pelze sind nass von den Regentropfen, welche sich an ihnen festklammern, ihre Pfoten wund von der langen Wanderung.
Die ungewöhnlich kalte Sommernacht zwickt den Stubentigern immer wieder in die Haut und die Müdigkeit breitet sich in ihren steifen Gliedern aus. Doch Argent ist zuversichtlich, dass sie bald am Ziel ihrer Reise ankommen werden. Man meint bereits den Duft des Waldes zu riechen, dass Rascheln der Blätter im Wind zu hören. Doch sehen kann man es noch nicht, dieses Gehölz, welches sich all die Katzen so sehr herbei sehnen.
Hoffnung brennt in einigen Augen der Vierbeiner. Wie lange wird es noch dauern, bis jegliche Energie aufgebraucht ist?
Die Kitten leiden unter dem anstrengenden Marsch und die Meisten der Katzen sind es nicht gewohnt, so lange zu laufen, doch Argent treibt sie an, ermuntert sie, versucht sie aufzubauen.
Bald. Bald. Bald.
Und dann: Endlich!
Die Kronen der Bäume kommen in Sicht, der Wald ist nicht länger fern. Nur noch wenige Meter, wenige Meter...
Aber die Katzen sind erschöpft. Zu anstrengend war dieser Weg, zu leer die Herzen. Tauchen etwa Zweifel auf, so nah am Ziel? Und als schließlich die ersten Katzen schwächeln muss die Gruppe stehen bleiben. In den Augen die Spiegelung des Waldes, aber zu sehr schmerzt jeder Schritt. Es geht nicht anders: Sie müssen rasten.
Für diesen Tag musste es genug sein. Und so legen sich alle Vierbeiner hin, legen sich schlafen, lassen sich umarmen von süßen Träumen nach Freiheit und Frieden, bis sie wieder aufwachen müssen, aufstehen müssen, denn noch sind sie nicht an ihrem Ziel angelangt.
Bewacht vom Mond, von den Sternen, vom Wald, der so spürbar nah ist fällt auch der letzten Katze die Augen zu und ein Gefühl der Glückseligkeit breitet sich über die Gruppe aus...




Ende Kapitel 2: Fremde Wege
Alle abgebrochenen Gespräche können in einem Nebenrollenspiel weiter geführt werden.
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