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Argent
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linke Hand Argents

Coricopat
Aufsicht des Rollenspiels



Kapitel 3: Das unberührte Paradies



Wetter:
Sommer. Später Nachmittag.
Sonne geht auf.
Keine Wolken am Himmel.
Starke Hitze.
Im Schatten kalt.
Schwül, kein Wind.
20 - 23 °C

Was bisher geschah....

Nachdem die Nachricht von der
Flucht aus der Stadt erst einmal
herum gegangen ist trafen sich
Katzen am Stadttor. Dort, in einer
dunklen Gasse fing Argent an
über das weitere Vorgehen zu
reden. Es ist Zeit, das Nest
der Menschen zu verlassen und
ein neues Leben im Wald
zu beginnen. Jedem steht es frei,
ob sie nun gehen oder nicht.
Der Clan der Samtpfoten besteht
aus wenigen Mitgliedern und
nur, weil eine Gruppe von Katzen
sich gebildet hat bedeutet das nicht
gleich, dass sie auch ein Clan ist.
Es wird sich zeigen, wer
nun eine Samtpfote sein will
und darf und wer nicht.



Hast du je den Wunsch verspürt
auszubrechen und ab zu hauen?
Nein? Bei den Samtpfoten bleibt dir
wohl nichts Anderes übrig!
Stell dir vor, du bist eine Katze.
Eine Hauskatze, wohl gemerkt.
In einer großen Stadt lebst du und
eines Tages verhalten sich deine
Menschen seltsam. Sie wollen dich
nicht mehr streicheln und halten
Abstand von dir. Angeblich
soll es eine Katzenseuche
geben und ehe du dich
versiehst, landest du auf der
Straße. Allein und ohne Ahnung,
was jetzt zu tun ist.
Was würdest du tun?
Nun, der Kater Argent hat
sich entschlossen einen
Clan mit seiner Geliebten Alpha
zu gründen. Willst du zu ihnen
gehören oder lieber allein um her
streifen?
Es ist deine Entscheidung.
Dein Leben.

Denn du, bist eine Katze.



Gesuchte im Moment
Spielgefährten gesucht.

Zitate des Monats
Jade: "Du bist bei mir und das ist für mich das Allerwichtigste."
Sunny: "Ja ja, das sagen sie alle. Und am Ende bin ich wieder diejenige, die nicht teilen wollte. Hier, nimm!"


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 Kapitel 3: Das unberührte Paradies

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AutorNachricht
Argent
das lebende Metall
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Alter : 21
Alter Charakter : 2 Jahre
Geschlecht : Kater
Fellfarbe : silber-getigert
Größe : 34 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Mi März 20, 2013 9:27 pm

Im Hürdenlauf über tausend Wenn und Aber
anstatt geradeaus auf ein unbekanntes Ziel
Ich steh' mir wieder mal selbst genau im Weg
wo ist die Ruhebank in diesem grenzenlosen Spiel


Noch ein paar Runden drehte Argent. Ein paar nur. Um zu sehen, ob die Katzen allmählich dem seligem Schlaf entflohen. Aber das war nicht der einzige Grund, warum der Silberne einen solchen Bewegungsdran verspürte. Er wusste nicht wohin er gehen sollte. Er sah keine Augen, die ihn fixierten und ihm sagten, er dürfe zu ihnen kommen. Er sah nur vereinzelt Gruppe von Katzen, die er in ihrer Gemeinschaft nicht stören wollte. Und immer wieder Alpha. Immer wieder sah er Alpha.
Ihr bunt gesprenkeltes Haarkleid glitzerte im kalten Licht der Morgensonne.
Auch ihre Augen fixierten nicht ihn. Stattdessen betrachtete sie Anubis mit kummervollem Blick. Argent hielt kurz in der Bewegung inne. Der Poet schien eine seltsame Wirkung auf Alpha auszuüben. Hatte sie jemals Freunde gehabt? Argent konnte sich nicht an dergleichen erinnern. Vielleicht war Anubis nun ihr erster wirklicher Freund. Vielleicht würde er ihr den nötigen Halt geben, nach dem sie stetig griff und den Argent ihr scheinbar nicht geben konnte. Oder war er einfach zu selten bei ihr? In den vergangenen Stunden waren sie fast immer getrennt gewesen. Früher war das nie vorgekommen.
Früher...
Früher war generell vieles anders gewesen. Argent wusste, dass irgendetwas seine Beziehung zu Alpha störte. Es war Caruso. Das Problem. Er war es. Das wusste der silberne Anführer. Aber er konnte sich nicht erklären, wie ein einziger Kater, der nur so kurz da war eine solche Wirkung auf Alpha haben konnte. Oder hatte er selbst etwas verpasst? Doch genau dieses Unverständnis brachte Argent dazu an die Liebe zwischen ihm und Alpha zu glauben, daran fest zu halten. Genau dieses Unverständnis brachte ihn dazu, nicht aufzugeben. Und genau dieses Unverständnis brachte ihn dazu, immer wieder Schutz in Alphas lieblichen Duft zu suchen und in geistiger Umnachtung in ihren Augen zu versinken.


Ich denk' zuviel an übermorgen
denk' zuviel an mich
Hab' mir den Blick verstellt, auf jetzt und hier und dich
und was machst du?

Du blitzt mich an mit deinen Funkelperlenaugen
das tut so gut, da ist so viel für mich drin
das hilft viel besser als jedes Reden, jedes Denken
nur noch Fühlen, nur noch Spüren mach jetzt Sinn


Er drehte noch eine Runde. Eine noch. Nur eine. Dann würde er schon jemanden finden, der zum Gespräch bereit war.
Eine noch.
Seine Pfoten schmerzten noch immer vom Marsch, seine Glieder waren steif und schwer, seine Seelenspiegel glitzerten matt im Morgenlicht.
Er fühlte sich müde und alt. Nicht dazu in der Lage, eine Gruppe von Katzen zu führen. Nicht dazu in der Lage, irgendetwas Produktives zu tun. Nicht dazu in der Lage überhaupt etwas zu tun. Er vermisste sein Leben in der Stadt, vermisste den Gestank, die Enge und das graue Farbenspiel. Er vermisste all das. Und ganz besonders vermisste er seine Vergangenheit, sein Leben vor Caruso, vor diesem ganzen Trara. Damals, als er noch glaubte nach den Sternen greifen zu können, wenn er nur weitere Artgenossen fand. Damals, als er Alpha noch jeden Wunsch erfüllen wollte, obwohl diese seinen eigenen Instinkten wiedersprachen. Dieses Neue, dieses Fremde gefiel ihm nicht.
Ganz und gar nicht. Er fühlte sich allein, einsam, nutzlos, fremd. Und er wollte nicht mehr.
Eine Runde noch.
Warum war dort niemand, der ihn zu sich einlud? Guckte er etwa so griesgrämig?
Eine Runde noch.
Er seufzte. Er hasste Veränderungen und doch musste er sie ertragen. Er tat all das für seinen Schatz, für sein Schmuckstück, seine Alpha. Und was tat sie? Mit einem anderen Kater liebäugeln!
Eine Runde noch.
Hatte ihn verraten, verlassen, beschmutzt. Stellte ihn bloß vor der versammelten Gemeinschaft. Zerstörte jegliche Autorität, die er gerade erst aufbauen wollte, zerstörte seine Vernunft und seine Liebenswürdigkeit.
Eine Runde noch.
Zerstörte... STOPP!!!
Argent blieb stehen. Er machte sich noch selber verrückt! Wie konnte er nur so über Alpha denken, über sein Leben denken? Er wusste, auf was er sich einließ. Er hatte auch früh genug bemerkt, dass Alpha und Caruso einander ein bisschen zu sehr mochten. Aber das gab ihm nicht das Recht so über diese bunte Zerbrechlichkeit zu denken. Diese morgendliche Einsamkeit zerstörte ihn noch!
Und da stand er wieder. An eben diesem Punkt, von dem aus er Alpha und Anubis hatte beobachten können. Doch der Getupfte war verschwunden. Stattdessen nur eine lächelnde Alpha, die etwas zu beobachten schien. Argents Herz blieb für einen kurzen Moment stehen. Er liebte sie. Daran konnte er nichts ändern. Er würde sie wohl immer lieben. Sie schlug ihre Krallen in sein Herz und umgarnte ihn zugleich mit ihrer niedlichen Art, ihrer Kaltherzigkeit und ihrer Verletzlichkeit. Er konnte sie nicht im Stich lassen. Ob sie das konnte? Er wusste es nicht, aber er hatte die Gewissheit, dass er sich selbst noch nicht von ihr lösen konnte. Nicht jetzt, wo er die gesamte Situation um ihn herum noch nicht ertragen konnte. Ein wenig noch musste er sich an sie klammern. Und danach?


Die Wellen schlagen fast schon über uns zusammen
doch mit dir im Boot ertrag' ich jede rauhe See
Der Wind schlagt mir wieder mal peitschend ins Gesicht
doch mit dir im Rücken tut's nur halb so weh

Laß mich nicht allein mit mir
laß mich ganz bei dir
will doch noch soviel spür'n, dich und jetzt und hier
und was machst du?


Argent setzte eine Pfote vor die andere. Sein Gang war zittrig, unsicher. Das hatte er bisher noch nie gehabt. Er wusste nicht recht, was er sagen sollte. Er spürte nur, dass er zu Alpha wollte, ihre Nähe suchte.
Viel zu schnell war er an ihrer Seite. Hatte nicht einmal die Zeit gehabt wirklich darüber nachzudenken, was er tun sollte. Es musste bald ausgesprochen werden, was ihn innerlich zerstörte. Dass Caruso ihm nicht behagte. Aber er wollte dieses Thema nicht in jenem Moment ansprechen. Also setzte er sich einfach nur schweigend und bemerkte, wie Anubis und Twilight weiter entfernt miteinander sprachen. Argent warf Alpha einen Blick zu. Darüber hatte sie vermutlich nicht gelächelte. Mit Sicherheit nicht. Die Bunte schien Twilight nicht sonderlich zu mögen.
Aber die Kätzin sollte auch nicht weiter interessieren. Stattdessen starrte Argent förmlich in die Bernsteinaugen von Alpha. Hatte er ihr jemals gesagt, wie viel sie ihm bedeutete?

“Guten Morgen.“

hauchte der Silberne und rückte näher an Alpha heran. Diese Unsicherheit in jeder seiner Bewegungen erinnerte ihn an die ersten Wochen mit der Bunten, wo Liebe noch wie ein fremdes Wort klang.
Banale Fragen drängten sich Argent auf, um die Stille zu überbrücken, um mehr Zeit zum Nachdenken zu haben.
Wie geht es dir? Hast du gut geschlafen? Schönes Wetter, nicht?
Verzweifelt begann er nach Worten zu suchen, die er an die Bunte stellen konnte.
Hast du Hunger? Hast du Durst? Wie geht es Anubis?
Unwichtig. Alles unwichtig. War dort keine Frage, deren Antwort ihn auch interessierte? Eine Frage, die zu mehr Klarheit verhalf? Die nicht oberflächlich war? Und zugleich die Möglichkeit bot ihr auszuweichen? Eine Frage, die ihn wieder in Alphas Innerstes sehen ließ, sofern diese es wollte? Eine Frage, die man zugleich auch anders verstehen konnte, die man anders beantworten konnte?

“Hast du Schmerzen?“


Du blitzt mich an mit deinen Funkelperlenaugen
das tut so gut, da ist so viel für mich drin
Das ist wie Balsam, wie ein echtes kleines Wunder
das heilt viel besser als jede Medizin

Komm und halt mich
halt mich fest und drück mich
so fest wie du kannst

Funkelperlenaugen - PUR



Songtext | Lied

[läuft viele Runden im Kreis (beobachtet Gruppe) | denkt über Alpha/Beziehung nach | wird wütend | beruhigt sich wieder | geht unsicher zu Alpha | überlegt | redet]



_________________


~*~ Zweitchara = Alpha ~*~
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Seth
Schatten des Waldes
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Alter Charakter : 5 Jahre
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Fellfarbe : grau-weiß gefleckt
Besonderheiten : wenige Narben, weiße, linke Vorderpfote (sonst nur graue)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Mi März 27, 2013 8:47 pm

Es war ein Tag für warme Seelen. Die Farnwedel raschelten, verbargen jedoch, was sich hinter ihnen befand. Es war noch früh am Morgen und die aufgehende Sonne kam über den Horizont, um bis zur Mittagszeit den Himmel erklommen zu haben.Ihr Licht wurde an den dicht nebeneinander stehenden Bäumen gespalten und warf lange Schatten auf den trockenen Waldboden und die Pflanzen darauf. Staub tanzte in kleinen Kreisen in der Luft herum und Insektenflügel glitzerten in der Morgenröte. Es war ein Tag für warme Seelen, gute Laune und das Leben. Seth jedoch hielt sich im Schatten. War er eine warme Seele? Der Kater war voll und ganz fixiert. Er ignorierte das tägliche drum herum – gutes Wetter hin oder her. Sich in die Sonne zu begeben hieß in einem Wald wie diesem so viel wie: Hallo, hier bin ich! Welt, sieh wie mein Pelz glänzt! Aber was brachte einem die ganze Aufmerksamkeit der Umgebung, wenn man dadurch verhungerte, weil die Beute Reißaus nahm, noch bevor man sie riechen konnte? Ja, genau. Und der Meinung war auch Seth, weshalb er sich einen Dreck um das märchenhafte Sonnenaufgangs-Licht scherte. In der Bezeichnung 'Wildnis' steckte nicht umsonst das Wort 'wild'. Wild bedeutet Freiheit, aber Freiheit birgt auch Gefahren. Wildnis heißt Leben, überleben, Fressen und gefressen werden. Das Leben ist ein Kampf, in dem man sich eine Stellung erkämpfen muss, die Respekt fordert. Denn sonst war's das mit dem Leben im Wald, in der Wildnis, dem Leben überhaupt.
Wie immer peitschte sein Schweif. Elegant. Ein interessantes Bild, der muskulöse Körper, mit einer Bewegung der Geschmeidigkeit. Na ja, er war eine Katze. Ein Bild von einem Kater.
Die Augen zu schmalen Schlitzen verengt, wartete er. In Kauerhaltung. Wartete und wartete und wartete. Er wusste, sie würde kommen. Das tat sie auch, nur noch nicht jetzt. Sein Kopf war gedankenleer. Worüber sollte er auch denken? Vielleicht über Pearl, die er verlassen hatte und ihre gemeinsamen Junge noch dazu? Vielleicht könnte er darüber nachdenken, ob es eine gute Idee gewesen war? Aber genau genommen war es ja gar keine Idee gewesen, sondern sein Freiheitsdrang, der mit ihm durchgebrannt war.
Sie zeigte sich. Zuerst sah er nur ihren Kopf, dann den Rumpf, er sprang, er traf, er triumphierte. Er beugte sich über den leblosen Mausekörper. Er trug die Farbe braun. Braun wie Holz, wie Laub, der Waldboden. Ein Wunder, dass man sie überhaupt sehen konnte, so gut war das Geschöpf getarnt. Gierig schlang Seth die Beute hinunter, denn er aß nicht zum Vergnügen. Essen tut man, wenn man hungrig ist. Die Natur ist ein Geschenk und wenn man es vergibt, ist es unwiderruflich. Er zweifelte zwar daran, dass er eine Gefahr für diese darstellte, aber ein wenig Selbstbeherrschung konnte keinem schaden.


[ Auf's Jagen fixiert | ist gedankenlos | erlegt Beute]
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Coricopat
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Geschlecht : Kater
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Fr März 29, 2013 6:27 pm

Snowflakes falling down...

Coricopat schmiegte seinen Kopf an den von seiner Schwester und nickte. Ja, er hoffte wie sie, dass alles gut werden würde. Mittlerweile ging es ihm auch wirklich wieder gut, im Vergleich zu seinem Zustand vor wenigen Tagen, oder auch Wochen. Sie hatten sich gegenseitig, um stärker zu werden und das war, zumindest seiner Meinung nach das Beste, was passieren konnte. Er blickte seiner Schwester liebevoll in die Augen und versuchte Ruhe und Gewissheit auszustrahlen. In seinem Blick lag pures Verständnis für die Situation und dafür, was kommen würde. Auch wenn es Reibereien geben würde, er würde sich niemals wieder unterkriegen lassen, nicht noch einmal. Nie wieder.

A never ending Story

Er sah an Jade vorbei hinüber zu den Kitten. Er hatte sich noch nie wirklich Gedanken um diese gemacht und hatte daher auch keine Ahnung, wie er darauf reagieren sollte. Der schwarze Kater konnte schlecht sagen, dass sie ihm egal waren, seine Schwester würde ihm sonst was erzählen, aber belügen konnte und wollte Coricopat sie auch nicht. Erstens, weil sie es durchschauen würde und zweitens, weil es einfach nicht ehrenwert wäre. Schließlich gab es nur eines, was er darauf antworten konnte.

“Der weg wird sie stark machen und die Starken sind es, die überleben werden, es ist hart, aber so lautet das Gesetz des Lebens. Für Schwache ist in dieser Welt kein Platz. Aber ich will jetzt nicht sagen, dass man keine Schwäche zeigen darf, ganz im Gegenteil.“

Antwortete der Kater seiner Schwester und hatte sich so aus der Misere gezogen. Es wäre sowieso falsch, was er sagte.

And we play until the end.



[bei Jade, antwortet]

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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   So März 31, 2013 2:26 am

Nach den Worten ihres Bruders senkte Jade den Kopf und schloss die Augen. Coricopart sollte ihre Trauer nicht sehen. Stumm nur nickte sie. Für Schwach war in dieser Welt kein Platz und ihre Kittens waren damals schwach gewesen, deswegen hatte kein einziges davon überlebt. Sie war eine schwache Kätzin und hätte niemals das Wunder des Lebens herausfordern dürfen. Oh wie sehr litt Jade noch darunter, dass sie bereits einmal in den Genuss gekommen war Leben in sich heranwachsen zu spüren und dann gleichzeitig so dermaßen enttäuscht worden war, als sich ihre Kitten nicht bewegt hatten. Kein einziges hatte gemaunzt oder den Weg zu ihr gesucht. Sie lagen einfach da.
Jade senkte den Kopf noch etwas, denn obwohl ihr Bruder die Worte noch etwas besänftigt hatte, wollte sie nicht gleich als Beispiel dienen. So sah es aus,als wollte sie sich einfach nur über die Pfote lecken, was Jade zur Tarnung dann auch tat.
Anschließend sah sie zu den Kittens hinüber von denen viele noch schliefen. Ihre Kinder wären nun im gleichen Alter und vielleicht war es gar nicht so schlimm, dass sie gleich gestorben waren. Sonst müssten sie das alles nun auch mitmachen. Hätten auch miterlebt wie grausam die Menschen plötzlich sein konnten oder wären noch schlimmer von einem der schrecklichen Hunde erwischt worden. Jade schauderte bei dem Gedanken. In ihrem Herzen würde sie ihre Kinder für immer bei sich tragen und vielleicht bekam sie irgendwann noch einmal eine zweite Chance stark zu sein. Eine Mutter sein zu dürfen und ihre Liebe an ihre Kittens weitergeben zu können.
"Du hast recht."
Meinte sie dann nur leise und schluckte den Kloß hinunter, der sich in ihrem Hals gebildet hatte.


[bei Coricopat, wird an ihre togeborenen Kittens erinnert, versucht die Trauer zu verbergen, spricht]
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Alpha
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Di Apr 02, 2013 8:13 pm

Das ist keine Liebe,
das sind nur noch Phrasen.
Wir glauben uns nichts mehr,
es gibt nichts mehr zu sagen.

Doch ich halte mich an dir fest,
ich lass dich nicht mehr los,
denn so sind wir es ja gewohnt.


Die Energie in Anubis‘ Körper schien sich auf Alpha zu übertragen. Ihre Muskeln bebten voller Erwartung und lange konnte die Bunte nicht mehr still sitzen. Ein zauberhaftes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus und sie stand schon fast, als sie eine Bewegung in ihrem Augenwinkel registrierte und wie versteinert in der Bewegung inne hielt.
Sie hatte soeben vorgehabt zu ihrem Freund zu sprinten und mit ihm diesen Morgen zu begrüßen durch ausgelassenes Tollen auf der Wiese. Wie junge Kitten sollten sie über diese Graslandschaft fliegen und sich von den Löwenzahnpollen in der Nase kitzeln lassen. Aber nun hatte sich Alphas Vorhaben schlagartig geändert. Ihr Körper befand sich immer noch zwischen sitzen und stehen, verharrte in dieser unbequemen Stellung, aber Alpha dachte gar nicht daran sich zu bewegen. Sie konnte nur hilflos zusehen, wie Twilight sich Anubis näherte.
Diese widerliche...! Wie konnte sie nur! Wut brannte in Alpha auf und ihr Fell schien in Flammen zu stehen. Zornig schnaubte die Bunte, als sie sah, wie Twilight Anubis ansprach und dieser sich sogar auf ein Gespräch einließ. Er war ihr Freund, ihr wundervoller Poet, ihr Ruhepol. Wie konnte Twilight sich zu ihm gesellen?! Woher nahm sie sich das Recht dazu?
Alphas Nackenhaare hatten sich aufgestellt und ein Fauchen blieb in ihrer Kehle hängen, als sie sich dazu zwang sich zu setzten. Die Bunte wusste nur allzu gut, dass sie kein Recht dazu hatte Twilights Handeln zu verurteilen. Überhaupt hatte sie kein Recht dazu eine Freundschaft von Twilight und Anubis zu verhindern. Der Poet würde selber gut wissen, was er tat. Ein spöttisches Lächeln zeichnete nun Alphas Mine. Er würde sie fallen lassen wie eine unappetitliche Maus. Twilight und Anubis. Passte das überhaupt? Twilight war doch nur eine zerbrechliche, armselige, zickige und völlig blöde Kätzin.
Und was bist du?
Wie ein Pfeil schoss Alpha dieser Satz durch den Kopf und bohrte sich ihr in den Magen. Ja, was war sie? War sie nicht genau so zerbrechlich, armselig zickig und völlig blöd? Ja, war sie. All das war sie. Aber Twilight war so... Anders. Sie passten nicht zusammen. Alpha und Twilight. Das ging nicht. Vielleicht würde Anubis der verhassten Kätzin ja Vernunft einflößen. Vielleicht war eine Freundschaft der Beiden gar nicht so abwegig, wie Alpha dachte. Und dennoch gönnte die herbstfarbene Kätzin ihrer Rivalin keinen einzigen Sieg.


Wir verlieren uns mehr und mehr und mehr,
wir verlieren uns immer mehr.
Das zu sagen fällt uns schwer.
Wir verlieren uns mehr und mehr und mehr,
wir verlieren uns immer mehr.
Immer mehr fühln wir uns leer.


Bevor Alpha jedoch mehr über die Zukunft Twilights nachdenken konnte war Argent an ihre Seite getreten. Er war ihrem Blick gefolgt, reagierte jedoch kaum auf den Anblick, den Twilight und Anubis ihm boten. Alpha hingegen reagierte umso mehr auf Argents Ankunft. Ihre Nackenhaare legten sich langsam und ihr wütender Blick wich unsicheren Zittern in ihren Augen. Kälte breitete sich kriechend und lahm über ihren Körper aus, als Argent sie direkt ansah. Diese Liebe in seinen Augen... Sie machte Alpha Angst. Es war schön, geliebt zu werden und ebenso beängstigend, wenn man wusste, dass man diesem starken Gefühl niemals gerecht werden konnte.
Sogleich überlegte Alpha, was sie sagen sollte. Was hatte sie früher denn immer zu ihm, zu Argent gesagt? Es schien ihr Ewigkeiten her zu sein, dass sie ein völlig zwangsloses Gespräch mit ihm geführt hatte.
Alpha suchte nach passenden Worten, fand jedoch nichts und auch Argents leises „Guten Morgen“ half ihr nicht weiter. Sie überlegte bereits, ob sie auf die Worte des Silbernen eingehen sollte, als dieser näher zu ihr rückte und ihr die Luft zu rauben schien. Diese Nähe war so schmerzlich, wirkte eher wie eine Erinnerung an vertrautere Zeiten, die ihr nun das Herz durchbohrte.
Und Argents folgende Frage brachte Alpha unwillkürlich dazu einen zitternden Seufzer voller ungesagter Worte auszustoßen.
Schmerzen... Wann hatte sie die nicht? Fragend starrte Alpha in die blau-grünen Augen ihres Gefährten. Aber welche Art von Schmerzen meinte er? Psychisch oder physisch?

“Meine Pfoten tun ein wenig weh, aber das geht schon.“

sagte Alpha geistesabwesend, um dann den Kopf zu schütteln. Tränen traten ihr in die Augen und auf einmal löste sich in ihr dieser Knoten von Gefühlen, der so lange ihr Herz zugeschnürt hatte. Sie konnte nicht länger schweigen und so tun, als sei alles wie bisher, so normal.

“Ich kann das nicht.“

hauchte sie und ihre Stimme bebte bei jedem ihrer Worte.

“Nicht länger, nicht mehr. Wir wissen doch beide, dass wir nicht mehr so sind wie früher.“

Früher. Wie lange war das jetzt her? Was definierte „Früher“? Ein paar Stunden, einen Tag, eine Woche?

“Ich habe das nie gewollt, nie. Ich sehe Caruso an und verfluche mich für jedes einzelne Wort, welches ich zum ihm gesagt habe. Ich sehe dich an und verfluche mich für all das, was ich dir, was ich uns angetan habe, aber was soll ich tun? Ich kann doch nichts mehr ändern! Und ich sehe, wie wir auseinander triften und verzweifelt versuchen zusammen zu bleiben. Du weißt genauso gut wie ich, dass wir früher oder später allein dastehen werden. Diese Liebe, das ist doch keine Wahrheit mehr, das ist Schauspielkunst, aber...“

Alpha stockte. Tränen rannen ihr über die Wange. Sie kniff die Augen zu, konnte nicht länger den Anblick von Argent ertragen.

“Wie kann ich dich loslassen in solchen Zeiten? Wie kann ich...? Es geht doch nicht. Nichts von beidem. Zusammen, dass klappt nicht und allein noch viel weniger. Aber was nützt es uns, wenn wir uns nur etwas vorspielen? Ich habe bereits vergessen, wie es ist ohne dich zu leben.“


Wir erzählen uns jeden Tag,
wie sehr wir uns lieben.
Wir verschweigen uns jeden Tag,
das wir uns belügen.

Doch du hälst dich an mir fest,
du lässt mich nicht mehr los.
Denn so sind wir es ja gewohnt.

Immer mehr - Madsen




Songtext | Lied

[nahe der Katzengruppe beim Baum | in der Nähe von Jade und Coricopat | beobachtet Anubis und will zu ihm | ist wütend wegen Twilight | ist unsicher wegen Argent | denkt nach | bricht in Tränen aus | redet mit Argent]
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Twilight
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Mi Apr 17, 2013 6:23 pm

ICH HABE DIESE BILDER IM KOPF


Plötzlich trat in ihr eine Erinnerung ans Tageslicht. Etwas, was sie wie in einer Kiste vergraben hatte, die man nie wieder öffnet. Diese Erinnerung an ... an ... An ihre letzte Begegnung mit IHNEN. SIE waren eine Streunergang und sie hatten es auf sie abgesehen. Sie dachte an ihre letzte Begegnung. Es war schon länger her, doch es war schlimm gewesen. Fast, ja fast wäre sie gestorben. Sie hatte ihr Leben wie einen Filmstreifen an sich vorbeilaufen sehen. Twilight war jagen gewesen. Als sie gerade zuschlagen wollte, verjagten sie die Beute. DIESE MÖRDER. Die Mörder ihrer Eltern. Twilight hatte sie erkannt, ihre Stimmen und ihre Gesichter waren in ihren Kopf eingebrannt. Sie hatte Rache geschworen. FÜR IMMER. Die Stimme, die sie in ihre Alpträume verfolgte, hatte sie verspottet. Diese Worte waren eingebrannt in ihren Hass. *Na kleines Kätzchen, trifft man sich wieder? Du siehst noch aus wie damals. Was tust du denn hier, so ganz allein hier draußen? Wo sind denn deine Eltern? Oh, entschuldige, ich hatte vergessen: Du hast ja keine mehr.* In diesem Moment dachte sie nur noch an RACHE. *Na, was willst du jetzt machen? Jetzt gibt es ja keinen mehr, der dich beschützt wie deine lächerlichen Eltern! Hach, sie waren kein Hindernis, kleines und du wirst es auch nicht sein! Komm, kämpfe! Du bist eh verdammt zu Sterben!* Sie waren zu viert gewesen. Der Anführer war braun-getigert gewesen, braun und massig, ein richtiger Berg. Doch, Twilight war bereit. Auf diesen Moment hatte sie schon immer gewartet. Sie ließ den Moment Revue passieren. Ohne ein Wort hatte sie angegriffen, ihr Körper und ihr Geist hatten getrennt voneinander gehandelt. Energie und Hass trieb sie an, alles zu tun. Mehr wusste sie nicht mehr. Doch, was sie wusste: Trotz des Mutes, den sie aufgebracht hatte hatte sie verloren. *Die stirbt doch eh gleich! Lassen wir sie liegen, sollen die Krähen sie holen!* Zu diesem Zeitpunkt sah Twilight das Leben an sich vorbeirauschen wie etwas, was sie erreichen wollte, aber nicht bekommen konnte. Ihre Augenlider fielen zu und sie war schon daran aufzugeben gewesen, als in ihr ein Funken Leben erwachte. Ohne zu wissen, dass Twilight laut sprach, was sie damals gesagt hatte, murmelte sie es.

"Ich werde es zu Ende bringen und nach eurem Leben trachten! Ihr habt mir alles genommen. Jetzt nehme ich euch euer Leben. Kommt, ich bin nicht mehr klein! Ich bin jetzt stark und mächtig! Ich habe viel gelernt! Macht euch bereit!"

Bei diesem Gedanken leckte sie sich die Lippen genüsslich. In ihr war ein Funken des Lebens erwacht, der sie antrieb, weiterzumachen. Damals und heute. Vorher, als sie zusammengeklappt war und früher, als sie halbtot am Straßenrand lag. Sie hatte sich zurückgekämpft, genau wie an dem Tag, an dem ihre Eltern gestorben waren. Meine Eltern .. Ich vermisse sie so sehr. Es zerreißt mir das Herz, dass ich sie schon wieder nicht töten konnte ... Ich verspreche euch, bald werden sie tot sein! ICH VERSPRECHE ES EUCH! Doch bei diesem Gedanken füllten sich ihre Augen mit Tränen und einzelne Tränen liefen über ihre Wangen. Währrendessen hatte Anubis angefangen zu erzählen und Twilight lautschte. Doch, nebenbei weinte sie auch um all die vergangenen Chance, die Mörder zu töten. Und um die Stunden, die sie mit ihren Eltern nie verbringen konnte. "... Du hast viel in deinem jungen Dasein erlebt, Glück, Trauer und Schicksalsschläge ..." Seine Stimme hallte in ihrem Geist wieder. Beim Wort "Trauer" wurde es zur Hölle für sie. Sie konnte sich kaum mehr beherschen, nicht laut zu schluchzen. Doch, sie lauschte jedem Wort. Sie konnte keinen Vergleich zu Anubis und ihrem Leben finden. Er hatte noch nicht bemerkt, dass sie in Verzweiflung versunken war, mit Tränen als ihren Begleiter. Er schaute eher auf den Boden, als seine schöne Vergangenheit ihn einholte. Twilight musste schon immer kämpfen, um zu leben, doch Anubis hatte ein leichtes Spiel gehabt. Sie wünschte sich, auch so ein Leben zu haben wie er. Doch, das würde nicht gehen. Nie. Er endete mit seiner Geschichte. Und er sprach noch etwas, dass er sich nach einem Leben wie ihrem sehnte. Nein, das wollte er sicher nicht. Jetzt konnte Twilight den Reiz, laut zu Schluchzen nicht mehr aufhalten. Zwischen vielen Schluchzern brachte sie etwas hinaus, was sie vielleicht lieber nicht gesagt hätte. Doch sie sagte es, aus purer Verzweiflung.

"Ich will deine Welt entdecken, Anubis. Ich will auch wissen, wie es ist, sich nicht zu fürchten, wie es ist, in Freude zu leben. Ich werde verfolgt auf jedem Schritt, den ich mache. Sie warten nur auf den richtigen Moment, um mich zu zerstören. Sie wollen mich leiden sehen, sie wollen, dass ich sterbe, doch ich bin nicht stark genug, um sie zu besiegen. Ich habe so Angst, Anubis! Und niemanden, der mich beschützt!"

Twilight hatte keine Kraft mehr, sich auf den Beinen zu halten, weshalb ihre Beine unter ihr wegknickten und sich hinlegte. Sie spürte das Gras unter ihrem Fell, sie roch den Geruch der Freiheit, doch es war ihr egal. Irgendwann würden sie sie einholen ... Und sie töten, wenn niemand da war, um sie zu schützen. Wenn sie alleine, kraftlos und taktlos war. Wenn nichts mehr sie hielt. Wenn sie es nicht erwartete ... Wieder blitzten vor ihrem inneren Auge die Bilder der Streuner auf und weitere Tränen fanden ihren Weg ins Freie. Hilf mir Anubis, hilf mir! betete sie und sah ihn bietend an, obwohl ihr Blick so verschwommen war, dass sie nichts mehr sah.

{ bei Anubis ; hört ihm zu ; denkt an ihre Vergangenheit ; Erinnerung kommt auf ; Twilight bekommt Angst und fängt an zu weinen ; redet zu Anubis }
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Seth
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Mo Apr 29, 2013 6:30 pm

Nachdem Seth seine Maus genüsslich verzehrt hatte, ging er auf Wanderschaft. Wie jeden Tag. Es war der Lauf des Lebens – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber es liegt an einem selbst, ob das Leben einem irgendwann langweilig wird. Wer schlau ist und die Augen aufmacht, der wird die Welt in ihrer ganzen Pracht sehen und nicht als einseitige Zeitspanne eines unbedeutsamen Lebewesens. Und das ist eine wichtige Sache der Einstellung. Nun, Seth war Optimist. Er konnte mit Worten spielend umgehen, obwohl er in seinem Leben nie ständig von ihnen Gebrauch machen musste.
Seth lief, schlich, pirschte und sprang über einen Baumstamm, doch plötzlich hielt er inne und spitzte die Ohren. Ein Geräusch der Ruhe, des Friedens und der Vergangenheit drang in seine Ohren und schlich sich durch seine Erinnerungen. Er kannte diesen Laut. Es war der Klang, das Flüstern von fließendem Wasser. Wann hatte er diesen Klang zuletzt gehört? Manche Dinge sind einem total fremd und doch kommt es einem so vor, als hätten sie einen ein Leben lang begleitet. Als Junges war Seth häufig zum Fluss gekommen, oder hatte ihn überquert, zusammen mit Rois, seiner hübschen Pflegemutter. Doch sie hatte ihn verlassen, vor vielen, vielen Monden. Und so hatte der Klang des rauschenden Wassers auch einen Teil der negativen Erinnerung in Seth geweckt. Vergangenheit verfolgt und viele Erlebnisse wollte Seth einfach vergessen und hatte sie aus seinem Gedächnis verbannt und auf einmal schmuggelten sie sich wieder ein und drohnten, Chaos anzurichten.
Ohne, dass er es recht bemerkte, näherte er sich dem Fluss, bis seine Pfoten am Rande den Ufers standen. Interessiert betrachtete er das kristallklare Wasser, unberührt von diesen Zweibeinern, von denen Seth allerlei gehört hatte – von Pearl, von Rois. An diesen pelzlosen Geschöpfen gab es wohl nichts guten. Nichts! Da gehörte doch schon wirklich einiges an Dummheit dazu, dass es nichts Gutes über sich zu erzählen gab. Aber die Zweibeiner störte dies anscheinend nicht.
Nach einer Weile verspürte Seth den Wunsch, die andere Seite des Flusses wiederzusehen. Er spazierte eine Zeit lang am Ufer entlang, dann fand er die Trittsteine. Er setzte eine Pfote vor die nächste und bei jedem Schritt sah er neue Bilder von seiner Zeit als junger Kater. Schritt für Schritt in die Vergangenheit zurück.


[läuft | sieht den Fluss | erinnert sich | überquert den Fluss]
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Anubis
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Sa Mai 25, 2013 6:32 pm

Anubis erzählte seine Geschichte, die Einblicke seines Lebens, die ihn ebenso wie Twillight wieder einholten, doch er hatte einen Vorteil. Eben noch hatte er gekämpft, von dem Sieg seiner neu gewonnenen Freude und dem Optimismus, den er immer wieder entdecken konnte, schien er nun kaum mehr so gedanklich von seiner ehemaligen Heimat beeinflusst zu sein, wie die Kätzin vor ihm. Während seine Worte ihn verließen träumte er noch, bald doch aber waren die Anzeichen der tiefen Trauer und Zerwürfnisse in der Seele seiner gegenüber nicht mehr zu übersehen. Vorsichtig glitt sein Blick an ihr heran, seltsam stumm musterte er die Kätzin. Er kannte um ihre Stärke und den Willen dies zu sein. Trotz oder genau wegen ihrer Ähnlichkeiten zu Alpha schürte sie eine Abneigung gegen die Bunte, die ihr in dem einen oder anderen Wesenszug zu ähneln schien. Wieso mussten sie immer alle stark sein und glaubten dazu es auf diese Art zu erreichen? Noch in jenem Moment in dem der Kater mit diesem Gedanken spielte brach diese Schutzmauer. Wie bei einem Dammbruch flutete hervor, was all die Zeit verborgen sein musste. Ein angebahnter Schluchzer offenbarte die Verzweiflung die in ihr vergraben war. Doch es war nicht ihr Weinen welches den Getupften verwundern ließ, es war ihre Wortwahl. Seine Welt entdecken...ohne Furcht....verfolgt...niemanden der sie beschütze...Unter der Last ihrer Seele versagten ihre Beine ihr den Dienst, so geneigt legte sie sich in das grüne Gras. Der Kater hingegen richtete sich wieder auf drehte sich ein bisschen gen ihre Richtung und legte sich dann neben ihr nieder. Sein Körper begann ein leichtes Brummen und so folgte ein beruhigendes Schnurren seine Tonfolge. Bei den tiefen Atemzügen strich seine Flanke an ihre heran und spendete ihr vielleicht etwas Nähe. Entgegen dem üblichen Schnurren des Wohlbehagen, war dieses Brummen der Milderung und dem Trost versprochen. Während aus seiner Kehle so sanfte Töne hervor kamen und sein leib dicht an ihrem lag, sprach er:

"Meine Welt ist keine andere als deine. Du musst nur lernen nicht nur mit den Augen zu schauen, sondern auch deinen Geist zum Sehen zu öffnen. Diese Welt in der wir leben hat viele Facetten. Immer wieder wird es etwas geben, was sich in dein Gedächtnis einschneidet. Ist es nun gut oder schlecht, es wird dich für dein Leben prägen, es kommt nur drauf an wie du damit umzugehen vermagst. Ein Beweis der Trauer ist kein Grund zum Verzweifeln. Emotionen sind zum Auskosten da, aber nicht gedacht daran zu ersticken. Wie lange vermagst du daran zu Kauen, bis du endlich dieses quälende Stück Vergangenheit aus deiner Seele hervor gespuckt hast? Wie viel Angst keimt durch den bloßen Gedanken, durch nicht verarbeitete Momente? Je länger du dich mit jenen Dingen beschäftigst die dich leiden lassen, je länger du dich mit deiner eigenen Pein folterst, umso länger bleibst du der Freude fern.

Glaube mir, es ist nicht so als würde ich mich nie fürchten. Die ersten Schritte in der so genannten Freiheit, in der ich für mich immer noch gefangen war, hatte ich fürchterliche Angst. Es war eine Umgebung die mir fremd war, dazu war ich von dem Rauswurf erschüttert, auch wenn es kein guter Vergleich zu deinen Erlebnissen war, so fühlte es sich für mich nicht minder grausam an. An solchen Momenten kann man nur wachsen, du musst diesen Weg gehen, den Berg erklimmen, dahinter wird der Sonnenaufgang auf dich warten. Die ersten Schritte sind schwer, weil man nicht weiß wohin man soll, aber irgendwann geht es ganz von selbst und außerdem, wieso sprichst du davon, dass du allein bist. Sieh dich um. Schau den Hügel hinauf. Dort sitzen die anderen, wir sind nun ein Teil einer Gemeinschaft. Du genauso wie ich. Jeder hat hier seine Last zu tragen, wieso er hier gelandet ist und wieso er den Wald erreichen will, unser kleines Fleckchen Hoffnung. Jeder von uns ist auf die anderen angewiesen und jeder ist eine Stütze des anderen. Genau deswegen haben wir uns dazu entschlossen in einer Gruppe loszuziehen, genau weil wir wissen das der Weg schwer ist und weil jeder von uns mal Hilfe brauch, genau diese die wir uns dann geben.

Und das letzte worüber du dir den Kopf zerbrechen solltest, ist über jene die dir damals das Leben schwer gemacht haben. Reicht es nicht das sie dir deine Eltern genommen haben? Wieso gibst du ihnen so viel Macht, dass sie dein Dasein gar bestimmen können, wenn sie nicht hier sind. Niemals werden sie dir was antun und niemals, so hoffe ich für dich wirst du Rache an ihnen nehmen. Das Gefühl der Rache ist nieder und zu dem wird dich das Leid der Schuld und des Gewissens dich plagen."


Ein sanftes wie auch tadelndes Lächeln lag in seinem Gesicht. Seine Augen sprachen aus, was auch seine Worte vermitteln wollten. Sie sollte ihr Herz von den Gedanken des Hasses und Zorns befreien. Für Anubis waren dies Empfindungen die in keiner Seele sein sollten. Es war nicht unüblich das jemand Groll empfand, aber der Wunsch nach dem Tod eines anderen war etwas gänzlich anderes.

"Wenn du nicht so sein willst wie die Streuner, dann musst du Stärke beweisen und dich von ihnen lösen. Jeder Blutstropfe der durch dich von ihnen verloren geht und jedes Leben welches du aus Sehnsucht nach deinen Eltern auslöscht, lässt dich ferner rücken von deiner Familie und näher an deine Peiniger. Irgendwann würdest du dein Gesicht nicht mehr erkennen, sondern das ihrige in deinem Spiegelbild erblicken...und dann, dann hätten sie dich besiegt."

[Bei Twilight | legt sich zu ihr & redet]
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Twilight
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Sa Mai 25, 2013 8:26 pm

>> Cross my heart and hope to die <<


Anubis Worte beruhigten sie etwas. Auch sein Schnurren beruhigte sie und seine Wärme und Nähe. Ein kleiner Funke Hoffnung entstand in ihr. Endlich nicht mehr wegzulaufen. Sich dem zu Stellen, was sie erwartete. Nach dem Leben ihrer Peiniger zu trachten. Doch, er redete davon, dass sie damit abschließen sollte. Soll ich wirklich damit abschließen? Als ob nie etwas passiert wäre? Als ob - Meine Eltern nie existiert hätten, genauso wenig wie meine Feinde? Sie nahm den grau-getupften Kater neben ihr nur verwischt war. Seine Worte brannten sich in ihr Gedächtnis. Sie wiederholten sich andauernd. Er hat Recht. Stellte Twilight fest. Und, Twilight sprach selbst Worte. Trotz den Schluchzern, die sie zu unterdrücken versuchte.

"Ich weiß, dass du Recht hast. Du bist ein weiser Kater, Anubis. Doch, ich kann damit nicht einfach abschließen - Immer, wenn ich gerade fast darüber hinweggekommen bin, kommen sie wieder. Gestern habe ich sie wieder gesehen. Sie haben mich verfolgt, ich bin noch nie so gerannt! Das ist auch der Grund, warum ich zusammengebrochen bin. Ich war so entkräftet und hatte solche Angst. Als sie die Masse an Katzen gesehen haben, die sich gesammelt hat, haben sie sich zurückgezogen. Doch sie haben mich beobachtet - Zumindest glaube ich das. Anubis, sie trachten auch nach meinem Leben! Manchmal wünschte ich echt, sie würden mich auch töten. Manchmal tut es einfach nur verdammt weh, was sie mir angetan haben. Ich weiß das jeder seine Bürde zu tragen hat. Doch manchmal kommt es mir so vor, als ob meine Tonnen wiegen würde. Würdest du mir helfen, endgültig damit abzuschließen? Ich denke, dazu müsstest du nur für mich da sein:"

Während sie sprach, wurden ihre Schluchzer und ihr Weinen schlimmer. Sie versteckte ihr Gesicht in Anubis Pelz und weinte einfach weiter. Sie wollte nicht, dass die anderen - Außer Anubis - Sie so sahen. Es tat ihr zwar leid, dass er jetzt das ganze Trauerspiel aushalten musste, aber sie brauchte jemanden, der sie stütze. Auf den sie bauen konnte. Würde Anubis dieser sein? Sie hoffte es, denn irgendwie mochte sie ihn sehr. Komisch, denn sie kannte ihn doch eigentlich erst seit zwei Tagen. Doch irgendwie vertraute sie ihm schon jetzt. Twilight wiederholte ein einzelnes, unverständliches Wort immer wieder: Hilfe. Sie hatte die Hilfe von ihm so nötig wie die Luft zum Atmen. Sie wusste nicht, was sie für ihn empfand, sie wusste nur, dass seine Nähe sie beruhigte. Irgendwann versiegte der Strom ihrer Tränen und sie fand den Mund, aufzusehen. Sie sah Anubis lange an. Seine Augen zogen sie einen hypnotischen Bann. Lange starrte sie ihn einfach nur an. Sie wollte etwas sagen, aber die Worte waren ihr entfallen. Alles nur, weil sie Anubis angesehen hatte. Seine Ausstrahlung war so beruhigend, wie ein Fels in der Brandung. Es schien, als ob die Siamkätzin in seinen Seelenspiegeln die ganze Welt lesen könnte - Und noch viel mehr. Die Zeit schien stehen zu bleiben. Es gab nur noch ihn und sie. Twilight versuchte ihm zu vermitteln, dass sie dankbar war für seine Worte. Er beherschte das Spiel der Worte. Er konnte mit seinen Worten überzeugen, er konnte niederbrennen, beruhigen und zerstören. Alles nur mit Worten. Er konnte sicherlich richtig gefährlich werden. Doch, auf Twilight wirkte er völlig in Harmonie mit sich selbst. Wie schafft er das bloß? Verträumt sah sie ihn an. Als die Welt um sie plötzlich zuückkam, sah sie weg. Wie lange hatte sie so ausgeharrt, wahrscheinlich sogar sabbernd und guckend? Dummes Ding Schallte sie sich selbst. Was bildest du dir eigentlich ein? Du wirst ihn niemals besitzen können. Diese Erkenntnis ließ eine einzelne Träne aus ihren Augenwinkeln laufen.


[bei Anubis; beruhigt sich durch seine Worte ; redet ; versteckt ihr Gesicht in ihrem Fell ; hört auf zu weinen ; schaut ihn lange an ; schaut weg]
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Takara
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   So Mai 26, 2013 11:15 am

Ihre kräftigen Muskeln, die man dieser Katze nie im Leben zutrauen würde, spannten sich bis aufs äußerste unter ihrem vor Anspannung gesträubten Fell. Siegessicher betrachtete sie eine braune Maus, die vor ihr an einigen Samen nagte. Schade für den Nager, aber Dummheit hatte harte Konsequenzen. Die graue Katze ließ ihre Krallen blitzen und drückte sich flach vom Boden ab um mehr hervor zu preschen als zu springen. Mit ihren Krallen erreichte sie das braune Getier und zertrümmerte dessen Genick. Es war ein schneller Tod. Üblich für die graue Katze. Sie mochte es nicht ihre Beutetiere leiden zu lassen. Wenn sie sie schon töten musste, dann schnell. Immerhin konnte sie nur durch diese kleinen Tiere überleben, also gebührte ihnen zumindest Respekt, wenn Takara sie tötete. Sie sah auf die kleine Maus herunter. „Ganz schön dürftig heute Kleines.“ Erschrocken machte die Graue einen Satz zurück. Das Bild von Asarel war in ihrem Kopf ohne Vorwarnung aufgetaucht, wie ein schlechter Scherz. Angewidert schüttelte sie sich. Wie konnte dieser alte Flohpelz sie noch so aufziehen? Er war tot und das zurecht. Er hatte nicht das Recht dazu in ihren Gedanken zu lauern. Verärgert über sich selbst fauchte Takara, beruhigte sich danach aber wieder recht schnell. Sie sollte ihre Energie nicht verschwenden um Trugbilder anzufauchen.

Seufzend machte sie sich daran die Maus zu verspeisen. Von wegen mickrig. Ihr reichte dieses kleine Pelztier völlig um bei Kräften zu bleiben. Und dabei war sie diejenige gewesen die immer durch den Wald gerannt war. Damit Flohpelz sich genügend in sein großes Maul stopfen konnte. Das machte sie schon wieder wütend. Er hatte sein Essen nie respektiert. Er hatte es nie wertgeschätzt und es als wertlos betrachtet. Nun, sein Leben war auch wertlos gewesen. Ein Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Oh ja, seines war sinnlos gewesen. Eigentlich hätte er einen langsameren Tod verdient, bei dem was er alles getan hatte. Aber wenigstens war er tot. Das war das einzige was zählte. Er würde sie nie wieder stören, oder niedermachen. Letztendlich hatte ihn seine Zunge den Tod gekostet. Selbst Schuld, konnte man da nur sagen. Nach dem letzten Bissen, den die Maus hergab, putzte sich die Graue kurz, ehe sie wieder aufstand. Eine Richtung, oder ein Ziel hatte sie nicht, aber ein wenig durch den Wald zu wandern würde nicht schaden. Täuschte sie sich, oder wirkten die Bäume gerade extra einladend?

[Im Wald - jagt eine Maus - wandert durch den Wald]
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Spielleitung
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   So Jul 07, 2013 8:05 pm

Der kurze Moment der Ruhe ist verflogen. Die Glieder müssen wieder bewegt werden, obgleich sie sich schreiend dagegen wehren. Aber deine Gruppe Katzen auf dem offenen Felde lebt gefährlich und besonders die jungen Kitten müssen auf sich Acht geben.
Und so fordert Argent seine Artgenossen dazu auf, weiter zu gehen.
Die Sonne folgt ihrem alt bekannten Pfad, während die Katzen auf schmerzenden Beinen fremde Wege gehen.
Doch der Wald rückt immer näher und mit ihm die Hoffnung auf einen Neubeginn. Die Vergangenheit vergessen, die Schrecken der Stadt vergessen. So vieles vergessen. Ob ein solcher Fleck dazu überhaupt in der Lage ist?

Erschöpft erreicht die Gruppe schließlich den Saum des Gehölzes. Die Hitze liegt schwer auf ihren Schultern, die Erde unter ihren Pfoten scheint sich in ihre Ballen zu verbeißen. Sehnsucht nach einer Pause liegt in der Luft und zugleich der Geruch von Tannennadeln und Laubbäumen. Neue, fremde Geräusche locken die Stubentiger in die Kälte des Waldes und langsam scheinen verdrängte Instinkte wach zu werden, Erinnerungen an nie da gewesene Taten erwachen und die Lust auf erste Beute im neuen Heim lässt die Herzen der Katzen schneller schlagen.
Und so folgt der erste Schritt...






Sommer





Später Nachmittag. Die Sonne ist bereits über den Horizont hinausgewandert, scheint aber weiterhin stark




Die Hitze des Mittags ist vorüber, dennoch ist die Luft schwül und aufgewärmt. Keine Wolke ist am Himmel zu sehen, es weht kein Wind. Im Wald ist es angenehm kühl und feucht, auf den Wiesen herrscht weiterhin die Wärme. 20-23°C
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Francis
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   So Jul 21, 2013 5:02 pm

Pfote um Pfote setze der Kater seine Schritte träge voran. Seine Muskeln brannte, die schwüle Wärme wurde immer unerträglich, doch sie hatte den Anfang vom Unterholz erreicht. Direkt neben ihm lief der kleine Tobi und versuchte indem großen Kater ein wenig Schatten und Kühlung zu finden. Francis schaute hinab zu dem kleinem halbblinden Wesen und seufzte. Sein Anhänger bewegte sich ein wenig im Wind, der wiederum das Gras der Wiese aufwirbeln ließ. Von den Unterhaltungen der Katzen am frühen Morgen wusste er nichts. Er schlief lang und wurde dann beim Aufbruch geweckt. Er fühlte sich dadurch wie ein Ausgeschlossener und konnte nun nur schlecht ein Gespräch beginnen. Auch Jade war bei ihrem Bruder geblieben und so blieb ihm nur der kleine Kater zu seinen Füßen.

Sie, Francis und Tobi, blieben vor einem großen Stamm stehen, der überwuchert war mit allmöglichen Gräsern und Sträuchen. Was mag sich da drin wohl für allerlei Getier tummeln? Francis war noch nie zuvor so weit in die Natur vorgedrungen. Klar, der ein oder andere Dornenbusch oder Obstbaum war schon in seiner Erinnerungen und den Gärten der Menschen verankert. Auch den damals anliegenden Park kannte er gut. Doch dies alles war nicht mit dieser Wildnis zu vergleichen. Diesen Anblick der hohen Wipfel, der vielen verschiedenen Farben der Blumen auf der Wiese, Die vielen Gerüche, die er nur schwer, wenn gar gar nicht, unterscheiden konnte, war einfach eine andere Welt. Gemalt von Künstlern. Gesehen in Büchern und Gespürt in einer lang ledigen Prise, stand er nun mitten davor. Francis fuhr unbewusst seine Krallen aus. Vergrub diese im alten und streckte seinen Rücken durch. Kehliges Schnurren entfuhr ihm aus dem Maul. Das Nackenhaar sträubte sich und die Ohren legten sich an. Der Kater verspürte ein Gefühl…ein Gefühl der Freude, des Glücks, doch auch des Schmerzes.

Nach einigen Scharren an dem vermoderten Stamm, ließ Francis ab. Zaghaft schubberte er an der Stelle und bemerkte zufrieden das es nach ihm roch. Er hätte große uzt gehabt diese Stelle zu makieren, doch er benahm sich in Gegenwart der anderen Katzen. In Gegenwart von Jade. Er wollte auf keinenfall einen falschen Eindruck erwecken. Ein Matcho und Egoist war er noch nie und wollte er auch nie sein. Stattdessen wandte Francis seine Aufmerksamkeit auf Tobi. Der Kleine schien die ganze Zeit gewartet zu haben und beobachtete ihn ausgiebig. Ein Schmunzeln legte sich auf den Lippen des Katers. So lernte man, beowachten und nach machen.

“Los komm, versuch du auch mal Kleiner.”

Mit einem Kopfnicken zum Stamm signalisierte Francis noch verstärkt, das Tobi sich ruhig trauen sollte. Er für seinen Teil setze sich nieder und legte seinen Schwanze sachte um die Vorderpfoten.


[am Waldrand mit Tobi/ist beeindruck, kratzt am stamm, munter tobi auf es ihm nach zueifern]

_________________

Zweitcharakter: Tobi

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Tobi
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Di Jul 30, 2013 11:38 am

Der Kater hatte keine Lust mehr zu laufen. Alles war so viel schwerer mit diesen kurzen Beine. Man musste mehr Schritte tun, um bei den Erwachsenen nicht den Anschluss zu verlieren und dann auch noch die drückende helle Scheibe von oben, er glaube zu wissen das man sie Sonne schimpfte, machte diese ganze Wanderung nicht leichter. Umso besser, das Tobi neben Francis lief, der ihm somit ein wenig Schatten spendete. Ein großer Gesprächspartner allerdings war der gescheckte Kater nicht. Er schwieg den ganzen Weg über zum Waldrand. Immer wieder maulte und maunzte Tobi und fragte, wie weit es den noch sei, doch eine Antwort bekam er nie. Nur,...weggehen und mit den anderen laufen wollte er auch nicht. Also war der kleine Kater wohl gezwungen still nebenher zu laufen.

Nach gefühlten tausend Katzenlängen kamen sie endlich an. Vor Ihnen lag ein riesiger Wald mit großen und verschiedenen Bäume. Es roch nach hunderten Dingen und Bienen summten vor ihnen im Gras bei den Blumen. Tobi allerdings bekam dies nicht mit. Er ließ sich lieber hart in das Gras plumsen und schnaufte laut stark aus. Keine zehn Flöhe würden ihn jetzt wieder von seinen vier Buchstaben bekommen. Der kleine Kerl gähnte zum Schluss laut und schaute durch seine verschlafenden Augen Francis hinterher. Dieser hatte sich einen verwitterten Stamm genähert und schnüffelte ausgiebig daran. Es sah interessant aus was der Kater da tat und so beobachte Tobi ihn weiter. Als nächstes schnurrte Francis, streifte mit seinem Kopf an den Stamm entlang und rupfte ein paar Moosecken heraus. Tobi legte den Kopf schief. Das sah lustig aus, den als nächstes schlug der große Kater seine Krallen in das alte Holz und wetzte sich ordentlich darin. Die Ohren von ihm waren nach hinten gelegt und sein Nackenfell stellte sich auf. War er etwa high?

Als Francis Tobi ansprach, das er es auch mal probieren sollte, war er im ersten Moment unsicher und kämpfte mit sich. Doch schon im nächsten Moment vibrierten seine Schnurrhaare erwartungsvoll und die zehn Flöhe waren vergessen. Der kleine Kater näherte sich erst schnell und dann behutsam dem Stamm. Kurz schaute Tobi nochmal auf Francis und vernahm wie dieser nickte und schon im nächsten Herzschlag machte er sich an dem Holz zu schaffen. Dieses Gefühl was Tobi in diesem Augenblick empfand war betörend. Das Holz fühlte sich hart und feucht unter seinen Ballen an, doch zu gleich stimulierte es ihn auch und machte ihn wild. Auch er fing an zu schnurren und ein schmunzeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Spielerisch grub er seine Zähne in das kühle Moos und rupfte ein paar Büschel hinaus. Sein Schwanz peitschte wild hin und her und im nächsten Moment maunze der kleine Kater auf und erklomm den Stamm. Ein paar Male rutsche er ab, doch seine Krallen hielten ihn sicher im Stamm verankert und so war es nicht verwunderlich, das ein stolzer Tobi vom Stamm hinab in die wartende Katzenmenge. Er war der Held des Augenblicks gewesen. Zu mindestens in seiner Kittenweltfantasie.


[bei francis am waldrand/läuft francis hinterher, beobachtet ihn, tut es ihm gleich und erklimmt den stamm, fühlt sich stolz]
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Anubis
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   So Aug 04, 2013 7:31 pm

[Bevor sie am Wald ankommen]
Noch immer bebte der zierliche Körper der Kätzin unter ihrer Trauer. Jeder gequälter Schluchzer schien sie innerlich zu zerreißen. Das offensichtliche Zugestehen ihrer eigenen Schwäche und Last die sie mit sich trug, war eine peinliche Schmach für sie. Tief war ihr Gesicht in dem seichten Fell der Mau vergraben, während er spüren konnte wie sich die einzelnen Tränen zu einem feuchten Netz auf seinen Haaren zusammenschlossen. Diese warme und auch angenehme Feuchtigkeit störte ihn kaum, auch wenn er zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich eine ausgiebige Fellpflege vollführen musste, aber noch konnte die nächste Katzenwäsche warten. So lag er an ihrer Seite und ließ weiter sein kehliges Brummen klingen, welches gar das ein oder andere zaghafte Wimmern übertönte, doch ihren Worte lauschte Anubis mit gespitzten Ohren. Kurz darauf war deutlicher Unmut bei dem Ägypter zu erkennen, das Schnurren verwandelte sich beinahe in ein widerwilliges Knurren und so untersagte er es sich auch nicht Twilight mit einem gezielten Zwicken seiner Eckzähne in eines der empfindlichen Katzenohren zu tadeln. Die ruhige und vertraute Art an dem Kater wich für einen Bruchteil der Sekunde und ließ die folgenden Worte noch stärker wirken, als er es selbst erahnt hätte.

"Lass mich eines sagen, es ist gleich was dir passiert ist oder je passieren wird... Das Leben ist ein einzigartiges Geschenk und auch wenn es manch einen schweren Tag gibt und es scheint, als würden immer wieder neue Steine zwischen den Pfoten liegen, die einen zum Stürzen bringen wollen. Ja, gar selbst wenn du schon am Boden liegst und du keinen Ausweg mehr siehst, weil deine Sicht dir geraubt wird. Niemals gibt es genug Gründe durch die du dein Dasein anzweifeln darfst, niemals mit dem Gedanken spielen, dass dein Leben keinen Wert mehr hat und das Ende die Erlösung zu seinen mag. Es gibt keinen feigeren Gang, als vor seinen Problemen und seinem Leben zu fliehen. Nach diesem Schritt wirst du niemals Frieden und Rettung finden, dies hast du deiner Seele dann verwirkt."

Rau und hart war der Klang seiner Stimme ungewohnt und so verebbte auch jedes Schnurren. Stille zog für einen Moment ein und ließ seine Worte vielleicht auch bei Twillight wirken, denn der Blick des Katers war streng und ehrlich erbost. Ja, er war von seinen Worten überzeugt. Selbst der Gedanke genügte um sich jener Schuld aufzuladen und der Sünde die der Verbannung der Seele mit sich zog. Dennoch glätteten sich die erzürnten Gesichtszüge wieder, so zeigte die Kätzin doch wieder Reue und schmeichelte dem Kater zu gleich. Diese Worte hatten natürlich ihre Wirkung, was genoss Anubis denn nicht mehr als Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ja, er hatte Recht und es war gut, wenn man dies schnell erkannte...Nein, Arrogant war er nicht, aber er verstand sich darauf meist besser zu wissen, was man denken sollte...Ein komplizierter Geist konnte in ihm stecken. Der Groll wich wieder aus ihm und ein feines zaghaftes Lächeln schenkte er ihr.

"Ich mag dir immer helfen, wenn du Hilfe bedarfst. Aber du darfst nie vergessen, die Unterstützung kann nur Früchte tragen, wenn du dir auch selbst helfen willst und den Willen trägst dein Leben ändern zu wollen. Denn egal wie viel Kraft ich dir schenke, so bringt es nichts wenn du dich jener verweigerst."

Bei diesen Worten erhob er sich, warf seine Aufmerksamkeit kurz in Richtung der Gruppe, die langsam munter wurde und bereit zum Aufbruch schien.

"Komm lass uns zu den Anderen, bald wird es losgehen. Ein bisschen Ablenkung wird dir gut tun. Wisch dir die Tränen aus dem Gesicht und freue dich auf das Leben was uns bald erwarten wird..."

Liebevoll betrachtete er Twilight, streckte seinen Kopf zu ihr und stupste mit seiner Nase an ihrer, dann ließ er diese die Linie zu ihrem Augen hinauf wandern und erstickte die Träne in ihrem Fell.

[Redet mit Twilight | ist kurz sauer | wischt ihr eine Träne weg]
____________________________________

[Beim Wald]
Anubis war einer der ersten und es schien nicht verwunderlich, wenn man seine kittenhafte Art betrachtete. Trotz seiner schmerzenden Ballen und den Pfoten die ihn kaum noch tragen mochten, rannte er voran. Je näher er diesen unheimlich großen Stämmen kam, um so kleiner und unbedeutender schien er sich selbst vor zu kommen. Die alten Bäume die diesen Wald säumten waren gänzlich anders als die massiven und grauen Bauten der Menschen. Von ihnen ging nicht diese Kälte aus und nicht diese Aura die einen irgendwie gefangen hielt. Ja, tatsächlich er spürte Freiheit. Zu mindest dachte er, dass dieses Gefühl der Unendlichkeit es sein musste. Mit weit geöffneten Augen wanderte sein Blick vom Boden und der Tiefe des Waldes hinauf in die Kronen der Bäume, noch immer ereichte die Sonne ihn, aber ihrer Hitze wurde sie beraubt. Majestätisch wirkte der Anblick für den kleinen Kater und während er sich seiner Umgebung besann, spürte er wie eine wohlige Kühle seine brennenden Pfötchen schmeichelte. Die aufgewärmte grasige Steppenlandschaft war gewichen, die essentiellen Wurzeln wurden von weicher und kühler Erde eingefasst. Der Boden bedeckt von Moos, Farnen, Laub wie Tannennadeln verströmten einen eigenen satten Geruch, den es keiner Beschreibung gleich tat. Noch nie hatte die feine Nase der Mau solch einen schweren und doch so schönen Duft wahrgenommen, die Note des Lebens war deutlich in ihm zu erkennen. So fiel die Erschöpfung von dem Kater ab, wie leichter Puderschnee von einen jener Äste im Winter verweht wurde. Die aufgeweckten Augen Anubis blickten voller unbändiger Neugier und so rannte er von dannen. Den geringelten Schwanz steil in die Luft erhoben und einen kurzen Blick zu Twilight, Alpha und auch Argent, so verschwand er zwischen einer jenen Bäumen. Seinen eigenen Weg wollte er sich nun bahnen, der Gruppe nicht gänzlich entsagt, dies war kein Zweifel würde er sie baldig wieder finden, aber nun vermochte er nicht mehr warten zu können. Sie waren angekommen, Dankbarkeit war deutlich in seinem Blick geschrieben, als er den Grauen betrachtet hatte, aber so wie jene erkannte man auch in ihm die Ungeduld. Nun wollte er keine Reden schwingen und genauso wenig welchen lauschen müssen. Nein, er wollte sehen, entdecken, forschen und finden. Was war dies für ein Ort? Was bedeutete ein Wald? Um genauer zu sagen, was bedeutete DIESER Wald für ihn. So war er in diesem Moment Heilspender, bot er doch Schatten und umarmte das hitzig aufgewärmte Gemüt des Katers mit seinen erfrischenden Armen, die sich wie ein Mantel um ihn legten und all die Strecke die er vollbracht hatte vergessen ließ. Ja und gar der knurrende Magen des Schlanken war erstmal wieder in Vergessenheit geraten.

Wie auch Francis einen der mächtigen Stämme bearbeitet hatte, wagte sich selbst nun der Getupfte näher an die knorrige Borke heran, als er tiefer in den Wald getreten war. Er war keinem Weg gefolgt, keiner ersichtlichen Spur, ziellos einfach losgelaufen. In die Gefahren die es hier geben konnte und in den Segen den er hier finden wollte. All zu große Gedanken machte er sich nicht, als er seinen Kopf wie einst an seine Besitzerin schmiegte und auch seinen Fang an der Rinde strich. Mit einer eigenartigen Liebkosung antwortete der Baum ihm,  wobei er sich an seiner runzeligen Haut schubbert. Nicht so weich wie die Hand eines Menschen und nicht so feinfühlig, aber auch dies konnte was für sich haben. Ein oder zwei Sätze weiter, die der flinke Kater machte, vollführte er wieder jene stürmische Begrüßungsgeste.

[Rennt allein in den Wald hinein]
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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Das unberührte Paradies   Sa Aug 10, 2013 9:42 pm

Müde lehnte Jade sich gegen ihren Bruder. Sie hatte ihre Augen leicht geschlossen und genoss den Moment der Ruhe. Sie waren weit gelaufen. Sehr weit. Die Erinnerungen an die Stadt fingen schon an zu verblassen. Nur nicht die Ängste, die sie dort hatte überstehen müssen. Ängste um ihr Leben aber auch um das ihres Bruders. Coricopat lehnte saß neben ihr. Er war mit ihr gekommen, den ganzen Weg und das machte Jade sehr stolz.
Immer noch mit halb geschlossenen Augen leckte Jade zuerst ihr Pfötchen ab, dann putzte sie ihrem Bruder das Ohr. Wie er wieder aussah! Vom Ohr aus wanderte die raue Zunge der Katze über sein Gesicht, bis sie schließlich am Nacken aufhörte. Den Rest konnte er selber machen. Aber sie liebte ihren Bruder über alles. Immer schon hatte sie ihn sauber gemacht. Wenn er spät Abends heim gekommen war und nach allem möglichen roch, dann war es Jade, die ihm geholfen hatte wieder den vertrauten Geruch anzunehmen. Ihren Geruch. Unter all diesen fremden Gerüchen und der Umgebung, die sie nicht kannte, wollte die Katze etwas haben, was ihr bekannt vorkam. Was sie mochte und was ihr gefiel. Denn noch konnte sie nicht einschätzen, ob ihr dieser Wald nun zusagte oder ob hier ihre Ängste wieder stärker wurden.

"Lass uns ein klein bisschen die Pfoten vertreten."

Stupste sie ihren Bruder an und schob ihn dann mehr oder weniger mit sanfter Gewalt auf die Beine. Zwar waren sie in letzter Zeit so viel gelaufen. Aber Jade wollte sich einen kleinen Überblick über ihre neue Umgebung machen. Und das ging am besten mit ihrem Bruder neben sich.
Sie gingen ein Stück, dann blieb Jade unvermittelt stehen. Ihre Ohren spitzten sich und richteten sich auf einen Ort direkt vor ihnen. Dort erkannte sie den Kater mit dem Halsband und Jades Herz schlug schneller. Er hatte es also auch gesschafft. Sie war so erleichtert. Während der Reise hierher hatte sie ihn vollkommen aus den Augen verloren. Aber es war nicht nur der Kater mit dem Halsband, der Jade innehalten lies. Bei Francis befand sich ein Jungtier und Jades Herz ging auf. Wie jedes Mal, wenn sie ein Kitten sah. Leise seufzte die Silbergraue und legte den Kopf ein bisschen zur Seite. Da hatte sie plötzlich eine Idee.

"Das könntest du doch auch machen."

Sie drehte den Kopf und sah ihren Bruder direkt an.

"Es gibt so viele Jungtiere in dieser Gruppe und ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Kater mit mehr Erfahrung im Umgang mit dem Leben gibt als dich. Du hast schon so viel durchgemacht. Das könntest du doch an die Kleinen weiter geben. Damit sie später einmal zu starken Mitgliedern dieser Gruppe heranwachsen. Was meinst du?"

Schnurrend rieb sie ihren Kopf an seiner Wange. Er sollte diesen Vorschlag nicht als Druck empfinden. Es war nur ein Vorschlag, der es ihm vielleicht erleichterte seinen Platz in dieser Gruppe zu finden.


[bei Coricopat, läuft mit ihm ein Stück, sieht dann Francis mit Tobi, macht einen Vorschlag]
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Kapitel 3: Das unberührte Paradies
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