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Argent
Admin && Spielleitung

Dakota
Admin && NPC | Grafikerin

Francis
Grafikerin für Avatare

Twilight
Helferin für Avatare

Caruso
linke Hand Argents

Coricopat
Aufsicht des Rollenspiels



Kapitel 3: Das unberührte Paradies



Wetter:
Sommer. Später Nachmittag.
Sonne geht auf.
Keine Wolken am Himmel.
Starke Hitze.
Im Schatten kalt.
Schwül, kein Wind.
20 - 23 °C

Was bisher geschah....

Nachdem die Nachricht von der
Flucht aus der Stadt erst einmal
herum gegangen ist trafen sich
Katzen am Stadttor. Dort, in einer
dunklen Gasse fing Argent an
über das weitere Vorgehen zu
reden. Es ist Zeit, das Nest
der Menschen zu verlassen und
ein neues Leben im Wald
zu beginnen. Jedem steht es frei,
ob sie nun gehen oder nicht.
Der Clan der Samtpfoten besteht
aus wenigen Mitgliedern und
nur, weil eine Gruppe von Katzen
sich gebildet hat bedeutet das nicht
gleich, dass sie auch ein Clan ist.
Es wird sich zeigen, wer
nun eine Samtpfote sein will
und darf und wer nicht.



Hast du je den Wunsch verspürt
auszubrechen und ab zu hauen?
Nein? Bei den Samtpfoten bleibt dir
wohl nichts Anderes übrig!
Stell dir vor, du bist eine Katze.
Eine Hauskatze, wohl gemerkt.
In einer großen Stadt lebst du und
eines Tages verhalten sich deine
Menschen seltsam. Sie wollen dich
nicht mehr streicheln und halten
Abstand von dir. Angeblich
soll es eine Katzenseuche
geben und ehe du dich
versiehst, landest du auf der
Straße. Allein und ohne Ahnung,
was jetzt zu tun ist.
Was würdest du tun?
Nun, der Kater Argent hat
sich entschlossen einen
Clan mit seiner Geliebten Alpha
zu gründen. Willst du zu ihnen
gehören oder lieber allein um her
streifen?
Es ist deine Entscheidung.
Dein Leben.

Denn du, bist eine Katze.



Gesuchte im Moment
Spielgefährten gesucht.

Zitate des Monats
Jade: "Du bist bei mir und das ist für mich das Allerwichtigste."
Sunny: "Ja ja, das sagen sie alle. Und am Ende bin ich wieder diejenige, die nicht teilen wollte. Hier, nimm!"


Austausch | 
 

 Kapitel 2: Fremde Wege

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AutorNachricht
Mika
kleines Bärchen
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Alter : 26
Alter Charakter : 6 Monate
Geschlecht : Kater
Fellfarbe : cremefarben getigert
Besonderheiten : helle Haarfarbe, Augen
Größe : 19 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Jan 28, 2012 1:31 pm

Zum Glück war nocheinmal alles gut gegangen und die Gruppe war heil über die Straße gekommen. Warum diese Zweibeiner auch nie Rücksicht nehmen konnten. Sie taten so als gehörte ihnen die Welt.
Mika hatte sich soeben durch das Loch im Zaun begeben und sah sich nun um. Vor ihm lag keine Stadt mehr. Alles war neu und fremd, hatte er doch sein bisheriges Leben nur zwischen den Häusern der Stadt verbracht. Noch einmal blickte er zurück, sah zu den anderen und überblickte dann die Gegend.
Es dauerte nicht lange und Tobi fing an herumzuspringen. Anscheinend gefiel es ihm hier.

Der Jungkater hob den Schwanz und machte die ersten Schritte auf diesem fremden Stückchen Erde. Er snekte dne Kopf, schnüffelte an einem Grashalm und tapste vorsichtig weiter. Plötzlich spürte er einen Schmerz und er sprang erschrocken herum. Tobi, der immer noch ausgelassen gespielt hatte, war genau in ihn hinein gerannt.

"Hey..."

Mika presste sich auf dne Boden, das Hinterteil bewegte sich von einer auf die anderen Seite. Dann setzte er zum Sprung an, sprang auf Tobi und dann über ihn hinweg. Er wirbelte herum, blieb aber stehen, als er sah das der Kater weinte. Was war los? Warum weinte er denn? Fragend legte der Helle den Kopf schief und blickte dann die Erwachsenen an.


[auf der anderen Seite des Zaunes / erkundet vorsichtig / spielt Tobi an / verwirrt]
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Diana
Mondgöttin
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Alter Charakter : 2 1/2 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : Schwarz, an Pfoten grau
Besonderheiten : Narbe über rechte Gesichtshälfte, Ohr etwas zerfetzt
Größe : 31 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Feb 05, 2012 10:21 am

Abschiedspost von Diana

It's a new world it's a new start
It's alive with the beating of young hearts
It's a new day it 's a new plan


But not mine…


Innerlich brodelte Diana geradezu, und sie musste sich extrem zusammenreisen, um diesem arroganten Coricopat nicht die Augen auszukratzen. Nicki hatte ihm ja nun wirklich nichts getan, und sie war nunmal geistig einfach jünger als sie alle. Woher nahm er das Recht, sie zu behandeln, als hätte sie ihm wer weiß was angetan? Als nun die kleine Katze, all ihren Mut zusammennahm und fragte, ob sie nicht einfach kurzzeitig Frieden schließen konnten, erwiderte er nur trotzig, dass es so etwas nicht gäbe. Als er sich nun an sie wandte, blitzten ihre Augen gefährlich auf, und sie konnte sich nur unter größter Anstrengung ein Fauchen verhalten. Nun sprach er mit ruhiger(!) und gefasster Stimme mit ihr, als wäre er Geduld und Engel in Person. Nun hatte er den Vulkan zum entgültigem Ausbruch gebracht. Mit gefährlich ruhiger Stimme erwiderte sie: „Oh, ich habe keineswegs ein Problem mit deinem Charakter, denn gegen seinen Charakter kann man wahrlich nichts tun. Womit ich allerdings ein Problem habe, ist dein absolut inakzeptables Verhalten Nicki gegenüber! Was hat sie dir denn bitte getan? Wenn du nicht in der Lage bist, dich so zusammenzureißen, dass du mit anderen vernünftig reden kannst, dann hast du doch hier nichts verloren!“ Nun war ihre Stimme zwar alles andere als ruhig, allerdings schrie sie nicht. „Außerdem erwartet hier keiner von dir, dass du dich mit allen anfreundest, aber ein gewisseses Benehmen an den Tag zu legen, kann doch nun nicht so schwer sein. Auch ich bin eine Einzelgängerin, aber auch so etwas ist keine Entschuldigung, sich anderen gegenüber so zu verhalten. Vielleicht solltest du darüber mal nachdenken.“ Mit diesen Worten, einem freundlichem Kopfnicken zu Jade, und einem aufmunterndem Stupser in die Seite von Nicki, verließ sie die Gruppe und verschwand in der Dunkelheit einer schmalen Gasse. Hätte man später einen Blick auf die Dächer geworfen, hätte man die Silhouette einer Katze gesehen, wie sie etwas wehmütig das Geschehene betrachtete. Gerne hätte sie dazugehört diese Katze, aber sie musste einsehen, dass das Leben in der Gruppe doch nicht das ihre war.
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Spielleitung
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Fellfarbe :
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Feb 14, 2012 7:43 pm

Coricopat
Jade
Nicki



Spielleitung: Zumindest ein wenig Hoffnung konnte sich die nächste Gruppe Katzen um Coricopat machen. Twilight, Aiko, Tobi, Mika und Alpha hatten es geschafft: Sie waren in Sicherheit! Trotz dieser Tatsache war die Straße immer noch so bedrohlich wie zuvor. Tobi hatte den Tod in die Augen gesehen. Tief saß der Schock. Die Straße roch dreckig und widerwärtig, ihr harter Boden schmerzte unter den weichen Ballen, aber sie gingen trotzdem brav voran. Es war ihre Chance. Sie hatten keine andere Möglichkeit. Entweder den Tod in der Stadt sterben oder in der Wildnis die Urinstinkte suchen und – vermutlich – auch finden. Letzteres klang um Längen besser, obwohl keiner wusste, welche Gefahren im Wald drohten. Langsam trotte die Gruppe auf die Straße zu...

Jade: Zur Zuschauerin verdammt saß Jade neben ihrem Bruder und hatte sowohl den Kopf gesenkt als auch den Schwanz um ihre kleinen Pfoten geschwungen. Sie mischte sich nicht ein. Nicht als Coricopat ausrastete und nicht als Diana ihm die Strafpredigt hielt, die ihr Bruder scheinbar verdient hatte. Dann ging Diana und ließ sie alleine. Eine Träne rann Jade über das silbergraue Fell. Sie würden hier sterben. Sie waren so sehr mit streiten beschäftigt, dass sich die Hunde vermutlich in aller Ruhe anschleichen hätten können.
Hinter sich hörte Jade dann Schritte. Sie sah hoch und beobachtete wie die erste Gruppe die Straße überquerte. Sie suchte die Fellfarben nach der von Francis ab. Doch der Kater schien nicht darunter zu sein. War er schon auf der anderen Seite? Jade konnte es nicht sagen. Sie seufzte leise, dann stand sie auf. Ihren Bruder sah sie mit unendlich traurigen Augen an. Sie verurteilte ihn nicht. Wegen ihr musste er sich nicht ändern. Auch wenn Jade sich das sehr wünschte. Alleine um seinetwegen. Sie wollte, dass er einmal eine nette Kätzin kennen lernte. Und nicht einer dieser verlausten, dreckigen Straßenkater wurde, die nichts anders lieber taten als sich zu raufen. Scheinbar war ihr Bruder aber auf dem besten Weg dazu.

Jade liebte ihn. Das zeigte sie ihm dadurch, dass sie nun auf ihn zuging und ihren Kopf an Seinem rieb. Nur kurz aber deutlich. Dann hob sie mutig den Kopf. Ein kurzer Seitenblick zu Nicky, dann lief Jade los. Zuerst noch zögerlich. Dann aber rannte sie so schnell es ihre kleine Pfoten erlaubten über die Straße. Immer die Gruppe im Auge, die bereits am Zaun angekommen war. Jade wollte weg aus dieser Stadt. Wollte keine Angst mehr haben. Sie wollte ihren Bruder bei sich wissen. Doch sie konnte ihn nicht zwingen. Das war ihr in den letzten Momenten klar geworden. Wenn er sie liebte, dann kam er mit ihr mit. Wenn nicht... hatten sie sich heute zum wahrscheinlich letzten Mal gesehen. Am Zaun angekommen, zwengte sich die kleine Kätzin unter den Maschen hindurch. Ihr Körper bebte vor Aufregung. Auf der anderen Seite angekommens etzte sie sich erst einmal hin und blickte den Zaun an. Immer mehr Katzen kamen hindurch. Ob ihr Bruder auch dabei war?


Coricopat: Coricopat lief den anderen Katzen nach. Er achtete stark darauf, was um ihn herum geschah und hoffte inständig, dass nichts geschehen würde. Dann aber bekam er einen regelrechten Schock, als er ein Auto erblickte. Geschockt blieb er stehen und seine Augen riss er angsterfüllt auf. Die Bilder seines Autounfalls blitzten in ihm auf und nur mit allerletzter Willenskraft konnte er schließlich einen Satz machen und schloss wieder bei den anderen auf. Bis er dieses Trauma überwunden hätte, würden wohl noch einige Wochen, Monate, vielleicht auch Jahre vergehen. Mit zittrigen Beinen und gesenktem Kopf wünschte er sich so schnell es ging von hier zu verschwinden, sich einzurollen und einfach fortzukommen von allem, ein gutes Leben wollte er haben und nun steht er zwischen Leben und Tod. Wie sollten die Katzen es denn jemals schaffen aus der Stadt zu kommen? Der Kater sah keine Hoffnung in seiner Zukunft, nur eine bittere Realität.

Nicki: Nicki lief langsam und vorsichtig über den Asphalt und blickte sich immer wieder hilfesuchend um. Als sie sich so umsah merkte sie, wie das Gefühl sie beschlich, dass sie hier völlig falsch wäre, dass sie einfach am Straßenrand hatte sitzen bleiben sollen und darauf warten sollen, dass sich die Straße vielleicht in eine Blumenwiese verwandeln würde. Wunder gab es doch immer wieder und man durfte doch wohl noch träumen, oder? Die Siamkatze versank so in Gedanken, dass sie das Auto nicht registrierte und auch nicht, dass der Kater zurück blieb. Es trieb sie einfach immer nur vorwärts, egal wohin auch, einfach fort von dieser Straße, das war ihr Ziel in diesem Moment. Die Kätzin wusste, dass sie es schaffen konnte, sie alle schaffen konnten und sie wollte daran glauben, an ein neues und gutes Leben.

Spielleitung: Erneut hatte die Katzentiere den Weg in die Freiheit gefunden, aber abermals hatte die Stadt ihr dreckiges, hässliches Lächeln gezeigt. Dies war nun mal kein Ort für Hauskatzen. Das Straßenleben war hart und musste gelernt sein. Glücklicherweise hatten Jade, Nicki und Coricopat ihren Weg in die Freiheit ohne größere Komplikationen gefunden und allen ging es physisch gut. Was die Psyche betraf... nun, dass würde sich im Laufe der Zeit zeigen.
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Anubis
Wächter der Seelen
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Alter Charakter : 4 jahre
Geschlecht : Kater
Fellfarbe : Grau/Silber
Größe : 33 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Feb 16, 2012 12:37 pm


Auch der Getigerte träumte einen Moment. Er verlor sich nur zu gern in seiner Vergangenheit oder gar in seiner gewünschten Zukunft, dennoch entging ihm nicht welche Worte Francis ihm entgegnete. Es verwunderte ihn nicht, dass er ihm Anubis Rasse nicht vertraut war. Die meisten konnten wohl mit seinen Ahnen nicht viel anfangen. Lag es vielleicht daran, dass jene sich mit ihrem eigenen Leben bereits genug beschäftigen mussten oder dass es nur wenige Ägypter in den heimischen Haushalten als Katze gehalten wurden. Nicht allein wegen dem Anschaffungspreis, sondern auch aufgrund des schwerwiegenden Problems der Beschaffung. Es gab nur wenige Züchter von seines Gleichen. Dennoch, Anubis verübelte es ihnen nicht. Unwissendheit konnte man belehren. Dies war jedenfalls einfacher, als eine feste Meinung die bereits erblühte von der Wahrheit zu überzeugen.

"Ich hatte bereits damit gerechnet, dass dir mein Schlag nicht viel sagt. Dies soll keine Kritik sein, aber wir zählen weniger, als andere Rassen. Zudem ist es zu solchen Zeiten belanglos von wo wir abstammen. Auch mich hat man verjagt, als räudiger Krankheitsüberträger und Eindringling. So, als wäre mein Dasein zuvor nur eine unwillige Erscheinung gewesen und nicht der Herzenswunsch meiner Besitzerin."

In der Stimme des Grauen schwankte Trauer und Kränkung. In seinen Augen der unendliche Herzenswunsch, es wäre nie passiert, doch auch die Hoffnung auf ein neues Leben mit der innigen Dankbarkeit zu den anderen.

"Wir können nichts ändern und brauchen in unseren Herzen auch keinen Hass oder Verachtung sähen. Denn sie wissen nicht was sie tun...So schenke ihnen dein Erbarmen für ihre Unwissenheit, während wir daraus das Beste machen und ein neues Reich für uns gewinnen werden. Immerhin sind wir Katzen, die Wächter der Seelen und des Lebens. Wir können an dieser neuen Situation nur wachsen."

Folgsam richtete er seinen Blick auf Argent, der verträumt schien und leise seine Worte verlor, aber vielleicht würde er erkennen, was Anubis ihn vermitteln wollte. Auch er würde neuen Mut fassen, sich mehr und mehr seinen Stärken bewusst werden und vielleicht auch seine Liebe retten können, mit einem Funken neuer Selbstsicherheit und Entschlossenheit.

"Wie wahr, dann lasst uns es ändern. Bevor wir entdeckt werden..."

Anubis erhob sich und reckte seinen Leib, als wolle er sich für die nächsten Stunden vorbereiten. Sein Blick schweifte, die Massen standen nun in Grüppchen verteilt. Jeder hatte seine Aufgaben, jeder hatte einen Wächter. Allerdings war es ein seltsames Bild, dass gerade die Herren kein Auge auf ein Kitten oder ähnliches werfen mussten. Hier hatten deutlich die Weibchen ihre Pfoten schützend über diese gelegt.

[Argent, Franciss, Caruso/ spricht]
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Gast
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Feb 22, 2012 4:49 pm

    Genervt schritt der Kater umher, er hatte nun so etwas von keine Lust irgendwo eines auf Jäger zu machen, und von allem anderen hatte er auch die Nase voll.
    Wie er merkte, war er dem Wald nicht weit entfernt, man könnte meinen, nein, man konnte nun wissen, das er gerade wegs dem Waldrand entlang schlich.
    Genervt davon, von einem dummen Köter durch die Gegend gejagd geworden sein, ging er nun seelenruhig weiter.
    Die Route war der einzige weg, dem Köter zu entkommen... Eine geschmirrt hatte Taida no Senshi ihn sowieso.

    Und der Köter hatte überreagiert.
    Nur weil der Kater die Futterschüssel von ihn als Klo verwechselt hatte... tze, das konnte ja auch mal passieren, der Köter wardavon abgesehen währenddessen wo anders gewesen und erst im letztenmoment gekommen.
    Taida war eben kein ´ich scheiß mitten auf den Weg´ Typus, ja, er war eher so, das ihn Toiletten gefielen, und basta.
    Erschöpf von dem 5 Minuten schauspiel ließ er sich zu Boden gleiten, sein Schweif war etwas nass durch den Sabber des hundes, welcher ihn allerdings nicht weiter erwischt hatte.
    So tat er nun, als sei er einen Marathon gelaufen und blieb bequem auf dem Boden liegen.


[am Waldrand | liegt auf dem Boden]
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Twilight
die Dämmerung
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Alter : 17
Alter Charakter : 3 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : Creme, Gesicht dunkler
Besonderheiten : Narbe am Bein
Größe : 20 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Fr Feb 24, 2012 12:48 pm

Hier roch es anders, wie in der Stadt. Es war der Geruch der Freiheit. War es endlich so weit? Waren sie endlich entkommen aus dieser grausamen Stadt? Das Gras unter Twilights Füßen fühlte sich gut an, es war weich. Jahrelang hatte sie bei ihren Menschen gelebt, dies aber ein ganz neues Gefühl für sie. Wie gut es sich anfühlt. dachte sie für sich. So fühlt sich also die Freiheit an. Sie sog die Luft durch die Nase ein. Sie fühlte sich frisch an und gut. Langsam erkundete sie die Umgebung. Das hier ist ist also ein Wald dachte sie, als sie eine Baumgruppe weiter entfernt sah. Es roch nach frischen Tannennadeln. Blätter wiegten sich im Wind und flogen an der Katze vorbei. Twilight wurde aus den Gedanken gerissen, als sie merkte, dass Tobi weinte. Schnell reagierte Twilight und sprang leichtfüßig zu ihm.

"Was ist los? Tut dir etwas weh? Lass mich mal sehen."

Sie leckte dem weinenden Tobi tröstend über das Ohr, wie eine Mutter es wahrscheinlich auch bei ihrem verletzten Sohn tun würde. Twilight erschreckte sich über diese mütterlichen Instinkte, aber in diesem Moment war ihr das herzlichst egal. Er gehörte zu ihrer Gruppe die unter ihrem Kommando stand und sie musste aufpassen, dass nichts passierte. Sie wartete auf seine Antwort und zog sich langsam zurück.

{bei Tobi ; Alpha ; Mika ; fragt sich, wieso Tobi weint}
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Takara
Juwel der Jagd
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Alter Charakter : 4 Jahre
Geschlecht : Weiblich
Fellfarbe : Grau
Größe : 29cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Feb 26, 2012 6:38 pm

Es konnte so schnell vorbei sein. So verdammt schnell! Es brauchte nur einen Augenblick um alles zu zerstören was man sich aufgebaut hatte. Nur ein Wort. Eine Tat. Und es war vorbei. Dann konnte man nicht mehr aufwachen. Egal wie sehr man es auch versuchte. Die eigenen Lider würden sich nie wieder öffnen. Denn man war tot. Durch eine einzige Tat, durch ein einziges Wort. Der seelische Tod war vielleicht fast noch ein weniger grausamer. Wenn man innerlich starb obwohl der Körper gesund war. Dann war man gefangen in seinem eigenen Körper. Das war schrecklich. Die graue Katze schüttelte ihren Kopf. Er hatte es verdient. Er hatte so sehr verdient! Warum also hingen ihre verfluchten Gedanken noch an diesem Kater? Oder wohl eher an der Tatsache das er tot war? Er hatte es doch verdient! Sie hatte richtig gehandelt. Absolut korrekt. Ihre Familie wäre stolz auf sie. Ganz bestimmt. Hundertprozentig sogar! Oder? Hatte sie das Recht ihn zu töten weil er ihre Familie auf dem Gewissen hatte? Ja! Nein? Doch! Ein Leben konnte schnell vorbei sein – das hatte er ihr schmerzlich beigebracht. Eine sogenannte „heile Welt“ existierte nicht. Für niemanden. Man musste nur genau hinschauen um zu sehen wie grausam diese Welt war in der wir leben. Und nun hatte sie sein Leben beendet. Wen kümmerte das schon? Niemand würde diesen alten nichtsnutzigen Kater vermissen. Niemand würde je nach ihm fragen. Aber trotzdem belagerte dieser Gedanke Takaras Kopf und fraß sich durch ihre Gedanken. War sie nun eine Mörderin? Oder nur die Rächerin ihrer Familie? Obwohl das eine das andere brauchte. Aber sie war keine schlechte Katze. Eine unfreundliche, gebrochene und aggressive Katze, das war sie. Aber sie war nicht von Grund auf schlecht. Wäre sie das, dann hätte sie Asarel am Anfang nicht geholfen als sie für ihn gejagt hat. Immerhin rannten die Beutetiere nicht freudestrahlend in ihr offenes Maul. Also konnte sie Takara zumindest dadurch beruhigen. Sie war nicht von Grund auf böse...sie war einfach nur anders. Und das war gut so. Das war immerhin sie. Und wenn sie nicht sie wäre, dann wäre sie nicht sie. Und das wäre schlecht, oder? Dann würde sie sich selbst nicht ausstehen können. Also war ihr schlech- nein. Sie hatte nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Es fühlte sich so an, als würde jemand ihr Gewissen gefangen halten. Wollte es mit bösen Gedanken füttern. Aber das ließ Takara nicht zu...zumindest nicht so ganz. Asarel wanderte immer noch in ihren Gedanken.

Der gleichmäßige Trott in den sie verfallen war half nicht wirklich um den Gedanken-Asarel loszuwerden. Deshalb lief Takara schneller. Und schneller. Und schneller. Zum Schluss hetzte sie durch den Wald. Die niedrigen Zweige peitschten ihr durchs Gesicht, kratzen an ihrem Körper entlang und wollten sie bremsen. Doch die graue rannte und rannte. Bis ihre Schulter sie vor Schmerz aufkeuchen ließ. Abrupt stoppte sie und verkniff ärgerlich die Augen. Dieses verfluchte Andenken hätte Asarel sich auch sparen können. Sie fauchte als sie das warme rote Blut spürte welches aus ihrer Schulter drang. Die hatte sie in ihren verworrenden Gedanken fast vergessen. Dafür pulsierte die Wunde jetzt nur noch heftiger. Sie wollte anscheinend nicht vergessen werden. Die selbe Prozedur wie vorhin wiederholte sie nun. Lecken, lecken, lecken. Bis der Blutfluss stoppte. Und das tat er schnell. Asarel hatte einfach nicht mehr die Kraft dazu gehabt sie ernsthaft zu verletzen. Es war ein nerviger, leicht schmerzender Kratzer aber der würde schnell verheilen wenn sie ihre Schulter nicht allzu sehr strapazierte. Und mit diesem Kratzer würde auch Asarel allmählich verblassen bis er nicht mehr von Bedeutung war. Bis er nicht mehr in ihren Gedanken hauste. Doch als damit fertig war ihre Schulter zu reinigen schmeckte sie, als sie sich mit der Zunge die Schnauze leckte Blut. Anderes Blut. Asarels Blut. Es haftete an ihrer Schnauze. Auch an ihren Pfoten klebte noch das rote Elexier. Kein Wunder das Asarel so lebhaft in ihren Gedanken tobte wenn sie sein Blut mit sich herumtrug. Gründlich wusch sie die blutbefleckten Stellen bis ihr grauer Pelz wieder zum Vorschein kam. Den metallischen Geschmack in ihrem Mund würde sie wohl vorerst nicht loswerden können.

Als sie auch diese eher lästigen Taten vollbracht hatte blickte sie sich um. Ganz recht wusste sie nicht was sie tun sollte. Sie hatte keinen Hunger, musste nicht mehr für Asarel jagen und müde war sie auch noch nicht. Aber ausruhen wäre wohl besser als ruhelos im Wald herum zu hetzen. Diesem Gedanken folgen legte sie sich zwischen die Wurzeln eines Baumes und kugelte sich zusammen. Als sie ihren Schwanz über ihre Nase legen wollte nahm sie etwas war. Einen...Geruch? Augenblicklich musste sie fauchen als sie diesen Geruch einordnete. So etwas penetrantes, nach Menschen riechendes, ekelerregendes Ding würde sie überall erkenne: Ein dreckige, erbärmlich Hauskatze. Wahrscheinlich auch noch richtig fett – gestopft von den Zweibeiner Dreck. Doch was suchte so ein hässliches Hauskätzchen hier in IHREM Wald?! Gut. Immerhin war es noch entfernt. Aber dieser Geruch...der verlangte ja geradezu nach Aggressionen! Da konnte sie doch nicht ruhig sitzen bleiben. Diese Drecksvieh würde hier nicht einfach einmaschieren und zu seinem Vergnügen jagen – wenn es das denn überhaupt noch konnte bei diesen Fettmassen! Möglicherweise hatten diese verweichlichten Menschenmarionetten ihre Fertigkeiten auch verloren? Wütend geworden und nebenbei Asarel wenigstens für diese Momente vergessend folgte sie diesem Geruch schleichend. Sie hielt sich im Schatten, in Verstecken – eben da wo diese Hauskätzchen mit ihren pummeligen Staturen und stumpfen Sinnen niemals hingelangen würden. Aber sie hielt an, gut versteckt in einem Gestrüpp vom Schatten verschlungen und von Blättern verdeckt. Hier würde sie warten. Sollte dieses verdummte Etwas auch nur hier vorbei kommen würde es sein blaues Wunder erleben!


[Im Wald - denkt nach - wäscht sich - entdeckt Taidas Geruch - geht der Spur ein wenig nach - hält an und versteckt sich (ist NICHT bei Taida) - wartet ab ob dieses "Etwas" vorbeikommt]
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Alpha
das Glückskätzchen
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Alter : 21
Alter Charakter : 2 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : Schildpattmuster
Größe : 31 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So März 11, 2012 6:32 pm

We'll do it all
Everything
On our own

We don't need
Anything
Or anyone

Dieses Gefühl des kitzelnden Grases unter ihren Pfoten, dieses Wissen, dass sie frei war, dieser Geruch des Landes, der ihr entgegen wehte, all das trieb Tränen in Alphas Augen. Sie war wie versteinert, konnte sie nicht mehr bewegen, konnte nicht sprechen. Eine Euphorie kam in ihr auf, wie sie es noch nie zuvor verspürt hatte. Frei. Wie das klang. Sie wollte dieses Wort austesten, wollte wissen, wie es schmeckte, wenn man es aussprach, wollte hören, wie es klang. Hier draußen auf dem Graßfeld. Sie wollte wissen, wie es sich anfühlte, es laut auszusprechen, aber sie konnte einfach nicht. Es war ihr, als hätten jegliche Muskeln versagt.
Ihre Augen richteten sich starr nach vorn. Dort hinten, ganz weit hinten musste der Wald sein. Man konnte ihn nicht sehen, Alpha konnte ihn nicht sehen, aber allein das Wissen, dass dort hinten ihre neue Heimat sein musste trieb der Kätzin einen kalten Schauer über den Rücken. Zwei lange Jahre. Zwei Jahre hatte sie in den Fesseln der Stadt gelebt, welche sich in ihr Fleisch geschnitten hatten und endlich war es ihr gelungen sie abzuwerfen, sie zu durchbeißen und sich zu entfesseln. Alpha fragte sich nicht, warum sie nicht schon früher geflüchtet war. Diese Frage hatte sie sich schon so oft gestellt. Die Antwort war so simpel: Sie brauchte immer jemanden, der sie unterstützte, weil sie nun mal nicht fähig war, sich selbst zu schützen. Erst war es ihre Mutter gewesen, dann Omega, dann Argent. Argent hatte ihr das größte Geschenk gegeben, welches sie sich gewünscht hatte. Alpha wollte nie Liebe. Das war nie ihr Traum gewesen. Sie wollte Freiheit, sie wollte den Wald, sie wollte Erdboden unter den Pfoten und den Wind im Nacken, welcher den Geruch von Blüten mit sich trug.



If I lay here
If I just lay here
Would you lie with me
and just forget the world?

Forget what we're told
Before we get too old
Show me a garden
that's bursting into life


Aber sie hatte mehr bekommen, die kleine Alpha. Viel mehr. Sie hatte Argent bekommen und die Freiheit. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, wie man so schön sagt in der Menschenwelt.
Langsam löste sich sie Erstarrung aus Alphas Gliedern. Die Bunte schüttelte sich kräftig und ging einen kleinen Schritt auf den Wald zu. Dabei sog sie so viel Luft in sich hinein, wie sie es nur möglich war. Dadurch, dass sie der Stadt den Rücken zugedreht hatte, roch sie nur Gestank. Alpha fühlte sich erfrischt. Wie schön diese Welt doch war! Es war nicht so, dass die Bunte nie in ihrem Leben Grün gesehen hatte - schließlich gab es zwei recht ansehnliche Parks in der Stadt – aber nie konnte sie einen Baum betrachten, ohne dahinter die graue Fassade eines Hochhauses zu entdecken. Nie war es ihr möglich gewesen, den Duft einer Blume zu genießen, ohne dabei einen Hauch von Asphalt einzuatmen. Nie konnte sie den Schmetterlingen beim Fliegen zusehen, ohne ständig Menschenkinder um sich zu haben, die sie in die Ecke drängten. Freiheit konnte man nicht nur spüren, man musste sie auch sehen. Und nun konnte Alpha dies tun.



I don't quite know
How to say
How I feel

Those three words
Are said too much
They're not enough


Schließlich sah Alpha sich wirklich um. Diesmal nicht, um die Natur in ihrer endlosen Schönheit zu bewundern, sondern, um die Kitten zu beobachten. Tobi und Mika tollten ein wenig rum, Aiko blieb zunächst einfach nur stehen. Twilight schien ebenso überwältigt zu sein wie Alpha, doch sie brauchte nicht so lang wie die Bunte, um lebhaft und lebendig zu werden. Die Kätzin sprang schnell und leichtfüßig zu Tobi und Mika, um sich nach dem Wohlbefinden des roten Katers zu erkundigen. Erst jetzt bemerkte Alpha, dass dieser weinte. Die junge Kätzin vergaß völlig, wie es sich anfühlte frei zu sein. Unsicherheit erfüllte sie nun. Sie mochte keine Kitten, sie liebte diese, aber sie wusste einfach nicht ganz, wie man mit ihnen umzugehen hatte. Hinzu kam, dass sie es tunlichst vermeiden wollte mit Twilight in Kontakt zu geraten. Nicht dass sie die Kätzin verabscheute, nein, aber sie versuchte einfach grundsätzlich Fremdlingen aus dem Weg zu gehen. Hinzu kam, dass Twilight schwach war. Alpha war zwar auch nicht die Stärkste, aber sie hatte sich über die Jahre ein ansehnliches Schutzschild aufgebaut und war stets kampfbereit, während Twilight bereits in Ohnmacht gefallen war, ohne den Grund dafür zu wissen.
Alpha seufzte kläglich. Es war ihre Pflicht sich um die Jungtiere zu kümmern, aber musste sie deswegen jedes Mal zur Stelle sein, wenn mal eines der Kleinen hingefallen war? Nein. Außerdem war sie gerade nicht im Stande, sich um jemanden zu kümmern. Also blieb die Kätzin stehen und wartete auf die anderen Gruppen.



Let's waste time
Chasing cars
Around our heads

I need your grace
To remind me
To find my own



Als Alpha die Autos hinter sich fahren hörte, drehte die Kätzin sich um. Gerade kam die zweite Gruppe an, um nun auch die Freiheit zu spüren. Doch Alphas Augen verfolgten nicht deren Schritte. Sie beobachtete Caruso, Anubis, Francis und ganz besonders Argent. Es tat ihr im Herzen weh, Caruso so allein dort zu sehen. Sie wusste, welche Schmerzen er leiden musste. Sie verstand ihn, aber ihr wurde auf einmal klar, dass er doch immer hinter Argent zurück bleiben würde. Nicht nur, dass sie den Silbernen als Gefährten ansah. Das hätte sie nicht daran gehindert, zu Caruso zu gehen. Es war die Tatsache, dass Argent Alphas Traum erfüllt hatte. Sie war wirklich auf den Weg in den Wald zu ziehen, um dort zu leben. Caruso konnte das kaum toppen, dass ging einfach nicht.
Alphas Blick wanderte noch kurz über Francis – dem klugen Kopf – und Anubis – der hübsche Poet – blieb dann aber doch bei Argent hängen. Genauer: Bei seinen Augen. Grün waren sie und um die Pupillen herum blau. Das waren die Augen, welche sie so lange begleitet hatten. Es waren die Augen, welche immerzu voller Lieber und Zuneigung strahlten, wenn sie Alpha beobachteten. Argents war es, welcher Alpha liebte, obwohl diese ihm nicht gab, was er verdiente. Wie konnte Alpha nur jemals mit dem Gedanken spielen, Argent zu verlassen! Nein, es wäre nicht richtig gewesen. Aber wäre es nicht eine falsche Liebe gewesen, wenn sie so tat, als würde sie Argent anhimmeln? Ja, es wäre eine Lüge, doch Alpha wusste, dass sie sich aufgeben würde, nur, damit Argent glücklich war. Es wäre ihre Strafe dafür gewesen, dass sie es wagte, über eine Zukunft zwischen ihr und Caruso nachzudenken, wo sie doch mit Argent liiert war. Alpha musste lächeln. Es war richtig so. Es würde ein Neuanfang sein in einer neuen Umgebung und sie würde sich erneut in Argent verlieben. Bedingungslos.



All that I am
All that I ever was
Is here in your perfect eyes,
they're all I can see

I don't know where
Confused about how as well
Just know that these things
will never change for us at all


Chasing Cars – Snow Patrol


[auf der Wiese | wie versteinert | denkt nach | sieht zu Twilight und den Kitten | dreht sich um | sieht die Anderen | denkt über sich und Argent nach]


Lied | Übersetzung

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Aiko
die Verspielte
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Alter : 26
Alter Charakter : 4 Monate
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : graue - weiße
Besonderheiten : keine
Größe : 20 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di März 13, 2012 8:21 pm

Aiko war zuerst erstaunt und starr. Sie wusste nicht was sie machen sollte, wie sich verhalten sollte. Noch nie hatte sie soviel Wiese und so viele Bäume gesehen. Aiko machte einen vorsichtigen Schritt in die Freiheit in ihr neues Leben, den bei den Menschen wollte sie auf keinen Fall mehr Leben. Da diese ihr soviel Leid angetan hatten.

Sie war noch so überrascht das sie zuerst gar nicht merkte wie Tobi sie zum spielen aufgefordert hatte. Als es ihr auf viel fing sie an genau wie Tobi durch die Gegend zu springen. Sie jagte Tobi und unsichtbare Tiere, zeitweise jagte sie auch ihren Schatten den das fand sie einfach zu witzig. Als sie Tobi einmal nachlief sah sie wie er in den anderen jungen Kater hinein lief und auf den Boden purzelte. Anfangs lachte ihr Freund noch doch dann fing er plötzlich an zu weinen. Aiko erschrak über diese Reaktion und kurz darauf lief sie zu ihrem besten Freund. Auch eine andere Katze war bereits bei ihm Aiko glaubte das es Twilight war. Doch das war ihr egal, sie drängte sich vor und kuschelte sich schnurrend an Tobi.

" Tobi was hast du den??? Was ist den los mit dir???"


Fragte die junge Katze ihren Freund.


[bei gruppe 1/ist verwundert/spielt/läuft zu Tobi/fragt was los ist]
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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So März 18, 2012 12:44 am

Die Straße war nun also überquert. Jade setzte sich erst einmal hin und atmete tief durch. Ihr kleines Herzchen schlug heftig in ihrer Brust. Sie drehte den Kopf und blickte zurück. Zurück auf das Leben, welches sie nun verlassen hatte. Ihren Hof würde sie vermutlich nie wieder sehen. Doch diese Stadt mit den Hunden und den Menschen auch nicht mehr. Sie war nun in Freiheit. Aber was bedeutete das? Jade hatte keine Ahnung. Sie wusste wie man jagte und sie konnte sich einen trockenen Platz zum Schlafen suchen. Aber war das alles was man brauchte, wenn man in Freiheit war? Sie wusste es nicht.
Jade tat das, was sie in dieser Situation am besten hielt. Sie fing an sich zu putzen. Normalerweise half das immer. Heute aber nicht. Also ließ sie es bald darauf wieder sein und sah sich um. Ihre Bruder saß mit etwas Abstand zu den Anderen da. Aber er war auf dieser Seite. Jade stand auf und ging zu ihm. Sie rieb ihr Köpfchen an seinem und schnurrte leise. Sie wollte ihm klar machen, dass sie stolz auf ihn war.
Dann aber ließ sie ihn sitzen. Sie hatte all ihre Überzeugungskunst aufbringen müssen um ihn auf diese Seite zu bekommen. Nun wollte er sicherlich etwas Ruhe haben. Und sie selber musste wissen ob jemand andere auch gut angekommen war.
Also streckte Jade ihren Kopf in die Höhe und versuchte in dem Gewusel aus Katzen einen ganz bestimmten Kater heraus zu finden. Denjenigen mit dem Halsband. Sie ging langsam los und sah wie ein Kitten weinte. Eigentlich wäre Jade die Erste, die nun zu ihm ging. Doch sie sah, dass man sich schon um das Kleine kümmerte. Also konzentrierte sie sich weiterhin auf die Suche nach dem Kater mit dem Halsband. Ob es ihm gut ging?


[zuerst bei Coricopat, dann auf der Suche nach Francis]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa März 24, 2012 12:43 pm

Argent
Anubis
Francis



Spielleitung: Die letzte Gruppe – ausschließlich bestehend aus Katern – sollte nun ihren Weg über die Straße finden. Während ihre Vorgänger es mehr oder minder leicht geschafft haben sollte des für diese vier Herren nicht unbedingt so gemütlich werden, wobei es nie wirklich gemütlich war, eine gern befahrene Straße zu überqueren.
Da jeder einzelne dieser vier Kater einen recht eignen Kopf hatte und man sich nicht für einen Anführer des Trupps entschieden hatte, sondern jeder einfach lief, wie er es wollte, war es nicht verwunderlich, dass sie alle nebeneinander standen und zu ihrem Ziel – ins Gesicht der Freiheit – schauten.
Doch keiner von ihnen schien den Geruch des Hundes zu riechen, der sich anbahnte und er nur all zu gern mal mit einem kleinen Kätzchen spielen wollte und keiner von ihnen schien zu bemerken, dass eben dieser Hund nur zurück gehalten wurde von einer weichen Kinderhand, die ihn kaum zügeln konnte. Aber der Geruch der Straße und die Angst vor der Gefahr betäubte so manche Sinne...


Francis: Es stank erbärmlich und Francis hasste Gestank. Dieser ganze schwarze Weg war fürchterlich unheimlich und stank noch viel mehr nach diesen fahrenden Dingern, als die Wege daneben. Es war schon damals nicht schön gewesen, in den Bäuchen der Dinger zu sitzen, eingezwängt in einen Korb, und herum gewackelt zu werden. Doch nichts destotrotz, musste Francis diesen breiten Weg überqueren. Der Kater schaute noch einmal nach hinten, sah die Anderen, und ging los. Francis fixierte die andere Straßenseite, da, wo Aiko und Co. warteten. Und genau aus diesem Grund, bemerkte der Kater nicht, dass ein neues, stinkendes Ding auf die Gruppe zukam. Weit in der Ferne, waren sie erkannt worden und nun hallte ein ohrenbetäubendes Gebell über den Asphalt. Francis blieb abrupt stehen, fixierte mit geweiteten Augen den kläffenden Hund und plusterte sich auf. Das konnte doch nicht wahr sein! Von Regen in die Traufe. Und als sei dies nicht schon schlimm genug, hatte ein Kind das andere Ende der Leine in der Hand. Francis handelte schnell. Da konnte man nicht abwarten bis dieses riesen Vieh sich los riss und auf sie alle losging.
Der Kater nahm die Pfoten in die Hand und rannte in die Mitte der Straße. Da sauste auch schon ein Auto, direkt vor seiner Nase, vorbei und versperrte ihn für kurze Zeit den Weg. Wie angewurzelt blieb Francis erst stehen. Von Schock gepeinigt und gelähmt. In der Ferne, erneut das Gebell. Näher als zuvor und viel lauter. Nun konnte er nur noch rennen, rennen, rennen und …rennen. Alle anderen Gedanken waren ausgeschaltet. Einzig und allein war das Wort „Flucht“ in seinem Hirn verankert.


Argent: Argent schöpfte Hoffnung für seinen Weg über die Straße. Die anderen beiden Gruppen zuvor hatten es bereits geschafft. Warum also nicht auch sie? Zwar hatte es bei Beiden einige Komplikationen gegeben, aber das konnte man ja auch ignorieren und vergessen. Es überraschte Argent nicht, dass Francis den ersten Schritt tat. Der silberne Kater erhob auch keinen Protest. Er ließ es geschehen. Es lohnte sich nicht wegen einer solchen Sache zu streiten. Erst recht nicht, da hier das Leben aller in Gefahr sein könnte, sollte irgendeine dieser Katzen töricht sein in jeglicher Hinsicht. Als Francis bereits auf der Straße stand folgte Argent ihm schließlich. Etwas unsicher setzte er eine Pfote vor die Andere, schnupperte dabei in der Luft und betastete sein Umfeld mit den Augen. Riechen konnte er nur den widerlichen Gestank der Straße und sehen konnte er keine Gefahr, bis plötzlich ein lautes Gebell an sein Ohr dran. Argent drehte ruckartig den Kopf zur Quelle dieses Geräusches und sah dort ein kleines Kind mit einem viel zu großen Hund. Argent atmete auf, wissend, dass dies kein Polizist war, doch sogleich zog er auch scharf die Luft ein. Ein kleines Kind mit einem überdimensionalen Hund konnte sogar noch gefährlicher sein, als ein erwachsener Polizist mit einem Köter. Francis schien dies auch zu wissen und machte sich sogleich aus dem Staub, wobei er fast in ein Auto rannte. Besorgt sprintete Argent zu ihm hin, stubste ihn kurz mit der Schnauze an, sah noch einmal zurück und bedeutete seinen Artgenossen mit dem Kopf, sich zu beeilen.

Anubis:
Anubis stand vor dem schwarzen Fluss ohne Leben. Unnatürlich erstreckte er sich vor seinen Honigaugen. Wie eine Trennlinie zwischen den Welten, die in seinem stinkenden und donnernden Sog drohten unterzugehen. Nichts schien hier zu gedeihen oder gar sich aufhalten zu wollen. Kein Grasbüschel, nicht mal die Wurzel eines Baumes. Das Leben machte einen Umschweif um diese harte, graue und unfreundliche Schreckenserscheinung. Bis auf diese mechanischen Klötze von Menschenhand erschaffen, die sich nicht zu bewegen schienen und dennoch schneller waren als der schnellste Läufer seines Gleichens. Sein Blick glitt über dieses graue Monster, bis er einen brauen platten Klumpen entdeckte. "Es war wie wir" - schoss es ihn mit drohenden Kreischen durch den Kopf. Er verfing sich mit den Gedanken an diesen Körper, welcher einst mal lebte, aus Fleisch wie Blut und trotz Mut waren seine Schritte nicht schnell genug gewesen. Lange musterte Anub den flachen Haufen, der jedes Mal aufs Neue durch die mächtigen Gummireifen, die über ihn hinweg brausten, massakriert wurde. Ohne Erbarmen und so unnachsichtig, wie nur Gegenstände ohne Seelen sein konnten oder Menschen, die ihren Bezug zu ihrer eigenen Natur verloren hatten. Der Ägypter kam zu dem Entschluss, es müsse ein Igel oder ein Eichhörnchen sein, dessen Leib nun mehr und mehr mit gerissen wurde, wieder zerdrückt bis zur Unkenntlichkeit. Schmerz verzogen wandte er seinen Blick ab, als er merkte das der Wind gegen seine Nerven peitschte, die wie die Sehne eines Bogens angespannt waren. Sein geflecktes Fell bauschte sich auf und nieder, immer mit dem stinkenden, lebensraubenden Sog der vorbei rasenden Autos. Der Schreck wich und lies die blanke Klarheit zurück. Er war ein Optimist, rief er sich hoffnungsvoll in sein Herz zurück. Schon einst war er über so etwas hinüber gekommen, so würde es nun auch sein. Zudem war es den beiden anderen Gruppen auch bereits gelungen. Immerhin hatte für sie das Schicksal eine andere Reise zuvor bestimmt. Ein neues Leben. So würden sie nicht bereits bei der ersten Prüfung scheitern. Es war keine Zeit mehr für Zweifel. Gegenüber von ihm konnte er Alpha und die Kitten erblicken. Ein Schnurren entglitt ihm, wohlig warm, tief und dennoch so sanft wie seine Stimme. So erzählte auch das Brummen eine Geschichte, besänftigte seine Gedanken und seine Ehrfurcht. Die Instinkte waren geschärft, so sehr, dass er daran zweifelte es je zuvor als Hauskater empfunden zu haben. Die Welt in ihrer Klarheit...Dennoch sein Blick fiel das letzte Mal auf den Kadaver, gern wäre er in die seine Richtung gegangen. Hätte ihn, den toten, erschlafften Leib in sein Maul genommen und ihn an den Straßenrand legen wollen. Damit er wenigstens im Tod seine rechtmäßige Ruhe und den Frieden finden konnte. Doch das warnende erbeben und abflauen unter seinen Pfoten hinderte ihn seine Schritte von dem eigenen Weg abzuwenden. Die Pfade des Todes sollte man nicht unachtsam kreuzen. Meist brachten sie weiteres Unheil mit sich. Anubis unterdrückte den Drang und ermahnte seinen Geist. Die Zeit war gekommen seine Schritte voran zu treiben, denn auch Francis zog bereits los, seine Gruppe begann sich aufzulösen. Und so war es wie auf der Leiter des Lebens nun mal bestimmt, jeder Schritt konnte der Letzte sein oder auch nur der Falsche. An falscher Stelle, führend in eine Sackgasse, in der man verweilte bis der Irrweg ein Ende findet. Nichts auf dieser Welt konnte solch Fehler endgültig glätten, denn die Erinnerung war nachtragend, wie das gebrochene Herz einer Kätzin.

Nun folgte bereits Argent und lies Anubis allein zurück. Seine Ohren begannen sich anzulegen, der Blick noch auf seine Freunde gerichtet, hörte er bereits den tosenden Lärm des Unheils. Erst jetzt vernahmen seine Sinne all die heftigen Warnungen des Hundes. Der stinkende Geruch, der leicht durch den Smog ebbte, das rasende Gebell und das erschreckte Gekreische des Kindes, welches die Leine nur noch mit Müh und Not in den kleinen Fingern halten konnte. Sicherlich würde es nicht lange dauern, bis es die Kraft verlieren würde und dieses Ungeheuer in die Freiheit entlassen würde. Anubis war nicht darauf erpicht dieses Ereignis in unmittelbarer Nähe erleben zu müssen. So schnellte er los, einer gespannten Feder gleich, die los gelassen wurde. Seine Muskeln peitschten wie unter einem elektrischen Schlag voran, während Anubis eine Lücke der Autos nutze und auf die Straße rannte. Er war ein Läufer und wenn dies wohl ein ungeahntes Bild hervorrufen sollte, im Vergleich zu den sonst beständigen geschmeidigen Bewegungen. Der tobende Hund war hinter ihm und sich dabei loszureißen. Die ersten Schritte auf der Straße waren kaum eine Sekunde her, als Anubis lauschen konnte, wie nun jenes geschehen war, welches er schon erahnt hatte. Der Koloss hatte sich losgerissen und stürmte ihm hinter her. Nur mit viel Glück brauste ein Auto vor seinen Pfoten entlang und ließ dem Kater noch weiteren Abstand zwischen sich und der Bestie zurück legen. Endlich war er auf der Höhe der anderen Beiden, es schien eine Ewigkeit gedauert zu haben, obgleich wohl nur Bruchteile einer Sekunde dazwischen lagen. Die Gruppe war wieder vollständig und umschlossen von vorbei rasenden Gummirädern. Sofort als die Sicht wieder frei war, gab er seinen ungeduldigen Leib nach und stürmte nach einem seichten Stupsen an die Hinterteile seiner Kameraden auf die andere Seite weiter.


Spielleitung: So schafften es Anubis, Francis und Argent auf die andere Straßenseite. Der Hund schreckte vor den Autos zurück und konnte nur noch den Katzen zusehen, wie sie durch den Zaun verschwanden. Das kleine Mädchen eilte hinter ihrem Haustier hinterher, packte es und zog es mit sich. Glücklicherweise folgte der Hund treu und ergeben. Doch was war mit Caruso? Dieser war nicht mitgegangen. Irgendetwas hatte ihn daran gehindert. Stattdessen drehte dieser sich um und verschwand in der Stadt, bevor der Hund erneut Interesse an Katzen entwickelte.
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Francis
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Apr 11, 2012 8:14 am

Freiheit! Ein alter Kater fragte einmal, definiere die Freiheit für dich. Doch wie tat man das? Für jeden war die Freiheit anders. Jeder liebte es anderes zu Leben und andere Dinge zu tun. Francis wusste damals nicht mit seinem sechs Monden etwas damit anzufangen. Viel Spielzeug und immer wieder der Wille, nach draußen zu gehen, war für ihn das Leben gewesen. Doch war er damals frei gewesen? Er konnte nicht hingehen wo er wollte. Immer wieder versperrten ihn verschlossene Türen oder durchsichtige Scheiben den Weg. Doch jetzt, auf der anderen Seite des Zaunes, war ihm nichts im Wege gewesen. Er fühlte das weiche Gras anders als sonst. Es roch auch ganz anders. Viel mehr nach Rinde, Käfern und all möglichen anderen Getier Auch der Wind strich ihm anders übers Fell und zerzauste es in seiner eigenen…wilden Art. War das die Freiheit, die er da spürte? War es das, von dem die Straßenkatzen erzählten und schwärmten?
Der Kater schaute gen Himmel. Er war blau, blauer als sonst und Francis schloss die Augen. Er schniefte schwer. Das rennen und die Flucht vor dem Hund hatte angestrengt. Doch so mehr er tief ein und aus atmete, umso mehr wurde der geschüttelte Körper des Katers ruhig und entspannte sich. Der Hinter bewegte sich zur Erde und die Krallen bohrten sich in das weiche Gras. Es war ein schönes Gefühl und ein Lächeln begann sich langsam zu entwickeln. Freude stieg auf und sachte wurden die Lider geöffnet. En Schwall aus tausend Lichtern ergötzte sich in seinem Blickumfeld. Viele Farben, Formen und Gerüche waren auf dem kleinen Stückchen Grün hinter dem Zaun auf ihn eingeprallt. Die vielen Katzen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, rundeten dieses wohlige Familien Gefühl ab und Francis war einfach nur glücklich. Sah den so die Freiheit aus? Meinte das der alte Greis damals, als er ihn zur Achtung ermahnte? Der Kater wusste es nicht. Doch er liebte dieses Gefühl und wäre am liebsten die ganze Zeit so sitzen geblieben, wäre da nicht dieser betörende Duft gewesen. Er kannte ihn gut. Es roch nach Blüten, Liebe und einer Spur Zärtlichkeit. Der Kater suchte mit seinen gelben Augen das geliebte Tier und erkannte es in den Massen, wie sie suchend den Hals nach etwas streckte. Ein Maunzen und rufen nach ihr, sollte an der Kätzin ihr Gehör gelangen. Jade sollte diesen sinnlichen Moment mit ihm teilen und sich neben Francis setzen.


[hinter dem zaun, genießt das gefühl, ruft nach jade]

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Apr 11, 2012 8:25 am

Die Erinnerung überwältigte den kleinen Körper. Wieso nur musste er in dieser Situation an seine Familie denken? Sie waren alle tot und nun zeigte Tobi schwäche. Er hasste das und warum ausgerechnet jetzt? Was dachten die anderen jetzt wohl von ihm? Er wollte aufhören mit weinen. Wollte wieder lachen und den anderen zeigen, das alles im ihm ok war. Doch es gelang ihm nicht. Er schaute weiter den blauen Himmel an und immer mehr Tränen rannen ihn das kleine beige Gesicht herunter. Er hatte es geschafft. Nur er aus seiner gesamten Sippe und das veranlassten ihn nicht mehr aufzuhören und waren froh darüber, als Twilight zu ihm kam und ihm über das Gesicht leckte. Sofort kuschelte er sich in den warmen Pelz der Kätzin und weinte weiter große Krokodilstränen. Nur geschlagene Worte kamen aus dem kleinen Kater heraus. Mehr gebrochen, als verständlich.

„W-w-warum…..schnief….i-i-ich……..d-d-die……a-a-auch.“

Tobi bekam kaum Luft und schniefte und schluchzte immer lauter in das Fell der Kätzin hinein. Mittlerweile fragten Aiko und der andere Kater, in den er herein gerannt war, was los sei. Aber er konnte nicht antworten. Die kleinen Augen schauten ängstlich aus dem cremefarbenen Fell und wollte nur in Ruhe gelassen werden. Es war lieb von seiner Freundin und dem anderen Kater zu fragen, doch antworten konnte er vor lauter Trauer nicht. Er wollte so sehr mit seinen Geschwister jetzt hier, in der Natur, rum spielen. Seine Mutter dabei zu sehen, wie sie ihm zusah. Den Vater zuschauen, wie er jagte und alles lernen was sie wussten. Aber es sollte nicht so sein. Tobi war allein und in dieser großen Gruppe irgendwie einsam.


[mika, aiko, twilight/weint, kuschelt sich an twilight, versucht zu reden]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mi Apr 11, 2012 1:45 pm

Der kleine Tobi war kaum zu beruhigen. Ein ungutes Gefühl machte sich in Mika breit, als er den Jungkater weinen sah. Was war denn los? War er nicht froh hier zu sein?
Mika sah sich um. Vor ihnen lag eine große, grüne Wiese die richtig zum Erkunden einludt. Hinter ihnen lang die gefahrenvoller Stadt. Er sha wie nun auch die anderen Katzengruppen sicher ihr Ziel erreichte, wendete sich dann aber wieder Tobi zu. Auch die Erwachsenen und Aiko reagierten sofort und versuchten ihn zu beruhigen. Vorsichtig ging der Helle auf den kleinen Kater zu und stupste ihn sanft mit der Pfote gegen den Kopf. Er wollte jetzt nicht fragen was er habe, denn das übernahmen die Anderen schon. Der Kleine schluchzte schließlich auch etwas, was Mika kaum verstand.

Betrübt ließ er sich sinken, ringelte dne Schwanz um die Vordertatzen und begann sich nervös das Brustfell zu lecken. Er sah zu Alpha, welche leicht abwesend wirkte. Seine Ohren zuckten, während er sich die anderen Katzen ansah. Keine schien ernsthaft verletzt zu sein, also hatten es alle in die Freiheit geschafft.

Freiheit. Was das war wusste der kleine Kater eigentlich gar nicht. Was war jetzt anders als zuvor? Das Einzige was sich geändert hatte war die Umgebung. Statt Beton und Asphalt konnte er nun frische Erde und das Kitzeln der Grashalme spüren. Es duftete nach Bäumen und Moos, allerdings drang nach wie vor ein der Gestank der Stadt in seine Nase. Wieso auch nicht? Immerhin waren sie ncoh nicht weit davon entfernt.

Mika erhob und schüttelte sich, dann tappste der Jungkater durch die Katzenmenge. Ihm war gar nicht klar gewesen wieviele Katzen sie eigentlich waren. Hin und wieder blieb er stehen, sprang weiter vor und tappste zurück. Schließlich sprang er wieder zu Tobi und den Anderen. Mit den Pfoten schlug er gegen ein Grasbüschel und sah dann wieder zu Tobi. Hatte er sich beruhig? Fragend sah er sich umn. Wollten sie nun ihr Wurzeln schlagen oder endlich die Gegend erkunden? Vor Aufregung zuckte sein Schwanz hin und her. Er wollte endlich etwas erleben.


[bei den anderen katzen / geht ehrum / dann wieder bei Tobi, Twilight und Co. / aufgeregt]
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Nicki
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Geschlecht : Katze
Fellfarbe : schwarz/beige/braun/weiß
Besonderheiten : Knickohr
Größe : 24 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Apr 14, 2012 11:35 am

Nicki war sicher mit den anderen auf die andere Straßenseite gelangt und sah sich nun um. Einige hatten es bereits geschafft und der Rest würde es ihnen wohl gleich tun. Sollte dies nun der Schritt gewesen sein? Der Schritt, welcher nötig geworden war, damit sie alle frei sein konnte? Die Kätzin setzte sich hin und legte ihren Schwanz um ihre Pfoten. Die Katzen zogen an ihr vorbei, ohne sie zu beachten, oder etwas zu sagen und die Kätzin ließ es einfach zu.

Sie wusste nicht, ob sie in ihren Gruppen bleiben sollten, oder ob sie sich frei bewegen durften und wollte ihre Gefährten danach fragen, als sie merkte, dass Jade bereits weg war, ohne sich darum zu kümmern, was mit ihnen war. Vorsichtig blickte Nicki zu dem schwarzen Kater und fühlte sich klein. Sie wollte nicht allein bei ihm bleiben. Wann würd es wohl weiter gehen? Sie konnten sich immerhin nicht ewig hier aufhalten, dass wäre wohl auf die Dauer gefährlich.

Also lief sie los und erblickte kurz darauf Tobi, der weinte. Sie machte sich Sorgen und stakste zu der kleinen Gruppe hinüber. Ob sie helfen konnte oder nicht war egal, Hauptsache sie wusste, was dem Kleinen denn fehlte. Vorsichtig näherte sie sich der Gruppe und schnurrte leise. Nicki hörte die Worte des jungen Katers, verstand aber keinen Sinn dahinter. Es gab wahrscheinlich auch gar keinen. Aber ob es wirklich gut war, wenn sie jetzt jemand unter sich hatten, der weinte? Nicki machte sich Sorgen.
Sie setzte sich wieder hin und wartete einfach stumm.


[Aiko, Mika, Tobi, co. Geht zu ihnen, schweigt]

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Coricopat
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Geschlecht : Kater
Fellfarbe : Schwarz
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Apr 14, 2012 11:45 am

Missmutig hatte der schwarze Kater sich zusammen gekauert. Seine Augen waren geschlossen und sein Schwanz und Pfoten eng an seinen Körper gelegt. Er wollte alles um sich herum ausblenden. Wenn sie weiter wollten, oder irgendetwas los war, dann würde er es schon hören, schließlich schlief er nicht. Jade war gegangen und er wollte sie einfach ziehen lassen. Sie hatte ihre Gründe und er konnte und wolle sich da nicht einmischen.

Er öffnete die Augen und blinzelte Nicki an, die ihn unsicher anblickte, um dann das Weite zu suchen. Der Kater schnaubte, ließ sich zur Seite fallen und rollte sich dann zusammen, den Schwanz legte er auf seine Nase. Sollte die Siamkatze ihren Weg gehen und ihn in Ruhe lassen. Sie war sowieso zu nichts zu gebrauchen, oder wollte man ihm wirklich sagen, dass sie wusste, wie man jagt?

Eigentlich wartete Coricopat immer noch bloß auf den richtigen Moment, um sich von ihnen zu entfernen. Er wollte nicht bei ihnen sein und das würden sie auch noch mehr als deutlich zu spüren bekommen. Bitte, er war hier mit hineingezogen worden, aber dass er tun würde, was sie wollten, da konnten sie lange drauf warten. Es würde ihm schon genügen, wenn er einfach einen Platz bekäme zum schlafen, die Erlaubnis jagen zu gehen, wann er wollte und das er tun dürfte, was er wollte, dann würde er sogar freiwillig mitgehen,

Es hielt ihn nichts in dieser Stadt, doch noch weniger trieb ihn von dort fort. Der Kater gähnte und streckte sich, dann begann er die anderen Katzen in großem Bogen zu umkreisen, damit er sich bewegen konnte. Vom liegen wurde man viel zu müde.


[andere Katzen, denkt, läuft rum]

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Jade
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Sa Apr 14, 2012 9:25 pm

Nur einmal sah Jade zurück zu ihrem Bruder. Der lag gelangweilt da. Was sollte sie nur mit ihm machen? Doch momentan brauchte sie einfach etwas Abstand zu ihm. Sie liebte ihn, sie würde ihn immer lieben. Dennoch war sein Verhalten eben alles anderes als förderlich gewesen. Also konzentrierte sich Jade wieder auf ihre Umgebung und hörte plötzlich ein Miauen. Die graue Katze blieb stehen und lauschte. Hier waren überall Katzen. Jede von ihnen könnte gerufen haben. Doch dann hörte sie es wieder und als sie dem Ruf mit dem Blick folgte, erkannte sie Francis.
Sofort rannte Jade zu ihm, den Schwanz freudig in die Höhe gereckt. Bei ihm angekommen schnurrte die Katze wie ein Weltmeister. Strich zuerst mit ihrem Körper an Seinem entlang und umschmeichelte mit ihrem Schwanz seine Schnauze. Dann drehte sie sich um und rieb ihren Kopf an Seinem.
"Ich bin so froh, dass dir nichts passiert ist."
Meinte sie zwischen zwei Schnurrern. Sie konnte gar nicht aufhören sich an den größeren Kater mit dem Halsband zu schmiegen. Würde jetzt alles gut werden? Sollten sie jetzt ein gutes Leben anfangen können in dem niemand mehr Angst haben musste?


[blickt zu Coricopat, rennt dann zu Francis, schnurrt, redet]
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Francis
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Apr 15, 2012 8:15 am

Sie hörte auf seinen Ruf. Erst ein kurzes Orten, wurde mein Name wirklich gerufen, dann erkannte sie ihn und kam mit erhobenem Schwanz auf ihn hinzu. Ihre Stimme war bezaubernd. Ihr schnurren benebelte ihn und ihr Duft machte ihn blind. Willig für die Liebe und einnehmen für die Katze. Jade war so bezaubernd das Francis die Luft stehen lieb und tief einzog, als sie ihren Schwanz unter sein Kinn führte und den Kater sanft umschmeichelte. Auch Francis fing an laut zu schnurren. Er zwinkerte immer wieder mit seinen Augen. Beobachtete sie und konnte sein Glück kaum fassen. Man sah, dass Jade Francis mochte und man sah, das Francis etwas für die graue Schönheit empfand. Wie weit es gehen würde, wusste allerdings noch keiner von beiden.

Dasselbe gebe ich nur gerne zurück. Ich habe dich nicht gerne alleine gehen lassen.

Sanft und leise sprach er zu ihr. Fast flüsternd und wieder dieses verblüffende und unwirklich Gefühl und die Frage: Träume ich? Würde der Kater nun wirklich so viel Glück haben? Die Freiheit auf Erden finden? Der Kater konnte sich nicht mehr auf seine Umgebung konzentrieren. Er spürte das sanfte Gras unter seinen Ballen nicht mehr. Merkte nicht mehr wie der Wind sein Fell zerzauste. Er spürte nur noch wie Jade ihn, mit ihren wunderschönen Augen, in den Bann zog und mit ihrem Schnurren betörte. Immer wieder maunzte er freudig und fing bald an, unbedacht, ihren Kopf zu lecken. War dies ein No-Go? Würde er sich jetzt eine einfangen? Der Kater dachte nicht weiter daran. Das Gehirn war ausgeschaltet und nur noch der Paarungsinstinkt lenkte dieses Tier.


[Jade/freut sich, spricht, leckt jade ab]]

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Apr 15, 2012 10:20 pm

Immer noch war Jade damit beschäftigt ihre Freude auszudrücken. Es war schön zu hören, dass Francis sie auch nicht gerne alleine gelassen hatte. Natürlich lag das nicht an der Wortwahl. Da könnte sich Jade etwas schöneres vorstellen. Aber Francis hatte an sie gedacht. Und nur das alleine zählte! Eigentlich war Jade niemand, die nur an sich dachte. Doch in diesem Moment dachte sie nur an ihr eigenes Glück und ihre Gefühle, die so deutlich greifbar waren. Sie roch den herben Geruch des Katers. Spürte seinen Atem auf ihrem Fell. So war es also, wenn man vollkommen glücklich war. Ihr Bruder und sie waren in Sicherheit. Und auch wenn Coricopat im Moment alles andere als leicht erträglich war, war Jade sich sicher, dass er das früher oder später doch wieder sein würde. Sie kannte ihn und er brauchte nur genügend Freiheiten. Die würde sie ihm geben. Wenn er sie nur nie wieder alleine ließ. Und dann hatte sie hier den Kater bei sich, der ihr so viel bedeutete. Das Sprichwort, man konnte sich gut riechen, stimmte bei Francis genau. Sie konnte gar nicht genug von ihm bekommen.
Und dann fing er an ihr über den Kopf zu lecken. Zuerst war Jade sehr verwundert, denn es war sehr lange her, dass das zuletzt jemand gemacht hatte. Dann aber senkte sie ihren Kopf etwas und schnurrte. Sie schloss sogar genießerisch die Augen. Ja, die Dunkle vertraute dem Kater voll und ganz. Sie konnte sich durchaus vorstellen mit ihm ihre neu gewonnene Freiheit zu verbeingen.


[bei Francis, schnurrt, genießt]
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Caruso
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Mo Apr 16, 2012 8:51 pm

Der getigerte Kater ging leise den anderen hinterher verzog sich jedoch schnell wieder aus deren Nähe, es würde eh niemandem auffallen, wenn er fehlte. Außer vielleicht ihr, auch genau sie war auch der Grund warum er genau jetzt Abstand von dem Clan brauchte. Sie verwirrte ihn! Ihre Art gezauberte ihn! Doch sie hat wen anders, und er nicht. Er kann ihr nur hoffnungslos mit kalter Miene zusehen, wie sie ihr Leben genießt. Aber wollte er das wirklich? Wollte er wirklich Jahre um Jahre ihr zusehen wie sie sich an jemanden anderen schmiegte? Wollte er nicht auch endlich mal eine solche Liebe finden? Wenn nicht bei ihr bei wem dann? Würde noch eine Katze kommen, die ihn so faszinierte wie sie es jetzt tat?
Fragen um Fragen wunden sich in Caruso's Kopf, aber auf keine wusste er eine Antwort. Er war hin und her gerissen zwischen seinen zwei Plänen: Entweder er blieb hier, versuchte sie zu ignorieren (auf höfliche Art) und jemand anderen zu finden, oder er verließ den Clan und wurde wie schon zuvor als Einzelgänger glücklich. Nun die schwere Frage: Was sollte er tun? Verflixt, nicht mal er wusste das. Er würde niemanden enttäuschen wollen in dem er geht, und er wollte sie auch nicht unglücklich machen, immerhin waren sie ja auch irgendwie Freunde. Was würde passieren wenn er bleibt? Würde er alles mitmachen können? Würde er einmal in seinem Leben auch Anerkennung bekommen? Würde Argent ihn respektieren und vielleicht auch irgendwann mögen oder wäre zwischen ihnen auch für immer eine solche Spannung?

Caruso ging kleine Schritte, seine Pfoten berührten den Boden und er spürte jedes Staubkorn so intensiv während er nachdachte. Er wusste nicht wo er hinging, geschweige denn sah er überhaupt etwas um sich herum. Vor seinen Augen sah er diese zwei verschiedenen Zukunftsmöglichkeiten und all ihre möglichen Wendungen. Wenn er da blieb: Entweder sah er sich mit einer anderen wunderbaren Katze, glücklich und sogar lächelnd (und zwar nicht schief lächelnd, sondern wirklich warm lächelnd), oder er sah sich, traurig und wieder so kalt wie ein Eisbrocken in der Arktis, wie er dieser Katze nachsah und noch immer Hoffnung hatte, welche nicht mehr von Nöten war, da sie schon kleine Kitten mit ihrem Kater hatte. Wenn er weg ging: Da sah er sich alleine umher reisen, immer noch niedergeschmettert über diese falsche Entscheidung aus dem Clan auszutreten, diese Sicherheit einer Einheit zu verlieren und genauso den Zusammenhalt den sie alle auch hatten. Oder aber er sah sich ebenfalls mit einer hübschen wilden Katze, welche zumal seine Gefährtin und Liebe war, mit der er durch alle Abenteuer nur zu zweit ging, mit der er auch alleine war, und glücklich. Bei beiden Möglichkeiten gab es einen glücklichen Caruso. Aber auch einen unglücklichen.

Der Kater blieb stehen und setzte sich sachte auf seine Hinterpfoten. Sein Blick glitt hinauf zum Himmel, in welchen er abwesend starrte. Seine Gedanken schweiften wieder ab, kurz nachdem er hoch gesehen hatte, Was soll ich tun? Zwei Möglichkeiten, beide können gut ausgehen, aber auch schlecht.. Hab ich mit meiner Art eigentlich eine Chance in dem Clan zu überleben? Nicht viele mögen mich, wenn man sogar sagen mag: Eigentlich keiner. Verflixt! Weiß ich denn überhaupt etwas?! Caruso was ist los mit dir?! Dir fällt doch sonst immer eine Antwort ein! Immer, bis du auf diesen Clan getroffen bist.. Doch es ist nicht schlecht... Man hat hier Schutz, die Verbundenheit aller, man vertraut einander, man jagt gemeinsam für den ganzen Clan.. Ist das den so schlecht?! Würde ich nicht eine Ablenkung finden? Oder sogar eine andere Katze? Eine welche nicht.. vergeben ist?!...
Verwirrt und erschöpft senkte der Kater wieder seinen Kopf und sah zurück in die Richtung woher er kam, und wo der Clan noch ist. Sollte er zurück? Immerhin könnte er nach einer gewissen Zeit, wenn es gar nicht funktioniert wie er gedacht hat ja trotzdem gehen. Aber könnte er wieder zurück kehren? Würde der Clan es ihm verzeihen? Schwere Frage.

Als er zurück sah, wo der Clan jetzt war wurde ihm eins bewusst: Es war eine Familie. Eine Familie wie er sie niemals hatte. Und er gehörte dazu. Er musste zu ihnen zurück. Caruso bist du ein dummer, verliebter Kater... , dachte er über sich selbst, doch war er nicht schwach. Er konnte das alles überstehen. Hoffnung schien es nicht mehr für seine Liebe zu geben.. Das sah man schon, wenn man sie erblickte wenn sie ihren Kater ansah. So voller Freude und voller lebendiger Gefühle, da konnte ein kalter Bursche wie er nicht mithalten. Egal was er tat...
Mit diesen letzten Gedanken drehte er sich vollkommen um, ran hinterher, passte auf wo er hintrat und wollte in diesem Moment nur noch auf diese Wiese. Es fuhren viele Autos, aber er wusste es, er war nicht dumm und ging in solchen Sekunden über die Straße.
Er wusste wann er die Straße überqueren konnte, er wusste wann er endlich seine Schnelligkeit einsetzen konnte, und zwar genau: Jetzt! Es war kaum ein Auto in Sicht, als das letzte an ihm vorbeifuhr, flitzte er über die Straße, rann so schnell er konnte und merkte gar nicht mehr wo er noch alles vorbeikam, bis er endlich an der Wiese war. Und die Wiese war wunderschön, sie war einfach: Natur.

Man geschehen, was geschehen muss... Im Endeffekt gehöre ich so oder so in die Natur, ob nun mit einer Familie oder ohne eine solche.., versank er in dem Geruch der langsam in seine Nase kroch: Der Geruch von nassem Gras, der Geruch von dem Wald, dem Moos und alles was dazu gehört. Zwar noch schwach, aber dennoch erkennbar.
Der Getigerte hatte gar nicht gemerkt, wie schnell er sich doch auf der Wiese fortbewegte, bis er irgendwann auf der Hälfte des Weges zu Alpha stehen blieb. Er wollte eigentlich nicht direkt zu ihr, sondern zum Wald, er wollte den Geruch weiter einatmen und einfach loslassen.
Doch nun verharrte er, wo er sie wieder ansah. Seine Augen kühl, seine Miene hart, und doch ein Funken weicher als sonst. Er stand alleine zwischen Alpha und einer weiteren Gruppe, welche sich freute und doch zu erstaunt war um etwas zu tun. Der Kater sah die Bunte noch einmal „freundlich“ an und nickte ihr zu, bevor er sich den anderen zuwendete. Er sah Francis, Argent und diesen Poet mit welchen er eigentlich gehen sollte. Auch ihnen nickte er sachte zu, doch war seine Miene wieder ausdruckslos. Er sah sich um, sah in alle Gesichter und stand weiter alleine an seiner Stelle.

Er hatte eine Entscheidung getroffen: Er bleibt. Auch wenn vielleicht im Hintergrund. Aber vorerst bleibt er hier. Hier bei seinem neuem Clan. Hier bei seiner neuen Familie.


[Bleibt zurück | Denkt in Ruhe über alles nach | Weiß nicht weiter | Geht herum, setzt sich hin | Fasst einen Entschluss | Rennt den anderen hinterher | Kommt auf die Wiese und bleibt zwischen Alpha und den anderen starr stehen | Nickt Alpha sanft zu | Nickt Argent, Francis und Anubis zu | Sieht alle anderen nach | Weiß, dass er bleibt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Apr 17, 2012 10:46 am


Sie waren alle samt auf der anderen Straßenseite angekommen, bis auf der kalte Prinz. Anubis warf ihm einen vermeintlichen letzten Blick nach, bis er verschwand zwischen den fahrenden Autos, dem sich beruhigenden Hund und dem innerlichen Drang Anubs, durch das kleine Loch im Zaun hindurchzuschlüpfen. Ein Funken Wehmut ergriff die Honigaugen, nicht nur des Unbekannten willens. Nein, es war für sein eigenes vergangenes Leben und doch fühlte die Mau, dass sie irgendwann hier hin zurückkehren würde. Es war ein Abschied auf Zeit, dennoch der Schmerz zerrte an seiner Brust. Seine Ergebenheit drückte er mit einem seichten Nicken des Abschied aus. Die Trauer wich dem Stolz, der Neugier und dem Lebensdurst. Seine neue Stellung in dieser Grippe von Artgenossen zog ihn weiter und so war er der Letzte, der sich durch dem Spalt im alten Holz wand und auch der Letzte, der die grausame Schönheit seiner ehemaligen Heimat betrachtete.

Sein Blick trübte sich. Ein unbekannter Schatten legte sich auf die sonst wachen Augen der Mau und es war deutlich das seine Wahrnehmung die anderen Katzen ungeniert ausradiert hatte. Das samtige Farbenspiel der Natur zog ihn in ihren Bann. Es waren Licht und Schatten, ohne eine grelle Neonröhre oder eine nächtlich störende Straßenlaterne. Es war Grün und Braun, in unendlichen vielen Nuancen, die nur Mutter Natur treu ergeben waren und keinem Farbmischer. Es gab kein Grau mehr, aus Stein und Beton. Und vielleicht war es nur Einbildung, ein kleiner Fantasiestreich aus unstillbarer Freude, aber konnte es sein das auch der Lärm und der Gestank bereits Abstriche genommen hatte? Anubis schloss einen Moment die Augen, so kurz und dennoch so ausgiebig, dass er gierig die neue Luft einatmen konnte und seine Lungen damit füllte. Einen Moment hielt er inne, jedoch wieder mit wachen Augen, bis er den verbrauchten Odem ausstieß. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und ließ ihn wieder die Welt in ihrem ganzen Dasein wahrnehmen. Nun war er wieder bei den anderen. Schnell erkannte er die alten Grüppchen wieder und auch manche neuen. Der Casanova eilte zu seiner jetzigen 'Liebsten' und obgleich Anubis kein Recht dazu hatte, verspürte er in sich die Frage aufwallen, wie lange diese Liebe so innig verweilen würde. Darauf erblickte er die Kitten mit Twilight als wachsame Beschützerin. Das Schlusslicht war Argent, etwas einsam und verlassen, so wie es ihm Alpha in einer anderen Ecke gleich tat.

Seicht legte er den Kopf schief, während sein Schwanz aufgeregt durch die Luft peitschte. Diese neue Situation verlangte viel von dem ehemaligen Hauskater ab. Wohlbehütet und nun? Was war er nun? Er wusste das er eine Familie gefunden hatte, obgleich auch die Erkenntnis in seiner Brust mit jedem Schlag aufbebte, dass sein Leben nie wieder wie zu vor war und das er ein Stück weit stets einsam sein würde. Vielleicht war dieses nur eine Erinnerung an Argent und Alpha, dennoch lebte dieses Gefühl lodernd in ihm auf, dass er befürchtete daran zu verbrennen. Die beiden hatten sich, trotz dieser Tatsache schien es ihm, als wären sie sich dessen immer noch nicht bewusst. Wovor fürchteten sie sich? War es Argent, der misstrauisch war, weshalb seine Gruppe um einen weniger geworden war? Oder war es Alpha, die sich nicht selbst entschließen konnte, da ihr der Prinz die Entscheidung abgenommen hatte...Er war verschwunden. Anubis hätte ihn gern mit angetrieben, als der Hund drohend näher kam, doch dieser unscheinbare Schatten hatte sich unbemerkt ein Stück weiter entfernt, als wolle er gar nicht dazugehören, geschweige denn auffallen. Schließlich richtete sich der Gepunktete auf, endlich wollte er sich erheben, die Starre der letzten Minuten abschütteln und auch etwas Anschluss suchen, während ihn die Augen von Alphas nachdenklichen Gesicht gerade zu piesackten zu ihr zu eilen. Als ihn der Anblick eines letzten Katers, der sich durch den Spalt elegant schlängelte, zum Stillstand bewegte. Zielstrebig wirkten seine eleganten Schritte, bis er doch noch inne hielt. So war Anubis angehalten, bis der Getigerte seine Ruhe fand und er selbst es wieder wagte einen weiteren Atemzug zu tätigen. Ein kurzes Funkeln entglitt seinen Augen, bis der Fremde ihm zu nickte und er mit einem Lächeln um die Lippen es ihm gleichtat. Er war zurück, hatte seine Entscheidung getroffen und der Ägypter erklärte es für gut. Vielleicht würde er hier seinen Platz finden, ohne Alpha und dennoch an ihrer Seite, als ein Berater für Argent mit kühlen Kopf und unbefangenen Gefühlen. Nun war es an der Zeit, er wusste es. Noch schien Alpha die Situation kaum realisiert zu haben, vielleicht waren ihre Augen genauso in ihr Inneres gerichtet, wie Anubis es zu Beginn ergangen war. Seine geschmeidigen Bewegungen glitten an dem Getigerten vorbei. "Sei willkommen. Es erfreut mich dich hier zu sehen und gewiss wird es gut sein." Wieder nickte er ihm zu, nur kurz den Blick von der Kätzin abgewandt, dennoch ohne das seine Schritte verhallten. Erst vor ihr machte er halt, kurz in einer Position in der er wahrlich den kalten Prinz mit seinem Leib verschlang. "Was plagt dich solch ein Blick? Der voll von Rätseln spricht, dessen Antwort dir doch längst bekannt sind... Lächele dein Lächeln, wie du es zum Schluss getan hast, denn es gibt mehr, als Schwarz oder Weiß." So sprach er und schritt an ihre Seite, den Körper aus ihrem Sichtfeld genommen.

[ Betrachtet seine alte Heimat | schlüpft durch den Zaun | nachdenklich auf der Wiese | entdeckt Caruso | redet mit Caru | geht zu Alpha | stellt sich ihr und Caruso in den Weg | spricht mit ihr ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Apr 17, 2012 6:41 pm

Es war fast zu schön
Um wirklich wahr zu sein
Es war himmelhoch, ging tief
Sturm- und Wolkenresistent


Lange hingen Alphas Gedanken nicht an Argent. Sie hatte ihre Entscheidung getroffen, doch nun galt es Caruso davon zu erzählen. Es tat ihr im Herzen weh, dem getigerten Kater sagen zu müssen, dass sie sich endgültig für Argent entschieden hatte. Sie wusste nicht, wie es wahr jemanden zu begehren, der vergeben ist. Sie selbst hatte doch noch nie wirklich begehrt! Argent war der Erste gewesen und sie hatte gedacht, er würde auch der Letzte sein. Nein, Alpha war nicht kitschig. Sie hätte auch Caruso genommen, aber irgendwie war Argent einfach ihr Held gewesen. Er war ihr Ritter in silberner Rüstung. Und Caruso…?! Der Prinz. Ja, Caruso war der hübsche Prinz, zu weit entfernt, um ihn zu nehmen, zu weit weg, um ihn nicht zu begehren. Alpha seufzte traurig. Sie bemitleidete nicht sich selbst. Ihr Abweisen könnte eine verpasste Chance sein. Eventuell war Caruso ja sogar die Liebe ihres Lebens! Aber es ging nicht. Noch nicht. Vielleicht zerbrach ja doch irgendwann ihre Beziehung zu Argent. Der Kater musste sich jetzt einem seiner größten Feinde stellen: Der Veränderung. Er hasste das. Vielleicht war er dann so schlecht gelaunt, dass Alpha ihn nicht ertragen konnte. Bevor die Bunte diese Möglichkeit weiter ausspielen konnte hob sie den Kopf und sah hinüber zum Zaun. Nein, sie durfte sich darüber keine Gedanken machen. Weg mit den Hypothesen! Das ging einfach nicht. Nachher würde sie noch ihre Meinung ändern...
Während Alpha beobachtete, wie Argent, Francis und Anubis die Straße überquerten regte sich eine gewisse Angst in der Kätzin. Sie wusste, wie gefährlich die Straße war. Der Hund machte ihr da eher weniger Sorgen. Den hatten die drei Kater schon längst hinter sich gelassen. Zum Glück ging alles gut. Alpha selbst wunderte sich darüber, dass dort nicht diese Panik in ihr anschwoll. Wo waren nur ihre Gefühle hin? Die Euphorie war auch verschwunden. Zurück blieb Trauer, Lustlosigkeit und Leere. Erst da realisierte die junge Kätzin, dass Caruso nicht mit den Katern gegangen war. Wo war er nur hin?



Zwei Königskinder wir sahen uns
im Seelenschein
Verwandt, verwandelt, taumelnd
Ziel: Richtung happyend



Alpha riss die Augen weit auf, als sie feststellen musste, dass Caruso in einer Gasse verschwand. Wollte er denn nicht mitreisen? Was war hier nur los? Hatte Argent ihn vergrault? Ein leises Zischen drang durch Alphas Zähne. Ja, vermutlich hatte er ihn vergrault, dieser fiese Kater. Stopp! Nein, dass konnte nicht sein! Hätte Argent sich mit Caruso angelegt, so wäre es Alpha aufgefallen und vermutlich hätte Caruso nur noch mehr an dem Clan festgehalten. Die bunte Kätzin starrte wie gebannt auf die andere Seite. Wartend. Caruso musste doch wieder kommen! Aber leider, leider kam er nicht wieder. Alpha musste sich die eklige Wahrheit eingestehen: Ihr Problem hatte sich soeben selbst abgeschafft. Es war erledigt, fertig. Da gab es nichts mehr zu erzählen, nichts zu bereuen. Sie musste sich keine Sorgen mehr um ihre Zukunft machen. Argent hatte gesiegt ohne großartig zu kämpfen. Nicht nur, dass er ihren Traum erfüllt hatte, er hatte sogar seinen Feind besiegt. Ja, er war Alphas Held, aber auf einmal wurde er zu einer Zukunft, die so schrecklich ungewiss war. Alpha sah nachdenklich zu Boden. In ihrem Leben hatte sie sich oft entscheiden müssen, welchen Weg sie gehen wollte. Nie war es ihr schwer gefallen. Ihre Mutter hatte sie gelenkt, ihre Schwester hatte sie gelenkt, Argent hatte sie gelenkt. Sie hatte sich ja nicht einmal entscheiden müssen, ob sie mit Argent gehen wollet! Es war einfach so passiert. Zum ersten Mal in ihrem Leben musste sie eine wirklich schwerwiegende Entscheidung treffen und egal für was sie sich entschied, jedes Mal würde sie traurig sein. Und nun, wo sie sich entschieden hatte war das Problem einfach verschwunden. Einfach so. Hatte ihr eigentlich gar keine wirkliche Chance gegeben, sich mit ihm auseinander zu setzten. Das war nicht fair! Es gab genug Katzen, die nun jubeln würden, doch nicht Alpha. Warum gab man ihr nie selber die Chance ihr Leben zu bestimmen? Diese Entscheidung in den Wald zu fliehen, die hatte sie zwar gefällt, aber auch da hatten die Menschen zu stark ihre Finger im Spiel. Zwei Jahre lebte sie nun schon und nie hatte sie sich entscheiden müssen. Wer auch immer da die Fäden lenkte, er solle doch bitte damit aufhören!


Doch der Weg war nicht derselbe
was uns auseinander trieb
Bis uns beiden nichts mehr
Anderes übrig blieb


Plötzlich hörte Alpha Anubis’ Stimme. Interessiert hob sie den Kopf. Mit wem redete er da? Bestimmt nicht mit der Bunten! Da stand Caruso… oder?! Alpha blinzelte verwirrt. War er zurück gekommen? War das Problem wirklich wieder da? Alpha wollte aufspringen, zu Caruso rennen und ihn berühren, nur um zu testen, ob er wirklich echt war, doch genau in diesem Moment postierte Anubis sich vor der Bunten. Genau zwischen Alpha und Caruso. Der Poet sprach mit seiner bezaubernden Stimme erneut solch gehaltvolle Worte. Lächeln sollte sie. Ja, lächeln würde Alpha nur all zu gerne tun, aber dazu ging ihr einfach zu viel im Kopf herum. Sie tat Anubis nicht den Gefallen. Sie versuchte sich nicht einmal an einem gespielten Lächeln. Kein Zucken ihrer Mundwinkel. Ihre Augen sprachen für sich. Entsetzten konnte man in ihnen lesen, zugleich Freude, aber zum größten Teil Ungläubigkeit und Verzweiflung. Was war hier nur los?! Träumte sie etwa?
Schließlich setzte sich Anubis neben Alpha, sodass diese wieder einen Blick auf Caruso werfen konnte. Er war immer noch da. Ja, er war echt. Aus Fleisch, Blut und Liebe bestand dieser kalte Kater, der nur ihr – Alpha – sein wahres Gesicht gezeigt hatte. Doch sie konnte nicht zu ihm gehen. Noch nicht. Die Bunte sah zu Anubis. Ihr fehlten die Worte. Da war nun also ihr Problem und dieser Poet, der Alpha in die richtige Richtung lenken wollte. Konnte sie seinen Worten trauen oder ließ sie sich vom Klang seiner Stimme betören?

“Manchmal löst man ein Rätsel und stellt schließlich fest, dass es gar nicht nötig war, die Lösung zu suchen. Und manchmal meint man, der Weg sei nun endlich frei um zu rennen, bis plötzlich ein Stein im Weg liegt. Ich mag des Rätsels Lösung kennen, aber ich vermag nicht sie anzuerkennen. Zumindest nicht aus vollem Herzen.“

sagte die Bunte zu Anubis. Dann sah sie zu Caruso. Ihr fehlten passende Worte, sie wusste nicht, was sie sagen sollte. In einem solchen Moment wünschte sie sich, eine Göttin würde sie küssen und ihr die nötigen Worte auf die Zunge legen. Es gab eben nicht diese Gespräche, wie man sie in Liebesgeschichten hörte. Diese bedeutungsschwangeren Gespräche voller Poesie, wo das Paar so wunderbar miteinander kooperierte und ihre Sätze miteinander tanzten, als hätten sie nie etwas anderes getan. Aber manchmal braucht man gar keine langen Sätze, keine langen Dialoge. Manchmal reichen nur vier Worte aus, um eine ganze Szene zu beschreiben und alle Gefühle zu erklären:

“Du bist wieder da.“



Wir haben geliebt
Doch wir wussten nicht weiter
Wir hätten geschworen
Dass uns das nie passiert

So lange gesucht
Uns endlich gefunden
Doch dann ging verloren
Was uns beiden gehört

Uns blieb: wir haben geliebt

Geliebt - PUR



[allein auf Wiese | denkt viel nach und trifft Entscheidung | beobachtet Kater | sieht Caruso gehen | ist irgendwie sauer | redet mit Anubis und Caru]

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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Di Apr 17, 2012 8:09 pm

Der Kater mit der kalten Miene war zurück, gewiss. Es war für den Getigerten wirklich eine schwere Entscheidung, denn in dieser Frage ging es um seine Gefühle. Solche Gefühle welche er nie zuvor empfunden hatte, welche die so schmerzhaft sein konnten, und doch auch so schön. Gefühle die einen das Leben retten können und gleichzeitig aber auch umbringen könnten. Es sind nun mal diese Gefühle.
Er wird immer als kalt bezeichnet, weil auch sein Kern kalt ist, aber ist er das immer noch? Ist Caruso noch immer der Kater ohne Regungen und ohne jegliche Empfindungen außer Hass, Wut und Zorn? Nein, das ist er gewiss nicht mehr, doch ist er auch kein gefühlvoller, offener Kater. Er hat weiter eine harte und eiskalte Miene, so kalt dass die Arktis in manchen Momenten wärmer sein könnte, doch sieht es von nun an in seinem Inneren ganz anders aus als zuvor: Warm. Warm mit bestimmten Gefühlen und Empfindungen.
In Gedanken verloren blieb er an seiner Stelle stehen und sah sich weiter den Clan an. Im Grunde war er nicht richtig angenommen. Alpha hatte ihm gesagt er sei nun im Clan aber jedes andere Mitglied wurde von Argent aufgenommen. Dieser scheint jedoch nicht in Gedanken zu haben ihn für sich auch aufzunehmen. Gehörte er nun dazu oder nun doch nicht? Bei dieser einen Frage kniff er ein wenig nachdenklich die Augen zusammen und sah sich nach Argent um der noch bei Francis stand. Er sah ihn lange an, ohne ein Zucken eines Lächelns, einfach neutral. Konnte er diesem Kater jemals trauen oder würde dieser immer etwas gegen ihn haben? Eine Frage auf die er wohl erst mit der Zeit eine Antwort bekommen würde. Genau so wie auf die Frage: Wie wird seine Zukunft aussehen? Bleibt er wirklich ganz im Clan? Oder muss er irgendwann dieser Familie doch den Rücken zudrehen? Fragen um Fragen, und auf alle bekommt er spät eine Antwort. Konnte es etwas schlimmeres geben als Ungewissheit?!

Der Kater sah zu Anubis wie dieser auch ihm zunickten und nur wenige Momente danach losging. In seine Richtung. Jedoch nicht auf ihn zu. Wo wollte er bloß hin? Der Getigerte sah sich um und sah nur Alpha in seiner Nähe. Der Poet wollte zu Alpha. In Caruso keimte ein unbehagliches Gefühl auf, etwas was ihn sauer machte. Er wusste nicht was es ist, es wollte ihn antreiben sich vor Anubis zu stellen, doch der kalte Kater blieb starr an seinem Platz stehen und sah nur zu wie Anubis zur ihr hinüberging und ihm, sowie ihr, den Blick aufeinander versperrte.
In seinem Kopf hämmerte es, er war wütend, er wollte am sich am liebsten zwischen die beiden Stellen und sie hinter sich haben, so dass dieser Poet auf keine Gedanken kam etwas falsches zu sagen! Doch dieses Recht stand ihm nicht zu. Niemals würde es ihm zustehen.. Nur Argent. Doch dieser schien gerade andere Sorgen zu haben.
Schnell wand der Kalte seinen Blick von Anubis Rücken ab und starrte auf seine Pfoten. Das grüne Gras umspielte seine Pfote und ein kleines Blümchen wuchs nur wenige Zentimeter von ihm entfernt. Seine Augen waren zwar an dieses Blümchen gerichtet, doch seine Ohren waren steil gestellt – er wollte alles hören was sie sagten, auch wenn es sich vielleicht nicht gehörte.

Gerade dachte Caruso vielleicht sei Anubis auch nur weiter gegangen und sie stände immer noch alleine dort, doch dann hörte er seine sachte Stimme und seinen Sprachstil. Er sagte sie solle lächeln. Kaum hatte der Poet diese Sätze beendet kam eine riesige Leere in den Kalten, ihm war kalt und er wusste warum: Er weiß wie sie lächelt, er weiß wie er sie dazubekommt. Doch er durfte es nicht. Durfte der Poet es etwa? Machte dies Argent nichts aus?
Der Kalte wollte sich eigentlich aus allem was sie anging raus halten, aber ging das gerade in diesem Moment? Er sah auf, sah zu den beiden wie sie nebeneinander saßen. Anubis sah sie an, sie ihn auch, aber sie lächelte nicht. Sie tat nicht das was er wollte. Und dann sah sie ihn an. Mit so vielen unterschiedlichen Gefühlen in den Augen, dass er sie alle gar nicht entziffern konnte. Doch er wusste: Auch wenn sie sich freuen sollte – Sie liebte doch Argent, nicht ihn. Er musste los lassen. Konnte er es, wenn sie so aussah?
Schnell wand er seinen Blick wieder weg und sah kurz zu Argent und Francis. Kein Gefühl kam durch seine Maske durch, doch in seinem Körper, in seinem Kopf und vor allem in seinem Herzen war ein Wirbelsturm aus Gefühlen: Liebe, Sehnsucht, Hass, Trauer – einfach alles!

Und dann hörte er sie sprechen. Er zu Anubis. Doch dann kamen vier weitere Worte. Und die waren nicht an den Poeten gerichtet, sondern an ihn. An ihn, den Kalten Kater.
Er sah zu ihr, mit geradem Rücken und einem Funkeln in den Augen. Das Funkeln der Geheimnisse.
Automatisch ging Caruso einige schnelle Schritte auf die beiden zu und setzte sich mit ein wenig Abstand vor sie. Größtenteils sah er auf sie, aber auch ihn sah er oft an. Nicht so kalt wie mit der Miene die er ihm gegenüber zuvor hatte, doch immer noch nicht offen.
Bevor er sich jedoch ihren Worten widmete, sprach er zu Anubis, er hatte das Gefühl er war ihm etwas schuldig, immerhin hatte er immer auf ihn geachtet während die anderen einfach über die Straße sind, ohne zu merken dass er weg war, “Nun Anubis.. Ich bin froh, dass ihr unbeschadet über diese Straße gekommen seit und dieser Hund sich wieder.. verzogen hat. Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr mit meinem anfänglichen Verschwinden irritiert.. Doch bleibe ich erst mal hier.“ Dann nickte er mit einem kleinen Grinsen und wand sich dann ganz Alpha zu.
Er sah sie netter an, auch wenn es immer noch kühl war, doch wollte er nicht dass Anubis merkte wie sehr er diese Katze mochte. Doch weiter machte er sich keine Gedanken, weiter sprach er einfach nur noch: “Natürlich bin ich wieder da. Ich verlasse euch nicht, Alpha..“, dann beugte er sich kurz vor, damit der Poet nicht mitbekam was er zu ihr weiter sagte:“Ich lasse dich nicht einfach so zurück ohne was zu sagen.. Verlangst du von mir zu gehen, dann gehe ich. Doch ist dies hier meine neue.... Familie, und meine Familie muss ich beschützen. Also auch dich..“
Dann lehnte er sich wieder zurück und sah sie wieder normal an.
Er wollte sie nicht betören oder verzaubern, er wollte nur dass sie die Wahrheit weiß, und dies war die Wahrheit. Und die hatte nur sie gehört.
Was Anubis anging: Im Grunde konnte er ihn doch recht leiden, was für Caruso ein Wunder war. Trauen tat er ihm jedoch nicht.


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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   Do Apr 19, 2012 6:54 pm


Anubis erstreckte sich neben Alpha. Kurz tänzelte er von einer Seite zur anderen, bis er seine innere Ruhe fand und sich stolz, wie edel aufrecht niederließ. Seine Pfoten betteten sich in das weiche Gras, welches sie streichelte wie ein unwirklicher Hauch. Es war grün, saftig, lebendig und voller ungeahnter Wirklichkeit. Dieser Anblick allein, bewies doch bereits ihr Vorstoß in eine neue Welt und in ihre erstmalige eigene Freiheit. Der Ägypter musterte die Halme, als seien sie ihm fremd und für einen kurzen Moment schien es die Bunte in seiner Nähe nicht mehr zu geben. Sie war ihm so fern, wie das stetig monotone unterdrückte Rauschen der Autos, die immer noch an ihnen vorbei rasten, obgleich sie nun durch einen Zaun von ihnen getrennt waren. Mehr oder weniger in Sicherheit. Erst als sie ihre Stimme erhob und sie an seine Ohren herangetragen wurde, wandte er seine Aufmerksamkeit mit samt Kopf wieder in ihre Richtung. Sein Blick sprach davon, dass er sie vergessen glaubte und die Erinnerung zu ihr neu erwecken musste. Rasch wich dieser Ausdruck aus seiner Mimik und ein zarter Anflug eines Lächelns bildete sich, während er von ihr zu Caruso blickte, dem sie mit ihren letzten Worten die Ehre erwies. Die Zeit verstrich zu schnell, daher schloss die Mau das kurz geöffnete Maul, bevor auch nur ein Ton entrinnen konnte. So war ein Nicken seiner die einzige Antwort die Alpha vorerst erteilt bekam. Sie kämpfte noch immer mit sich, wer sie war, wohin sie wollte und vor allem auf dieser Welt was sie wollte. Dies war es doch auch, was er zu Beginn von ihr kennen gelernt hatte. Das Herz welches sich verloren hatte, verwirrt in den unendlich vielen Wegen die es bestritten hatte.

Dennoch nun galt seiner Neugier diesem Eisprinzen, dessen Namen er immer noch nicht in seinen sonst so strukturierten Gedanken finden konnte. Die Konzentration des Namenlosen richtete sich mehr auf Alpha. Anubis selbst war nicht verwundert, erhob dennoch kurz strafenden den Kopf und ließ seinen unbewussten arroganten Blick über den Fremden hinunter schweifen, bis er anerkannte, dass er selbst nicht zu kurz kam und seine Seele ihren Tribut erhielt. Konnte es sogar möglich sein, dass der Kalte ihm wohl gesonnener als bei ihrem ersten Treffen im Zusammensein mit Argent und dem Casanova war? Wachsam musterte er mit seinen honigflüssigen Augen diesen undurchdringlichen Blick. Er sprach von unbenannten Geheimnissen, wohl behütet und stets argwöhnisch beschützt von misstrauischer Gefühllosigkeit. Dies war es, welches die Wissbegier des Silbernen anregte und ihn über das 'Mehr' geifern ließ. Ein wahrhaftiger Ausflug hinter diese stählerne Maske, die so beliebt bei den heutigen Zeitgeistern war, obgleich sie einengend und bedrohend für das eigene Ich sein sollte. Flüchtig schüttelte er den Kopf und verwarf diese wallenden Fragen, die sich in ihm auftürmten wie stürmische Wellen des Meeres, bevor sie gegen einer Klippe zerschellten. Gänzlich verebbten sie jedoch nicht und so spitzte er sichtlich die Ohren, als er den Klang des Katers erhören konnte. Er sprach zu ihm, in sachlicher wie auch etikettereicher Art und Weise. Die Mau urteilte darüber, dass seine Worte die Wahrheit in sich trugen und vielleicht gar eine Freundlichkeit in sich bargen, die nicht jeder Kater genießen durfte. Doch dieser Moment der Aufmerksamkeit wahrte nur kurz und so verhuschte auch das ungeahnte Grinsen auf den Lippen des Fremden rasch, als er sich der Bunten zu wandte. Sie, dessen Fell in einem ähnlichen Schimmer im Licht glänzte wie des seine. Innerlich begann der hohe Kater zu stocken. Hatten sich seine Gesichtszüge gewandelt, sobald er den Anblick der Kätzin genoss? War da vielleicht sogar ein liebevoller Funken in seine gesprenkelten Augen geschlichen? War dies der feine Riss in seiner Maske, die zu bröckeln begann, obgleich er es sicherlich zu verneinen wüsste und um keinen Preis der Welt sich seiner Täuschung entsagen würde? Stumpf und ungehemmt starrte er den sonst Kalten an. Sein Blick zuckte nicht, als er sich vergaß und ihn versuchte zu analysieren. Vielleicht hatte er sich dies nur eingebildet. Vielleicht war es nur ein Spiel aus Licht und Schatten, welches dem Kater weiche Züge ins Gesicht gemalt hatte. Doch sicher war sich der Graue nicht. Die Worte waren zwar so galant wie, jene die er erhielt und wieder einmal unbeantwortet im Raum stehen lassen musste, aber es folgte mehr...Sie kamen sich näher und sobald Anubis deutlich erkannte, dass seine Lippen sich bewegte, schüttelte er eindringlich den Kopf und wandte seinen Blick von den beiden. Er ermahnte sich daran, seine Kindheitstage nicht zu vergessen und somit die Lehren seiner Familie, die ihn zu Sitte und Moral erzogen hatten. Hierzu gehörte natürlich auch das wahren von Geheimnissen, sowie die Achtung der Privatsphäre anderer, zudem jedes geflüsterte oder verborgen gesprochene Wort zählte. Das eigenartige Säuseln wisperte an seinem Ohr und zog an ihm, wie ein lüsterner Geist. Oh, diese Neugier, sie war unbändig. "...einfa..." Ihre Gier wuchs mit diesem Wortfetzen um ein weiteres und erneut schüttelte er hilflos den Kopf, blickte suchend um sich. Von der Pfote hinab, wieder hinauf, bis er sein Brustfell entdeckte und schweigsam mit seiner Zunge hinüberfuhr. Seine Katzenwäsche zog ihn in ihren Bann, das beruhigende Gefühl der sanften Rauheit, die über seinen Pelz wanderte und die feinen Knötchen entwirrte. Beschwichtigt führte er sein Ritual weiter, wartend und dennoch frei von jedem Durst nach Wissen. Ein kleiner Seitenblick verschaffte ihm die Klarheit, dass sie sich bald wieder trennen würden. Auf bald verstummte das Getuschel, dass Gefühl des Nichterwünschtsein. Einen Augenblick vollführte er weiter seine Reinlichkeit, bis er inne hielt und sich wieder seinen beiden Begleitern wandte.

Ein kurzes Schweigen erfüllte ihn, bis er seine Antwort aussprach, die sehnsüchtig auf seiner Zunge lag und auf Befreiung wartete.

"Es bedarf nicht solch Wortwahl, obgleich wir uns nicht nahe stehen. Aber du...ihr..."

Anubis stockte, stotterte beinahe, eine Seltenheit in seiner Wortgewandtheit und seiner Selbstsicherheit. Ein flüchtiges Lächeln beglich seinen Fehler und er nickte dem Namenlosen zu.

"Es reicht ein einfaches 'Du', wenn es auch für euch ein Wohl ist dies auszusprechen. Mein Name ist Anubis und ich muss wahrlich peinlich berührt gestehen, obgleich ich mir eurer Anwesendheit stets gewiss war, habe ich nicht euren Namen erfahren. Ich würde mich geehrt fühlen, wenn ihr mir diesen nun anvertrauen möget.

Mit eurem Verschwinden habt ihr weniger irritiert, als viel mehr enttäuscht, auf einen starken Geist verzichten zu müssen, der sich seines Weges noch nicht sicher war. Gern wäre ich mit euch über die Straße, mit der Gewissheit euch in Sicherheit zu kennen. Immerhin seit ihr ein Teil dieser kleinen bunten Truppe, die ich nun meine Familie nennen mag."


Nun nickte er ihm ebenfalls zu, verneigte sein Haupt ein Stück und begrüßte ihn ehrenhaft.

"Seid willkommen und bleibt, verweilt in dieser Einheit, es wird euch und uns bestärken, in dieser derben kalten Welt..."

Ungeniert sprach Anubis diese Worte aus, die in sich doch eine kleine Anspielung auf den kalten Prinzen verwiesen, den er vor sich hatte. Darauf warf er einen kurzen Blick zu Alpha, ihre Antwort musste warten, denn es schien ihm unsittlich ihre Gefühle nun offen anzusprechen. Immerhin war sie dem Kater mit dem Ausdruck ihrer Emotionen unverkennbar ähnlich. Obgleich der Fremde sie noch übertraf.

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Alter Charakter : 2 Jahre
Geschlecht : Katze
Fellfarbe : Schildpattmuster
Größe : 31 cm

BeitragThema: Re: Kapitel 2: Fremde Wege   So Apr 29, 2012 5:29 pm

Jetzt bin ich wieder hier
Frag mich was ist passiert
Stell mit Bedauern fest
Das alles unverändert ist
Nicht gut und nicht schlecht
Möchte am liebsten hier weg
Irgendetwas hält mich fest
Und ich will dass es mich loslässt

Lange blieb dieser Abstand, diese Art Schlucht zwischen Alpha und Caruso nicht erhalten. Der getigerte Kater wusste die paar Zentimeter zwischen den zwei Katzen zu überbrücken. Je näher er kam, desto mehr versteifte sich Alpha. Schließlich blieb Caruso stehen, setzte sich hin, war angekommen. Ein eisiger Schauer lief Alpha den Rücken hinunter und sie musste schlucken. Da war es also nun. Ihr Problem. Erneut. War sie wirklich eine solch wundervolle Persönlichkeit, dass gleich zwei Kater um ihre Aufmerksamkeit kämpften? Alpha glaube nicht wirklich daran. Dazu war sie viel zu abweisend. Und genau diese Eigenschaft entdeckte sie in Caruso wieder, liebte sie an ihm. Liebte? Ja, aber liebte sie auch Caruso selbst? Alpha vermutete nicht. Sie wusste ja nicht einmal wirklich, was Liebe war!
Kurz huschte der Blick der Bunten zu Argent hinüber. Unwillkürlich begann ihr Herz zu rasen, aber nicht wegen des hübschen Anblicks ihres Gefährten, sondern viel mehr, weil sie sich nun erneut mit Caruso auseinander setzte, wissend, dass ihr eigentlicher Geliebte nur wenige Meter entfernt saß. Ein seltsames Ziehen breitete sich in Alphas Brust aus und hinderte sie daran zu atmen. Nur ein paar Sekunden lang füllte kein Sauerstoff die Lunge der Bunten und ebenso ging keiner. War tat mehr weh? Argent zu hintergehen, ohne, dass er es wusste oder ihn zu verlassen? Was würde sie mehr vermissen? Argent oder Caruso? War gab ihr das, was sie wollte? Der Silbere oder der Getigerte? Die Antworten auf die Fragen ins Alphas Kopf waren schwer zu finden, aber oft genug auch viel zu einfach. Argent gab ihr mehr, hatte ihr mehr gegeben. Aber war er jetzt nutzlos für sie? War sie nur mit ihm zusammen gewesen, um ihr Ziel zu erreichen, weil sie gewusst hatte, dass ihr Willen allein dafür nicht ausreichte? War es Zeit sich an neue Ufer zu wagen, neues Terrain zu begutachten? Sie war doch erst zwei Jahre alt! Sie wusste nicht genau, was Liebe ist, kannte nicht das Gefühl des Einsamkeit. Zumindest nicht richtig. Sie wusste ja nicht einmal, wie sie sich einen Monat lang allein versorgen sollte! Erst recht nicht im Wald. Sie war ein hilfloses, armseliges Geschöpf, welches genährt werden musste wie Kitten, aber zugleich stur und kalt war, da es meinte, es könne so seine Fehler kaschieren. Ein solches Wesen konnte nicht liebe, es konnte nur ausnutzen. Wütend über sich selbst schüttelte Alpha den Kopf. Wo wollte sie denn hin? Was waren das für Gedanken? Sie musste weiter gehen, vorwärts gehen, sie brauche Anubis. Seine Worte halfen ihr, er rettete sie vor dem Ertrinken, weil sie ihn nicht begehrte, weil er für sie ein Freund war. Sie kannten sich kaum und doch nannte sie ihn schon einen Freund.


Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
Doch es gibt nichts Schlimmeres als ungewiss zu sein

Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
Doch es gibt nichts Schlimmeres
Als allein zu sein


Alpha war so sehr in Gedanken vertieft gewesen, dass sie gar nicht mitbekommen hatte, wie Caruso an Anubis ein paar formelle Worte gerichtet hatte. Sie hörte nur noch Caruso sagen, dass er vorerst bleiben würde. Das war es, was sie von alle den Worten und den Gefühlen mitbekam. Alpha sah auf. Ihr Blick war glasig und müde. Sie musste diesem Chaos entfliehen! Konnten sie nicht einfach losgehen? Alpha fühlte sich schwach, wollte sich ausruhen und nur für ein paar Minuten völlig allein den Wind genießen und den Duft des Grases. Ein paar Minuten lang. War das zu viel verlangt? Doch das ging nicht und zu allem Überfluss rückte Caruso nun auch noch näher an Alpha heran. Die Kätzin zuckte leicht zurück. Sie öffnete ihren Mund einen winzigen Spalt, so wenig, dass man es nicht sehen konnte. Flehende, bittende Worte formten sich in Alphas Kopf, gelangten aber nicht an die Öffentlichkeit. Sie wünschte sich, Caruso würde zurück weichen. Sie konnte seinen betörenden Duft nicht ertragen, konnte seine wärmende Nähe nicht lange ertragen. Sie hatte plötzlich Angst vor ihm und die Gefühle die seine Anwesenheit mit sich brachten. Alpha hatte Angst sich selbst zu verlieren und irgendwann aus Selbstzweifeln heraus einen Fehler zu begehen, denn sie noch ihr Leben lang bereuen würde. War es falsch zu begehren? Nein! Aber es musste doch falsch sein zu begehren, wenn man solche Zweifel daran hatte. Alpha war zu jung, um eine Antwort auf diese Frage zu finden und sie hatte auch keine Möglichkeit darüber nachzudenken, zu nah war ihr Caruso nun, so sanft seine Worte.
Der Kater offenbarte Alpha, dass er bleiben würde. Der Clan war seine neue Familie. Diese Vorstellung gefiel der Bunten, aber dennoch war die Nähe Carusos wie Gift für sie, welches sie langsam und qualvoll töten würde. Er sollte Abstand von ihr nehmen. Alpha begann das Gefühl zu hassen, wie Carusos Haare ihr in die Flanke pieksten und wie sein Atem ihr Ohr zittern ließ. Der Kater selbst sagte Alpha sogar, dass er gehen würde, sofern sie es verlangte, aber dieser Abschied würde dann für immer sein und auch das wollte die Bunte nicht. Sie wollte nur eine gewisse Zeit für sich, in der kein Kater um ihre Aufmerksamkeit bat, in der kein Kater ihr liebevolle Blicke zu warf. Warum verstand denn niemand, dass sie auch mal allein sein musste? Das auch sie an dieser ganze Sache beteiligt war?


Durch welche Tür soll ich jetzt gehn
Oder bleib ich zwischen ihnen stehn
Bin ich gebunden ans System
Oder will ich neue Dinge sehn
Stand immer fest auf zwei Beinen
Ging niemals Risiken ein
Jetzt stehst du neben mir
Doch du bleibst nicht lange hier

Vielleicht - Madsen

Endlich zog Caruso sich zurück und Alpha entspannte sich wieder. Noch immer roch sie den Duft es Katers, der sie umwaberte wie der Nebel die Stadt im Herbst. Alpha konnte Caruso nicht in die Augen sehen. Sie wollte nicht antworte, sie traute sich nicht zu nicken oder auf irgendeine andere Weise ihm zu offenbaren, dass sie seine Worte gehört und verstanden hatte. Stattdessen sah sie zu Anubis, welcher sich die Brust leckte. Hatte er gelauscht? Alpha war es egal. Diese ganze Situation schien die Bunte zu überfordern. Dieser Poet musste etwas sagen. Unbedingt! Doch auch seine Worte schufen keine Erleichterung. Er stockte kurz. Da war irgendetwas, dass Anubis auf dem Gleichgewicht gebracht hatte. Alpha seufzte traurig. Scheinbar war hier niemand der drei anwesenden Katzen in guter Verfassung. Die folgenden Worte Anubis’ waren wieder gewohnt rein und schön, aber nicht das, was Alpha sich wünschte. Er antwortete nur Caruso, dessen Worte die Bunte ja nicht gehört hatte. Also lauschte Alpha einfach nur dem schönen Klang der Stimme des Poeten, ohne auf die Worte zu achten. Sie schloss die Augen, um ein paar Sekunden einfach nur inne zu halten und die Welt zu stoppen, welche sich um sie zu drehen begann. Ruhe kehrte in die Bunte ein, Carusos Duft verflog, seine Nähe tat nicht mehr weh und machte sie nicht mehr wütend. Alpha atmete tief ein und aus. War es Zeit für einen Neuanfang? Vermutlich schon, aber dieser würde warten müssen. Er im Wald konnte sie ganz mit ihrem Leben in der Stadt abschließen. Vielleicht waren dann ihre Gedanken viel zu viel damit beschäftigt die neue Umgebung zu begutachten. Dann wären diese wirren Gefühle und Gedanken, die Zweifel und die Angst weg, überdeckt von dem Neuem, dem Interessanten. Alpha hatte schon einen Entschluss gefasst. Sie wollte die Prinzessin sein und die Ritter mussten sie umgarnen, bis sie sich entscheiden konnte, doch es hatte nicht geklappt. Dann war ihr Problem verschwunden und kurz darauf wieder erschienen und erneut galt es den richtigen Weg einzuschlagen. Und egal, welche Richtung Alpha einschlagen würde: Solange sie sich dabei wohl fühlte würde alles gut werden.

[denkt viel nach | kann Carusos Nähe nicht ertragen | entscheidet sich für Neuanfang]

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